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Herzlich willkommen auf der Unimog-Community-Website. Seit 1999 treffen sich hier die Mercedes-Benz Unimog- und MBtrac-Enthusiasten zum Meinungsaustausch und Fachsimpeln.

Hier werden Fragen zur Technik und zur Restauration des Unimog gestellt.

Moderator: stephan

#267114
Hallo Axel,

den von mir genannten Rechengang findest Du in jedem besseren Tabellen- und Fachkundebuch. Wenn Du daran zweifelst, dann stell Dir einfach einen beliebigen Antriebsstrang mit zehn Stufen a 10% Verlust vor. Summierst Du die Verluste einfach auf, bist Du bei 100% Gesamtverlust - d.h. egal, wieviel Du vorne reinsteckst, hinten kommt mit Garantie gar nichts mehr an (außer Wärme).

Multiplizierst Du dagegen die Einzelverluste, kommt am Ende noch etwas mehr als ein drittel der Eingangsleistung an - was ich mir irgendwie auch leichter vorstellen kann.

Wenn Hans' Antriebsstrang wirklich 50% Verlust haben sollte, würde das bei der von ihm angestrebten Übertragungsleistung bedeuten, das unterwegs ca. 5,5KW auf der Strecke bleiben - also irgendetwas (hinter dem Motor!) müsste dann schon mächtig warm werden! (irgendwo muss die Leistung ja bleiben - als Größenvergleich: Zwei kräftige Herdplatten sollten ganz gut mit 5,5KW auskommen)

Daß man im Tabellenbuch exakt den Wirkungsgrad findet, wie man ihn in einem speziellen Praxisfall tatsächlich hat, hatte ich nie behauptet, aber von der Größenornung her liegen die auch wieder nicht um Welten daneben, so daß sie für eine grobe Einschätzung durchaus brauchbar sind.
Letztendlich bleibe ich dabei, der Fehler (sowochl aus Rechengang wie aus Wirkungsgradannahme) den ihr dabei macht, geht zu Euren Gunsten, denn die erforderliche Antriebsleistung wird dabei höher als nötig angesetzt, womit Ihr auf der sicheren Seite seid.
#267121
Hallo Christian,
den von mir genannten Rechengang findest Du in jedem besseren Tabellen- und Fachkundebuch.

Stimmt - hab auch nix anderes behauptet. Nur mußt Du auch betrachten unter welchen Rand- bzw. Umgebungsbedingungen diese Angaben gelten.
Wenn Du daran zweifelst, dann stell Dir einfach einen beliebigen Antriebsstrang mit zehn Stufen a 10% Verlust vor. Summierst Du die Verluste einfach auf, bist Du bei 100% Gesamtverlust - d.h. egal, wieviel Du vorne reinsteckst, hinten kommt mit Garantie gar nichts mehr an (außer Wärme).
:?: :?: :?: :?: Was willst Du damit sagen?
"Echtes" Aufsummieren von Wirkungsgraden is wie Du evtl meinst ist auch wirklich quatsch.
Hans nimmt Verluste von 50% an, Du kommst mit Rechnung auf 8% besseren Wert - in einem AKW wäre der Unterschid eine Katastrophe bzw ein Weltwunder - in der hier betrachteten Landwirtschaft real life. Bei der hier benötigten sinnvolle Abschätzung ist die Spanne von +/-4% m.E. weder zu pingelig noch zu großzügig.

mfG
Axel
#267125
Hallo Hans, hallo Rest,

wird das ganze hier nicht ein wenig zu theoretisch mit zuvielen Unbekannten, Variablen und somit Annahmen.

Hans,
wie willst Du denn den Kettentrieb machen?
Was für Kettenräder schweben Dir vor?
Woher stammen diese?

