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Herzlich willkommen auf der Unimog-Community-Website. Seit 1999 treffen sich hier die Mercedes-Benz Unimog- und MBtrac-Enthusiasten zum Meinungsaustausch und Fachsimpeln.

Hier werden Fragen zur Technik und zur Restauration des Unimog gestellt.

Moderator: stephan

#181059
Hallo Andreas,

da kann ich dir nur beipflichten. Bei den neuen LKWs laufen die Uhren auch weiter. Sonst müssten die immer den Fahrtenschreiber, Radio und die OBU neu einstellen. Wie das konstruktiv gelöst wurde weiß ich nicht mehr, kann mir aber schon vorstellen, dass die den +Pol trennen. Das Kabel mit 1,5mm² würde ganz sicher glühen und an einer Schwachstelle durchbrennen.

Gruß
Schorsch
#181060
Hallo Andreas,
Warum die Masse trennen?
Schnelle Antwort, weil es einfacher ist, Du schreibst es ja bereits :D

Generell ist es elektrisch gleichwertig in welche der beiden Leitungen, die von den Batteriepolen abgehen, der Hauptschalter eingesetzt wird.

Der Vorteil der Masseabschaltung liegt eigentlich nur an der etwas einfacheren Montage und eventuell etwas einfacherer bzw etwas billigerer Schalter.
Der Schalter wird meistens an einer stabilen Halterung, bei mir z.B. Batteriekastenwand befestigt. Diese ist dann ebenfalls meistens aus Metall und somit höchstwahrscheinlich mit der Fahrzeugmasse direkt verbunden.
Oft ist dann auch der Abstand der Anschlussklemmen zu einem Bauteil der Fahrzeugmasse geringer als bei den Batteriepolen selbst.
Im unwahrscheilichen Falle eines Defektes des Hauptschalters könnte bei ein Kurzschluss zur Fahrzeugmasse erfolgen. Bei der Masseabschaltung ist dies unkritisch. Bei der Plusabschaltung führt dies aber zu einem direkten Batteriekurzschluss mit der möglichen Folge eines Kabelbrandes oder schlimmeren.
Bei den einfachen Trennschaltern mit offenen Kontakten, kann unter Umständen, je nach Einbauort, die Watfähigkeit des Fahrzeugs beinträchtigt werden. Nähmlich dann wenn durch Feuchtigkeit ein Kurzschluss zwischen Masse und den Kontakten hervorgerufen werden kann. Hier empfiehlt sich dann eventuell ein entsprechend gekapselter Schalter (teuer).
Auch ist bei den wenig häufigen Fällen des An und Abklemmen bei der Plusabschaltung ein Augenmerk auf die Reihenfolge zu legen, um nicht versehentlich mit dem Schraubenschlüssel einen Kurzschluss herbei zu führen.
Generell gilt eigentlich immer zuerst den Minuspol abklemmen und zu letzt wieder anklemmen. Dies ist bei der Masseabschaltung allerdings eher unkritisch bei der Plusabschaltung aber unbedingt notwendig.

Wenn Du permanente Verbraucher im Fahrzeug haben möchtest, Uhr, Fahrtenschreiber, Radio mit flüchtiger Programmierung etc. bleibt Dir allerdings eigentlich nur die vernünftig ausgeführte Plusabschaltung mit paralleler getrennter Versorgung der permanent betrieben Geräte.
Eine Masseabschaltung mit einer parallel geführten Masseleitung für einen Verbraucher ist nur möglich, wenn dieser Verbraucher auf gar keinen Fall, Gehäuse, Beleuchtung etc mit der Fahrzeugmasse verbunden ist. Andernfalls raucht das Kabel ab, wenn mal vor dem Anlassen der Hauptschalter vergessen wurde.
Eine einzige aber unelegante und nicht empfohlene Alternative wäre eine Masseabschaltung mit einer kleinen direkt am Schalter befindlichen parallelen Sicherung (2-4A). Dabei könnten kleine Verbraucher, Uhr etc. weiterarbeiten auch wenn der Hauptschalter getrennt wird. Allerdings fließen auch alle kleinen Kriechströme weiterhin, so dass der ein Hauptnutzen des Trennschalters hinfällig ist. Wird jetzt versucht zu starten, oder auch nur das Licht brennen lassen, fliegt die Sicherung raus und nichts weiteres passiert.
#181096
Hallo alle, ich werd bei mir auf alle Fälle den Minuspol aus den genannten Gründen trennen. Ständige Verbraucher habe ich nicht, ein Radio könnte ich während der Fahrt gar nicht verwenden, ist alles viel zu laut in der Bude.
Ist jedenfalls eine interessante Diskussion gewesen.
Die Variante mit der Lochsäge ist nach dem ersten Anschein nicht so vertrauenserweckend. Aber Jochen berichtet da ja durchaus positiv, ich werde es dann mal versuchen. Alles andere ist bei den größeren Bohrungen wohl auch mehr Murks.

