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Herzlich willkommen auf der Unimog-Community-Website. Seit 1999 treffen sich hier die Mercedes-Benz Unimog- und MBtrac-Enthusiasten zum Meinungsaustausch und Fachsimpeln.

Hier werden Fragen zur Technik und zur Restauration des Unimog gestellt.

Moderator: stephan

#221058
Servus in die Runde,

mir reißen nu schon zum 2. mal innerhalb kurzer Zeit die Schrauben vom
Halter der Verstrebung der Unterlenker am Radvorgelege aus.

Wie ist bei euch die Verstrebung der Unterlenker gelöst?

Bei meinem 406er ist eine Strebe am rechten Unterlenker zum Radvorgelege
ist sogar wohl mal verstellbar gewesen...

Wenn ich nun schwerere Geräte dran hab dann machen die Schrauben die
den Halter am Radvorgelege halten nicht lange mit, beim Schlepper sind
die Unterlenker normal beide an der Achse verspannt mit Ketten ....

Gruß aus dem Schnee ...
Stefan
#221082
Hallo Stefan,
habe ich zwar nicht, stelle mir aber eine ganz elegante Lösung wie folgt vor:
Man nimmt zwei kleine (evtl.doppeltwirkende) Hydraulikzylinder, die benötigte Länge kann man ausmessen.
Bei Befestigung am VOrgelege müssen diese logischerweise den gleichen Drehpunkt besitzen wie die Unterlenker natürlich auch.
Oben an der Traverse muß dann ein kleiner Hydraulikölbehälter mit den Zylindern befestigt werden, außerdem benötigt man noch Absperrhähne.
Möchte ich die Unterlenker festsetzen schließe ich die Absperrhähne und das Öl kann nicht zum Behälter. Der Zylinder dient dann als Anschlag (wenn ein einfach wirkender Zylinder verbaut wurde, beim doppeltwirkenden kann ich den Zylinder komplett oder auch nur auf die Zugseite festsetzen.
Zum Verstellen/Einstellen den Absperrhahn öffnen und der Unterlenker läßt sich leicht per Hand hin und her bewegen. Setzt man doch eine Drossel dazwischen oder wird der Hahn nur leicht geöffnet dann sind die Schläge, falls das Gerät beweglich befeistigt werden muß, gedämpft.

Bei Kettenverspannung kann, falls es um ein System wie im 411 /421 eingesetzt wird, schnell ein Fehler passieren es der Kette / Vorgelege nicht gut bekommt.
Durch umhängen der Kettenhalterung am Vorgelege ist es hier möglich, wenn das Gerät in obiger Stellung stramm eingestellt worden ist, nach dem Absenken das Gerät frei führen zu lassen.
Nun zum Gau: Wird das Gerät unten verspannt und der Kraftheber nach oben gefahren entsteht eine entsetzliche Spannung auf die Ketten.
Verursacht wird es dadurch, dass die Kette nicht auf gleicher Höhe des Unterlenkergelenk läuft und somit einen anderen Weg zurücklegt.

Eine andere Möglichkeit ist eine Verspannung mit Ketten über Kreuz zwischen den Unterlenkern. Dabei muß das Vorgelege nicht die Kraft der Seitenschläge aufnehmen.
#221102
Hm...

also das schwerste was ich dran habe ist die Farmi Winde mit 270 Kg.
allerdings bin ich damit letztens an nem Felsen hängen geblieben, dannach war der Unterlenker heftig verbogen. Die Belastung war eigentlich so, das die Kraft voll in die Verstrebung eingeleitet wurde. Daran ist allerdings nichts kaputt gegangen.
Dir richtigen Schrauben hast Du schon?

Hier mal ein Bild wie das bei mir aussieht. Könnte mir evtl vorstellen, dass, wenn die Gelenkkugel fehlt, die Hebelkräfte stark genug wären um die Verschraubungen abzureißen.
Am Unterlenker ist die Strebe bei mir auch nur aufgesteckt, also keine Verschraubung.
Unter welchen Bedingungen ist Dir der Schaden entstanden?

Bild
#221264
Hallo

Also ich tu mir auch sehr schwer damit die Strebe am Vorgelege zu befestigen,weil ich halt auch immer denke das dort die ganzen Schläge und Belastungen enden und das Vorgelege Schaden nimmt.Die Version von Bernd mit den Dämpfern gefällt mir gut,alternativ die Spannung der Ketten über Kreuz.Ist die Sache beim MB Track nicht anders gelöst und die Streben sind mit Halterungen am Achsrohr verbunden(Bin mir da aber nicht sicher).

Gruß Markus
#221292
Hallo Stefan,

ich habe zwar noch keine Schrauben abgerissen aber mir war die Sache mit der Strebe immer suspekt. Weil viele Dreipunkt-Geräte die Normabstände zwischen den Unterlenker-Koppelpunkten nicht exact einhalten, werden diese Geräte bedingt durch die Streben nicht mittig geführt.

Wie Bernd schon angedeutet hat erschien mir die Lösung mit zwei Spannketten überkreuz zwischen den Unterlenkern Sinnvoller.

Ich habe an meinem 406 auf die Bolzen - mit denen die Unterlenker an der Achse befestigt sind - ein Flacheisen mit entsprechender Bohrung und einer Öse für die Spannketten aufgesteckt. Die Ketten haben jeweils ein Spannschloß damit kann ich alle Geräte mittig führen, oder falls erforderlich seitlich versetzen. Der für mich größte Vorteil besteht aber darin das die Geräte nicht seitlich Pendeln können.

Mfg Winni
#221304
Hallo Stefan,

ganz gleich, wie Du das am Ende löst, lass Dich bitte von einem langjährig Erfahrenen zum Thema Rücken mit Dreipunktwinden warnen:

Schwerer Zug mit Dreipunktwinde niemals seitlich zur Schlepperlängsachse!

Mein Vater hat viele Jahre (bis 1973) mit unserer noch heute existierenden Dreipunktwinde professionell Holz gerückt, bevor die Ablösung durch den ersten Schlepper mit Festanbauwinde kam. Dabei entstanden natürlich oft Situationen (enge Rückegassen), wo es nicht möglich war, längs zum Schlepper zu ziehen, aber das hatte immer auch Folgen für den Schlepper.
Da wurden Unterlenker verstärkt, Spannschlösser zerrissen u.s.w...

Beim Moggele kommt noch das Problem der Befestigung am Portal hinzu.

Zieh, wann immer es - auch unter Inkaufnahme von Mehraufwand - möglich ist, längs zum Schlepper.

Mein Vater hat immer darauf geachtet, möglichst unter 30° seitlichem Zug zu bleiben, wahrscheinlich deshalb ist unser Kramer 350 Export noch immer am Leben und in "good condition" wie der Angelsachse sagen würde...

Selbst kleinere Stämme können sich an einem Wurzelstock verhaken und schon hast Du die maximale Zugkraft der Winde als Seitenkraft auf den Unterlenkern.

Grüße und allzeit gutes Gelingen beim Holzen!

Holger

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