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Herzlich willkommen auf der Unimog-Community-Website. Seit 1999 treffen sich hier die Mercedes-Benz Unimog- und MBtrac-Enthusiasten zum Meinungsaustausch und Fachsimpeln.

Hier werden Fragen zur Technik und zur Restauration des Unimog gestellt.

Moderator: stephan

#247034
guten abend RMLIF,

....auch wenn es unglaublich klingt, ich habe auch einen Unimog mit guten manieren.
Wie der deinige machte er nach einer probefahrt auch einen schönen diener. Die hinterachse hob sich derart an, dass ich dachte eine rolle vorwärts einzuleiten, dh., die hinterachse ging weit höher als 20cm , gemessen an dem schlag mit dem er wieder auf den boden angekommen war. Zusätzlich riss der kühlerschlauch zwischen ausgleichbehälter und zylinderkopf ab, das spricht wohl nicht für übertreibung.

Parallelen zu dir: Ich hatte auch alle bremstrommeln ausdrehen lassen, überall neue bremsbelege drauf , auf zweikreis umgebaut und ------ keine kipperpritsche drauf und unter diesen bedingungen im einklang hebt der kurze (411.118) dann schnell das hinterteil. Der lange radstand ist da sicher träger.
Ich hatte das auch noch provioziert indem ich richtig mit dampf im 4. in den hof fuhr und dann auf einer betonfläche vollbremste......

Mit pritsche und bordwänden ist es mir in der gravierenden form nicht wieder passiert.
Ich hoffe mein beitrag bestärkt dich etwas und du siehst dein mogverhalten jetzt etwas gelassener.
#247064
Hallo zusammen,

zwei Punkte machen mich in diesem Thread stutzig:
heinz401 hat geschrieben:...Zusätzlich riss der kühlerschlauch zwischen ausgleichbehälter und zylinderkopf ab,
Gerissene Kühlerschläuche oder geplatzte Bremsschläuche: waren die denn schon so alt, dass sie diese "außergewöhnliche" Belastung nicht mehr aushielten? Vom Bewegungsspielraum müsste es ja auf jeden Fall so sein, dass sie das alles mitmachen sollten, oder? Oder wurden sie evtl. falsch eingebaut?
heinz401 hat geschrieben:...Ich hatte das auch noch provioziert indem ich richtig mit dampf im 4. in den hof fuhr und dann auf einer betonfläche vollbremste......
Da hatte ich vielleicht einmal nicht zu unrecht gelernt, dass man Bremsbeläge auch schonend "einfahren" - oder besser "einbremsen" - sollte; dachte zwar immer, "so schlimm wird es schon nicht sein", aber scheint etwas dran zu sein :-)

MfG Maatsch
#247120
Auch hallo,

trotz nicht frisch ausgedrehten Bremstrommeln und nicht neuen Bremsbelägen, hat mein 406 ohne Heckpritsche mit der Poltergabel in der Fronthydraulik vor ein paar Tagen bei einer Notbremsung die Hinterräder gehoben. Das Poblem dabei war noch zusätzlich, dass das rechte Vorderad leicht mehr gezogen hat, als das Linke und ich nur sehr knapp an einem Zaun vorbeigeschossen bin. Bremse ist neu eingestellt.
Eine nette Dame hat mir schnell mal die Vorfahrt genommen. Die hatte kein Respekt vor mir, obwohl die Poltergabel ihre Fahrerseite beinahe ganz schön ramponiert hätte. Die Lady ist aber einfach weitergefahren.
Glück gehabt.
Gruß
Volker
#390281
Hallo,

ich habe bei meinem U406 mit Scheibenbremsen den Bremskraftverstärker augebaut, gereinigt und neu eingefettet und danach noch die hydraulische Bremsanlage vollständig entlüftet (Druckluftbehälter waren dabei drucklos, es wurde von oben nach unten mit der Überdruckmethode entlüftet). Anschließend den Bremskraftverstärker wieder eingebaut und dieser war anschließend wieder dicht, d. h. eine Verschmutzung war die Ursache für die leichte Undichtheit nach vorne hin in den Motorraum.

Anschließend hab ich noch eine kurze Probefahrt gemacht. Wenn ich eine normale Bremsung mache, bremst er gleichmäßig wenn ich jedoch aus 30 km/h eine Vollbremsung mache, dann hebt die Hinterachse ab (Pritsche mit Stahl- und Holzboden war drauf).

Ich hab jetzt ein zweites Mal entlüftet, es hat sich allerdings nichts verändert. Die Beläge sind sowohl an der VA und HA alle neu, die Bremszylinder wurden ebenfalls neu abgedichtet.

Ich würde mich freuen wenn ihr mir einen Rat geben könnt, eventuell hatte von euch schon mal jemand ähnliche Probleme.

Was mir hilfreich wäre, wenn jemand die Länge des ALB-Gestänges (am besten Gesamtlänge) mitteilen könnte von einem 406 der eine normale Pritsche drauf hat.

Laut EPC gibt es für den ALB-Regler keinen Reparatursatz, könnt ihr das bestätigen oder gibt es eventuell im Teilehandel noch Repartursätze?

Das Lüftspiel hab ich auf 0,1 mm eingestellt, wie es hier auch immer so empfohlen wird. Könnte das Problem behoben werden wenn man es auf 0,25 mm einstellt, so wie es zum Teil im WHB beschrieben wird? Allerdings reduziert sich hierbei dann wieder die Bremskraft der Handbremse was auch schlecht ist.

MfG Andreas.
#390285
Hallo Andreas,

wenn der MOG hinten hoch geht, ist das ein Zeichen guter Bremswirkung (der Vorderräder). Bei leerem MOG ist das nicht verwunderlich, da der Schwerpunkt sehr hoch und im vorderen Drittel des Radstandes liegt.

