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Herzlich willkommen auf der Unimog-Community-Website. Seit 1999 treffen sich hier die Mercedes-Benz Unimog- und MBtrac-Enthusiasten zum Meinungsaustausch und Fachsimpeln.

Hier werden Fragen zur Technik und zur Restauration des Unimog gestellt.

Moderator: stephan

#67313
Hallo Elektronikspezialisten,

ich rüste meinen 411er gerade nachträglich mit einer Tankuhr bzw. Tankgeber nach. Spielt es eine Rolle für die Anzeigengenauigkeit ob ich vom Geber an die Uhr eine 1,5 mm Leitung lege oder eine 2,5 mm??

Vielen Dank für Eure Hilfe.
#67327
e.arens hat geschrieben:Der Widerstand ist nicht ursächlich abhängig vom Kabelquerschnitt. e.a.
Einspurch, Euer Ehren! ;)

Du hast zwar recht, dass es für die Tankuhr egal ist, ob ein 1qmm-Drähtchen oder ein Starthilfekabel verwendet wird, aber aus anderen Gründen.

Der Widerstand ist sehr wohl abhängig vom Leiterquerschnitt. Der Widerstand eines Leiters bestimmt den in der Praxis möglichen Stromfluß bei einer gegebenen Spannung. Ohmsches Gesetz! U = R x I (Spannung = Widerstand x Strom).

Widerstand eines Leiters:

RLeiter = (e x l)/q

l = Länge des Leiters (m)
x = Spezifischer Leitwert
e = Spezifischer Widerstand
q = Querschnittsfläche



Für verschiedene Leiterquerschnitte ergeben sich logischerweise verschiedene Leitungswiderstände bei gleicher Leitungslänge:

1,5qmm => 0,115 Ohm
2,5qmm => 0,069 Ohm
4qmm => 0,043 Ohm
10qmm => 0,017 Ohm

Jeweils bezogen auf 10m Leitungslänge.

Warum ist es der Tankuhr dann egal? Weil die Tankuhr einen veränderlichen Widerstand als Geber hat und dieser Widerstand um Größenordnungen höher ist, als der Leitungswiderstand. Ein typischer Tankgeber hat bei leerem Tank 5 Ohm Widerstand und bei vollem Tank 80 Ohm Widerstand. Ob auf diese Werte nun 0,1 Ohm oder 0,07 Ohm Leitungswiderstand dazu kommen, ist unerheblich für die Anzeigegenauigkeit. Ein Korrodierter Steckverbinder kann aber durchaus höhere Widerstandswerte haben und die Messung signifikant verfälschen.


Grüsse

Tom
#67328
Hallo Widerständler,
e.arens hat geschrieben:Der Widerstand ist nicht ursächlich abhängig vom Kabelquerschnitt.
ich glaube Edgar, da vertust Du dich,

der elektrische Widerstand ermittelt sich wie folgt:

R= rho * l/A

mit
R: elektrischen Widerstand,
rho: spezifischer Widerstand,
l: Länge des Materials
A: Querschnittsfläche des Materials,

für Kupfer gilt rho=0,0178Ohm qmm /m

Der Widerstand nimmt also tatsächlich mit steigendem Querschnitt ab, und nur aufgrund dieser Tatsache, nimmt die Stromtragfähigkeit zu, da deutlich weniger Verlustleistung (Wärme) entsteht, P=U2/R, die Wärme die den Draht irgendwann zum Schmelzen bringt und ihn damit zerstört, und andere, benachbarte gleich mit.

Auch, und damit gebe ich Dir Recht, reicht für solche Meßinstrumente der Querschnitt von 1,5qmm voll aus, da erstens nicht so große Ströme zu erwarten sind, daß die Stromtragfähigkeit nicht ausreichen würde, und zweitens sind die Meß- und Anzeigefehler derart groß, daß eine signifikante Verbesserung aufgrund des Kabelquerschnitts nicht zu erwarten sind.

Grüße aus dem Sauerland
Euer Theo
#67339
Den Ausführungen von Tom und Theo ist noch hinzu zufügen, dass die Stabilisierung der Betriebsspannung eine wesentliche Verbesserung der Genauigkeit bringt. Ob am Instument 12V oder 14,5V anliegen, ist schon von Belang für die Anzeige.
Die Tankuhren mit Pendelgeber bleiben aber immer grobe Schätzeisen.
Die einstellbaren Tankuhren mit Tauchrohrgeber von VDO kann man degegen schon sehr genau eichen.

Gruß

Franz
#67354
Jungs, Ihr habt ja soooooooo Recht. Meine Formulierung ist in dieser Form schlichtweg falsch. Ich hätte schreiben sollen was ich meinte ( Ausrede ein ) "Der elektrische Widerstand als Funktion des Kabelquerschnittes oder Länge spielt hier keine Rolle". ( Ausrede aus )
Hat aber auch einen positiven Effekt gezeigt: der Bildungstand der Unimogfahrer scheint wohl erheblich höher zu sein als der "Pisa" Durchschnitt.
Gruss
e.a.

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