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Herzlich willkommen auf der Unimog-Community-Website. Seit 1999 treffen sich hier die Mercedes-Benz Unimog- und MBtrac-Enthusiasten zum Meinungsaustausch und Fachsimpeln.

Hier werden Fragen zur Technik und zur Restauration des Unimog gestellt.

Moderator: stephan

#461649
Hallo liebe Gemeinde,
ich bekomme die Tage auf meinem 406 neue 14,5x20 mit Schlepperprofil montiert. In der Bedienungsanleitung steht, das man die vorderen wegen geringerem Reifen Verschleis entgegengestzt montieren soll. Ich sehe aber oft das die Reifen in Laufrichtung gefahren werden. Meine Frage, machen die das einfach aus Unwissenheit, oder ist der Verschleis zu vernachlässigen.

Grüßle Tom
#461654
Hallo Lothar,
vielen Dank für deine schnelle Antwort.
Bei meinen Reifen handelt es sich um Radial Reifen.
Wenn ich das denn richtig raushöre, einfach auf die Laufrichtung achten ?
Bei den Reifen wird das aber sicher immer in Fahrtrichtung sein
Irgendwie bin ich jetzt so nass wie vorher :-)

Grüßle Tom
#461659
Hallo Tom,

lass dich ned verrückt machen - in der BA steht nicht ohne Grund drin das die Vorderreifen umgedreht montiert werden sollten.
Und die Leutchen vom Daimler haben das sicher nicht aus Langeweile und Dummheit so angegeben.
Erklärungen dafür gibt's verschiedene an den Stammtischen und Foren - von "damit man auch Rückwerts aus dem Dreck kommt", besseres Bremsverhalten, bessere Abriebverhalten der meist getriebenen Vorderreifen über waswweißichwasalles.

Nachdem ich beruflich schon bischen was mit Schwingungen zu tun hatte, scheint mir die Erklärung ganz plausibel, nach der schlicht und ergreifend damit verhindert wird, das Du im Innenraum beim Fahren durch extreme Schwebungen belästigt wirst. Schwebungen sind Frquenzen, die entstehen wenn zwei Frequenzquellen (Unterschied bis 3/5Hz) mit sehr ähnlichen Frequenzen aufeinandertreffen - also z.B. wenn Vorder- und Hinterreifen geringfügig unterschiedlich abgefahren sind und dadurch mit geringfügig unterschiedlicher Drehzahl laufen.

Hab meine 405AC70 alle in der selben Richtung montiert und bisher noch keine mehr als auffälligen Geräusche dabei feststellen können, hab den Mog aber bisher nie mit anderen Reifen gefahren, daher auch keinen Vergleich. Kann an der Winkelteilung liegen mit der die Stollen angebracht sind etc.
Der Abrieb jedenfalls ist vorne nicht höher als hinten - eher geringer. Darum hab ich letzets Jahr auch vorn und hinten gegeneinander getauscht.

mfG
Axel
#461727
Hallo Lothar,

was Du geschrieben hast ist generell richtig aber bezogen auf die Fragestellung eher aber irrelevant.

Ja, es gibt Reifen mit einer vorgeschriebenen Laufrichtung angegeben durch einen Pfeil auf der Flanke in Verbindung mit dem Wort "Rotation". Weiterhin gibt es Reifen mit einer vorgeschrieben Traktionsrichtung ebenfalls mit dem Pfeil auf der Flanke aber dem Wort "Traction"

Die ersteren werden auf allen Achsen gleich montiert, so dass die Drehrichtung bei der Hauptbewegungsrichtung des Fahrzeug dem Pfeil enspricht.
Die zweiteren werden an den angetriebenen Achsen ebenfalls in dieser Richtung montiert an den nicht angetriebenen Achsen aber genau andersherum. Den bei diesen muss der Kraftfluss und nicht die Drehrichtung dem Pfeil entsprechen.

Beides hat aber erst einmal nichts mit dem pfeilförmigen Profil von AS Reifen zu tun.
Solange auf den AS Reifen auf der Flanken nicht ein Pfeil mit "Rotatiion" oder "Traction" markiert ist, gibt es keine generelle Laufrichtung der Reifen. Dies gilt sowohl für Radial als auch Diagonalreifen.

Ob es nun Sinn macht die AS-Reifen auf der Vorderachse "richtig" oder "falsch" zu montieren ist im wesentlichen von den eigenen Anforderungen bzw Nutzungen abhängig.
Interessant finde ich dabei immer wieder die Aussage, dass man dadurch sich selbst wieder besser rückwärts befreien kann wenn es vorwärts nicht mehr weitergeht. Wäre es in dem Fall nicht noch viel besser generell alle Reifen verkehrt herum zu verwenden. Dann kommt man erstens Vorwärts garnicht so weit und kann sich noch viel besser rückwärts befreien.

