Herzlich willkommen in der Unimog-Community

  • Sieben Jahrzehnte Mercedes-Benz Unimog-Generalvertretung RFK-Bleses

    In der Schlepper Post 3/2019 ist ein interessanter Bericht zur Geschichte der Mercedes-Benz Unimog-Generalvertretung RFK-Bleses. Mit freundlicher Genehmigung des Verlages Klaus Rabe veröffentlichen wir ihn auch hier.

    RFK-Bleses ist auch Förderer der Unimog-Community

     

  • Unimog-Museum: Ehrgeizige Erweiterungspläne

    Quelle: Unimog-Museum e. V.

    Hans-Peter Hegmann schreibt im Badischen Tagblatt vom 7. Mai 2019:

    Zehn Millionen und die Stadt mit im Boot!

    Unimog-Museum: Vorsitzender Stefan Schwaab präsentiert ehrgeizige Pläne für die Erweiterung.
    Größer und attraktiver – und teuer könnte es werden. Knapp zehn Millionen Euro werden derzeit für einen Entwurf kalkuliert, mit dem das Unimog-Museum erweitert werden soll. Die Stadt soll sich stärker in der Unimog-Museum Betriebs GmbH engagieren. Bei der jüngsten Mitgliederversammlung stellte Stefan Schwaab die Pläne vor. Er ist Vorsitzender des Museumsvereins.
    Wie berichtet, möchte sich das Museum vergrößern, um seine Zukunft wirtschaftlich zu sichern. Dazu gehört nach Schwaabs Vorstellungen zunächst eine Vergrößerung und Optimierung der vorhandenen Ausstellungsfläche, um die Gästezahlen konstant über dem derzeitigen Niveau von 40000 Besuchern pro Jahr zu halten. Als zweites wirtschaftliches Standbein sollen die Erlösquellen der Betriebs-GmbH ausgedehnt werden.
    Schwaab präsentierte zwei Varianten inklusive erster planerischer Entwürfe.
    Die erste Variante soll als Winkelanbau an das bestehende Museumsgebäude die Ausstellungsfläche auf 2400 Quadratmeter verdoppeln. Die Kosten würden 3,9 Millionen Euro betragen. Diese Summe ist beim Museumsverein aktuell bereits verfügbar.
    Die zweite Variante mit geschätzten Kosten von 9,9 Millionen Euro sieht vor, eine repräsentative Glasfassade und eine Empore mit 1000 bis 1200 Quadratmetern Fläche einzubauen. Auf dieser könnte die Stadt die bereits länger existierende Idee eines Industriemuseums zur Darstellung der allgemeinen Entwicklung in Gaggenau umsetzen. Dazu werden konkrete Gespräche mit der Stadt über die finanzielle Beteiligung sowohl bei den Investitions- als auch den Folgekosten vorbereitet. Hier sind unterschiedliche Modelle in der Entwicklung, die sich an den bisherigen Betriebskosten und der derzeitigen Besucherzahl orientieren und in Bezug zu der anteiligen Besucherzahl gesetzt werden.
    Gaggenau soll seinen Anteil erhöhen
    Weiter ist geplant, auf einem zweiten Stockwerk unter dem Dach eine Konferenzfläche einzurichten. Laut Schwaab müssen immer wieder Anfragen aus dem privaten und gewerblichen Umfeld mangels Kapazität abgesagt werden. Hier sei besonders Daimler mit seinem wirtschaftlichen Umfeld ein angepeilter Dauerkunde. Eine Erweiterung der Nutzungsfläche mit der Stadt und inklusive Konferenzzentrum würde die wirtschaftliche Absicherung der Folgekosten für den gesamten Museumsbetrieb verstärken. „Wir wollen in einem fairen Dialog eine klassische Win-win-Situation mit der Stadt schaffen, damit besonders die Folgekosten langfristig gesichert werden können“, betont Schwaab.
    Um die Voraussetzungen zu schaffen, die von Anfang an als Anteilseigner beteiligte Stadt in die Verantwortung zu nehmen, sollen zur nächsten Mitgliederversammlung eine Kapitalerhöhung und eine Satzungsänderung vorbereitet werden: Die Stadt soll ihren Anteil an der Betriebs-GmbH von fünf auf 20,9 Prozent erhöhen und erhielte damit die Möglichkeit, einen weiteren stellvertretenden Vorsitzenden zu etablieren. Auf Wunsch könnte auch jede Gemeinderatsfraktion einen Vertreter für das Museumskuratorium stellen.
    Bürgermeister Michael Pfeiffer betonte ebenfalls, dass von der Stadt eine für beide Seiten wirtschaftliche langfristige Lösung angestrebt werde. Es sei aber noch viel zu früh, um über konkrete Maßnahmen zu diskutieren.
    Wie Schwaab weiter erläuterte, ist er in Verhandlungen mit Großspendengebern aus Industrie und Verbänden, um die Finanzierungslücke zu schließen. Daneben bereitet er einen Besuch bei der Staatssekretärin des Wirtschaftsministeriums in Stuttgart wegen Fördermitteln vor.
    Mit dem neuen Beiratsmitglied, Dipl. Kaufmann Wolfgang Heringklee, sei bereits ein Businessplan erarbeitet worden. Darin sind enthalten: Pachterhöhung an den Museumsverein um 120000 Euro, Personalaufbau um mindestens 2,5 Vollzeitstellen, Erhöhung des seit Eröffnung bestehenden Eintritts von 4,90 auf 7,50 Euro und eine kalkulierte Verdoppelung des Umsatzes aus Veranstaltungen.

