@ Axel:
Lieg ich falsch - oder wird bei der Hydraulik auf ganz primole Art und Weise nur der Volumenstrom gesteuert - der Druck hängt direkt von der Drehzahl ab (ok, der max. Volumenstrom nat. auch), also keine Regelpumpe. Die Erwärmung kommt aber vom Druckverlust, dh. jede (!) Kante im Hydraulikkreislauf erhitzt das Öl ein bischen, jede Steuerkante schon mehr. Der Druck wird jedenfalls immer dann gefordert, wenn der Kran mal seine Leistung bringen soll - egal ob jetzt der Arm mit Last gehoben oder der Kran ansonsten gefordert wird.
Der Betriebsdruck hat nix mit der Drehzahl zu tun, wenn doch würde ich die Pumpe tauschen bzw. das Überduckventil anschauen.
Eine intakte Pumpe liefert schon bei Standgas die 180 bar.
Aber halt nur bei Bedarf, sprich ein Ventil führt den Volumenstrom zum Verbraucher. Dort muss , wie von Christian erklärt der Druck aufgenommen werden. Je mehr Gegenkraft einwirkt desto mehr Druck steht an, bis das Überdruckventil halt aktiv wird.
Möglichkeiten, um den Betriebsdruck beim Kranbetrieb zu erreichen:
* Der jeweilige Zylinder hebt´s nicht, die Last ist zu schwer, der seltenste Fall!
* Der Zylinder ist bereits ganz ausgefahren, der Bediener hat den Hebel aber immer noch dedrückt.
* Die Pumpe ist zu groß bzw. der Fahrer zu schwach - die Steuergeräte werden nie ganz ausgelenkt und der Höchstdruck steht bis zum Steuerventil trotzdem an, der häufigste Fall!
Wie kommste darauf? Jeder mm Ölleitung gibt nen Widerstand - und bei den immer zu geringen Querschnitten der Leitungen um so mehr!
Zusätzlich jedes Winkelstück in der Leitung (siehe oben).
10% Verlust - nach dem was uns mal im Studium erzählt wurde, wären das 10 einzelne Zahnradstufen - sind da wirklich so viel bis zum Anschluß er ZW? Was spricht dagegen, an den Zapfwellenabgang ein kurzes Stück Welle und daran ne Pumpe zu montieren (wird bei Hydraulikaufbauten in den Mogs öfter so gemacht, war auch bei meinem mal so). Dann könnte Karl direkt die Hydaulik von seinem Aufbau betreiben - wie es eben sowieso schon öfters praktiziert wird.
Wenn ich den Karl richtig verstanden habe möchte er die Pumpe ohne Zapwelle beim bestehenden Zapfwellenabtrieb anflanschen.
Ich habe also den Kraftverlust durch die bloße Welle beschrieben!
Bei steigenden Trebstoffpreisen ist es nicht sinnvoll ein zweiten Hydraulik-
kreislauf zu installieren, z.Bsp. ab Getriebeausgang, die Pumpe nahe dabei.
Leitungen nach Bedarf verlegen, mehrere Geräte gleichzeitig zu betreiben
ist im Verbrauch bestimmt fast nicht meßbar.
Ohne zu ketzern der Wirkungsgrad ohne die Zw ist doch höher, abgesehen
von den Kosten für Anschaffung und den Verschleiß der Zw.
Gruß, Karl
Und ich bleibe dabei, der Verlust durch eine zusätliche Welle zwischen Abtrieb und Pumpe ist beinahe null!
Der Wirkungsgrad des
Antriebsstranges wird von Daimler mit 90% angegeben, STICHWORT Zapwellenleistungen am Leistungsprüfstand, Tabellenbuch wer´s hat.
Hab net studiert, das mit 1 Prozent/Eingriff hab ich auch schon gehört.
Hinzu kommt ein bißchen Ahnung über den Aufbau des Getriebes....
Da sind aber noch eine Menge anderer Zahnräder beim bloßen Zapwellenbetrieb in Bewegung, ein krasses Beispiel:
auch wenn der Unimog steht laufen im Normalfall die Kriechgangräder mit
@ Christian:
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Ungeachtet der Frage, ob das sinnvoll ist - aber wenn Du das Maximum aus dem Leistungspotential des Unimog(motors) herausholen möchtest, solltest Du die leistungsintensiven Hauptbewegungen des Krans mit einer Zapfwellenpumpe versorgen und die Nebenverbraucher (z.B. Greiferzange) mit der ohnehin noch vorhandenen Bordhydraulik des Unimog.
Ich könnte mir allerdings vorstellen daß dann das schwächste Glied in der Kette der Mensch ist, dessen bedienungsmotorische Fähigkeiten längst ausgeschöpft sind, bevor der Unimogmotor wegen Überlastung stehenbleibt...
Dazu müsste er vermutlich den Steuerblock am Kran tauschen, glaube nicht dass ein alter Hiab zweikreisig angespeist werden kann.
Ist im übrigen Schnee von gestern:
Unsere Holzkräne hatten früher eine Tandempume ca 2x70l
Heute haben wir 1x110l, die Kräne sind dadurch auch schneller geworden!
Weil moderne Steuergeräte die Mengen nach Bedarf zu den einzelnen Schiebern führen, aus einer Pumpe mehrere Kreise generieren und bei Bedarf aber auch die ganze Menge zu einer Sektion schicken.
Hier ist die Motorik des Fahres gefordert, aus Erfahrung kann ich aber sagen:
Wer´s den ersten Tag nicht schon halbwegs kann lernt es vermutlich nie.
lg.
Klaus