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Hier werden Fragen zur Technik und zur Restauration des Unimog gestellt.

Moderator: stephan

#485623
IMG_1540.jpg
IMG_1540.jpg (38.75 KiB) 5704 mal betrachtet
Hallo!
Ich benötige Hilfe, da ich die Antriebswelle (406) nicht aus dem Vorgelege bekomme (Bild).
Der äußere Lagerring hält die Welle fest.
Im WHB habe ich auch nichts erhellendes gefunden, vielleicht habe ich etwas übersehen?
Über einen Tipp würde ich mich freuen.
Ansonsten frohe Ostern.
Joachim
#485626
Hallo Joachim,

du musst das Vorgelege öffnen denn das Zahnrad in dem die Welle steckt ist mit einem Sicherungsring gesichert. Erst wenn der Sicherungsring demontiert ist dann kann das Zahrad von der Welle und die Welle aus dem Gehäuse gezogen werden.

Edit:
Im WHB in Abschnitt 35.1, Blatt 6.1/6-D10 unter Punkt 10, Bild UR 35-0007 ist der Sicherungsring sowie die Einstellung des Spiels beschrieben.
#485627
Hallo Reiner!
Vielen Dank für die schnelle Antwort. Die Antriebswelle von der rechten Seite ist mir praktisch entgegengefallen. Nur, einen Sicherungsring kann ich nicht finden (Bilder anbei). Vielleicht kannst Du mir ja nochmal helfen?
Vielen Dank schon mal.
Grüße
Joachim
Dateianhänge:
neu_1544.jpg
neu_1544.jpg (37.97 KiB) 5680 mal betrachtet
neu_1543.jpg
neu_1543.jpg (39.35 KiB) 5680 mal betrachtet
#485635
Moin Joachim,

das ist ja wie bei meinem Zwergenmog gebaut:
Die Senkschraube ist in den Schltzen verstemmt, dies mit Schraubendreher o.Ä. zurücktreiben und Senkschraube herausdrehen. Die Schraube drückt auf eine Scheibe, diese muss entfernt werde. Mit einem geigneten Schraubendreher seitlich hebeln, Scheibe kann fest sitzen, da mit einem Stift gesichert. Wenn diese Scheibe entfernt ist kann das Lager, das Zahnrad und das untere Lager abgezogen werden. Wenn neue Lager verbaut werden, muss dass Lagerspiel eingestellt werden. Laut WHB benötigt man dazu eine besondere Einstellvorrichtung, mit der man das Maß ermittelt, dass mit Ausgleichsscheiben eingestellt werden muss. Diese Ausgleichscheiben sitzt unter dem Laufring des Lagers, das auf dem Foto mit der Senkschraube gesichert wird, also in dem RVG-Gehäuse. Den Laufring bekommst DU ausgebaut, indem Du mit einem schlanken Abzieherhaken unter den Laufring hebelst, da sind extra "Kanale" für vorhanden.
Viel Erfolg und Gruß zum Hasenfest
Thomas aus Hamburg
#485799
Hallo Thomas!
Danke für die Infos.
Gehört diese Achse denn überhaupt in einen 406?
Die Senkschraube kann ich ja nur bei der schon ausgebauter Antriebswelle losschrauben. Die anderen 3 Antriebswellen (2x vorne und hinten links) sind jedoch noch in dem Radvorgelegehäuse eingebaut. "Normalerweise" sind diese von einem Sicherungsring gehalten, den ich bei mir aber nicht finde.
Wenn Du von der Beschreibung der Einrichtung zum Einstellen des Lagerspiels sprichst, meinst Du aber nicht das WHB vom 406, oder? Wenn es ein anderes WHB ist, kannst Du mir dann die Seiten hierzu zukommen lassen?
Wenn Du oder jemand noch einen Tipp hat, wie ich die Wellen erst mal aus dem Gehäuse bekomme würde ich mich über eine Antwort freuen.
Viele Grüße
Joachim
#485853
Hallo Joachim,

