Herzlich willkommen

Herzlich willkommen auf der Unimog-Community-Website. Seit 1999 treffen sich hier die Mercedes-Benz Unimog- und MBtrac-Enthusiasten zum Meinungsaustausch und Fachsimpeln.

Hier werden Fragen zur Technik und zur Restauration des Unimog gestellt.

Moderator: stephan

#515199
Hallo Uli, machts nichts. Auch bei uns im südlichsten Süden wo alles nur auf Tourismus ausgelegt ist, bleibt die Kreativität meistens auf der Strecke, so dass man auch auch hier oft auf sich allein gestellt ist. Eine von Deinen Fragen, die normal schon in einem eigenen Thema behandelt werden sollten, soll nachstehend abweichend von diesem Thema vielleicht für andere interessant beantwortet werden.
Nachrüstung einer einfachen Funk-Fernbedienung in eine Werner-Seilwinde F64 mit Totmannschaltung. zunächst ein Bild.
Funkfernbedienung für Garagentor in Werner-Seilwinde mit Totmannschaltung nachgerüstet
Funkfernbedienung für Garagentor in Werner-Seilwinde mit Totmannschaltung nachgerüstet
Seilwinde.JPG (83.74 KiB) 1751 mal betrachtet
Wie vielfach bekannt, wird diese Winde über Zapfwelle angetrieben, kann nur ziehen und wird über ein Elektro-Pneumatikventil elektrisch angesteuert. Bei der Totmannschaltung arbeitet die Winde nur solange ein in der Stromversorgung zwischenliegender Drucktaster betätigt wird. Läßt man diesen los, dreht die Zapfwelle weiter, aber die Winde bleibt durch Abfallen des Magnetventils stehen. Hier ist der schwarze Drucktaster direkt an der Seilwinde angebracht, sollte aber nach Betriebsanleitung von Werner in die Kabine gelegt werden, diese Funktion dann aber auch durch den Funktaster in der Kabine ersetzt werden kann. Die Drucktasterfunktion wird durch Parallelschaltung eines Schließerkontakts von einem 12V-433MHz-Funktasterrelais wie für Garagentürsteuerungen ergänzt. Zu beachten ist, dass das Relais ausschließlich auf Tast- und nicht auf Schaltfunktion mit einem Schließerkontakt ausgelegt ist, da es ja bei Loslassen des Funktasters selbsttätig wieder abfallen muß. Sowohl Spule als auch Schließereingang werden auf den Plus der Seilwindenspannungsversorgung vor den Tastereingang gelegt und der Relaisausgang auf den Ausgang des Tasters (Parallelschaltung). Der Funktaster funktioniert bei mir noch auf ca. 90 m im freien obwohl noch ein Haus mit 20 m Länge dazwischen lag. Weiter habe ich es noch nicht probiert und macht eh keinen Sinn, da man ja noch alles ohne Fernglas einsehen können sollte. Hier reicht ja die 1-Kanalversion, da die Winde nur ziehen kann und mehr brauche ich nicht. Diese gibt es in der Bucht zusammen mit dem Handsender für ca. 30€, oder als "Chinakracher-Version" noch bedeutend günstiger. Auf dem Bild sieht man das Funkrelais in einem seitlich liegenden elektrischen Butterdöschen eingebettet und oben liegt der Handsender. Der dünne schwarze herrausstehende schwarze Draht ist die Antenne, die auch hinausgeführt bleiben sollte. Im Alltagsbetrieb empfielt es sich einen zweiten Batteriesatz dabei haben. Andernfalls passiert auch nichts, da man ja immer noch den Drucktaster an der Winde bedienen kann.

