14.000 KM im UNIMOG ??

Hier geht es um Umbauten & Reisen mit dem Unimog.

14.000 KM im UNIMOG ??

Beitragvon alter_mann » 05.01.2006, 03:10

Hallo

ich plane mit einem guten freund eine reise zum machen und zwar von hammerfest bis kapstadt!

ich bin beim thw viele verschiedene unimog ausführungen gefahren und war immer begeistern von dem gefährt.
daher dachten wir daran evtl zumindest den afrikanischen kontinent mit einem unimog zu durchqueren.

ich frage mich jedoch:
welchen unimog sollten man denn dafür am besten nehmen?
welches modell besonders auf hinblick dass es sehr einfach zu reparieren ist?
wie hoch ist denn er durchschnittliche verbrauch bei einem benziner?
macht ein unimog bei +50°C schlapp oder is das kein thema?
alter_mann
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Beitragvon Torsten Pohl » 05.01.2006, 16:02

Hm

Afrika ist mit so ziemlich allem durchquert worden was mal den Namen Unimog trug, somit ziemlich schwer deine Frage zu beantworten.

Jeder wird natürlich auf das schwören was er selbst besitzt undmit was er sich auskennt, in meinem Fall zB. mein speziell zum Reisen auf und umgebauter 404, was von vielen heute nicht mehr ganz als zeitgemäß empfunden wird.

Generell gilt der 416 als derzeit beste wahl, bei denen, die schon lange Reisen. Das hat was mit dem großvolumigem Diesel, Langlebigkeit etc. zu tun.

Einen wirklich guten 416er muß man heute aber dennoch durch Komplettrestauration/Verbesserungen auf seinen neues Leben vorbereiten.

Ein Trend ist daher auf moderne Unimogs unzusteigen da diese mehr Leitung haben, und halt eben einfacher und besser erhalten käuflich erworben werden können.

Genau wie diese Trends sind aber auch die Bedürfnisse und der Kasseninhalt ausschlaggebend für einen Neukauf, auch muß es klar sein welche Zeiträume einem zum Reisen zur Verfügung stehen will man für drei Wochen in die Wüste und muß die Verbindungsetappen auf BAB abspulen kommt nur was neueres in Frage da nur diese Autobahntempi wirklich zuverlässig abspulen können.

Sein Fahrzeug kennen und reparieren können, muß man aber in meinen Augen auf jeden Fall selbst, a. sind Unimog Werkstadtstd. für normalverdiener kaum bezahlbar und b. Ersatzteilpreise äußerst heftig.


Sag mal was konkretes zum Ziel dem Zeitfenster und der für das Fahrzeug verfügbarer Budget .

Tschau Torsten
www.doc404.de

Meine kleine Hp zum 404 und seinen Verwandten,einige Spezialtäten aus meiner Hexenküche und einiges mehr folgt, schaut ab und zu mal rein!!
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Beitragvon OPTI-MOG » 05.01.2006, 18:00

Hallo Alter Mann,

wenn Du schon graue Haare hast und das Budget nicht außergewöhnlich groß ist, würde ich nicht mit sooo viel Technik durch "technisch schlecht versorgte" Gebiete reisen. Da würde ich mich in einem gut restaurierten alten VW-Bus aus den 60ern sicherer fühlen.

Das ist natürlich subjektiv, aber gründet auf eigener Erfahrung vom Nordkapp bis nach Lagos, Nigeria. Ich hatte mir vom Schrottplatz für ein paar hundert DM einen VW-Bus mit nachvollziehbarer Historie geholt und ihn in wenigen Monaten mit geringem Geld restauriert. Er ist dann ohne jegliche Probleme über 50 Tausend km unter arktischen und tropischen Bedingungen gelaufen und hat auch meinem Nachbesitzer noch beste Dienste geleistet.

Ich bin ja selbst Unimog-Fan, aber hier würde ich meine MOG's eher nicht verschleißen wollen, mal ganz abgesehen von den viel höheren Betriebskosten.

Mit freundlichen Grüßen

Christoph
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Beitragvon alter_mann » 05.01.2006, 21:47

also mehr als 6000¤ inkl instandsetzung sind eingentlich ncht eingplant.
selber reparieren ist kein problem wir haben bekanntschaft mit eigener werkstatt etc.
der reisezeitraum ist im prinzip unbegrenzt aber sollte nicht länger als 3monate sein. wir werden zu zweit reisen und sind noch studenten.
haben aber geld bei seite gelegt.
es stehen ca. 11000¤ bereit, wobei wir natürlich trotzdem möglichst günstig bleiben wollen, da wir für das geld hart gearbeitet haben und nicht auf luxus sondern auf erlebniss aus sind.

an ein vw bus dachte ich auch schon wollte mir nur mal die meinung anderer unimogler einholen.
der meinermeinung nach größte vorteil eine bullies ist, dass man selbst in afrika billig ersatzteile bekäme und natürlich der geringere vebrauch.
ausserdem ist so ein bus sicher billiger zu bekommen und das schon mit fertigem aufbau, der nur noch tropensicher gemacht werden muss, worin wir aber erfahrung gemacht haben als wir im hummer durch brasilien gefahren sind...


