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Herzlich willkommen auf der Unimog-Community-Website. Seit 1999 treffen sich hier die Mercedes-Benz Unimog- und MBtrac-Enthusiasten zum Meinungsaustausch und Fachsimpeln.

Hier werden Fragen zur Technik und zur Restauration des Unimog gestellt.

Moderator: stephan

#104529
Moin,
Frage:
Kann man am Hydraulikzylinder schweissen? Oder wird ein Zylinder, wenn man am Zylinderrohr eine Halterung schweissen will, und diesen dabei nicht auseinander nehmen will, beschädigt?
Mir ist klar dass die Dichtung nicht gerade unter die heisse Fläche liegen sollte. Und wenn der Zylinder ausgefahren ist sollte die Chromfläche auch gut abgedeckt sein.
Aber was passiert mit der Innenseite des Zylinders. Nimmt diese Schaden?
Es geht um ein Zylinder einer Lkw - Abstützung. Den möchte ich umfunktionieren zum Holzspalter. Und vorher war der nur mit Spannbänder und einer kleinen Auflageplatte oben befestigt. Und Spannbänder habe ich nicht.
Wollte das vom Fachmann schweissen lassen.
Gruss
Bernd Thomes
#104537
Hallo Thomes!
Wenn Du am Zylinderrohr schweissen willst, ist die Wandstärke ausschlaggebend. Ich habe das schon mehrmals gemacht.
Bei Wandstärken mit 5mm oder darüber kann man z.B. eine Längsplatte mit kurzen Nahtstellen anschweissen, und zwar nur so lang schweissen, dass auf der Innenseite kein Zunder entsteht.(Eventuell vorher mit gleicher Material und Stromstärke frei zugänglich probieren).
Je kürzer die Schweisspunkte/ Nähte desto weniger Verformung/Verzug entsteht, auch zwischendurch auskühlen lassen, aber das sind sowieso Grundregeln für einen versierten Schweisser.
#104547
Prinzipiell ist das möglich. Es darf wie Herbert beschrieben kein Zunder entstehen. Dazu mzuß die Kammer Ölfrei sein und am besten mit Schutzgas füllen, besser noch formieren. Auch darf das Material nicht durchgehend aufgeschmolzen werden, damit innen keine Oberflächenverformung eintritt. Daher die Flanschanschlußfläche sehr großzügig bemessen, damit mit einem kleinen Nahtquerschnitt ausreichende Kraftübertragung gewährleistet ist.
Ich würde jedoch vorschlagen, starke Schellen anzufertigen und den Zylinder darin zu lagern. Als obere Abstützung kann eine Befestigung angeschweißt werden, da die Kopfplatte nicht vom Kolben berührt wird und eine Oberflächenveränderung beim Schweißen dort unkrititsch ist.
#104550
Hallo Ihr zwei,
ich weiß im Moment nicht genau an welcher Stelle die Schweißnaht sitzen soll. Aber gerade das macht eigentlich eine gute Naht aus, der Einbrand! Nur der Einbrand ist mit kurzen Heftern nicht hinzubekommen, weil das Material nicht ordentlich aufgeschmolzen wird. Wir Schweißer sprechen von kalten Nähten und die halten nun mal nichts aus. Versteh das richtig,
wenn bei einer Materialstärke von ca. 5 mm auf der Gegenseite nichts zu sehen ist, dann hält das nichts. Dann kannst Du auch Baukleber oder Silikon aus der Tube nehmen!(Scherz)
Such doch noch etwas rum, evtl. findest Du einen besseren Zylinder!

Wole 406 Heidelberg
#104557
Hallo Bernd,

der Fachmann, von dem Du das machen lassen möchtest, wird das sicher nicht umsonst machen - also kannst Du das Geld auch in die Anfertigung eines Klemmhalters investieren.
Schweißen an solch einem Teil würde ich nach Möglichkeit vermeiden. Frag doch mal bei einer Hydraulikfirma oder einem Betrieb der solche Zylinder täglich verbaut, wie die ihre Befestigungen ausführen und ob die so etwas schweißen und wenn unter welchen Rahmenbedingungen. Möglicherweise gibt es aber auch standardisierte oder genormte Halter für solche Zwecke, mit denen die Dir dann weiterhelfen können...
#104984
Jetzt mal ehrlich,
bei so einem scheiß Zylinder für ein Spaltgerät, kann man doch ruhig mal schweißen.
Normal reicht ja wenn er an der Stirnseite Kolbenseite seine Halterung anschweißt. Der Zylinder wird ja nur Axial belastet.
Wenn der Keil nämlich nicht seperat geführt ist, wird der undicht.
Ein Hydraulikzylinder ist nicht für radiale Kräfte gebaut, nur axiale.
Mit der Version Klemmleisten wäre ich da schon vorsichter, den um den Kräften des Zylinders entgegen zu wirken, müssen diese schellen sehr stark angezogen sein. Denke mal das Du das Zylinderrohr dann mehr verformst wie beim Schweißen.