Die Welle baust Du folgendermaßen aus dem RVG aus:
Bremstrommel abbauen
Du nimmst 2 Schrauben M10x100 oder länger oder Gewindestange und schraubst sie von hinten ins RVG so daß Du mit diesen langen Schrauben das ganze RVG im Schraubstock einspannen kannst.
Dann Öl ablassen, die Bremsbacken abbauen.
Dann alle Muttern lösen, die das äußere Gehäuse vom RVG halten, dann das kpl. Gehäuse mit Nabe und Zahnrad abnehmen. Evtl. vorher etwas loshebeln, da das Gehäuse an den langen Stehbolzen gern klemmt. Dann siehst Du die Antriebswelle oder Doppelgelenkwelle vor Dir. Nun kannst DU entweder wie ich vorher beschrieben habe die Lager und das Zahnrad entfernen oder Du treibst den äußeren Lagerring von innen nach außen aus, dann fällt Dir die Welle runter, wenn sie nicht ein zweiter Mann festhält.

Ich kann Dir gerne die Beschreibung der EInstellung zukommen lassen, es nützt allerdings wenig, wenn DU diese Einstelllehre nicht zur Verfügung hast. DU kannst die EInstellung des Lagerspiel "nach Gefühl" machen, also Du legst die Scheiben nach Gefühl oder zufällig unter, baust alles zusammen und probierst, wie sich die Antriebswelle dreht und ob sie Höhenluft hat, das machst DU dann mehrmals und benötigst dann richtig viel Geduld für 4 RVG´s, hast dann aber nicht die Gewißheit, ob es dann doch 1 Zehntel mehr oder weniger ist.
Soweit ich weiß, sollten am U406 alle Achsen ein Typenschild haben zumindest eine Achsnummer. Vielleicht stellst Du die hiermal ein, dann können die 406-Wissenden etwas dazu sagen.
Ich habe einmal für meinen damaligen Vermieter einen U406 mit kippbaren Fahrerhaus die kpl. hydraulische Bremse instandgesetzt. Leider ließ sich das Faherhaus nicht kippen, da ein Frontlader verbaut war, das war eine derartige Schinderei, das ich für mich entschieden habe: Ein 406 kommt für mich nicht mehr auf den Hof! Deshalb spiel ich nur mit "Zwergenmogs"
Aber munter bleiben, es gibt immer eine Lösung.
Gruß aus Hamburg
Thomas
#485855
Hallo,

vorweg, ich bin ein 411er Fahrer, aber bei den neuen Achsen lässt sich vieles auf den 421 und 406 übertragen.

Ja, das Lagerspiel muss bei Schrägkegelrollenlagern eingestellt werden. Man hat hier eine Stützlagerung und kein Fest- und Loslager. Zum einstellen wird aber keine Vorrichtung, sondern ein Tiefenmessschieber benötigt. Man man misst einmal die Tiefe des Lagersitzes im RVG (ohne den Lagerausßenring unter Berücksichtigung einer Dichtung zwischen den Gehäusehälften und den "Turm" (Antriebswelle mit aufgelegtem Lageraußenring des kleinen Kegelrollenlagers aus dem RVG). Die Differenz minus das erforderliche Lagerspiel ergibt die Stärke der notwendigen Unterlage.

Bei der Hinterachse kann man die Antriebswelle nach Lösen des RVG aus dem Achsrohr ziehen. Der Lagerausßenring belibt im Achsrohr stecken. Unter dem Lagerring liegen bei der HA auch die Ausgleichsbleche.


Bei der VA muss man den Achsschenkel mit der Antriebswelle abnehmen. Hier kann die Antriebswelle nicht herausgezogen werden, da das Doppelgelenk nicht durch den Lageraußenring der großen Kegelrollenschräglagers geht.

Hinter dem Lageraußenring kann bei der HA je nach Baujahr noch eine Dichtung (RWD mit Blechring) liegen, bei der VA aber auf jeden Fall.

Achtung, der kleine Kegelrollenlagerinnenring kann nur gemeinsam mit dem kleine Zahnrad des Vorgeleges angezogen werden. Ansonsten ist das nicht ganz günstige Lager hin! Vorher wie zuvor beschrieben die Scheibe, Spannstift und Senkschlitzschraube entfernen.

Das untere große Kegelrollenlager kann dann abgezogen werden, hierbei muss der Abzieher bis unter den Innenring greifen, also einen langen "Zinken" haben. Ansonsten ist das Lager ebenfalls hin. Beim 411 sind hier Lager 30309 oder 31309 verbaut. Dann kan die Welle aus dem Achsschenkel (VA) werden.


