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Herzlich willkommen auf der Unimog-Community-Website. Seit 1999 treffen sich hier die Mercedes-Benz Unimog- und MBtrac-Enthusiasten zum Meinungsaustausch und Fachsimpeln.

Hier werden Fragen zur Technik und zur Restauration des Unimog gestellt.

Moderator: stephan

#270362
Hallo zusammen,
habe schon wieder ein "Problemchen". Als ich jetzt endlich dazu kam meinen Frontlader auszuprobieren, hatte ich folgendes Phänomen: alle Funktionen waren gegeben. Zylinder, Leitungen und Steuerblock trotz des Alters und Gebrauchsspuren dicht. Aber der Frontlader senkt sich bei angehobener Schwinge von alleine durch sein eigenes Gewicht ab. Hatte zuerst die Zylinder verdächtigt und die zwei Leitungen bei angehobenen(gesichertem) Frontlader vom Kreislauf getrennt und siehe da die Schwinge blieb oben. Die Pumpe ist neu. Also dachte ich Steuergerät intern undicht. Ich rief eine Hydraulikwerkstatt an schiderte mein Problem und bekam die Antwort Steugerät ausbauen und vorbei bringen. Als ich nun in die Werkstatt kam, sagte mir jedoch der Werkstattmeister, dass man solch einen Steurblock nicht reparieren kann - nur lediglich nach außen abdichten. Wenn jedoch die Schieber und Bohrungen mittlerweile abgenutzt wären und deshalb intern undicht sind, kann man da nichts machen. Er gab mir den Tipp, die Zylinder mit hydraulich zu betätigenden doppelt-wirkenden Rückschlagventilen auszurüsten, sollte ich die Schwimmstellung nicht benötigen. Meine Frage nun: hat das jemand schon gemacht ?? wie ist das in der Praxis (heben/senken) ??gibt es irgendwo jemand, der solch einen Steuerblock doch reparieren kann?? ist meine Fehleranalyse überhaupt richtig?? was kostet ein neuer Steuerblock?? gibt es vielleicht alternativ einen Steurblock eines anderen Herstelles?? Ich weiß viele Fragen - deshalb bin ich über jede Anregung bzw. jeden Lösungsvorschlag dankbar.
Achso: es handelt sich um einen Steuerblock(Westinghouse) eines U 406 Bj 70.
Gruß
Thomas
#270383
hi thomas,

ich würde mal die kolbendichtungen der schwingenzylinder prüfen...sind die bei einem doppelwirkenden zylinder undicht gibts kein halten mehr da öl von einer kammer in die andere läuft

das empfohlene hydraulisch entsperrbare rückschlagventil is in dem fall auch nutzlos. diese ventile kannst dir in der landtechnik überall angucken, zb an hydraulischen oberlenkern, deichselzylindern oder lenkachszylindern....da is überall ein kleines kastl in den zuleitungen verbaut

erst wenn all das nimmer hilft würd ich an den steuerblock gehen...

gruss peter
#270409
Hallo Peter und Siggi,

vielen Dank für Eure Antworten. Die Betätigungshebel, so denke ich, sind i.O., weil sie kaum ein Spiel haben. Die Dichtungen in den Zylindern habe ich ausgeschlossen, da sich die Schwinge bei getrenntem Ölkreislauf nicht abgesenkt hatten.

Habt Ihr vielleicht Erfahrung, wie sich solch ein Rückschlagventil in den Zylindern in der Praxis bewährt? Kann man den Frontlader genauso vorsichtig hoch und runter bewegen oder ist das Ganze dann nicht mehr so feinfühlig steuerbar?