Je nach Konstruktion läßt sich dies Getriebe ja durch Wechseln eines
Rades zu einem späteren Zeitpunkt nach Erfahrungswerten optimieren.
#267136
Hallo Axel,

es ging mir von Anfang an im wesentlichen darum, den Rechengang als solchen richtig zu stellen, der unabhängig von Rand- und Umgebungsbedingungen falsch war. Der Hinweis auf in der Praxis möglicherweise bessere Wirkungsgrade sollte lediglich bekräftigen, daß die nun errechnete, erforderliche Eingangsleistung trotzdem noch nicht zu knapp bemessen ist.
Mein zweiter Beitrag war dann ein Versuch, das ganze greifbar zu machen, damit es nicht allzu theoretisch erscheint.
#267199
Hallo Jürgen, Axel, Christian und Forum Leser.

Lasst bitte nicht gleich die Wogen hoch gehen.
Im Prinzip liegen wir in diesem Einzelfall ja ziemlich beieinander.

Axel und ich haben die Sache mehr aus der Sicht des Anwenders betrachtet - um halt funktionsfähig zu sein, sinnvoller Weise mit etwas
(ziemlich viel) Sicherheit.
Christian hat mit seiem Beitrag das Ganze präzisiert und mir (uns) damit gezeigt, dass wir mit unserem Sicherheitsdenken ziemlich viel Reserven eingebaut haben.
Die Addition der Verluste ist für den Einen natürlich quatsch, für den Anderen ist's egal, weil die Unbekannten das Ergebnis ja völlig mehr beeinflussen.

Lasst bitte jeden gut gemeinten Beitrag gelten !
Alle Beiträge haben dem Thema gedient, keiner sollte sich angegriffen fühlen.

Fortsetzung im nächsten Beitrag.

Hans.
#267203
Hallo Leute.

Nachdem ich ein kettengetriebenes VLG erworben habe, leider in einem sehr schlechten Zustand, habe ich die Wellen- bzw. Bohrungsansätze für die Kugellager nachgearbeitet und die neuen Lager eingeklebt.
Die Duplex Kette ist Schrott, die Kettenräder, die schon viel gearbeitet haben, haben jeweils 14 Zähne, also eine 1:1 Übersetzung, wie übrigens auch die späteren VLG (Banane).
Am hinteren Zapfwellenabgang des 411er, an dem das 1. Kettenrad aufgesteckt wird, bleibt ein max. Durchmesser von ca. 170 mm, sonst würde die Kette das linke Rahmenende berühren. Mit etwas Sicherheitsabstand würde hier ein Kettenrad mit 24 Zähnen Platz finden.
Das 2. Zahnrad könnte 14 Zähne haben und somit hätte ich eine
1:1,7 Übersetzung.

Die angestrebte ZW Drehzahl von ca. 480 U/min an der Kreissäge würde bei dieser Übersetzung eine ZW Drehzahl am Mog von ca. 280 U/min und demnach eine Motordrehzahl von ca. 1320 U/min bedeuten.
Bleibt weiterhin die Frage, ob der Motor bei dieser Drehzahl genügend Leistung aufbringen kann um die Säge am Laufen zu halten oder ob der Motor zu schnell abgewürgt wird.

Ich denke, ich werde den Versuch mit der 1:1,7 Übersetzung wagen.

Im Anhang noch ein Foto im ungereinigten Zustand.



Schöne Grüsse an Alle.
Hans

Schöne Grüsse an Alle.
Hans
Dateianhänge:
kettengetriebenes VLG
kettengetriebenes VLG
1.jpg (60.28 KiB) 921 mal betrachtet
#267363
Servus zusammen,

üblicherweise legt man solche Antriebe so aus, daß bei Belastung das Drehmoment der Maschine steigt, um ein Abwürgen zu verhindern.
D.h. in den Bereich nach dem max. Drehmoment der Antriebsmaschine. Alles andere wäre Quatsch, da mit steigender Belastung uns sinkender Drehzahl das Drehmoment noch mehr abnehmen würde, usw. bis das Ding eben dann steht.
Wenn jetzt nur die Leerlaufdrehzahl mittels Getriebe angehoben werden soll, dann sinkt das Drehmoent noch weiter (ich denke, die Formel zur Berechnung der Leistung ist bekannt). Dazu ein Sägeblatt mit nem großen Durchmesser, sprich Hebelarm...was also soll da noch groß gesägt werden.