man sollte aber betrachten, dass das gefährt nur einmal benutzt werden soll sprich wir werden die kiste in kapstadt verkaufen und dann heim fliegen.
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Beitragvon Naily » 05.01.2006, 23:21

Hallo alter_Mann,

kann mich meinen Vorrednern eigentlich nur anschliessen, denn mit 6 bzw 11 Tsd ¤ incl. Anschaffung ist der Trip mit einem Unimog nicht zu machen. Bin gerade mit einem Unimog 1300L 20 TKm durch Australien gefahren und habe dabei im Durchschnitt 23 Liter Diesel gebraucht, und die Strecken in Afrika sind eher schlechter und dann kommt gleich mal ein Durchschnittsverbrauch von 25 Litern und mehr zustande.

Ob man einen VW Bus für Afrika nehmen sollte, ist Meinungssache. Ich bin selbst mit einem bis zum Niger und zurück gefahren und habe dabei sehr viel Zeit mit sandeln zugebracht. Habe mir daraufhin billig ein Lada Niva gekauft und siehe da, ohne einmal die Sandbleche benutzen zu müssen kam ich bis Westafrika.

D.h. ich würde eher zu einem 4WD raten und ein Zelt mitnehmen bzw. ein Dachzelt draufmachen. Ältere 4WD bekommt man mittlerweile recht günstig. Die momentan befahrbaren Routen (eigentlich geht momentan nur die Ostroute über Ägypten, Sudan, Äthiopien und Kenia und dann immer weiter gen Süden) sind mit einem 4WD einfach leichter zu befahren, besonders auch unter Sicherheitsaspekten wenn man im Konvoi nicht zurückbleiben möchte.

Grüße
Naily
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Beitragvon HorstWege » 06.01.2006, 02:40

Hallo ihr alten Studis
Hätte da ein Passendes Fahrzeug für eure Reise:
Einen VW Bus Syncro Turbo Diesel. Fahrzeug stammt von der BW und
ist in einem sehr gutem Zustand,Farbe kann noch gewählt werden.
Bei Interesse eine PN an mich oder Tel. 0170/1868317
Gruß Horst
HorstWege
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Beitragvon alter_mann » 06.01.2006, 21:14

klingt sehr gut wir hatten auch überlegt etwas aus dem bw fuhrpark zu nehmen, da die fahrzeuge die wir da gesehen haben alle samt top aussahen.
allerdings fahren wir erst 2007 ich möchte nur alles vorher kennen so dass ich ende 2006 eine preisübersicht habe und anfang 2007 ein gefährt kaufen kann um es in schuss zu bringen und es ggf um zu rüsten.
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Beitragvon Arnulf_Winsauer » 14.01.2006, 10:11

Hallo alter_mann

zwar von hammerfest bis kapstadt!



und



sollte nicht länger als 3monate sein.


das wird aber streßig.

Grüße aus Südafrika,

Arnulf
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Hammerfest-Kapstadt in 3 Monaten?

Beitragvon HorstPritz » 01.02.2006, 16:07

Hallo,
ich bin vor 5 Jahren mit dem 416er Unimog von Deutschland nach Kapstadt gefahren, daher denke ich sollte ich Dir antworten.

Zuerst halte ich den angesprochenen Zeitraum von 3 Monaten für die Strecke Hammerfest-Kapstadt für unrealistisch. Alleine von Bayern aus bis Kapstadt waren es auf der Route über Sudan-Äthiopien-Kenia.... rund 24000 KM. Wir hatten uns dafür 1 Jahr Zeit genommen und die war eigentlich zu kurz.

Also solltet Ihr hier kräftig neu planen.

Ich bin auch oft mit dem 404er Unimog in Afrika gewesen. Er brauchte als Benziner bei optimaler Einstellung und wenig Gewicht ab etwa 20 Liter auf 100 Km. Im Gelände war oft ein Schnitt von 30 Liter realistisch und in schwerem Gelände waren es schon mal 45 Liter. Als ich ihn auf den 5-zylinder Diesel Umgebaut hatte brauchte er ab ca. 17 Liter und im Gelände etwa 25 Liter.
Unser 416er hatte dagegen einen Gesamtschnitt durch Afrika von ca. 16 Liter.
Einen Unimog braucht man natürlich nicht unbedingt für Afrika. Es ist aber manchmal sehr angenehm ein robustes und extrem geländegängiges Fahrzeug zu haben.

Ihr solltet auch daran denken, daß das Fahrzeug wieder raus mus aus dem Raum Südafrika, da es dort nicht mehr verkauft werden kann als Linksgesteuertes Fahrzeug. Zu Eueren Reisekosten kommt daher auch die Rückverschiffung dazu.

Wenn Ihr auf meine Homepage www.pritz.de.vu schaut findet Ihr noch einiges an Informationen zu Afrika und zum Unimog. Ansonsten beantworte ich gerne gezielte Fragen.

Viele Grüße,
Horst
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