Abschließend noch ein Szenebildchen

Gruß Andi
Dateianhänge:
Unimog mit Aussicht
Unimog mit Aussicht
szene.JPG (96.73 KiB) 1751 mal betrachtet
#515202
Hallo Andi, sieht gut aus. Wie kann man denn das Seil ausziehen? Die Winde habe ich Live noch Nie geseh ich schau gleich mal beiYou Tube ob ich da etwas finde. Bei meinem Mog verwende ich eine Spectrum DX6i und kann Starten,Gas,Ziehen,Bremse und Totmann= Mog abstellen über Funk 2,4 Gigahertz.
VG ULI
#515204
Hallo Uli,
das Seil kann nur von Hand ausgezogen werden, indem die Seilbremse (linkes Seitenrad) geöffnet und das rechte Rad/Knopf herausgezogen wird. Da sich bei Motordrehzahländerung keine wesentliche Änderung der Zapfwellendrehzahl ergibt erübrigt sich bei mir hierzu eine funkbetriebene Drehzahländerung. Nachteil ist, dass ich bei meinem Mog nur über einen 540 Zapfwellenabgang verfüge und die andere Version mit Umschaltung auf 1000 Umdrehungen wegen des älteren F-Getriebes nicht passt.
Oder weißt Du eine Möglichkeit, ob man dieses umschaltbare Zapfwellengetriebe irgendwie an das F-Getriebe anzuflanschen bringt?
Gruß Andi
#515227
Hallo zusammen,
kurz zur Seilwinde: Da ich diese selten benutze und zum Seilausziehen eh vorne dran muss, sind weitere Funkvernetzungen für mich zu aufwendig. Außerdem ist diese hier eigentlich nur als Selbstbergewinde sinnvoll, da wegen der mir nur niedrigen zur verfügenden Zapfwellendrehzahl eher zu langsam. Zu meinen Vorstellungen eines Frontkrafthebers, werde ich mich noch später äußern, da auch nicht in einem Satz abgetan.

zurück zum Thema:
da ja vielleicht der eine oder andere an einem Nachbau interresiert ist, sei gesagt, dass es die Seitenwandungen, vermutlich auch mit dem unteren Querträger des Krafthebers offiziell bei Mercedes zu kaufen gab.
Seitenrahmen von Mercedes
Seitenrahmen von Mercedes
Seitenplatte2.JPG (91.5 KiB) 1699 mal betrachtet
Wie man sieht, ist oberhalb der Aufhängung im Rahmen eine weitere Bohrung angebracht, so dass man diese in verschiedenen Höhen einhängen kann. Wahrscheinlich deshalb, um auch den größeren Rädern gerecht zu werden.
In diesem Rahmen ist auch eine Nummer eingeschlagen, die aber nur schwer und ich auch nicht weiß, ob vollständig, zu entziffern ist. Sie lautet 1061707. Es könnte die zweite Ziffer auch eine 8 sein.
Wenn jemand von Euch darüber Angaben machen könnte, ob es die noch gibt und weitere Angaben dazu auch ins Forum einstellen könnte, wäre dies grandios?

Erste Ladeversuche mit Bühne aus Europalette und Schaltafel für die Auffahrt mit dem Hubwagen
Erste Ladeversuche mit Bühne aus Europalette und Schaltafel für die Auffahrt mit dem Hubwagen
Ladeversuch.JPG (81.71 KiB) 1699 mal betrachtet
Gruß Andi
#515282
Hallo Uli,
an Seilwinden habe ich nur was am Unimog dran ist. Für die größeren Dinge kann ich auf einen Nachbar mit einem Traktor und großer Seilwinde zurückgreifen. Meine kleine hydraulische Heckwinde habe ich, wie weiter oben beschrieben, noch gar nicht in Betrieb, da auch zu langsam. Insoweit käme dann auch höchstens einmal eine 1-Kanal-Fernsteuerung in Frage

Hier hätte ich auch eine Frage zur Hydraulik, die so meines Wissens noch nicht im Forum gestellt wurde.
Kann man eine zapfwellenangetriebene Zahnradölpumpe zeitweise als Bypasspume oder parallel zur Lenkungspumpe schalten?
Soweit ich gelesen habe, schafft die Lenkungspumpe ca. 16 Liter/min. Um meine Seilwinde mit 4 Tonnen mit einer vernünftigen Geschwindigkeit betreiben zu können bräuchte ich ca. 60L/min. Man müsste dann wahrscheinlich an beiden Pumpenausgängen ein Rückschlagventil anbringen, um einen Überdruck nicht über eine der beiden Pumpen abzuführen. Die Zuschaltung wäre nur minutenweise über eingeschaltete Zapfwelle notwendig. Der Vorteil wäre, dass man die Steuerhebel am Lenkrad weiter verwenden kann. Geht dies dann mit der Lenkung, oder kann man das ganz vergessen?