Wenn Du nicht dran schweißen willst, würde ich einfach am Spaltgerät einen Anschlag für den Zylinder anschweißen, den Zylinder kannst Du dann mit Schellen befestigen, die das Herunterfallen des Zylinders verhindern.
Wohl bemerkt, der Keil muss seperat geführt werden.

Marcy
#105072
Hallo Marcy,

wenn der Raum im Zylinder formiert wird und ausschließlich am Zylinderkopf geschweißt wird hätte ich keine großartigen Bedenken damit.
Ein Klemmhalter müsste natürlich zweckmäßig gestaltet sein, das heißt, die Klemmkräfte müssen auf einer ausreichend großen Fläche verteilt werden, daß die daraus resultierenden elastischen Verformungen möglichst klein bleiben.
Klar könnte man es natürlich auch riskieren einmal zu schweißen und dabei billigend in Kauf nehmen, daß der Zylinder dabei unbrauchbar wird. Wer sich dessen bewusst ist, würde dann damit auch relativ gelassen umgehen können.
Fataler könnten allerdings die Folgen solch eines Versuches ausfallen: Nehmen wir einmal an, es wurde geschweißt. Die Dichtung des Kolbens blieb sogar unbeschädigt, weil sie absichtlich weit genug von der Nahtstelle entfernt war und der Einbrand war gut bis zu gut...
Wenn nun das Material nach innen durchhängt, geht im besten Fall gar nichts mehr, weil der Kolben an dem Durchhang blockiert. Schabt er allerdings ständig daran vorbei entstehen möglicherweise Späne. Bis man das richtig bemerkt hat, dürften die im schlimmsten Fall schon mehr oder weniger über das gesamte Hydrauliksystem verteilt sein.
Bilanz:
Zylinder unbraubar - einkalkuliert
Reinigung des Hydrauliksystems erforderlich, möglicherweise auch Beseitigung von Folgeschäden - völlig unerwartet...
#105079
Hallo,
normalerweise hat jeder Hydraulikzylinder irgend welche Befestigungspunkte, sonst hätte er keinen Sinn.
Ausnahme: Sonderherstellung oder daran herumgemurkst!
Also original Punkte verwenden. Normalerweise ist am Kopf des Zylinders eine Halterung. Unten kann man den mit einer Rohrschelle sicher fixieren. Wer dabei den Zylinder verdrückt sollte sich im Buch der Rekorde anmelden.
Gruß Lothar
#105325
@ Lothar,
sollte dein Beitrag mit dem Buch der Rekorde auf mich bezogen sein, muss ich es Dir wohl noch mal erklären.

Sorgen um die Verformung mache ich mir nur dann, wenn der Zylinder nur über Schellen gehalten werden soll.
Weiter oben wird gefragt ob man nicht einfach den Zylinder mit Schellen befestigen kann, ohne dran zu schweißen

Meine Schelle ist nur zum halten des eigentlichen Zylinders, da mache ich mir Null Sorgen wegen Verformung.
Dein Tipp mit den Originalaufnahmen ist ja nicht schlecht, aber ich denke mal das der Zylinder keine hat, sonst hätte der Bernd sicher nicht gefragt.

@UncleBenz
wenn ich hier einem eine Antwort gebe, gehe ich nicht davon aus das ich es einem Beamten oder so erkläre.
Ein bisschen Gefühl und Verstand sollte der Fragende doch schon mitbringen, sonst bringen die besten Tipps hier nicht.

Wer vom PC keine Ahnung hat, kann auch nichts aus einem Lehrbuch lernen, weil er die Sprache nicht versteht.
#106609
ein normaler hydraulikzylinder ist wie schon gesagt nur für axiale kräfte in seiner bewegungsrichtung konstruiert. klemmst du ihn mit irgendwelchen schellen fest, so wird dieser statisch überbestimmt was zu spannungen oder gar verbiegungen führt und damit der zerstörung des hydraulikzylinders gleichkommt. deswegen müssen die lager des zylinders immer in der bewegungsachse des hydraulizylinders liegen.

anonsten kannst du maximal eine konstruktion machen wie hubzylindern für kipper, wo der zylinder eingehängt ist und die gelenkpunkte nicht am ende des zylinders sitzen aus platzgründen ...
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