- 18.02.2005, 08:23
#53726
Daimler-Chrysler will Entwicklung und Versuch in Wörth konzentrieren / 150 Gaggenauer Beschäftigte wären betroffen
Von Jürgen Volz
Gaggenau - Dem Werk von Daimler-Chrysler droht der Verlust von 150 Arbeitsplätzen in der Lkw-Fahr-Erprobung. Hintergrund: Der Konzern will am Standort der Nutzfahrzeugproduktion in Wörth ein neues Entwicklungs- und Versuchszentrum bauen und dort seine bislang auf vier Werke verteilten Aktivitäten konzentrieren.
Betroffen davon wäre in Gaggenau der komplette Fahrversuch der Systeme Actros, Axor und Atego mit Komponenten der Elektronik und des Fahrerhauses. Dieser Bereich hat im Werk eine lange Tradition und verfügt über eine weit reichende Fachkompetenz. Trotzdem war eine Verlagerung nach Wörth schon im Zusammenhang mit dem Umzug des Unimogs im Jahr 2001 im Gespräch gewesen. In Verhandlungen zwischen Betriebsrat und Konzernspitze konnte dies zunächst verhindert werden. "Allerdings war klar, dass der Vorstand an dem Thema festhält und es irgend wann wieder auf den Tisch kommen wird", erklärte gestern der Betriebsratsvorsitzende Michael Brecht auf Nachfrage dieser Zeitung. Deshalb komme die jetzige Mitteilung über die geplante Konzentration der Lkw-Entwicklung und des Lkw-Versuchs in Wörth für die Gaggenauer Mitarbeiter nicht überraschend. Verwundert zeigte sich Brecht allerdings über das Vorgehen seitens des Unternehmens. Das Vorhaben in Wörth ist durch Äußerungen des Entwicklungschefs für Lastktraftwagen publik geworden. "Bislang gab es keinerlei Gespräche in der Angelegenheit", so der Betriebsratsvorsitzende dazu.
Der Betriebsrat will mit dem Ziel in die jetzt anstehenden Verhandlungen gehen, Entwicklung und Versuch in Gaggenau zu halten. "Dort arbeiten durchweg hoch qualifizierte Facharbeiter. Sollten ihre Arbeitsplätze wegfallen, wäre damit ein erheblicher Strukturwandel verbunden", verdeutlich Brecht. Außerdem sei völlig unklar, was bei einem Umzug mit den in erheblichen Umfang frei werdenden Betriebsflächen geschehen soll. Dagegen wäre das Unimog-Versuchsgelände bei Ottenau von den Neubau-Plänen in Wörth nicht betroffen.
Von Jürgen Volz
Gaggenau - Dem Werk von Daimler-Chrysler droht der Verlust von 150 Arbeitsplätzen in der Lkw-Fahr-Erprobung. Hintergrund: Der Konzern will am Standort der Nutzfahrzeugproduktion in Wörth ein neues Entwicklungs- und Versuchszentrum bauen und dort seine bislang auf vier Werke verteilten Aktivitäten konzentrieren.
Betroffen davon wäre in Gaggenau der komplette Fahrversuch der Systeme Actros, Axor und Atego mit Komponenten der Elektronik und des Fahrerhauses. Dieser Bereich hat im Werk eine lange Tradition und verfügt über eine weit reichende Fachkompetenz. Trotzdem war eine Verlagerung nach Wörth schon im Zusammenhang mit dem Umzug des Unimogs im Jahr 2001 im Gespräch gewesen. In Verhandlungen zwischen Betriebsrat und Konzernspitze konnte dies zunächst verhindert werden. "Allerdings war klar, dass der Vorstand an dem Thema festhält und es irgend wann wieder auf den Tisch kommen wird", erklärte gestern der Betriebsratsvorsitzende Michael Brecht auf Nachfrage dieser Zeitung. Deshalb komme die jetzige Mitteilung über die geplante Konzentration der Lkw-Entwicklung und des Lkw-Versuchs in Wörth für die Gaggenauer Mitarbeiter nicht überraschend. Verwundert zeigte sich Brecht allerdings über das Vorgehen seitens des Unternehmens. Das Vorhaben in Wörth ist durch Äußerungen des Entwicklungschefs für Lastktraftwagen publik geworden. "Bislang gab es keinerlei Gespräche in der Angelegenheit", so der Betriebsratsvorsitzende dazu.
Der Betriebsrat will mit dem Ziel in die jetzt anstehenden Verhandlungen gehen, Entwicklung und Versuch in Gaggenau zu halten. "Dort arbeiten durchweg hoch qualifizierte Facharbeiter. Sollten ihre Arbeitsplätze wegfallen, wäre damit ein erheblicher Strukturwandel verbunden", verdeutlich Brecht. Außerdem sei völlig unklar, was bei einem Umzug mit den in erheblichen Umfang frei werdenden Betriebsflächen geschehen soll. Dagegen wäre das Unimog-Versuchsgelände bei Ottenau von den Neubau-Plänen in Wörth nicht betroffen.