     

  • Mitgliederversammlung des Vereins Unimog-Museum 2019

    Hans-Peter Hegmann schreibt am 6. Mai 2019 im Badischen Tagblatt über die Mitgliederversammlung des Vereins Unimog-Museum vom 3. Mai:

    Interesse an Museum ist weiter ungebrochen

    Versammlung des Vereins Unimog-Museum

    Gaggenau – Als ein besonderes Jahr mit zwei außergewöhnlichen Anlässen bezeichnete der Vorsitzende des Vereins Unimog-Museum, Stefan Schwaab, das Jahr 2018. „Ein kleines Automobil und ein großes Geburtstagsfest“ bestimmten laut seinem Rückblick bei der Mitgliederversammlung das vergangene Vereinsjahr.
    Das kleine Automobil ist der 1897 bei Bergmann in Gaggenau gebaute „Orientexpress Patent-Motorwagen“. Er war der Grundstein für die 125-jährige Geschichte des Automobilbaus in der Stadt und wurde vom Museumsverein im vergangenen Jahr in England gekauft.
    Vom 15. bis 17. Juni feierte der Unimog-Club Gaggenau seinen 25. Geburtstag rund um das Unimog-Museum und im Kurpark. Mehrere Tausend Besucher nahmen die Gelegenheit wahr, über 500 anwesende unterschiedliche Universal Motorgeräte aus der Gaggenauer Fabrikation zu besichtigen.
    Nach dem Rückblick mit vielen Fotos der Museumsleiterin Hildegard Knoop bestätigten die Besucherzahlen erneut den Erfolg des Museums. Bereits zum dritten Mal hintereinander wurden mehr als 40000 Gäste gezählt. Dazu kamen fast 22000 Mitfahrten in einem Unimog auf dem Außenparcours. Sie stellen den größten Einnahmenposten des Museums dar und ermöglichen der Einrichtung, den Betrieb ohne Subventionen von außen aufrecht zu halten. So konnte der Museumskomplex im abgelaufenen Jahr um ein Werkstattgebäude und eine Waschanlage für die Wartung und Pflege der museumseigenen Fahrzeuge erweitert werden.
    Der Vorsitzende präsentierte danach die ersten Studien für die dringend benötigte Erweiterung der Ausstellungsfläche im Museum. Hier existieren bisher zwei Studienvarianten. Wie Schwaab mehrmals betonte, wird eine Entscheidung über den Umfang der Erweiterung erst dann getroffen werden, wenn die Finanzierung zu 100 Prozent steht. „Wir haben der Mitgliederversammlung und unseren Großspendern in der Vergangenheit immer alle Zahlen geliefert, die wir versprochen haben, und immer größten Wert auf eine solide Finanzierung gelegt. Bisherige Entscheidungen wurden auch immer in Abstimmung mit den Kuratoriums-Mitgliedern gefällt.“
    Die durch Kassierer Hubert Jehnes präsentierten Zahlen zur aktuellen Finanzlage bestätigten diese Aussage. Der Museumsverein konnte trotz Ausgaben von 324000 Euro noch einen Gewinn von rund 30000 Euro erwirtschaften. Das Vereinsvermögen beträgt 6,4 Millionen Euro. Die Stiftung Unimog-Museum hat ein Stiftungsvermögen von 1,27 Millionen Euro. Mit den Ausschüttungen wird die Anschaffung von Kulturgütern, wie zum Beispiel dem Orient-Express, mitfinanziert.
    Der Verein hat inzwischen 1123 Mitglieder; darin sind 52 Firmenmitgliedschaften enthalten. Als zweiter Vorsitzender für Florian Kohlbecker wurde Andreas Falk gewählt. Damit ist zum ersten Mal der Unimog-Club Gaggenau durch ein Mitglied im Vorstand des Museumsvereins vertreten. Als neues Mitglied im Beirat wurde Wolfgang Heringklee vorgestellt.
    Die am häufigsten zu hörende Botschaft des Vorsitzenden und der Museumsleiterin war die Aussage, dass ohne die vielen fleißigen Ehrenamtlichen das Museum absolut nicht existieren könne. Damit war selbstverständlich auch jeweils ein großes Dankeschön verbunden.