Ich habe auf sowohl meinem 411 die AS Diagonal-Reifen als auch auf meinem 404 die AS Radial-Reifen immer in der "richtigen" Richtung auf allen Achsen montiert und dies sowohl im Gelände als auch auf der Autobahn so gennutzt. Negatives Fahrverhalten oder extremen Verschleis ist mir dadurch bisher nicht aufgefallen.
Bei verschiedenen Versuchen im schmierigen Gelände bei denen ich rückwärts in die entsprechende Stelle eingefahren und stecken geblieben bin habe ich mich auch vorwärts nicht retten können. Auf der anderen Seite habe ich mich in anderen Situationen vorwärts festgefahren aber rückwärts wieder herausfahren können. Es kommt also immer auf die jeweilige Situation an.
#461749
also an der Sache mit dem Verschleiß und der Laufruhe scheint wirklich was drann zu sein.
Nach all den Erfahrungsberichten habe ich mich nun entschieden, alle Reifen erst einmal in Fahrtrichtung zu montieren "richtig rum"
Früher oder später werde ich auf der VA das "falsch rum" testen und berichten.
Was ich aber Grundsätzlich herausgelesen habe, ist das jeder für sich selbst entscheiden muß welche Vor und Nachteile er bei der jeweiligen Montage hat, bzw. in welchem Terrain der Unimog eingesetzt wird.

Grüßle Tom :spitze
#461750
Hallo Jürgen,
kann sein das die das geändert haben.
Hallo Tom,
ich denke das ist eine Glaubensfrage. Wissenschaftlich ist das sicher nicht zu belegen. Der eine schwört auf Steak durch, der andere auf englisch.
Bin auf Deinen Bericht gespannt.
Gruß Lothar
#461774
moin,
tomkamog hat geschrieben:also an der Sache mit dem Verschleiß und der Laufruhe scheint wirklich was drann zu sein.
Nach all den Erfahrungsberichten
die Sache mit dem Verschleiß ist ein seit Ewigkeiten gepflegtes Märchen. Nahezu alle landwirtschaftlichen Fachmagazine haben dazu bereits Untersuchungen angestellt, natürlich absolut vergleichbar und wiederholbar. Ein Effekt der "verkehrt" herum montierten Reifen konnte nie festgestellt werden.

Dass das beim Unimog im Gelände mit dem wieder heraus fahren in die andere Fahrtrichtung nicht so unbedingt bemerkbar ist, ist verständlich. Bei Frontladerschleppern sieht es jedoch anders aus, wenn dort die Vorderreifen "verkehrt" herum montiert sind. Du fährst vorwärts in den Haufen rein, die Gewichtsverteilung zwischen den Achsen ist relativ ausgewogen. Du füllst die Schaufel, die Vorderachslast steigt deutlich, die Hinterachslast sinkt. Beim anschließenden rückwärts aus dem Haufen herausfahren hilft es spürbar, wenn die Vorderräder "verkehrt" herum montiert sind.
Natürlich nicht auf Betonfußboden, aber bei "instabilen" Bodenverhältnissen mit Matsch, z.B. auf dem Acker.
Die Ackerstollen drücken bei normaler Montage und Vorwärtsfahrt den Dreck nach außen weg. Fährt man nun rückwärts, ziehen sie den Dreck in die Mitte, in gewissem Maße kommt es also zu einem Aufschwimmen, da man immer eine Schmierschicht zwischen griffigem Boden und Reifen hat. Ist ein Reifen "verkehrt" herum montiert, schwimmt er bei Rückwärtsfahrt nicht auf, bei Vorwärtsfahrt natürlich schon. Wenn da dann noch gleichzeitig eine Änderung der Gewichtsverteilung stattfindet, sind die Effekte deutlich spürbar!

Einen Reifen nach einer gewissen Nutzungszeit herum zu drehen, also die Laufrichtung zu wechseln fördert den Verschleiß beträchtlich! Die Lauffläche des Reifens hat sich an die Laufrichtung angepasst, der bisherige ganz natürlich vorhandene Verschleiß hat eine bestimmte Oberflächenstruktur geschaffen. Dort hat sich das Gummi quasi in Abrollrichtung ausgerichtet, wenn man es einfach beschreiben will. Vergleiche es mit Borsten, die alle in eine Richtung gekämmt sind.
Dreht man den Reifen jetzt um, stehen die Borsten in die falsche Richtung und werden sehr schnell und sehr stark abgenutzt, bis sich die Borsten in die neue Laufrichtung umsortiert haben. Das sind dann allerdings nicht mehr die "ursprünglichen Borsten", sondern es kann durchaus messbar Profil verloren gehen in der kurzen Zeit! Und den Rollwiderstand erhöht es auch messbar!
Dies lässt sich nur unter unbedingter Beibehaltung der einmal gewählten Laufrichtung verhindern!
Übrigens ist der Effekt auch bei Gleit- und Wälzlagern zu beobachten, daher raten die Hersteller auch dringen dazu, nach einer eventuellen Demontage zu Wartungszwecken auf den "originalgetreuen" Einbau der Lager zu achten.

mfG
Fabian

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