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Herzlich willkommen auf der Unimog-Community-Website. Seit 1999 treffen sich hier die Mercedes-Benz Unimog- und MBtrac-Enthusiasten zum Meinungsaustausch und Fachsimpeln.

Hier werden Fragen zur Technik und zur Restauration des Unimog gestellt.

Moderator: stephan

#61104
hallo schrauber,
ist mir ein drehzahlmesser zugeflogen, der seine impulse über klemme "W" bekommt. Moderator Stefan schrieb in einem früheren beitrag etwas von einem anpassverstärker den er noch basteln wolle.
Meine Frage: was wird mit dem genannten verstärker angepasst.?
Für mich steht das problem die drehstromlichtmaschinenimpulse aus "W" , die ja in beziehung zum durchmesser der lima-riemenscheibe stehen, an die kurbelwellendrehzahl anzupassen. Meist ist das verhältnis lima-drehzahl zur kurbelwellendrehzahl, welches ja das verhältnis der beiden riemenscheibengrößen abbildet, nicht ganzzahlig sondern ein krummer wert. Ein ähnliches problem träte auf z.b. mit einer umschaltung die zapfwellendrehzahl zu messen.

Wer kann hier kompetent helfen, damit mein drehzahlmessser nicht nur die limadrehzahl anzeigt, die mich eigentlich nicht interessiert?
Der dzm ist von Vdo und hat die angabe n= 2000 bei 591 Hz.Danke im voraus für eure hilfe
heinz401
vom fuße der wartburg
#61107
Hallo Heinz !
Grundsätzlich kannst du davon ausgehen, dass die elektrischen Drehzahlmesser zum Anschluss an Drehstromlichtmaschinen die erhöhte Drehzahl der Lichtmaschine bereits berücksichtigen. Darüberhinaus haben elektrische Drehzahlmesser eine Einstellschraube um die Anzeige an die tatsächlichen Übersetzungsverhältnisse anzupassen. Diese Einstellschraube (ein kleines Potentiometer) ist entweder von außen zugänglich, - oder manchmal auch nur von innen (nach Öffnen des Gehäuses).
Gruß, Gundo
#61136
Genau wie Gundo schreibt, Diesel-DZM haben normal ein Einstellpoti irgendwo. Meine ursprünglich gedachte Anpassschaltung sollte einen 4zyl. Benzin-DZM (2 Pulse pro Kurbelumdrehung) auf eine elektisch abgenommene EP-Drehzahl (0,5 Pulse pro KW-Umdr.) also geteilt durch 4 anpassen. Habe ich aber nie gebaut! Mir flog auch ein VDO Diesel DZM zu. :D


Einstellung für Elektriker:

Berechnung der Einstellfrequenz:
(Umfang Lima-Riemenscheibe / Umfang Kurbelwellenriemenscheibe) x 6 (Sechs Pulse an W bei Standart Bosch Drehstromlima, zumindest bei meiner) / 60 (KW in Umdr/min, DZM in Hz =Pulse/sek). Damit hast Du die Pulse pro Sekunde bei einer Umdrehung der Kurbelwelle.
Im Elektronik-Keller mit Frequenzgenerator eingestellt.

Einstellung für Mechaniker:
mit Vergleichsmessgeräten: kann ich nich, weiss ich nich :?
#61138
hallo!

um einen benzindrehzahlmesser an einen diesel mit kurbelwellensensoren anzuschliessen gibt es von VDO-Kienzle für Fahrtenschreiber einen
sogenannten impulsteiler. selbiger wird verwendet, wenn der fahrzeugeigenen tachogeber zu viele pulse/km auswirft, und der
tachograph diese nicht verarbeiten kann..
das teilverhältnis ist fest einstellbar in folgenden schritten:

/2, /4, /8, /16

somit könnte man auch diese problem lösen.

kostet ein impulsteiler mehr als ein neuer dieseldrehzahlmesser?


grüsse!
#61245
Wie schon früher mal geschrieben:

Die exakte Drehzahl auf der Kurbelwelle kann man mit einer behelfsmäßigen stroposkopischen Lampe sehr genau feststellen. Voraussetzung ist nur, daß man weiß, wie stabil die Netzspannung 50 Hz ist.

Man nehme eine farbige, - muß nicht sein -, Glühbirne und mache auf die Riemscheibe der Kurbelwelle einen Strich vom Mittelpunkt zu einem Radius.

Beim Beleuchten des laufenden Motors erhält man dann den alten Effekt der Kutschenräder zu Stummfilmzeiten:

Ist ein stehender durchgehender Strich über der gnazen Scheibe sichtbar sichtbar, dann "blitzt" die Lampe bei einer Kurbelwellenumdrehung zweimal, einmal gerade, wenn der weiße Strich "unten" ist, das zweite Mal, wenn er "oben", also um 180 Grad, versetzt ist.

Also dreht die Kurbelwelle mit genau 1.500 U/min, die Hälfte (da der Strich 2x auftaucht) der Lichtfrequenz 50 Hz = 50 1/s; 50 1/s x 60 s/m = 3.000 1/min.

Steht nur ein halber Strich auf der Scheibe, - wie ursprünglich eingezeichnet-, dann wären es genau 3.000 U/min.

Steht ein Fadenkreuz, dann wären es 3.000/4= 750 U/min.

Läuft das Bild weiter, wie im Stummfilmkino, dann muß die Motorengeschwindigkeit reguliert werden, bis stabiles Bild eingestellt ist.