Eine Bremskraftregelung, die nur auf die Hinterachse wirkt, hat darauf keinen Einfluss. Sie sorgt lediglich dafür, dass bei Bodenkontakt der Hinterräder diese schwächer gebremst werden (also nicht zu blockieren), um möglichst im Haftreibungsbereich bleiben zu können und damit die Drehschleuderneigung zu verringern.

Du bist herzlich eingeladen, dies nachzuvollziehen beim UCG-MOE-Stammtisch am 21.09.2012 im Sportheim Sasbach (Ortenau) mit dem Thema "Kraftfahrtechnische Experimente mit dem UNIMOG"
#390289
Hallo,

nur als Hinweis:
Eine Bremskraftregelung, die nur auf die Hinterachse wirkt, hat darauf keinen Einfluss.
Die Bremskraftregelung beim 403/406-Scheibenbremser wirkt auf die Hinterachse sowie auf die hinteren Sättel der Vorderachse, also wird auch die Bremswirkung der VA bei leerem Fahrzeug reduziert.

Gruß,
Michael
#390318
Servus,
Michael_Weyrich hat geschrieben:Die Bremskraftregelung beim 403/406-Scheibenbremser wirkt auf die Hinterachse sowie auf die hinteren Sättel der Vorderachse, also wird auch die Bremswirkung der VA bei leerem Fahrzeug reduziert.
was aber bei der angesprochenen "Vollbremsung" keinen Einfluss haben darf: dann sollte technisch immer die volle Bremsleistung zur Verfügung stehen (und das halt nur an der VA, wenn die hintere in der Luft hängt).
Das Abheben der HA kann nur durch eine Veränderung der Gewichtsverteilung verhindert werden und nachdem beim "nackten" Unimog da die Möglichkeiten sehr begrenzt sind, bleibt wohl nur:
Weniger bremsen :-) oder hinten für Gewicht sorgen.

MfG Maatsch
#390323
Hallo

für die Einstellung des ALB ist ein Diagramm auf der Türinnenseite angbracht.
Wer dieses bei Restaurationsarbeiten entfernt, oder einfach nicht liest, dazu möchte ich mich nicht öffentlich äußern. :twisted:
Soweit ich mich erinnere ist das auch im WHB.
Anschließend den Bremskraftverstärker wieder eingebaut und dieser war anschließend wieder dicht, d. h. eine Verschmutzung war die Ursache für die leichte Undichtheit nach vorne hin in den Motorraum.
Wo soll die Verschmutzung herkommen. Wenn eine Manschette undicht wird, ist die Lippe außen abgeschabt oder eingeschnitten.
Die Teile gehören grundsätzlich neu!!!!
Wenn man an Bremsen rumbastelt, sollte man Sachkunde besitzen oder es bleiben lassen.
Nochmals, Bremsen und Lenkung sind kein Tummelplatz für Hobby-Gärtner.
dann sollte technisch immer die volle Bremsleistung zur Verfügung stehen (und das halt nur an der VA, wenn die hintere in der Luft hängt).
der ALB reduziert wie Michael es beschrieben hat die Bremsleistung von VA und HA. Es muss am Rad nicht die volle Bremskraft zur Verfügung stehen sondern die maximal zulässige Bremsleistung, die auch übertragen werden aknn. Nichts anderes macht ein ABS.
Beim Abheben der HA wird der momentan wirkende Bremsdruckt nicht reduziert, es bleibt der im System anstehende Druck bestehen, In diesem Augenblick ist dann nur keine weitere Druckerhöhung der abgeregelten Bremsen mehr möglich.
Vor dem ALB muss jedoch der maximale Bremsdruckt anstehen.
#390340
Helmut-Schmitz hat geschrieben:...der ALB reduziert wie Michael es beschrieben hat die Bremsleistung von VA und HA. Es muss am Rad nicht die volle Bremskraft zur Verfügung stehen sondern die maximal zulässige Bremsleistung, die auch übertragen werden aknn. Nichts anderes macht ein ABS...
naja - der Vergleich hinkt etwas: ALB reduziert die Bremskraft abhängig von der Achslast - das ist alles. Egal, was für ein Untergrund vorhanden ist. Das heißt, dass bei maximaler (idealer?) Einstellung die Vorderachse durchaus an die Haftreibungsgrenze kommen kann oder eben bei ungünstiger Gewichtsverteilung das Heck "hochkommt" - jede andere Einstellung würde Bremsleitung "verschenken". Bei ungeeignetem Untergrund neigen dann die Räder halt zum Blockieren.
ABS regelt situationsabhängig, reagiert damit auch auf unterschiedliche Untergründe und auf selbstverständlich auch auf ein abhebendes Heck, denn dann ist der Bremsdruck an der HA "gleich null". Außerdem bezieht es automatisch auch die dynamische Radlastverteilung mit in die Bremskraftverteilung ein.

MfG Maatsch
#390343
Hallo Rainer
naja - der Vergleich hinkt etwas: ALB reduziert die Bremskraft abhängig von der Achslast - ...... Bei ungeeignetem Untergrund neigen dann die Räder halt zum Blockieren.
ABS regelt situationsabhängig,
das ist korrekt, irgendwo ist da schon ein kleiner Unterschied.
Es wird die unter idealen Bedingungen maximal übertragbare Bremskraft eingestellt. Die Anpassung auf die Fahrbahnverhältnisse übernimmt bei älteren Fahrzeugen noch der Fahrer.
Man kann notfalls einen Hiab-Kran auf eine Sattelzugmaschine zur Erhöhung der Hinterachslast laden. :wink:

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