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Herzlich willkommen auf der Unimog-Community-Website. Seit 1999 treffen sich hier die Mercedes-Benz Unimog- und MBtrac-Enthusiasten zum Meinungsaustausch und Fachsimpeln.

Hier werden Fragen zur Technik und zur Restauration des Unimog gestellt.

Moderator: stephan

#94134
Hallo Ihr Luftakrobaten,

zugegeben, eine elegante Lösung ist es nicht, den Kompressor mit dem Keilriemen ein- und auszuschalten, mit Blick auf den Wirkungsgrad ist sie jedoch unschlagbar!

Ich weiß, die Platzverhältnisse im Unimog sind begrenzt, aber gibt es nicht vielleicht die Möglichkeit den Kraftschluß zum Kompressor mit einer Klauenkupplung, die von Hand ausgerückt werden kann, zu unterbrechen? - Ja, man müßte dann eben jedes mal den Motor abstellen, wenn man den Verdichter bzw. die Hydraulikpumpe zuschalten möchte?
Aber letztendlich vernichtet ja nicht alleine der leer laufende Verdichter sondern auch die Hydraulikpumpe sinnlos Energie, von dem unnötigen Verschleiß ganz zu schweigen.

Bei Betrieb des Kompressors als "Vakuumpumpe" dürfte weitaus weniger Wärme entstehen, wie im Lastbetrieb als Verdichter, für den dieser ja auch ausreichend Kühlfläche vorhält. Alleine schon die Reibung wird dafür sorgen, daß das gute Stück nicht vereist...
Trotzdem halte ich das für keine gute Lösung. Der Unterdruck im Ansaugtakt dürfte dann größer sein, als bei vorgesehenem Betrieb und durch die Luft, die an dem Kolben und den Kolbenringen vorbei möchte, dürfte immer etwas Öl mit in den Verdichtungsraum mitgerissen werden, was sich dann dort unnötig anreichert, eventuell Ventile verklebt oder anderen Schaden anrichtet...(?)

Wer von Lagerbelastungen durch Unwuchten spricht sollte nicht außer Acht lassen, daß die Lager im (Last)betrieb als Verdichter keineswegs frei von Belastungen sind! Ich wage es zu Behaupten, daß die Lagerbelastung im Nennbetrieb größer ist, als durch die Unwucht. Der Vektor der Unwucht ist umlaufend, die Hauptbelastung im Nennbetrieb konzentriert sich auf einen Teil des Lagers...
Wer Bedenken wegen der Unwucht durch fehlendes Pleuel und Kolben hat, kann die Kurbelwelle ja durch Anbringen von Kompensationsmassen wenigstens statisch einigermaßen ausgleichen / auspendeln.
Die Unwucht durch ein paar Löcher im Kolben dürfte jedoch unverhältnismäßig kleiner ausfallen.
So genial sind Kolbenmaschinen im allgemeinen von Werk aus gar nicht gewuchtet, daß man mit so ein paar Löchern im Kolbenboden so viel Schaden anrichten würde oder warum wird sonst bei einem vernünftigen Motorentuning noch einmal ein Massenausgleich durchgeführt? Bei Rennmotoren reden wir von Drehzahlen jenseits 6000/min - Euer Verdichter träumt von der Hälfte :!: Zumal die Drehzahl in zweiter Potenz in die Unwucht einfließt d.h. bei gleicher Massenunsymmetrie ist bei doppelter Drehzahl die daraus resultierende Kraft viermal so groß...
Trotzdem halte ich Löcher im Kolben für die mit Abstand schlechteste Lösung um nicht zu sagen Frevel schlechthin!!! :evil: Zumal Ihr dann immer noch die Reibung des Kolbens, der Pleuellager und Ventilationsverluste habt...

Ihr könnt dieses Kombiaggregat aber auch durch eine reine und vernünftige Hydraulikpumpe ersetzen und den Kompressor dann im Bedarfsfall einfach durch einen Hydraulikmotor antreiben! :wink:

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