Hallo Mogler,
wie versprochen versuche ich nun mal das vergangene Wochenende zu rekapitulieren. Also
Bericht 5/13 - 7.-9.5.2013
An dem Wochenende stand der 2. Lauf zur Truck Trial Meisterschaft in einer alten Kiesgrube bei Teuchern in Sachsen Anhalt an.
Nachdem die Klasse S1 ihren exklusiven Lagerplatz in einer Mulde bezogen hatte,
und wir unsere Unterkunft aufgebaut hatten,

(Achtung:Das ist keine korrekte Ladungssicherung aber das stabilste Zelt am Platz

)
ging es erst einmal auf eine kleine warmfahr Runde nur über die offiziellen Wege der Sandgrube. Dabei trat bei bestimmten Lenkbewegungen nicht nur ein hörbarer metallischer Schlag auf sondern dieser sogar fühlbar im linken auf dem Fahrraumboden abgestellten Fuss.
Eine optische Inspektion führte dann zu einem feinen Riss im oberen am Fahrzeugrahmen befestigten Halter des vorderen Panhardtstab. Was nun?
Nur gut, dass die Teams mit den großen Autos nicht nur diese sondern praktisch die gesamte Werkstatt mit bringen.

Nach etwas Schrauberei, Flexerei und vor allem etas Schweißen war alles wieder gut.
Am Samstag, dem ersten Wertungstag, nahm aber die Misere seinen weiteren Lauf. Bereits die erste eigentlich garnicht so schwierige Sektion führte bei uns zu Frust. In der Annahme das bei der ITTM anders als bei der Europa Meisterschaft das berühren der Bande erlaubt ist, fuhren wir an dieser langschleifend vorsichtig an rückwärts durch eine enge Passage. Dabei berührten wir auch zwei der Begrenzungspfosten, die aber nicht brachen. Dennoch wurden wir abgepfiffen. Die Kommisarin begründete dies damit, dass die Pfosten auf trockenem Boden gebrochen wären und nur weil der Boden recht weich war sich wegdrücken ließen. Mit der Erklärung und Konsequenz waren wir nicht zufrieden aber es ist eine Schiedsrichterentscheidung. Später am Tag hatten wir hierüber noch ein klärendes Gespräch mit dem Oberkommissar, der uns recht gab aber die Sektion war ja bereits gelaufen.
Auch die zweite Sektion machte uns nicht glücklicher, denn jetzt war der Motor kraftlos und wenig drehfreudig als es an ein paar Steigungen ging. Man hörte und spürte auch einen etwas unrunden Lauf.
In die dritte Sektion mussten wir als erste Starten. Eine Steilauffahrt zu einem Tor schafften wir nicht, der Motor wollte es nicht

, durch zwei steile Abwärtstore ging es aber gut. Unten war dann ein Querwall in dessen Berg seitiger Senke sich ein Sumpfgebildet hatte. Wir fuhren auf diesen Wall und mussten dann rückwärts längs des Walls durch ein Tor. Das ging eiigermaßen. Danach mussten wir wieder den Wall entlang nach vorne zum Ausgangstor. Dort kamen wir aber nicht an sondern steckten in dem Sumpf mit vier sich gleichmäßig drehenden Rädern fest und benötigten Bergehilfe

Weil wie schon geschreiben, der Motor etwas streikte ging es erstmal ins Fahrerlager. Wir ließen eine Sektion aus und schraubten lieber.

