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Herzlich willkommen auf der Unimog-Community-Website. Seit 1999 treffen sich hier die Mercedes-Benz Unimog- und MBtrac-Enthusiasten zum Meinungsaustausch und Fachsimpeln.

Hier werden Fragen zur Technik und zur Restauration des Unimog gestellt.

Moderator: stephan

#418379
Nun denn,

es kann natürlich sein, dass der Stein bereits bei einer vorher gegangenen Montage der Schaltplatte heraus gefallen ist.

Nur dann, wenn die Schaltmuffe über ihren "normalen Weg" hinaus bewegt wird, können diese Dinger raus fallen.

Also, muss es auch möglich sein, sie wieder ein zu fügen.
#418390
Moin Reiner,

Dein Hinweis erscheint logisch.

Guten Morgen Frank,

dann versuch' mal, die beiden noch vorhandenen Gleitsteine nach Schieben der 5. Gang Schalthülse gaaanz nach vorn herauszubekommen. Entsprechend wäre der umgekehrte Weg natürlich möglich. Was sehr zu hoffen wäre.
#418395
Hallo Christoph, hallo Reiner,

ich wette ein Wildschwein, dass Du den Gleitstein nicht reinbekommst ohne das Getriebe zu zerlegen.
#418396
Hallo Michi,

ich wette nicht dagegen. Du scheinst zu wissen, dass es nicht geht. :wink:

Dein Wildschwein hat mir übrigens sehr gut geschmeckt - vielen Dank!
#418398
So ne Wildsau auf Toast hätte was :spitze

Michael,

ich kann leider nicht gegenhalten :cry: weil ich noch nie vor der Situation stand :D

Aber ein begnadeter Mogschrauber hat mir glaubhaft versichert, dass er es bereits gemacht hat.

Die Meinung dieses Schraubers würde ich, ganz gegen meine Gewohnheit, niemals anzweifeln!!!
#418399
Moin Reiner,

... aber vielleicht kannst Du den von Dir so hoch geschätzten Schrauber bewegen, uns zu sagen wie's geht?

Etliche Dankespunkte wären Dir gewiss!
#418400
Ja ich weiss es inzwischen auch. Es geht, wenn Du den Zugang zum Gleitstein über den Auspuff herstellst. Das gelingt aber nur wirklich guten Gynäkologen

Der einzige Weg, den ich mir vorstellen kann ist die Entfernung des unteren Getriebedeckels und dann müßte man versuchen, einen Lagerflansch der Vorgelegewelle zu entfernen. Dann könnte es sein, daß man an die Schaltschiebehülse des 5.Ganges herankommt, aber ob die dann auch ausgebaut werden kann, ist mehr als fraglich. Aber da dann, wenn es so nicht geht, ohnehin das Getriebe ausgebaut und zerlegt werden muss, könnte man mal diesen Weg gehen.
#418401
Hallo Michi,

wo schlüge denn die Schaltschiebehülse 5. Gang nach vorne an, wenn man die Schaltgabel weg bekäme (ist derzeit Hubbegrenzung nach vorne)? Letztere geht aber nur weg, wenn man die Achse (Stange) für die Schaltgabeln 1. bis 4. und 5. Gang ziehen kann. Geht das denn bei eingebautem Getriebe?

Ich bin leider nicht mehr in der Nähe des Getriebes, so dass ich dort selbst nicht noch mal tüfteln kann.
#418417
Hallo zusammen,

leider bin ich der Unglücksrabe, dem das Getriebe das UCG-Jahrestreffen versaut hat.
Zuerst möchte ich mich bei allen bedanken, die hier fleißig Ratschläge geben.
Nachdem ich heute mal Zeit hatte zum Unimog zu schwimmen :D, habe ich wie von Christoph empfohlen die Hülse soweit wie möglich nach vorne geschoben und ein Bild gemacht. Habe aber alles drin gelassen.
Hoffentlich habe ich als Nichttechniker das richtige Teil fotografiert.

Viele Grüße
Frank
Dateianhänge:
CIMG5171.JPG
CIMG5171.JPG (94.74 KiB) 915 mal betrachtet
#418418
Ja Frank,

das ist der Stein des Anstoßes. Wenn Du den rauskriegst - Vorgelegewelle nach unten gedreht - dann geht der dritte Stein vielleicht sogar rein, ohne was zerlegen zu müssen.

Aber wenn ich mir das Foto genau ansehe, sieht es so aus, als sei da was ausgebrochen, direkt oberhalb des Gleitsteines. Oder täuscht das? Ist wohl doch eher eine Spiegelung im Öl.
Zuletzt geändert von OPTI-MOG am 01.06.2013, 20:49, insgesamt 1-mal geändert.
#418420
Guten Abend Christoph,

das Bild habe ich von Oben gemacht. Auch wenn es auf dem Foto nicht so aussieht, der Stein liegt (wenn auch nur knapp) komplett frei.
Das mit dem Rausmachen lass ich lieber mal, bis mein "Getriebetechniker des Vertrauens" :spitze mal wieder vorbei schaut.

