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Herzlich willkommen auf der Unimog-Community-Website. Seit 1999 treffen sich hier die Mercedes-Benz Unimog- und MBtrac-Enthusiasten zum Meinungsaustausch und Fachsimpeln.

Hier werden Fragen zur Technik und zur Restauration des Unimog gestellt.

Moderator: stephan

#155346
Dobry Dyen, Druzya Unimoga!


1. Zum Einbau eines Kühlmittelvorwärmers konnten wir vor ein paar Jahren "mit letzten Kräften und Tricks", letzlich durch vorsichtiges Anwärmen, den Schraubverschluss von der

- mittleren Kernlochbohrung auf den linken Seite (in Fahrtrichtung) unter dem Auspuffkrümmer

herausdrehen und einen Original-DB-Kühlmittelvorwärmer einbauen.


2. Im Rahmen der jetzt hoffentlich bald abgeschlossenen Generalüberholung sollte zur besseren Kontrolle ein Glasfiberthermometer (wie früher bei DB-PKWs) in die 3. Kernlochbohrung am Zylinderkopf über der Einspritzpumpe eingebaut werden. Dies zur Sicherheit, falls die Temperaturanzeige nicht so genau ist!


3. Belegung

- In der 1. Kernlochbohrung am Zylinderkopf (vordere) ist der Temperaturfühler für das Anzeigeinstrument im Kombiinstrument eingeschraubt;

- aus der 2. Kernlochbohrung am Zylinderkopf (mittlere) kommt der Kühlmittelvorlauf für das Standard-Heiz-/Frischluftgerät in der Kabine links; übrigens wurde dieser Vorlauf von uns verlegt, da die Rohrführung des so installiert war, dass sie thermohydraulisch gar nicht funktionieren konnte; ausserdem verlief sie just an der vordersten Kältefront am offenen Kühlergrill; bei uns jedenfalls funtkionierte die Heizung nie.

- die 3. Kernlochbohrung (nach hinten versetzt über der Einspritzpumpe) ist noch mit einem Schraubverschluss versiegelt; dieser sollte herausgedreht werden um dem Meßfühler des Galsfieberthermometers (oder einem anderen Temperaturgeber) Platz zu machen.


4. Technische Vorüberlegungen

Mein Partner Vassili, der schon X alte DB-Diesel-PKW und deren Motoren OM 615 auseinandergenommen hatte, mahnte zur Vorsicht:

Beim Herausdrehen der unteren Kernlochverschraubung (Vorwärmer) könne man größere mechanische Momente oder Stösse einsetzen, als bei den Verschraubungungen am oberen Zylinderkopf, da das Zylindergehäuse nur eine Stärke von 4 mm habe und auch gegen Wärmezufuhr äußerst empfindlich sei.

Also einigten wir uns auf einen einzigen Versuch mit einem Aufsteck-Imbusschlüssel und einer Verlängerung.

Vorher wurde ganz leicht auf den Imbusschlüssel gehämmert.

Der Hebel des Schlüssels verdrehte sich. Leider brachten wir so die Kernlochverschraubung nicht heraus.


5. Erfahrungen von anderen Schraubern

Wer kann dazu noch einen Ratschlag geben? Einen sehr weisen, wie den:

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Dazu fällt mir die alte Geschichte aus der Kasierzeit ein: Ein Wiener und Berliner Schusterjunge sollten stellvertretend durch einen Wettbewerb klären, welche der beiden Metropolen klüger sei.

Man stellte eine gebratene Gans auf den Tisch mit der Aufforderung die Gans zu essen. Die Auflagen waren dabei:
- Wenn Du sie schneidest, dann wirst Du geschitten!
- Falls Du sie anbeißt, dann wirst Du gebissen!
- Rupfts Du Flesich heraus, dann wirst Du gerupft.

Einer der beiden Gladiatoren ging mehrmals um die Gans herum und wußte keinen Rat. Der andere aber hatte nach mehrmaliger Umrundung die Lösung: Die Gans hatte Öffnungen, aus denen das heiße Fett herauslief. So nahm seinen Finger ..., um dann forderte die Schiedskommsiion aufzufordern, bei ihm Gleiches zu tun, in logischer Fortführung der vorher verknüpften Bedingungen.

Allerdings verrate ich nicht, wer der Klügere war.! Schließlich stamme ich ja aus dem Freistaat ...

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Soweit dieser Ausschweif an den Augen der Moderatoren vorbei. Hoffentlich werde ich nicht geserrt!

Unsere technische Aufgabe ist ja ähnlich gelagert. Vielleicht gibt es in A oder D Unimogschrauber die sich bei der Findung von pfiffigen Lösungen an dem Schusterjungen messen könnten.

Dem OM615 darf dabei kein Ungemach zustoßen! Die russichen Winter werden hoffentlich dem Treibhauseffekt Paroli bieten. Und der Motor sollte noch lange das Schneeschleudern genießen!

Spasibo!

Karl
#155350
Moin Karl,

bei voraussichtlich festsitzenden Inbusschrauben gehe ich wie folgt vor.

Das "Loch" richtig sauber machen, eine Inbus-Nuss mit leichten Hammerschlägen eintreiben und dann mit einem Knebel die Schraube versuchen rauszudrehen.

Ist der Sitz erst einmal "vermurkst" kann man es mit einem etwas grösseren Inbus ( Zoll) noch einmal versuchen.

Wenn alles nicht hilft, eine Mutter auf den Kopf schweissen, abkühlen lassen und einen Ringschlüssel verwenden.

Viel Glück

Reiner
#155521
Danke Reiner,

der Inbus sitzt einwandfrei auf der Verschraubung.

Das Problem, was wir haben, ist, wieviel "Gewalt", technisch gesehen Drehmoment, wir auf den Schlüssel geben können ohne dass das Zylinderkopfgehäuse Schaden nimmt. Es ist nämlich nur 4 mmm stark.

Wir probierten es bei kaltem Motor (Aussentemepratur ca. 28 Grad).

Fragen an alle:

Bringt es eventuell etwas, den Herausschraubversuch nochmals bei betriebswarmen Motor vorzunehmen? Bestünde da eine Chance, dass die Verschraubung leichter herausgeht.

Wie gesagt, die Kernlochverscharubung unten rechts (36mm Durchmesser) brachten wir durch vorsichtes Erwärmen und großem Drehmoment heraus.

Die jetzt herauszudrehende Kernlochverschraubung (30mm Durchmesser) am Zylinderkopf links neben der Einspritzpumpe sitzt in viel dünneerme Gussgehäuse. Und da haben wir Angst etwas kaputt zu machen, wenn wir ähnlich vorgehen.

Danke und Gruß! Karl
#155690
Hallo Karl

Kenne den Motor und Platzverhältnise nicht,daher kann es sein das das was ich schreibe nur Müll ist :oops:
Könnte mir aber vorstellen das wenn Du dem Stopfen durch eine Bohrung (oder Bohrungen) von ca. 8mm die Spannungkraft nimmst.So das der Stopfen aussieht wie Schweizerkäse.Dann eine Schraube oder Mutter drauf schweisen.

Viel Glück und Gruß aus dem Schönbuch
Eberhard

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