Vielleicht kannst Du hierzu was sagen oder einen von den vielen anderen Hydraulikprofis ansprechen. Ich mache hier im Forum anscheinend etwas falsch, da sich zu meinen Fragen außer Dir anscheinend keiner interessiert.

Gruß Andi
#515283
Hallo Andi,

wenn sich die Frage auf einen 421 bezieht, ist die Zusammenschaltung von Lenkungspumpe und Zapfwellenpumpe kein gangbarer Weg.

Die Lenkungspumpe hat eine Druckbegrenzung von 70 bar, einen maximalen Volumenstrom von 12 l/min (abgeregelt) und ein sehr kleines Ölreservoir, zusammen mit der eventuell vorhandenen originalen Stellhydraulik.

Weder vom Druckniveau noch vom Ölreservoir her lassen sich die Pumpen also parallel schalten.
#515290
gerlchen hat geschrieben:Vielleicht kannst Du hierzu was sagen oder einen von den vielen anderen Hydraulikprofis ansprechen. Ich mache hier im Forum anscheinend etwas falsch, da sich zu meinen Fragen außer Dir anscheinend keiner interessiert.
Hallo Andi, von Hydraulik verstehe ich nicht viel. Christoph hat davon richtig Ahnung.
Ich habe auch damals gedacht das großes interesse an meinen Um und eigenbauten für die Waldarbeit besteht und war auch etwas enttäuscht wie Du jetzt.Dachte auch damals das der 411 umbau auf moderner Technik nachgeahmt wird. Fehler machst Du bestimmt keine.
Es darf nicht vergessen werden das viele extrem auf Originalität achten und denken das der Wert des Mogs darunter leidet wenn man Eigenbauten an den Liebling schraubt.
Außerdem gibt es bestimmt sehr viele die ihre Karten nicht auf den Tisch legen,warum auch immer ich kann nur vermutungen anstellen und denke an Aktivbürger,Perfektionisten,Regelphantasten oder so.
Ich bin Phlegmatiker, mir ist es ziemlich egal wie andere über mich denken und schreibe in erster linie für mich.Wenn dann mal einer dabei ist dem das gefällt freue ich mich natürlich und versuche am guten Gelingen beizutragen das der andere nicht meine gemachten Fehler wiederholt.
Ich freue mich auf jedenfall auf spannende Um und Eigenbaubeiträge.
Grüße aus dem Schwarzen Wald ULI
#515332
Hallo Christian,
vielen Dank für Deine fundierten Aussagen. Dies erspart mir viel Recherchearbeit und ich kann nach anderen Lösungen suchen.
Vermutlich muß es dann doch ein eigener Hydraulikkreis mit Zapfwellenpumpe werden, was dann aber auch weitere Vorteile bringen kann.
Gruß Andi

Hallo Uli,
Dir vielen Dank für Deine aufmunternden Worte. Dies mit der Originalität versuche ich grundsätzlich auch einzuhalten. Aber im Beispiel Heckkraftheber kann ich die Ursprungsversion für meine Wünsche der Vielseitigkeit wenn auch nur mit geringeren Gewichten nur schlecht nutzen. So ein Originaler ist für schwere landwirtschaftliche Anhängerlasten sicherlich wesentlich besser geeignet. Ich sehe dies in meinem Fall nicht als Wertverlust, weil es ja jederzeit möglich wäre, einen Originalen z.B. von Holster einzubauen, da bei mir diese Teile ja alle geschraubt sind, würden in diesem Fall keine Schäden zurückbleiben.

