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Herzlich willkommen auf der Unimog-Community-Website. Seit 1999 treffen sich hier die Mercedes-Benz Unimog- und MBtrac-Enthusiasten zum Meinungsaustausch und Fachsimpeln.

Hier werden Fragen zur Technik und zur Restauration des Unimog gestellt.

Moderator: stephan

#65848
Hallo Unimogler.

So langsam weiß ich nicht mehr weiter ...

Die Handbremse an meinem Mog hat bisher noch nie funktioniert, deshalb wollte ich vor dem längst überfälligen TÜV-Termin dies endlich erledigen.

Ich habe die Bremsbacken hinten erneuert (Standard-Maß verwendet) und die Exzenter erneuert bzw. gangbar gemacht.
Auf einer Seite habe ich einen neuen Handbremsmechanismus eingebaut.
Sämtliche Handbremsseile (vorne und 2x hinten) sind neu.
Die Betriebsbremse habe ich mit extrem wenig Lüftspiel eingestellt - aber ... die Handbremswirkung ist absolut miserabel !!
Das Fahrzeug wird kaum gehalten, die Räder blockieren beim Ziehen der Feststellbremse auf losem Untergrund keinesfalls, das Fahrzeug rollt einfach weiter !!

Ich habe den Verdacht das irgendetwas an dem Handbremsmechanismus IN DER TROMMEL nicht stimmt !
Trotz Reparaturanleitung habe ich keine Idee mehr -
kann jemand weiterhelfen ???

Gruss
aus dem Oberbergischen

Peter Reez
#65888
Hallo Peter,

auf Kies oder Schotter sollten die Räder schon blockieren.
Hast du nur die Handbremsseile (nur das innere) oder den kompletten Zug mit Hülle und Seil getauscht?
Wird ein zu schwaches Seil in eine zu starke Huelle eingezogen, so wird die Bremse schwammig.
Ist der Einstellsteller (Rädchen auf der Stange zwischen den Bremsbacken) der Handbremse in der Bremstrommel freigängig und richtig eingestellt?
Sind vielleicht die Bremstrommeln eingelaufen und die Beläge kommen dadurch nicht zur Auflage? - Eventuell müssten dann die Räder der Beläge etwas angeschliffen/gefast werden.
Sind durch den Tausch des Handbremsmechanismus beide Seiten gleich.
(es gab im Laufe der Entwicklung verschiedene "Hebel-Übersetzungen")

Gruß Roland! :)
#65896
Hallo,

ich tippe auf falsche Einstellung des Mechanismus in der Bremstrommel.
Parallel zum Bremszylinder läuft eine Stange mit Gewinde zum einstellen. An der Stange ist ein Rädchen mit Verzahnung, an der Einsatz der Handbremse eingestellt wird. Ist eine mächtige Fummelei, geht aber.

Mein 403 unbeladen blockiert auf der Straße fast, auf losen Untergrund auf jeden Fall.

Beim letzten TÜV durfte ich selber auf den Bremsenprüfstand fahren und da hat der Prüfer bei der Handbremse gemeint. Sollte schon etwas mehr gehen, bitte nochmal bremsen. Da hab ich eben einfach etwas mit der normalen Bremse unterstützt, dann war's in Ordnung :lol:

Gruß, Stephan

PS Ich weiss nicht genau, ob der Handbremsmechanismus bei montierter Trommel einstellbar ist. Könnte vielleicht die Sache erleichtern, wenn's geht. (von innen unter dem Mog liegend)
#65915
Hallo !

Also bei einem unsrer 406er haben wir ein ähnliches leiden.
Die Handbremse hält fast nicht (der Hebel) und wenn reicht die Bremswirkung nicht aus, damit der Unimog im Gelände stehen bleibt.

Die Fußbremse funktioniert bei Beiden perfekt, wenn ich auf der Wiese voll draufsteige, blockieren alle Räder, auf Asphalt auch, aber das vermeide ich, ich will ja meine Reifen behalten... :D

Grüße
Bene
#65917
Also ....

natürlich habe ich nicht nur die Innenseele der Handbremsseile erneuert sondern die kompletten Züge.

der Vorbesitzer hatte schon "gefummelt" um das Handbremsseil was von vorne kommt in den kurz vor der Hinterachse angebrachten Umlenkhebel festzubekommen.
Das NEUE SEIL (vorne) war zu lang, ungefähr 10 - 15 cm. dadurch konnte ich es nicht an der Öse mittels des Schraubgewindes befestigen.
Es gibt für bestimmte Fahrgest.bereiche einen Gabelkopf der mittels Bolzen am Hebel angebracht wird - diesen Gabelkopf habe ich mir bestellt aber der passt nicht an meinen Umlenkhebel (hinten). Es gibt keine passende Lasche.

Deshalb habe ich das Seil um ca. 10 cm gekürzt und eine speziell angefertigte Hülse mit acht Madenschrauben (zur Sicherheit) zum festklemmen des Seiles nach der Öse am Umlenkhebel angefertigt.