Das Bild zeigt eine 411er Hinterachse des letzen Baureihe, die mit dem 421 weitestgehend identisch ist und mit dem 406 mindestens verwandt sein solltem da einige Teile 406er Nummern haben.

Wenn sich die Antriebswelle nicht komplett herausziehen läßt, vermute ich, dass die in der Verzahnung des Ausgleichsgetriebe (Diff) klemmt.

DEn Lageraußenring bekommt man bei demontiertem Achsrohr samt Unterlagen und Dichtung von innen leicht mit einem langen Auzstrieber vorsichtig herausgetrieben. Andernfalls muss man ihn mit einem Innenauszieher und Gegenstütze abziehen, manchmal ist aber auch der Pressitz recht schwach, dass es wie Tom beschrieben hat ohne verwidnen des Lagerringes geht.

Gruß,
Markus

Gruß,
Markus
Dateianhänge:
Hinterachse Dichtung 1.jpg
Hinterachse Dichtung 1.jpg (88.04 KiB) 5545 mal betrachtet
#485856
Hallo,

kleiner Nachtrag:

Einen Sicherungsring kenne ich persönlich nicht, nur Lageraußenringe mit einem dünnen O-Ring übergesterift als Dichtung. Des weiteren gibt es RVG mit Dichtung, ohne Dichtung mit O-Ring um die Lageraußenringe in der Trennfuge (hier ist eine Fase im Gehäuse als Raum für den O-Ring) oder einfach mit Atmoisit geklebt/abgedichtete Gehäusehälften. da gab es wohl im Laufe der Jahre Änderungen.

Gruß,
Markus
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Dichtung Vorgelege Achsschenkel kl.jpg
Dichtung Vorgelege Achsschenkel kl.jpg (97.27 KiB) 5543 mal betrachtet
#485872
Hallo Reiner,

wenn du das RVG nach Lösen der 12 Schrauben abgenommen hast, kannst du die komplette Antriebswelle normalerweise aus dem Achsrohr mit der zweiten Hälfte des RWG herausziehen, ohne das kleine Zahnrad etc. zu demontieren.

Alles klar?

Gruß,
Markus
#485883
bei Kegelrollenlagern dieses Typs ist der äußere Lagerring nuir aufgelegt
,

...ist mir bekannt Markus, doch Theorie ist nicht = Praxis.

Eine etwas enge Bohrung, etwas Dreck, Rost o. Ähnliches, und sie klemmem!

Ich hab das VG (kurz über dem Boden) an der Welle aufgehangen, dann das VG in etwa Waage gehalten und mit leichten Hammerschlägen rund um die Bohrung von der Welle "geklopft".

Hat funktioniert!!! :)
#569607
madratz hat geschrieben: 28.03.2016, 13:32 Hallo Thomas!
Danke für die Infos.
Gehört diese Achse denn überhaupt in einen 406?
Die Senkschraube kann ich ja nur bei der schon ausgebauter Antriebswelle losschrauben. Die anderen 3 Antriebswellen (2x vorne und hinten links) sind jedoch noch in dem Radvorgelegehäuse eingebaut. "Normalerweise" sind diese von einem Sicherungsring gehalten, den ich bei mir aber nicht finde.
Wenn Du von der Beschreibung der Einrichtung zum Einstellen des Lagerspiels sprichst, meinst Du aber nicht das WHB vom 406, oder? Wenn es ein anderes WHB ist, kannst Du mir dann die Seiten hierzu zukommen lassen?
Wenn Du oder jemand noch einen Tipp hat, wie ich die Wellen erst mal aus dem Gehäuse bekomme würde ich mich über eine Antwort freuen.
Viele Grüße
Joachim
Hallo Joachim,

Du konntest das Problem beim Ausbau der Antriebswelle aus dem Vorgelege sicher lösen. Habe die Vorderachse einwandfrei zerlegen können. Bei der Hinterachse stehe ich auf beiden Seiten vor dem Problem, dass die Wellen mit Lager in dem Vorgelegegehäuse stecken und nicht herausgenommen werden können. Habe auch ein Bild angehängt um das Problem zu verdeutlichen.

Danke und Grüsse
Andreas
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20230305_202404.jpg
20230305_202404.jpg (1.11 MiB) 4054 mal betrachtet
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