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Herzlich willkommen auf der Unimog-Community-Website. Seit 1999 treffen sich hier die Mercedes-Benz Unimog- und MBtrac-Enthusiasten zum Meinungsaustausch und Fachsimpeln.

Hier werden Fragen zur Technik und zur Restauration des Unimog gestellt.

Moderator: stephan

#334557
Hallo zusammen,

ich bin gerade dabei meinem UNIMOG am Restaurieren. Viele Teile sind bereits gesandstrahlt und pulverbeschichtet (matt schwarz). Bei kleinen, nicht dynamisch belasteten Teilen ist das die optimalste Lösung, da das Pulver am Widerstandsfähigsten gegen Stöße und Schläge ist und nicht so leicht abplatzt wie Lack.

Da der UNIMOG in RAL 7187 (LKW-GRAU) lackiert werden soll und auch einige Teile (Scharniere und Metallrahmen für Holzbracken) in Grau gepulvert werden sollen habe ich das Problem, dass es die Pulverbeschichtungen nur in RAL Farbtönen gibt.

Welcher RAL-Ton kommt den LKW-Grau (DB 7187) am Nächsten?

Gruß,
Rouven
#334764
Hallo Rouven,

mit dem pulvern würde ich mir an deiner Stelle noch einmal überlegen. Pulverbeschichtung ist meiner Meinung nach total empfindlich. Bei jeder noch so kleinen Beschädigung unterwandert Feuchtigkeit die Beschichtung, und diese platzt großflächig ab. Außbessern kann man Pulver nicht - Einmal abgeplazt, wird es immer weiter gehen.
Gute Landmaschinenlacke sind deutlich zäher und wiederstandsfähiger als Pulver. Lack kann man jederzeit wieder ausbessern, und die Verarbeitung ist auch einfacher.

Wenn du von Pulver überzeugt bist - bitte, mach deine Erfahrungen. Meine Meinung von dem Zeug ist klar - der letzte Mist....


Gruß Niklas
#334795
Hallo Rouven,

kann dir leider auch nicht mit den RAL-Nummer helfen, aber ggf mit eigenen Erfahrungen mit gepulverten Teilen.
Nach möglichkeit unter das Pulver immer Zink - wenn dir mal das Pulver durchgekratzt wird (abplatzen wird dir anständig verarbeitetes Pulver kaum), verlangsamt das Zink die Entstehung/Ausbreitung von Rost.

Ansonsten - anständig gepulverte Teile sind mechanisch so robust wie wohl kein Lack. Nur eben - einmal beschädigt kanns blöd werden. Verwinkelte Teile pulvern in den Innenecken kannste auch vergessen - physikalisch bedingt. Aber das wirst schon selber erlebt haben.
Lukas hat völlig recht - normalerweise sollte der Pulverer min. eine RAL-Farbkarte haben.
Und das Du nur die Kleinteile pulverst seh ich da genau den richtigen Weg! Allerdings is die Frage ob die gepulverten Teile farblich gleich altern wie die lackierte Umgebung?!

mfG
Axel
#334803
Also pulverbeschichtete Landmaschinen sind lacktechnisch derzeit der modernste Stand! Voraussetzung ist, wie schon geschrieben der richtige Untergrund. Angefangen vom richtigen Reinigen, über das Anrauhen, der kathodischen Tauchgrundierung, bis hin zum endgültigen Pulverbeschichten. Und es kann durchaus sein, dass ich Schritte vergessen habe.
Dann bleibt ein einfacher Kratzer auch ein Kratzer und keine Katastrophe!

Warum sollten sonst z.B. Mähwerke (guter Hersteller) pulverbeschichtet sein, wenn gerade die Mähscheiben, oder Trommeln massivstem Steinschlag ausgesetzt sind?? Die sehen auch nach Jahren noch gut aus!

Christian
#334813
Ch.Maier hat geschrieben:Warum sollten sonst z.B. Mähwerke (guter Hersteller) pulverbeschichtet sein, wenn gerade die Mähscheiben, oder Trommeln massivstem Steinschlag ausgesetzt sind?? Die sehen auch nach Jahren noch gut aus!

Christian
Oberflächlich ja....., drunter tobt die rote Seuche!!! :cry:

Ich wollte auch erst vieles Pulvern lassen...
Dann habe ich die Einwände hier gelesen und mir gepulverte Teile von meinem Mog genauer angesehen.

Der Batteriekasten z.B. sah äußerlich super aus... Dann hab ich ne Abplatzung gefunden, bin mit dem Schraubendreher drunter und dann das:
Ganze Lackplatten lösten sich ab und drunter war fast der ganze Kasten zusammengerostet... Da ist nix mehr zu retten - aber optisch top!

Die Gründe warum viele heute Pulvern liegt wohl, wie fast immer heutzutage" im Preis!!!

Einen "Dödel" an die Pulverspritze zu stellen ist halt billiger als einen ausgebildten Lackieren einen sauberen Lackaufbau mit Waschprimer, Grundierung und Lack inkl. der erforderlichen Zwischenschritte machen zu lassen :?

Ich bin wieder weg vom Pulvern und lackiere selbst... Das spart am meisten Geld! Am Rahmen/Pristche/Kleinteile sieht das kein Mensch. Nur die Hütte lasse ich wegen der großen Flächen von einer Lackierei machen :wink:


Gruß Michael
#334915
Hallo zusammen,

vielen Dank für die zahlreichen Meinungen zum Pulvern. Ich hatte schon befürchtet, dass ich damit eine Lawine zum den Thema "Pulverbeschichtung - pros und cons" in Gang setzen würde. Dies war jedoch nicht meine Frage.

Gibt es einen RAL Farbton, der dem originalen LKW-Grau (DB 7187) am nächsten kommt. Da das LKW-Grau mir nicht als Originalfarbton vorliegt kann ich auch keinen Vergleich mit den Grautönen aus der RAL-Farbkarte durchführen.

Vielleicht hat ja einer von euch einen LKW-Grauen UNIMOG und kann mir sagen welcher RAL-Ton dem LKW-Grau am Nächsten kommt.


Ein Kommentar noch:
Ich bin bei einem großen deutschen Baumaschinenhersteller tätig, der im seinem Bereich Weltmarktführer ist. Unsere Maschinen werden nur gepulvert. Das A und O ist wie auch bei der Lackierung die Oberflächenbeschaffenheit. Diese muss fettfrei, wenn möglich rauh und rostfrei sein. Anschließend muss noch eine Grundierung aufgebracht werden und das Metall auf eine optimale Temperatur erhitzt werden bevor das eigentliche Pulvern stattfindet. Wurden alle diese Dinge beachtet dann hält die Pulverbeschichtung um ein Vielfaches länger als eine normale Lackierung. Durch Sandstrahlen werdet ihr es kaum noch schaffen die Beschichtung zu entfernen.

In der bitte um hilfreiche Informationen,
Gruß Rouven
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