Geht aber wie gesagt immer noch nicht !!
Ich muß so fest an dem Hebel ziehen bis sich die Räder FAST nicht mehr von Hand bewegen lassen, das ich überzeugt bin das es
entweder:
- an der Einstellung am inneren Mechanismus liegt (da komme ich aber super dran wg. der Bergstütze am Heck -ich kann mich ganz schnell "hochdrücken")
- das Übersetzungsverhältnis am Umlenkhebel ungünstig ist (weil ja der Gabelkopf noch irgendwo hin passen muss ?? - es gibt wohl noch unterschiedliche Umlenkhebel !!
- die Trommeln zu groß sind (die Betriebsbremse packt und sie ist absolut riefenfrei !

Gruss aus dem Oberbergischen
Peter Reez
#66459
Hallo Peter,

wichtig ist, daß in der linken sowie rechten Bremse die gleiche Mechanik sitzt.
Vor dem Einstellen der Handbremse muß zuerst die Fußbremse eingestellt sein!
Einstellung in folgender Reihenfolge:
-Handbremshebel ganz loslassen
-Zugstange des Handbremshebels/Aufnahme des Seiles muß gelöst sein.
-Gummistopfen am Blechschild entfernen
-die Einstellspindeln durch drehen mit dem Schraubenzieher am Zackenrad soweit verlängern, daß die Bremsbacken an der Trommel zur Anlage kommen.
-dann Zurückdrehen bis die Räder gerade wieder frei laufen
-Dann an der Seilaufnahme des Handbremshebels Leerweg auf 2-3 Zacken einstellen

Gruß Roland 8)
#66490
Bei unserm 404 bekommen wir die Handbremse auch nicht zum bremsen. Das Problem scheint ein Konstruktionsfehler zu sein, da später im Handbuch ein Vorschlag zur Besserung ( die auch nix bringt ) beschieben ist.
Bei meinen anderen 404 Bekannten ist das Problem das gleiche : Wirkung gegen 0.
Beim TÜV hab ich Glücklicherweise einen Prüfer der früher beim Bund an den 404 geschraubt hat, der sagt dann immer : Handbremse ziehen, ach geht aber nicht viel, haben wir damals auch nie hinbekommen.

Aber vielleicht kennt ja jemand einen Trick ??
Rainer
#66499
Hallo,

also bei meinem Schweizer 404 funktioniert die Handbremse bestens.
Gibt es da eventuell technische änderungen ab einem bestimmten BJ. ?
Meiner ist 69.
Ähnliche Probleme gab es bei der neubelegung der Bremsen unseres 2010. Dort waren die Trommeln bereits einmal ausgedreht worden.
Nach abdrehen der Beläge auf Trommelmaß ging es dann auch wieder.

Bremsende Grüße

Heino
#66634
Hallo,

habe mich jetzt dazu entschlossen die beiden Bremstrommeln zu erneuern.

Sind bestimmt noch die ersten Trommeln. Ich habe den Standardbelag montiert (6,5mm).
Nach abnehmen der Trommeln ist eindeutig zu erkennen das der Belag auf jedem Belag NUR in Höhe der Druckstange (Handbremsmechanik) anliegt - das zeigt mir das der Durchmesser von Trommel und der Bremsbacken NICHT übereinstimmt.

Die Kraft der Betriebsbremse reicht aus um auch mit dieser geringen Belagtragfläche eine Bremskraft zu erzeugen, die Mechanik der Feststellbremse jedoch reicht nicht aus !?

Gruss aus dem
Oberbergischen

Peter Reez
#66690
Hallo,

deine analyse hört sich sinnvoll an - zu wenig auflagefläche = zu wenig bremswirkung.

aber trommeln erneuern oder ausdehen braucht man doch nur, wenn sie riefig oder eingelaufen, d.h. "uneben" sind. (wie Andreas schon richtig anmerkte: das ist _deutlich_ billiger als neue trommeln. ausdrehen geht bis zur im WHB angegebenen mindestdicke, wobei man natürlich nur so wenig ausdreht, bis sie eben wieder plan sind).

wenn der belag nur an einer stelle anliegt, dann stimmt der durchmesser von belag und trommel nicht überein. du solltest dann erst mal schauen, ob deine beläge überhaupt richtig waren !! evtl. haben die trommeln schon einen größeren durchmesser (oder wurden schon mal ausgedreht), und du brauchst dickere beläge. außerdem kann man auch die beläge "abdrehen", d.h. sie werden damit an den trommeldurchmesser angepaßt ! das würde sich in deinem fall warscheinlich eher als sinnvoll erweisen ...

wobei, wenn ich deine beschreibung so lese: wie genau liegt der belag an ?

schleift er auf der ganzen BREITE der trommel und nur auf einem bruchteil der länge des belags (so hätte ich das verstanden). d.h. die trommel ist plan, aber der durchmesser paßt nicht.

oder schleift er nur auf einem bruchteil der breite, aber über die ganze LÄNGE. dann paßt der durchmesser, aber die trommel ist ungleich eingelaufen oder der belag sitzt schief. hier könnte ausdrehen helfen.

mfg
Andreas
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