Am Benzinfiler lag es nicht, der war sauber auch hätte ich den Tank beliebig über die kommunizierende Röhre leer laufen lassen.
Zündkontakte waren auch in Ordnung, den provisorisch eingebauten Verteilerfinger vom Puch Haflinger ersetzte ich auch wieder durch ein U404 Original. Alles brachte keine wesentliche Änderung.
Als nächstes die Zündkerzen. Hier zeigte sich ein unterschiedliches Bild. Die vorderen Kerzen waren ok aber Kerze 5 und 6 waren stark verölt. Nun hatte ich glücklicher Weise noch zwei neue, weil ich beim letzten Wechsel zwei vierer Pacjks gekauft hatte. Die neuen eingeschraubt, angeschlossen und gestartet, schon lief der Motor wieder wie gewohnt
Zurück gings zu den Sektionen.
Die nächste Sektion, wir starteten als zweite, lief erstmals an diesem Wochenende einigermaßen gut für uns, wir fuhren ähnlich gut oder schlecht wie die anderen. Dann aber kam die Zuschauer freundlichste Sektion, erst eine Steile abwärts Passage und dann ein Sumpfbad. Diese Sektion hatte früher am Tag die Klasse S2 verweigert. Wir aber wollten sie probieren. Man muss ja auch den Zuschauern etwas bieten
Wieder durften wir zu erst ran. Schon die Zufahrt zum Steilhang hatte es in sich, denn vor dem Hang war est ein Schotterhügel mit einer Senke vor dem eigentlichen Steilhang. Und dies führte dazu dass wir zunächst uns mit der vorderen Stosstange in dem Berg fest rammten. Nochmal zurück und mit Dampf ggen die Kuppe. Wieder rammten wir die Stosstange in den Berg. Im dritten Anlauf dann gruben wir uns praktisch durch den Berg
Dann ging es den Steilhang hinunter unten ging es dann etwas nach rechts und weiter runter. Zeitweise stand dabei der Mog nur auf zwei Rädern, vorne links und hinten rechts. Wir waren kritisch an der Kippgrenze. Vorsichtig tasteten wir uns weiter runter Richtung Wasserloch

Im Wasserloch versank dann das rechte Vorderrad völlig und es ging nicht mehr weiter. Wieder war Baggerhilfe nötig
Dieser hob uns vorne etwas hoch und ca einen Meter nach vorne. Der Mog stand wider relativ gerade aber mit allen Rädern im Sumpf. Da der Bagger uns aber so nicht ganz herausheben oder ziehen konnte ohne selbst den Abhang herunterzupurzeln setzte er uns ab und musste erstmal um gesetzt werden. Wir versuchten weiter zu fahren und schafften es fast durch das ganze Wasserloch, nur am Ende mussten wir nochmal den Bagger vorspannen. Zu unserem Trost, manch anderem auch den großen vier Achsern ging es dort nicht viel Besser. Die Zuschauer hatten ihre Freude.

Und obwohl es nicht wirklich erfolgreich war, hat es doch Spass gemacht.
Der Samstag bescherte uns so abgeschlagen den letzten Platz.
Der Sonntag begann mit einer Steinsektion. Allerdings waren hier die Tore praktisch unfahrbar für normale Autos gesteckt. Wir konnten nur Eingang, ein inneres Tor und ausgang fahren. Den anderen ging es aber glücklicher Weise nicht anders. Die zweite Sektion war zunächst ein steiler Sandabhang. Unten waren dan seilich links und rechts Tore. Aber Kurven fahren war in dem Sand quer zum Hang schon anspruchsvoll. Mit Sperren ging es nur geradeaus, ohne Sperren nur nach unten. Hier war tricksen mal mit vorderer mal mit hinterer Sperre nötig.
In der dritten Sektion, wir waren wirder die ersten, gab es ein am Hang gestecktes Schrägtor welches allerdings bereits mit dem unteren Pfosten ein Stück den Hang hinauf lag. Wir fuhren zunächst parallel zu dem Weg durch das Tor unterhalb des Tores vorbei und setzten dann soweit es ging rückwärts den Hanghinauf zurück. Dann versuchten wir das untere linke Vorderrad so gerade in das Tor zu bekommen. Im dritten Anlauf klappte es. So konnten wir mit der Vorderachse durch das Tor und mit einem kräftigen Gasstoss vor den Hang hinunter um nicht doch noch umzu fallen
.Hier waren wir die einzigen die dies Tor schafften.
Auch bei den weiteren Sektionen lief es für uns recht rund. Eine Sektion in der Mittagszeit fuhren wir sogar als absolut Beste über alle Klassen
So erreichten wir an dem Sonntag in der Tageswertung den 2.Platz aber der zählt leider nicht sondern nur das Gesamtergebnis. Nach dem verpatzten Samstag bedeutet dies den 3.Platz
Alle meine Bilder gibt es unter:
https://www.team-fahlbusch.de/Alben.php ... 20Teuchern