     

  • Unimog-Pionier Erwin Moll gestorben

    Nachruf

    Im Alter von 94 Jahren starb am 29. März der Unimog-Pionier Erwin Moll. Bereits 1949 war der gelernte Kfz-Schlosser bei Gebr. Boehringer in Göppingen in die neue Abteilung Unimog als Vorführer und Kundendienstmonteur eingetreten.

    Erwin Moll (1924 – 2019)

    Zunächst war er hauptsächlich in Deutschland tätig. Aber 1950 wurde ein Seilbahnprojekt in der Schweiz von ihm und seinem Kollegen Erich Grass durchgeführt und im Unimog-Prospekt von 1951 kurz vorgestellt. Wohl dadurch wurde die Schweizer Armee auf den Unimog aufmerksam, was zum ersten militärischen Großauftrag führte.

    Die Erlebnisse hat Moll in einem Beitrag für den Band 1 der „Geschichten rund um den Unimog“ festgehalten, der hier mit erscheint.

    Moll wurde der Vorführer für besondere Einsätze – insbesondere beim Militär und anderen potentiellen Großkunden. Auch bei spektakulären Filmen mit dem Unimog-S sitzt er am Steuer. Als Meister der Vorführwerkstatt wurde nach seinen Erfahrungen und Vorstellungen das Vorführgelände Ötigheim modelliert.

    Erwin Moll war ein großzügiger Spender für die Stiftung Unimog-Museum. Zuletzt lebte er in Freiburg.

    mw

     

    Hier der Beitrag von Erwin Moll im Band 1 der „Geschichen rund um den Unimog“ aus dem Jahr 1992:

    Mit dem UNIMOG auf Eselspfaden

    Erwin Moll

    Im zweiten Gaggenauer UNIMOG-Prospekt wird stolz auf eine Geschichte verwiesen, die ich persönlich zusam­men mit Herrn Grass erlebt habe.

    Aus dem Gaggenauer Unimog-Prospekt von 1951

    Gemeinsam waren wir damals in die Schweiz gefahren, um landwirtschaft­liche Vorführungen mit unserem Fahr­zeug zu machen. Leider mussten wir auch dort einmal mehr mit den übli­chen Vorbehalten gegen den UNI­MOG kämpfen, denn unser Fahrzeug wich für die damalige Zeit einfach zu sehr von den üblichen Schlepper-Kon­struktionen ab und wurde deshalb nicht ganz ernst genommen.