Ein Strich über der Nadel des Drehzahlmessers markiert dann genau diesen Wert.



Gruß! Karl
#121301
Guten Abend!

Was lange währt, ist immer noch nicht abgeschlossen. Grabe einen alten Beitrag aus.

Frage:

Das mit dem Impulsteiler 2/4/8/16 ist klar; es hängt mit den digitalislierten Signalen zusammen.

*****

Aber Gundo schireb, daß man die Anzeige mit einem Drehpotentiometer nachjustieren könne.

Ich gehe also davon aus, dass die Anzeige, also der Ausschlag des Zeigers "im Innern" nach einer elektrischen Integrationsschaltung proportional zur Spannung angezeigt wird.


Habe eine von einem großen ZIL-Diesel. Dort ist ein fester Widerstand von 51 Ohm in Serie schaltbar. Ein verstellbares Poteniometer hat er nicht.

Der Drehzahlmesser hat eine Skala von 0; 3 bis 3,5 x 100 Umdrehungen.

Was bedeutet es, wenn der Widerstand dazu geschaltet wird? Dazu müßte man ja noch den Innenwiderstand des Drehzahlmessers wissen.

Wäre es möglich, dass anstelle des Festwiderstandes ein verstellbares Potentiometer eigneschaltet würde? Wie groß müßte das den ausgelegt werden?

Kann mich da einer aus der elektrischen Front mal aufklären. Ich fahre nämlich am Wochenende den zerlegte U421 besuchen.

Gruß! Karl
#121343
Hallo Karl !
Der elektrische Drehzahlmesser müsste eigentlich im Inneren eine zumindest aus mehreren Transistoren bestehende Elektronik aufweisen, die die eingehende Wechselspannung variierender Frequenz in eine zur Höhe der Eingangsfrequenz proportionale Gleichspannung "umrechnet" ("Integrator") und an das Drehspulinstrument (Anzeige) ausgibt.
Der Regler zur Anpassung an die Lichtmaschinendrehzahl müsste sich innerhalb dieser Schaltung befinden. Ein Vorwiderstand kann meiner Meinung nach nur dazu dienen, um die von der Lichtmaschine kommende Wechselspannung auf eine für die Elektronik geeignete Spannung herunterzusetzen. Eine Änderung dieses Vorwiderstandes dürfte bewirken, dass das Intrument entweder überhaupt nicht mehr anzeigt oder gleich in Vollausschlag geht; eine echte Einstellbarkeit der Drehzahlanzeige über die Veränderung dieses Vorwiderstandes halte ich für unwahrscheinlich.
Aber vielleicht haben die Russen ja einen Integrator ohne aktive Bauelemente konstruiert; bei geringen Ansprüchen an die Genauigkeit der Anzeige (also dann mindestens +- 10% Fehler) wäre das möglich.
Fazit: Den Vorwiderstand durch ein 250 oder 500 Ohm Poti ersetzen, und dann hier schreiben, ob sich was einstellen läßt...
Gundo
#125351
Guten Tag,

da ich morgen früh gen Frankfurt fliege und dann einen Tag Besorgungen mache, kam mir dieses ungelöste Problem wieder in den Sinn.

Die Elektronik des Drehzahlmesser müsste doch so funktionieren:

a) Der Impulse von W+ werden aufintegriert und ergeben eine noch nicht kalibrierte Spannung. Dabei ist die Scheitelspannung dieser Impulse zunächst mal nicht wichtig, da das Integral ja proportional verzerrt werden kann.

b) Das Integral dieser Impulse ergibt einen Wert, welcher proprtional zu Bruchteilen der Nennspannung 12 V dann angezeígt wird, also ist der Ausschlag zunächst einmal relativ zur Bordspannung 12 V. Dies fuktioniert sicherlich wie die gutne alten Analogrechner der Sechziger Jahre.

c) Ein Vorgeschaltetes Potentiometer würde also dafür sorgen, dass bei einem bestimmten Integralwert die Nennspannung heruntergesetzt wird. Somit würde dann der Ausschlag proportional kleiner werden.

Nehmen wir mal an, wir hätten konstruktiv im Drehzahlmesser ein Verhältnis
Riemenscheibe Kurbelwelle : Lima = 1.


b) Beim Standard U421
Riemenscheibe Kurbelwelle : Lima = 1,8
hiesse dies, dass ein nicht über Potenitometer klaibrierter Zeigerausschlag in Wirklichkeit nur 1 /1.8 des Ausschlages anzeigt.

Bei
Anzeige nicht kalibiriert 1.000 U/min (= Lima-Drehzahl)
wäre die
anzuzeigende Motordrehzahl nur 555 U/min.

Damit die Anzeige stimmt, müsste also am vorgeschalteten Potentiometer so gedreht werden, dass das Verhaltnis

Innenwiderstand Drehzahlmesser : Innenwiderstand am Potentiometer
= 0,55 : 0,45.


Hat die Lima eine Riemenscheibe mit 95 mm Druchmesser, anstatt 60mm, dann wäre das Verhältnis nur 1,2 und entsprechend

wäre die
anzuzeigende Motordrehzahl nur 833 U/min.



Frage:

Wie groß ist der Innnenwiderstand von elektronischen Drehzhalmessern.

Da von Gundo ein Potentionmeter im Bereich 250 - 500 Ohm vorgesdchlagen wurde, dürfte er sich im gleichen Bereich bewegen?


Bitte nochmals um Stellungnahme.

Gruß! Karl

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