Bei nem E-Motor schaut das ganz anders aus, die haben ja ne tolle Kennlinie für solche Anwendungen, nicht aber ein Verbrennungsmotor und schon gar nicht der OM636.

Allerdings würde ich die Problematik der hohen Drehzahlen meinem OM636 auch nicht zumuten wollen. Abhilfe könnte eine Art hydrostatischer Antrieb bieten - z.B. im Form eines Automatikgetriebes mit hydraulischem Drehmomentwandler. Da drinnen findet je nach Schlupf eine Drehmomentenerhöhung statt, so daß man die Drehzahl des Motors drücken könnte. Weiterer Vorteil, der Motor kann nicht abgewürgt werden, wenn in der Säge was verklemmt. Muß man halt geschickt auslegen, denn es gibt so tolle Sachen wie z.B. die sog. Steifigkeiten im Wandler (also den Schlupf), usw. Das ohne Software zu berechnen ist nicht ganz einfach, bin froh, daß ichs nimmer machen muß.

So, das nur in "Kürze" von mir zu dem Thema.
Aus Faulheit würde ich einen Generator antreiben und die Säge elektrisch antreiben.

Grüße aus dem Allgäu

Jochen
#267451
Hallo Jochen, Hallo an alle Leser.

Jochen, Du bestätigst meine Befürchtung, die ich am 18.07. hier angeführt habe.
Die Kettenräder sind bereits bestellt, also werde ich es auch versuchen.
Bei ZW-Drehzahl 500-540 U/min liege ich bei der gewählten Übersetzung (1:1,7) bei einer Motordrehzahl von 1400-1500 U/min.
Höchstes Drehmoment des OM636 bei 1700 U/min.

Bleibt nur zu hoffen, dass bei der gewählten Drehzahl die Motorleistung so groß ist, um der Belastung standzuhalten und den Motor nicht abzuwürgen bzw. kommt es auf das Geschick des Säger's an, die Belastung entsprechend zu dosieren.

oder,
es kommt eine andere Übersetzung zum Einsatz !

Wenn sich Eure Schadenfreude in Grenzen hält, werde ich meine Erfahrungen, zum Nutzen aller, hier schilden.


Schönen Sommertag,

Hans
#267567
Hallo Hans,

ein Freund von mir betreibt eine Kreissäge mit einem 700er Blatt an einem Fahr D17 mit 17PS, 2-Zylinder. Er läßt ihn mit "erhöhter Leerlaufdrehzahl" laufen (ca. 1200UpM) und das scheint überwiegend zu reichen. Aber: Ab und an bleibt sie eben stehen, dann aber rutschen "nur" die Riemen und der Motor bleibt an.

Er erzielt aber bei weitem nicht die mögliche Schnittleistung so, daß, denke ich, ist jedem klar.

Wenn du es also nicht übertreibts beim sägen, dann wirds sicher gehen....

Viel Erfolg und halt uns auf dem Laufenden.

Ciao, Jochen
#270482
Hallo Unimog-Gemeinde.

Erste Ergebnisse liegen vor.

Das Übersetzungsverhältnis wurde 1:1,7 gewählt.
1. Zahnrad 22 Zähne (wegen dem Abstand zum Rahmen),
2. Zahnrad 13 Zähne.

Ein erster Probebetrieb mit der Kreissäge hat sehr gut funktioniert.
Es wurde trockenes gespaltenes Buchenholz geschnitten.
Der Mog-Motor kam nicht in Verlegenheit.

Der Arbeitseinsatz mit dem Spalter steht noch aus.
Der Lehrlaufbetrieb zeigt, dass die Belastung wesentlich grösser ist als mit der Kreissäge. Bereits der Schnellrücklauf zieht ganz schön an der Kette.
Eine Reserve liegt hier noch in der Motordrehzahl (ca. 200 U/min)

gemessene Drehzahlen U/min:

Motor: 1270
ZW-VLG EIN: 270
ZW-VLG AUS: 453


Fotos ohne Schutzvorrichtung !


Schönen Sommer-Sonntag aus Salzburg
Hans.
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