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Herzlich willkommen auf der Unimog-Community-Website. Seit 1999 treffen sich hier die Mercedes-Benz Unimog- und MBtrac-Enthusiasten zum Meinungsaustausch und Fachsimpeln.

Hier werden Fragen zur Technik und zur Restauration des Unimog gestellt.

Moderator: stephan

#482421
Hallo, mein Name ist Josef , komme aus dem Bayerischen Wald und bin seit Juli 2010 Besitzer eines Unimog 421.141, Bj 1986, Betriebsstunden ca. 4100, KM-Stand ca. 90000. Motor 616.911 mit 38 KW

Nachdem ich bisher die 4 Kotflügel, den Tank (wegen Dieselpest), den Zyklon restauriert und den Kurbelwellen-Simmerring ausgetauscht habe möchte ich nun die Vorglühanlage überprüfen, da der Unimog ein sehr schlechtes Anspringverhalten zeigt.
Ich muss im Sommer bei jedem Startversuch min. ca. 2 min. Vorglühen. Es kommt aber auch öfters vor, dass er beim ersten mal nicht anspringt und der Startvorgang noch 1 - 2 mal zu wiederholen ist. Die Ursache kann natürlich auch beim Anlasser, Motor, Batterie oder bei der Dieselzufuhr liegen. Das werde ich dann später noch überprüfen, wenn die Vorglühanlage als Fehlerquelle auszuschließen ist.

Zuerst habe ich alle Teile der Vorglühanlage genauer betrachtet, ob irgendwelche Beschädigungen vorhanden sind oder ev. etwas überbrückt wurde. Dabei musste ich zu meinem erstaunen feststellen, dass bereits Stabglühkerzen und keine Wendelglühkerzen verbaut sind, die mit einer durchgehenden Drahtbrücke von der ersten bis vierten Kerze verbunden sind.
Ist laut Nachfrage bei MB bei meinem Unimog schon serienmäßig mit Stabglühkerzen.
Ich war der Meinung, dass Wendelglühkerzen verbaut sein müssten, da hier im Forum immer nur von solchen bei Umbau auf eine Schnellglühanlage berichtet wurde.

Es ist auch kein Vorglühwiderstand verbaut.
Es sieht alles genauso aus wie im Schaltplan der Bedienungsanleitung (Nachdruck 2004 von Buch&Bild )
Die Kontakte vom Eingang / Ausgang Glühüberwacher schauen jedoch verbrannt aus.

Dann habe ich folgendes durchgemessen (- Leitung Messgerät immer an - Pol Batterie).
Spannung der Batterie: 12,7 V die beim Vorglühen auf 11,7 V sinkt
Spannung Eingang Glühüberwacher beim Vorglühen: 10,1 V
Spannung Ausgang Glühüberwacher beim Vorglühen: anfangs 4,8 V steigt bis 5,2 V an
Spannung 1. bis 4. Kerze beim Vorglühen: anfangs 3,6 V steigt bis 4,5 V an

Als nächstes habe ich 3 Glühkerzen ausgebaut (die 4. war schwer zu erreichen).
Es sind Beru Stabglühkerzen 0100221107 (GV603) mit 11,5 V / 14A.

Test 1: Die 3 Glühkerzen wurden einzeln mit einem Starthilfegerät getestet wobei das Kerzenende bereits nach 1-2 Sekunden glühte.
Die Stromstärke wurde gleichzeitig mit einer Stromzange gemessen und ergab 18 A.
Die Glühkerzen sind also vom Glühverhalten in Ordnung.

Test 2: Die 3 ausgebauten Glühkerzen und die 4. eingebaute Glühkerze wurden parallel mit 6 mm² Kabeln verbunden und mit dem vorhanden Anschlusskabel verschraubt dazu eine Masseleitung von den 3 Glühkerzen zum -Pol der Batterie gelegt. Ca. 2 min vorgeglüht bis der Glühüberwacher rot glühte. Die 3 Glühkerzen wurden zwar warm und es stieg ein wenig rauch auf , jedoch glühten sie nicht.

Der Glühüberwacher ist von Bosch mit der Nr. 0 251 002 020 und hat folgende Aufschrift:
"Bei 24 V für 4 Zylinder". Der Unimog hat jedoch 12 V!

Da ich nun nicht weiß, ob die verbauten Teile Original sind bin ich zum Mercedes-Händler.
Dieser sagte mir, dass Stabglühkerzen mit der MB Nr. 000 159 6501 und ein Glühüberwacher mit der MB Nr. 000 545 3820
verbaut sein sollten. Weitere technische Daten konnte er mir nicht nennen.
Leider fand ich im Internet auch nichts.

Nun hoffe ich, liebe Unimog-Kollegen, dass ihr mir weiterhelfen könnt.

1.) Kann mir jemand mit den technischen Daten dieser zwei MB Teile und vom verbautem Bosch Glühüberwacher weiterhelfen?

2.) Sind die Glühkerzen in Ordnung oder doch fehlerhaft wegen der gemessenen Stromstärke von 18A?

3.) Wieso tritt ein so großer Spannungsverlust am Glühüberwacher auf, bzw. warum kommen nur 3,6V an den Glühkerzen an?

4.) Wird der Glühüberwacher benötigt bei den verbauten Glühkerzen mit 11,5 V oder kann ich Ihn abklemmen?
Möchte aber nicht andere Teile wie den Glühanlassschalter oder den Zündungsschalter (Schaltkasten) dann überbeanspruchen!

5.) Soll ich den anscheinend falschen Glühüberwacher durch einen der zur Anlage passt (ev. 0,6 Volt / 60 A) ersetzen
oder lieber gleich auf eine Schnellglühanlage mit Gühzeitsteuergerät umrüsten?

Schon einmal vielen Dank!!!

Grüße aus dem Bayerischen Wald
Josef
#482457
Hallo Georg,
sehe ich genauso, dass der Glühüberwacher falsch oder defekt ist.
Deshalb benötige ich die technischen Daten von:
- Stabglühkerzen mit der MB Nr. 000 159 6501
- Glühüberwacher mit der MB Nr. 000 545 3820
- Glühüberwacher mit der Bosch Nr. 0 251 002 020 (ist eingebaut)
Erst dann habe ich die Information, wie es Original sein sollte.
Welcher Glühüberwacher (Spannung / Ampere) passt zu den verbauten Stabglühkerzen mit 11,5 V ?
Den Tip mit dem Kurzschliesen werde ich in den nächsten Tagen testen.

Gruß Josef
#482466
Hallo Josef

1- Die Stabglühkerzen werden alle miteinander parallel geschaltet und erhalten ihre Masse über das Einschraubgewinde. Eine seperate Leitung von einer Kerze zur Masse schließt die Kerzen kurz.

2. Bei 11,5 V Glühkerzen muss der Glühüberwacher überbrückt werden, wie Du selbst bemerkt hast fällt durch die Belastung die Batteriespannung ab. Am besten eine direkte dicke 6mm² Leitung vom Startschalter zu der ersten Glühkerze. Mit den von Dir genannten 4,5 an den Kerzen glühen diese nicht richtig.

Die Kerzen sind gut bei Dir die Verkabelung aber nicht dazu passend

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