Es gibt noch viel zu tun.
Gruß Jürgen
#181100
Andreas,

beim Durchlesen der Beiträge vor Deinem dachte ich daran, etwas Ähnliches wie Du dazu zu schreiben.

Wir haben auch einen Masseabschalter (vielleicht Warschauer-Pakt-Knochen) am U421 eingebaut, wie es in Russland üblich ist. Plus-abschaltung ist gänzlich unbekannt gewesen.

Danach kamen mir dann auch Zweifel, ob das so richtig war, gerade wegen der ebenfalls russischen Borduhr, die unbedingt beim Wiedraufbau zusammen mit einem vergodleten Außenthermometer, - für EUR 90 bei ebay ersteigert, man hat ja sonst keine Freude im Leben -, isntalliert und dann auch ständig weiter schnurren sollte.

Als ehemaliger Besitzer eines russischen UAZ-Geländewagens war ich so auf die Masseabschaltung fixiert, dass mir völlig entging, dass im Handel in D auch Plusabschalter angeboten wurden.


Unsere Lösung sieht jetzt folgendermaßen aus:

a) Der Umbau von Masse- auf Plusabschaltung stand nicht mehr zur Debatte, da der Mog schon frisch lackiert war.

b) Bei einem Moskauer Autoteileladen gab es die gleichen russischen Uhren mit Plastikgehäuse; ca. 12 EUR, könnte ich jederzeit besorgen.

c) Unser Batteriekasten ist auch nicht mehr ganz original, da hier der Bedarf nach größeren Akkumulatoren für Dieselmotoren im Raum steht, wegen der Kälte zum einen, aber auch, weil der Unimog aus Gründen der Verkerhssicherhiet mit vielen zusätzlichen Postitions-, Brems und Blinklichtert ausgestattet ist, - was mir schon viel Spott im Forum einbrachte.

d) In den geräumigen Batteriekasten wurde ein 4-er Sicherungskasten eingebaut.

Eine Minus-Sicherung sichert die extra verlegte zusätzliche Masseleitung (31b), also geschaltet über einen kleinen Zugschalter (ebenfalls auf Masse) für alle Fälle gegen Durchglühen ab, wenn es zu dem oben geschilderten Fall beim Anlassen kommen sollte.

An einer weiteren Minus-Sicherung hängt dann noch ein 2-poliger Steckdose außen am Kasten. Dieser wrude vorgesehen, falls eine Havarie bei Dunkelheit Nacht erfolgt und weitab der Zivilisation die Batterie während der Arbeiten stark beansprucht werden könnte.

Außerdem kann man über diese Stecksdose auch mal ein kleines Batterieladegerät anhängen, ohne gleich den Batteriekastendeckel aufmachen zu müssen. Denn dieser wurde von Vassili mit einer "Sekretka", einem Schloss ohne Schlüssel versehen, da man hier Akkumulatoren, Feuerlöscher und vieles nicht einfach so ungeschützt abstellen sollte....

Der zusätzliche kleine Zugschalter (31b) kann beim Ladevorgang die Masse zur Uhr trennen, damit ggfs. der Chronometer nicht durch unkontrolliert hohe Ladespannung zu Beginn des Ladevorgangs zu Schaden kommt.

An der dritten Massesicherung hängt dann noch eine Steckdose und eine ebenfalls einer masseisolierter Kofferraumleuchte im Motorraum.

High Tech made in Russia! Hoffe, dass was für Deine Lösung dabei war. Wurde auch schon mit frischem Neuschnee für meinen Beitrag belohnt.

Gruß! Karl
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