Wenn dann doch ein eigener Hydraulikkreis über Zapfwellenpumpe für die Seilwinde erstellt werden muss könnte ich ggf. auch die vordere Werner-winde auf Hydraulik umstellen. Dies hätte den Vorteil, dass man auch gesteuert ablassen kann. Da dann ja auch elektromagnetische Ölflussumschalter notwendig werden, könnten die beiden Winden auch auf 2-Kanalfunktechnik nachgerüstet werden. Also jeweils für Ziehen und Absenken 1 Kanal.
Ein möglicher Einstellbereich für die Gabelholme. So könnte beim Transport von schwereren Dingen, der Schwerpunkt mehr auf die Pritsche verlagert werden.
Ein möglicher Einstellbereich für die Gabelholme. So könnte beim Transport von schwereren Dingen, der Schwerpunkt mehr auf die Pritsche verlagert werden.
Schraegholme.JPG (89.18 KiB) 1597 mal betrachtet
Gruß Andi
#515501
Hallo zusammen,

für den Stammheber gibt es auch andere Aufhängemöglichkeiten.
Einmal nach oben.
Als Schild, wenn man einmal etwas verschieben will.
Als Schild, wenn man einmal etwas verschieben will.
Bergstuetze-oben2.JPG (84.44 KiB) 1532 mal betrachtet
Einmal um 90° nach unten und hinten gestellt.
Als mögliches Schild andersherum.
Als mögliches Schild andersherum.
Bergstuetze-hinten 90°.JPG (80.26 KiB) 1532 mal betrachtet
Mit dem Stammheber ebenfalls um 90° nach unten gedreht, läßst sich auch eine Bergstütze realisieren. Von Werner gab es zwei Längen für die Bergstütze, einmal in der ganzen Breite wie der Unimog selbst ist und einmal als kürzere Version. Dieser zweiten Version entspräche in der Länge dann diese auf folgendem Bild. So können ggf. auch Standketten eingespart werden.
Eine Möglichkeit mit dem Stammheber eine Bergstütze zu realisieren
Eine Möglichkeit mit dem Stammheber eine Bergstütze zu realisieren
Bergstuetze3.JPG (87.18 KiB) 1532 mal betrachtet
So etwas ließe sich natürlich auch mit einem entsprechend konstruierten 3-Punkt-Kraftheber relativ leicht machen.

Gruß Andi
#515527
Hallo Andi, mit der Bergstütze kann man auch schön die Wald
wege fegen.
Bei dienem Angebot an Strom ist es dir nicht möglich den 421er auf Elektro umzubauen. Ist zwar ein teurer Spaß aber doch bestimmt eine lustige Sache.

VG ULI
#515559
Hallo Lukas und Uli,

@Lukas, vielen Dank für Deine positive Kritik. Wenn meine Sache Anregungen bringen kann, würde es mich natürlich freuen.

@Uli, auch Dir vielen Dank. Dein Vorschlag mit dem elektrischen Unimog wäre eigentlich eher Dein Part, weil er zumindest in den Themenbereich Unimog mit neuer Technik passt. Auf die Schnelle würde mir hierzu nur einfallen, Motor raus, einen elektrischen Reihenschlußmotor, wie sie als Autoanlasser oder in Lokomotiven verwendet werden im Bereich um 50 kW rein. Da diese Motoren im Drehzahlbereich um 0 das größte Anzugsmoment haben, könnte das Getriebe bis auf den schaltbarem Allrad- und Zapfwellenteil auch entfallen. Dieses eingesparte Gewicht wird dann aber wieder durch das Gewicht der Batterien kompensiert. Wegen ihren geringen Gewichts sollte als Energiespeicher dann Lithium-Ionen-technik verwendet werden. Aber auch dann werde ich nicht drum rumkommen, meine mühsam vorgenommene Ablastung wieder rückgängig zu machen. Für die Hydraulikpumpe, müsste dann vielleicht ein extra E-Motor mit konstanter Drehzahl antreiben. Das alles ist von mir natürlich nur ein sehr laienhafter Gedankensprung, es hierfür sicher schon etliche Profis auf dem Markt gibt und ich mich damit aber noch nicht wirklich beschäftigt habe. 8)

An Euch beide, so einen Unimog mit einer 1 an der letzten Ziffer hätte ich auch gerne.
Kleinteile während der Anprobe
Kleinteile während der Anprobe
Detail1.JPG (84.35 KiB) 1411 mal betrachtet
Gruß Andi aus dem oberen Allgäu
#515569
Hallo
(ist zwar OT)
so ein Umbau ist machbar, den Umbau hat Mercedes schon selber an einem UX100 in den 90ern durchgeführt. Das Fahrzeug steht z.Zt im Unimog-Museum. (Wir wollen wachsen :wink: )

Danke auch für die Info, ich suche die Befest[…]

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