Gruß Thomas
#270414
Hallo Thomas,
auf die Schwimmstellung wollte ich in der Praxis nicht verzichten. Du musst dann auch immer den Frontlader nach unten "drücken". Bisher habe ich oft den Frontader nur in Schwimmstellung auf Position gehalten, konnte ich eigentlich auch nicht anderes, besitze nur einfachwirkende Zylinder. Aber auch mit Radlader habe ich so verfahren. Die Schüppe hat dabei die Tiefe bestimmt und nur ein zu schnelles tiefes eindringen wurde mit dem Schließen des Ölkreislaufs oder etwas anheben gesteuert. Drücken brauchte ich nie. Du wirst es dann aber müssen. Ein Steuern sollte im normalen Umfang aber wohl möglich sein.
Zuerst würde ich aber, wie Sigge schon sagte, einfach mal schauen ob nicht die Hebelage etwas verbessert einstellen lässt. Auch wenn kein Spiel bemerkbar ist, der betreffende Hebel kann ja den Kolben es Steuergeräts etwas in die Senkposition halten und dies kann eben zum Absenken führen.
Eine weitere Möglichkeit zum Ausprobieren ist, die Schläuche die für die Schwinge zuständig sind am anderen Steuerblock anzuschließen. Dann hebst Du eben mit dem anderen Hebel - zumindest zum Ausprobieren wäre es schon einmal sinnvoll. Wenn dort dann das gleiche passiert würde ich aber auch den Frontlader selber tippen.
#270420
Hallo Bernd,
wie schon erwähnt die Hebelstellung glaube ich nicht, denn bei der Demontage konnte ich kein drücken bzw. ziehen feststellen. Das wechseln des Steuermoduls habe ich auch probiert(rechter Hebel) da ist er dann noch etwas schneller gesunken. Ich glaube eine neue Packung für die Zylinder würde aber trotzdem nix schaden und jetzt wo ich den Steuerblock schon raus habe, werde ich ihn auch mit dem neuen Dichtsatz versehen dann wieder alles einbauen und schauen was passiert. Wenn es dann notwendig wird, werde ich eben um diese Rückschlagventile nicht rumkommen. Oder hat jemand vielleicht einen Tipp mit Bilder wo man am besten ein Steugerät eines anderen Herstellers einbauen könnte.

Danke und Gruß
Thomas
#270423
Hallo,
Die Betätigungshebel, so denke ich, sind i.O., weil sie kaum ein Spiel haben
Es ging nicht um das Spiel der Hebel, es ging um die Einstellung. Das Umschalten von Sperrstellung in Schwimmstellung erfolgt durch Drehung der Kolbenstange, ebendiese Position kann man aber an den Gabelstücken, mit denen das Gestänge an den Block geht, einstellen. Wenn diese Einstellung nicht stimmt, geht beim loslassen von Hebe- oder Senkstellung der Block in Schwimm- statt in Sperrstellung, ein angeschlossener Frontlader sinkt dann natürlich ab. Also einfach mal kontrollieren, ob die Stellung stimmt.

Gruß,
Michael
#270449
Hallo Michael,

okay, jetzt habe ich es kapiert. Du meinst also, wenn der Schieber sich nicht wieder 100 % zurück dreht, könnte das Öl wieder zurück laufen und sich somit der Frontlader langsam absenken. Optisch sieht alles i.O. aus, dreht sich bei Schwimmerbetätigung zur Seite und wieder zurück. Werde ich also prüfen, wenn ich wieder alles eingebaut habe. Danke für den Tipp!

Gruß Thomas
#270459
Genau,
Michael hat es genau erklärt. Diese Einstellung kostet nichts und ist wohl häufig die Ursache für das Absenken von Kraftheber Frontlader etc.
Und da ja scheinbar der andere Hebel doch etwas anders reagiert wird es wohl an deinen Block liegen.
Falls der Frontlader nur sehr langsam absinkt wäre ein Sperrventil, kostet nur einige Euros, die sinnvollste Lösung. Wenn der Frontlader nicht benötigt wird kann einfach der Ölfluss zum Unimog abgeschiebert werden. Dient auch bei Straßenfahrten zur Sicherung vor unbeabsichtigen absenken. Es können, wenn vorne abgesperrt wird, auch die hinteren Hydraulikanschlüsse genutzt werden. Außerdem ist weiterhin ein Arbeiten in Schwimmstellung möglich.
#270541
Hallo Thomas!

Alle Steuerblöcke mit Schieber haben eine gewisse Menge Lecköl. 100% dicht sind nur Steuergräte mit Konussitzen.

Wenn es bei der Arbeit nicht stört, dass die Schwinge etwas absinkt, dann verwende zur längeren Fixierung ein Absperrrventil und lass es gut sein :wink:

Ein neuer Steuerblock kostet immerhin ca. 1400 Euros.........

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