Herzlich willkommen

Herzlich willkommen auf der Unimog-Community-Website. Seit 1999 treffen sich hier die Mercedes-Benz Unimog- und MBtrac-Enthusiasten zum Meinungsaustausch und Fachsimpeln.

Hier werden Fragen zur Technik und zur Restauration des Unimog gestellt.

Moderator: stephan

#479482
Moin liebes Forum,

am Wochenende habe ich einen alten Zweischar-Pflug an meinen Heckkraftheber vom 421er angebaut. Nur mit Mühe und menschlicher Unterstützung ließ sich der Pflug anheben..

>Unimog 421.141 Bj. 1982
>Heckkraftheber (2-Zyl. Anlage) ist neu angebaut im letzten Herbst, hing noch nie was dran..
>angeschlossen an die zwei Leitungen (heben + senken) am Heck (Serienausstattung) eine davon ist wahlweise am Kippzylinder angeschlossen welcher auch funktioniert (bei voller Pritsche)

-Beim ziehen am rechten Steuerhebel der Hydraulik hat sich der angehängte Pflug etwas nach oben bewegt (Motor annähernd vollgas) und mit hochdrücken am Pflug durch einen Kollegen ist der Kraftheber auch nach oben gefahren..

-Beim loslassen des Hebel bleibt der Pflug in der Position stehen.

-Wenn ich jetzt wieder am rechten Hebel ziehe (und das bei hoher Motordrehzahl) dann senkt sich der Pflug im Kraftheber zügig nach unten bevor er durch menschliches hochdrücken wieder nach oben fährt

Hat hier die Pumpe keinen Druck mehr oder stimmt woanders was nicht...?

Bitte um Eure Hilfe, insbesondere Christof alias OptiMog als Hydraulik-Pabst ist hier wohl gefragt ;-)

Da ich leider zzt. nur eingeschränkt das Forum nutzen kann (mangels Layoutfehler ist kein Antwort-Button da, siehe anderer Beitrag) kann ich nicht immer gleich antworten, bitte um Nachsicht :oops:


liebe Grüße

Jochen
#479484
Hallo Jochen,

wenn der voll beladene Kipper in einer mehr oder weniger normalen Zeit richtig abkippt würde ich die Pumpe erst einmal als Ursache weit nach hinten stellen. Schließlich weiß ja die Pumpe nicht ob Du kippen oder mit dem Kraftheber etwas heben willst.

Wird bei Dir mit dem selben rechten Hebel genauso der Kipper bedient?
#479489
Hallo Jochen,
ich würde behaupten, dass es an der Hydraulikpumpe liegt!
Der Kippzylinder hat eine sehr große Kolbenfläche und kann eine schlechte Pumpenleistung teilweise kompensieren. Die Pritsche wird dann halt etwas langsamer angehoben. Die Hydraulikzylinder des Krafthebers hingegen sind vom Durchmesser eher gering bemessen, dazu kommt noch ein ziemlich ungünstiger Hebel. Deshalb kannst du die Kräfte der beiden Anschlussmöglichkeiten nicht vergleichen.
Wenn der schwere Pflug ausgehoben ist und du den Steuerhebel vorne los lässt, dann sperrt das Ventil im Hydraulikblock mechanisch und verhindert das Absinken des angebauten Geräts. Ziehst du dann nochmals auf Heben und der Pflug senkt sich trotz erhöhter Motordrehzahl, ist mit hoher Wahrscheinlichkeit an der Pumpe was faul.
Grüße
Joachim
#479491
Moin
Ganz klar. Deine Pumpe ist völlig im Eimer.,,!!!
Die Pritsche hebt auch eine kaputte Pumpe gut an.,
Aber der HKH der braucht richtig Druck.
Druck und Ölmenge.
Du kannst mal in eine Landmaschinenbude fahren,da wirst du feststellen,daß du ohne viel Gewicht am HKH
gute Leistung hast auch Olmenge,soballt aber der Hahn zugedreht wird,fällt die Ölmenge wie der Druck ab.
Auf ca. 120 -140 bar so schätze ich und unter 1 bzw.0 Liter Fördermenge.
Der Druck reicht nicht aus um bei geöffneten Ventil den Pflug anzuheben.
Der 421 hebt normalerweise mit einer 2 Zylinder Anlage locker 1.5 To am Heckkraftheber im Standgas
und so ist es bei meinen beiden 421er. wenn du Rat brauchst , melde dich,ich fahre seid 40 Jahren Unimog.
Da hat man (MANN) alles erlebt.
Neue Pumpe und alles ist gut.
Achtung neues Öl und neue Filter und vor allen das Sytem ( Leitungen) spülen wegen Metallabrieb.
MFG Dirk
#479545
Hallo,

