Herzlich willkommen

Herzlich willkommen auf der Unimog-Community-Website. Seit 1999 treffen sich hier die Mercedes-Benz Unimog- und MBtrac-Enthusiasten zum Meinungsaustausch und Fachsimpeln.

Hier werden Fragen zur Technik und zur Restauration des Unimog gestellt.

Moderator: stephan

#265824
Hallo Unimoggemeinde
Ich habe heute in meinem U411.119 interressehalber den Kompressionsdruck gemessen. Die Werte sind zwischen 16 und 18 bar. Da aber der Motor nach 20 Sec. vorglühen sofort anspringt und auf allen 4 Zylindern sofort läuft kamen mir die gemessenen Werte als falsch vor.
Hier im Forum in einem älteren Beitrag fand ich, daß bei diesem Motor zur Messung man Vollgas gibt. Ich habe zur Messung aber die Abstellstange gezogen.
Da ich aber keine Lust mehr habe die Glühkerzen nochmals zu entfernen, und den Meßvorgang mit Vollgas durchzuführen meine Frage an Euch:
Wie stark wird die Messung durch die gezogene Abstellstange verfälscht?
Vielen Dank im voraus
Gruß Hans Leutzinger
#265890
Generell sagt man beim Kompression messen..An Drosselklappen-Motoren (darunter fällt auch der Unterdruck gesteuerte OM636) Vollgas Stellung. Der Unterschied ist aber bei einer Anlasserdrehzahl von ca. 200 U/min sehr gering..wenn überhaupt einer da ist. Die Abstellstange ziehen ist auch vollkommen richtig, sonst fliegt der Prüfer um die Ohren wenn Du über die Glühkerzen prüfst. Ansonsten Dieselleitungen abklemmen.
Gruß Holger
#265891
Der Hinweis auf Vollgas ist allenfalls für die OM636-variante gültig, welche eine Unterdruck geregelte Einspritzpumpe besitzen und genau dafür eine Drosselklappe im Ansaugrohr verbaut haben.
Bei Vollgas ist dies Klappe offen, bei Leerlauf geschlossen.
Es wird so sein das bei geöffneter Drosselklappe(Vollgas) die Füllung der Zylinder etwas besser sein wird, der gemessene Druck dadurch vermutlich geringfügig höher. Gemessen habe ich den Unterschied auch noch nie, will das gerne mal irgendwann machen, halte das aber derzeit für eine zu vernachlässigende Einflussgröße.

Das die Abstellstange gezogen ist, hat auf die Kompressionsdruckmessung nur ins sofern Einfluss das währende der Kurbelwellendrehungen kein Kraftstoff eingespritzt wird.
Würde Kraftstoff eingespritzt, könnte das die Messung ins positive verfälschen, vermutlich weil der eingespritzte Kraftstoff dann an der Zylinderinnenfläche abläuft und für etwas besser Abdichtung der Kolbenringe sorgt.

Auch das halte ich für eine unwesentliche Größe und könnte nur durch Versuche hier mal vorgeführt werden.

Im Startvorgang würde dieser Kraftstoff dort nicht ablaufen sondern bei mangelhafter Kompression nur als weißer Qualm verdampfen.


Gruß
#265900
Hallo
vielen Dank für Euere Antworten.
Ich entnehme Diesen dann, daß mein Kompressionsdruckprüfer nicht richtig mißt, oder der Anlasser es nicht auf 150-200 Umdr. schafft.
Der Motor springt wie gesagt super an, ist ein Austauschmotor mit 1900 Std.
Ich werde es dann mal so belassen und lieber andere notwendige Arbeiten am Mog verrichten.

Gruß aus Niederbayern
Hans Leutzinger

Hallo zusammen! Am M180 ist der Saugstutzen fuer d[…]

Seilwinde HPC HY5 FW

Hallo Florian, mach mal Fotos von deinen Halter. […]

Hallo Helmut, vielen Dank für die Antwort. So[…]

Pleullagermuttern M180

Hallo Alexander, leider kann ich das nicht explici[…]