    Etwas niedergeschlagen saßen eines Abends Herr Grass und ich in unserem Hotelrestaurant in Zürich beisammen, als ein unbekannter Herr zu uns an den Tisch trat und fragte: “Gehören Ih­nen die Fahrzeuge da draußen?“ Wir bejahten und unser Besucher stellte sich uns als Technischer Leiter eines Bauprojekts vor. Er sei in der ganzen Welt herumgeflogen, so erzählte er uns, um ein Fahrzeug zu finden, das in der Lage sei, in den nächsten drei schneefreien Monaten Material für den Bau einer Pistenseilbahn beim Dent Blanche zu transportieren. Dort oben sollte ein Staudamm gebaut werden, doch hinauf auf den Berg führe nur ein schmaler Eselspfad …

    Wir sahen uns an. Sollten wir den Ver­such wagen? Wir brauchten nicht lan­ge, um uns zu entscheiden: „Das pro­bieren wir, hier kann der UNIMOG zeigen, was er kann!“

    Am anderen Tag gingen wir zunächst einmal den Saumpfad zu Fuß nach oben. Auf dem Berg angekommen, sagte Herr Grass, der diese Vorführung leitete, zu unserem Begleiter, Herrn Geiger: “Das sollte man sich mal aus der Luft anschauen können, um einen besseren Gesamteindruck zu haben!“

    Herr Geiger antwortete: “Das ist kein Problem! Kommen Sie später zum Flugplatz Sitten!“

    Herr Grass berichtete uns dann später von einem halsbrecherischen Flug entlang der Felsen, an den wir in Zu­kunft immer erinnert wurden, wenn von dem berühmten Gletscherflieger Geiger die Rede war, der mit seinen Flügen unzähligen Menschen das Le­ben gerettet hat.

    Doch zunächst mussten wir uns jetzt unserem UNIMOG widmen und ihn für diese schwierige Mission vorberei­ten. Aus Platzgründen bauten wir eini­ge Karosserieteile ab, dann folgte die erste Leerfahrt hinauf auf den Berg. An diese schwindelerregende Fahrt erin­nere ich mich bis zum heutigen Tag.

    Häufig mussten wir anhalten, um in den engen Kurven den Pfad zu verbreitern, und dabei ließ uns ein Blick in die Tiefe schaudern: auf der einen Seite der gähnende Abgrund, auf der anderen Seite ragten die Felsen steil empor. An einer besonders kritischen Stelle sicherte mich Herr Grass mit einem Seil um den Bauch. Herr Grass lief dann oberhalb der Felsen entlang, um mich vor einem tödlichen Absturz zu schützen.

    Doch schon am zweiten Tag beluden wir unseren UNIMOG mit einer ton­nenschweren Kabeltrommel und machten uns erneut an den steilen Aufstieg. Als wir oben ankamen, war die Mannschaft hellauf begeistert von unserem UNIMOG und seiner Lei­stung. Und der Erfolg blieb nicht aus.

    Als Herr Grass abends stolz zu Hause anrief und berichtete, dass der Techni­sche Leiter den UNIMOG vom Fleck weg kaufen wolle, hörte er zu seiner Überraschung und Freude, dass die Fir­ma Losinger wenige Minute zuvor bereits sechs UNIMOG für das Projekt geordert hatte. Wir waren stolz wie die Schneekönige!

    Mit unseren Vorführfahrzeugen über­nahmen wir dann auch in den näch­sten Tagen noch einige Transporte hinauf in die luftigen Höhen des Ber­ges, bevor wir wieder nach Hause fuh­ren.

    Aber schon nach wenigen Tagen Heimat machten wir uns wieder auf den Weg in die Schweiz. Zusammen mit sechs neuen Fahrzeugen, die für die­sen schwierigen Transporteinsatz opti­miert worden waren, steuerten wir er­neut das Tallager von Les Haudères an. Mir fiel dort die Aufgabe zu, die einheimischen Fahrer zu schulen, die Beladung zu überwachen und die Fahrzeuge technisch zu betreuen.

    Dieser Einsatz unserer kleinen 25 PS-UNIMOG brachte viele neue Erfahrungen, die ich in regelmäßigen Be­richten an das Werk festhielt und die zur ständigen Verbesserung des UNI­MOG beitrugen.

    Doch es gab auch weniger erfreuliche Situationen: Bei einer Fahrt ging die Lenkung des Fahrzeugs auffallend “hin und her”. Bei einer genaueren Untersuchung musste ich feststellen, dass die Kronenmuttern an den Spurstangen gelockert worden waren. Die Sicherungs-Splinte fehlten ganz. Für diese lebensgefährliche Sabotage gab es nur eine logische Erklärung: Einige Einheimische, die die Lizenz besaßen, mit ihren Mauleseln die Lasten in die­sem schwierigen Gelände nach oben zur Baustelle zu transportieren, sahen sich durch den UNIMOG in ihrer Exi­stenz bedroht.