ich würde erstmal schauen, was da noch an Druck rauskommt. Jeder Landmaschinenmechaniker oder teilweise auch gut ausgerüstete Landwirt sollte ein Manometer mit passendem Stecker für die Hydraulikanschlüsse haben. Dann sieht man gleich, ob die Pumpe noch Druck bringt oder nicht.

Gruß,
Michael
#481646
So nun hab ich mittels Manometer mal den Hydraulik Druck gemessen.. Bei Vollgas gerade mal 40-50bar.. also definitiv die Pumpe im Eimer..

Bei MB kostet ne neue ca. 1200,-€ also hab ich mal rumgeschaut..

Original ist eine Eckerle IPSF 3 10 644 (linksdrehend) verbaut, laut Homepage der Firma gibt's hier nen Ersatz mit deutlich mehr Leistung zum Austausch.. also dort angerufen, könnte ich bekommen zum Preis von ca. 760,-€ - immer noch heftig aber wesentlich billiger als über MB und trotzdem genau die gleiche Pumpe da die Originale MB auch die Eckerle Pumpe ist..

Durch Zufall bin ich auf Agrartechnik Maier gestoßen - hab dort angerufen und wurde sehr nett und hilfsbereit informiert, hier habe ich die Eckerle Original Pumpe für 610,-€ bekommen.. ist zwar immer noch kein Schnäppchen aber es ist die Originale Ersatzpumpe von Eckerle nur mit höherer Leistung (16ccm und 230bar anstelle 10ccm und 150bar)

Neue Bezeichnung der Eckerle Hydraulikpumpe ist EIPS 2 16 644

Mit freundlichen Grüßen

Jochen
#481647
Hallo Jochen,

verschlissene Pumpe scheint mir hier auch die wahrscheinlichste Ursache zu sein.

Ist der gemessene Druck bei "auf Block gefahrener" Funktion tatsächlich deutlich abhängig von der Pumpendrehzahl?

Aber bevor Du investierst, könntest Du auch mal das Druckbegrenzungsventil im Steuerbblock prüfen (lassen) und es ggf. auf 150 bar nachstellen (lassen).
#481650
Moin Christoph,
beim überprüfen mittels Manometers hatte ich im Standgas überhaupt keine Anzeige bzw. Zeigerbewegung, dachte erst das Manometer ist defekt bis ich mal Vollgas gegeben habe... da ist's mühsam auf 40-50bar gestiegen..

Das Druckbegrenzungsventil ist sicher auch zu beachten, aber kann das so zu machen das fast kein Druck mehr rauskommt?

Denke daß nach einer Laufzeit von 7.000h Betriebsstunden und 34 Jahren Fahrzeugalter eine verschlissenen Hydraulikpumpe nicht verwundert..

lieben Gruß Jochen
#481651
Hallo Jochen,

ja, wenn bei geringer Drehzahl gar kein Druckaufbau da ist, dann liegt es sicher an der Pumpe.

(Allgemein: Der Volumenstrom kann unbemerkt sowohl innerhalb der Pumpe (über Spaltverluste) als auch im Steuerblock über das erlahmte/offene Druckbegrenzungsventil "abhauen".)

Also neue Pumpe, und dann noch mal den Höchstdruck bei "auf Block gefahrener" Funktion testen - muss 150 bar sein.
#481652
Hallo Jochen,

zu diesem Thema - und nicht nur zu diesem - gibt es übrigens spezifische Fachliteratur:

04 Wie funktioniert die Zahnrad-Hydraulikpumpe.pdf

Per E-Mail anzufordern bei optimog@gmx.de

Kommt als PDF-Datei kostenlos

Hallo ihr Lieben, ich wünsche euch allen no[…]

Hallo Andreas (ist doch richtig ,oder) Du bist do[…]

Biete eine HPC Frontseilwinde, Zapfwellenantrieb, […]

so, ich habe jetzt eine originales Teil angeboten[…]