Viele Grüße
Frank
#418423
...der Stein liegt (wenn auch nur knapp) komplett frei.
Moin,

das genau ist die Stellung, in der man die Fehlenden wieder einfügt. :spitze


Wenn man in dieser Stellung der Hülse, die Welle noch drehen kann, könnte man es wie folgt machen:

Mit einem Gummiband den Stein fixieren, dann die Welle weiter drehen und dann den zweiten Stein ......

dann den dritten Stein..... 8)

Selbst, wenn man zum Drehen der Welle die Hülse jeweils etwas zurückschieben muss, kann das klappen.
#418450
Moin Reiner,

wir hätten vielleicht doch ein Wildschwein gewinnen können! Aber nur haarscharf. Denn die Frage, ob man die Gleitsteine ohne größere Operation aus- und wieder eingebaut bekommt, ist - zumindest beim vorliegenden Getriebe - eine Frage des Verschleißzustands.

Jedenfalls kann in der vorderen Schaltstellung (6. Gang ein, 5. Gang aus) keinesfalls ein Stein herausfallen. Und auch dann nicht, wenn bei abgebauter Schaltplatte die Schaltgabel 5. Gang ganz nach vorne an den Anschlag gedrückt wird (bei neuem oder ordnungsgemäßen Getriebe). Dies bestätigt die schon früher von mir geäußerte Vermutung, dass das Getriebe bereits sehr lange mit nur zwei Steinen unterwegs gewesen war.

Dadurch bedingt ergab sich einseitiger Verschleiß am Synchronring, der sich zunehmend verkantete. So weit, bis schließlich die Öffnung für einen (#1) der beiden vorhandenen Steine so groß wurde, dass er sich darin verkanten konnte. Wir hatten ihn vorgestern einfach wieder in seine eigentliche Position zurückgedrückt.

Heute war das erste Ziel, die beiden Gleitsteine zu entfernen.

Wegen der Annahme, dass der vordere Anschlag der Schaltgabelführung am Gehäuse noch nicht genügend Öffnung für den Gleitstein bringen würde, haben wir geprüft, ob sich die Führungsstange der Schaltgabeln 1. bis 4. Gang und 5. Gang nach vorne herausziehen lässt. Das scheint aber nicht einfach oder gar unmöglich zu sein bei eingebautem Getriebe.

Also wurde die Schaltgabel so weit wie möglich nach vorne gedrückt und der erste Gleitstein nach unten gedreht. Plumps - schon fiel er (#1) von alleine heraus. Beim weiteren Drehen kam der fehlende Stein (#2) d. h. die Lücke zum Vorschein. Noch weiter gedreht kam #3 in die untere Lage. Er konnte aber nur mit Müh' und Not gerade eben noch entfernt werden.

(Blick von unten in das Getriebe)
Foto 1: Etwa normale Schaltstellung 6. Gang ein, 5. Gang aus
Foto 2: Stein #1 beginnt zu kippen
Foto 3: Stein #1 fällt heraus
Dateianhänge:
P1020469_klein.jpg
P1020469_klein.jpg (79.29 KiB) 865 mal betrachtet
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P1020471_klein.jpg (77.82 KiB) 865 mal betrachtet
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P1020474_klein.jpg (72.73 KiB) 865 mal betrachtet
Zuletzt geändert von OPTI-MOG am 02.06.2013, 16:47, insgesamt 5-mal geändert.
#418451
Dann haben wir die Lücken und Steine vermessen und festgestellt, dass der leicht herausgefallene Stein #1 um 0,15 mm kürzer (in Längsrichtung des Getriebes) als #3 ist und der Synchronring dort einseitig eingelaufen ist und damit insgesamt beweglicher geworden ist. Weil alleine Stein #3 richtig funktioniert hat. Seine Tellerfedern haben dabei auch noch den Napf durchgescheuert.

Nun werden 3 neue Steine besorgt (maximale Länge 17,00 mm, sonst müssen wir sie noch abschleifen/anschrägen) und wir hoffen, dass wir sie alle "reingewürgt" bekommen.

Foto 1: Lücke #1
Foto 2: Steine #1 links und #3 rechts
Foto 3: Napf von Stein #3
Dateianhänge:
P1020473_klein.jpg
P1020473_klein.jpg (78.36 KiB) 863 mal betrachtet
P1020475_klein.jpg
P1020475_klein.jpg (43.94 KiB) 863 mal betrachtet
P1020476_klein.jpg
P1020476_klein.jpg (46.54 KiB) 863 mal betrachtet
Zuletzt geändert von OPTI-MOG am 02.06.2013, 17:04, insgesamt 1-mal geändert.
#418453
Das sind ja faule Tricks mit dem verschlissenen Synchronring und angefasten Steinen.

So kann ich das auch.

Trotzdem lade ich Euch nächstes Jahr bei Jochen gerne wieder zum Wildschwein ein.
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