    Doch nicht nur sie beobachteten den Einsatz unserer Fahrzeuge mit Interes­se.

    Ganz allgemein fand die Tätigkeit des UNIMOG in den Schweizer Bergen große Beachtung in der Öffentlichkeit. Sogar die Baufirma selbst nutzte unse­re Aktion für eigene Werbezwecke, und letztlich wurde dadurch auch die Schweizer Armee auf unseren UNI­MOG aufmerksam, was später zu Auf­trägen führte.

    Dennoch: leicht waren unsere Einsät­ze hoch oben im Schweizer Gebirge nicht. Wie sehr die gefährlichen Fahr­ten an die Nerven gingen, wird viel­leicht dadurch deutlich, dass ich eines Nachts schweißüberströmt nach ei­nem Alptraum aufwachte und mich am offenen Fenster stehend fand, am Fensterrahmen festgekrallt.

    Aber für mich als jungen Kerl war es trotz allem ein hochinteressanter Ein­satz, an den ich heute noch oft und gerne zurückdenke.

    Vor einigen Jahren bin ich nach einem Urlaub in Oberitalien auf dem Rück­weg in Sion vorbeigefahren und habe mir die Gegend angesehen. Vieles hat­te sich verändert – statt des Eselspfades führt heute eine asphaltierte Straße bis nach Arolla. Und abends beim Schop­pen in der Kneipe freute ich mich zu hören, dass sich noch einige ältere Ein­wohner an unseren Einsatz mit den “Teufelsfahrzeugen” erinnerten.

     

    Die Bände 1 und 3 der „Geschichten rund um den Unimog“ sind zum Sonderpreis von 10 Euro im Unimog-Museum Gaggenau oder über www.buchundbild.de erhältlich.

     

  • Unimog von Rolly-Toys für den Kindergarten Selbach

    Fuhrparkerweiterung im Kindergarten St. Nikolaus

    Selbacher Bürger Carl-Heinz Vogler besorgt fünf Unimog-Tretfahrzeuge

    Hans-Peter Hegmann schreibt am 20. April im Badischen Tagblatt:

    Gaggenau – Immer wenn Carl-Heinz Vogler am Kindergarten am Hinterbachweg in Selbach vorbeilief, vermisste er etwas Farbe zwischen dem vielen Grün und dem großen Sandkasten. Als ehemaliger Mitarbeiter in der Unimog-Fertigung bei Mercedes-Benz im Werk Gaggenau und als ehemaliger langjähriger Chefredakteur des Unimog-Club-Heft’l hatte er irgendwann eine Idee. Seit den 90er-Jahren unterstützte die Firma Franz Schneider GmbH & Co. KG mit Werbeanzeigen für ihr Produkt „Rolly Toys“ ihn bei seiner Arbeit für das Club-Magazin. Daraus entstand auch die Zusammenarbeit bei der Gestaltung der Tretspielzeuge in vielen modellgetreuen Unimog- und MBtrac-Formen. Der Seniorchef des Unternehmens war nach einem Gespräch schnell vom Projekt „Unimog für den Kindergarten Selbach“ überzeugt und stellte fünf unterschiedliche Modelle mit Anhänger zur Verfügung.
    Jetzt haben die Kinder im Selbacher Kindergarten St. Nikolaus die Möglichkeit, ihre Fahrkünste zu trainieren. Ein fünftes Fahrzeug wird als Reserve für Reparaturausfälle im Keller aufbewahrt. „Da viele Eltern und Opas der Kleinen beim Unimog in Gaggenau oder Wörth gearbeitet haben oder es heute noch tun, haben selbst die Kinder oft schon einen besonderen Bezug zu diesem Universalmotorgerät, wie ich aus eigener Erfahrung mit meinem Enkel weiß“, begründet Vogler seine Wahl für die neuen Spielgeräte.
    Als besondere zusätzliche Überraschung lud der Autor mehrerer Unimog-Bücher und Mitglied des Kuratoriums des Unimog-Museums die älteren Kinder und deren Eltern zusammen mit den Kindergarten-Mitarbeiterinnen noch zu einer kindgerechten Führung in das Unimog Museum beim Rotenfelser Schloss ein.