Herzlich willkommen

Herzlich willkommen auf der Unimog-Community-Website. Seit 1999 treffen sich hier die Mercedes-Benz Unimog- und MBtrac-Enthusiasten zum Meinungsaustausch und Fachsimpeln.

Hier werden Fragen zur Technik und zur Restauration des Unimog gestellt.

Moderator: stephan

#334934
Nichts für ungut,
aber ich versteh nicht, was das alles soll.

Ich bin auch eher wie RET der Meinung, du musst Langeweile haben.

Für mich ist das alles viel heiße Luft um nichts wesentlich verbesserndes,
insbesonder dann nicht wenn keine kleine günstige Werkstatt,
solch einen Testaufbau hat.
Und selber soetwas zu bauen, ist nach meiner Meinung für einen einzelnen Motor, für einen eintzelnen Schaden viel zu auffwendig

Oder wolltest du jetzt mit deinem Beitrag einen neuen Geschäftszweig bekannt machen, z.B Werkstätten beraten und die inspirieren nun nur noch diesen Test anzuwenden, bzw. auf Treffen mit einem Köfferchen umher tingeln und deine Messdienstleistung anbieten, oder Werkstätten deinen Prüfaufbau anbieten?

Für mich ist das alles zuviel Hokuspokus, zuviel Theorie, zuwenig reproduzierbare Vergleichswerte.

Daher bleib ich beim alten Kompressionstester von Motormeter.
Den hat jede Mercedes- oder Motorenwerkstatt und die Vergleichs- / Grenzwerte sind ausserdem vom Werk vor gegeben.

Außdem haben die bisherigen Messergebnisse der Kompressionstester für erfahrene Schrauber sofort eine greifbare Größe,
weil alle sofort verstehen was los ist, wenn auf dem Messzettel nur 19bar gezeigt werden.



Ich würde sagen, mach mal 10 Jahre Öffentichkeitsarbeit bis deine Technik bis zu den Berufsschulen vorgedrungen ist und dann können wir uns z.B. mal darüber Unterhalten, warum heute noch PS die Umgangssprachliche Größe ist und nicht KW.



Wie Eingangs schon geschrieben:

Nichts für Ungut,
aber ich versteh nicht, was das alles soll !
#334939
Lieber Bernd,

es ist doch unwesentlich ob Christoph Langeweile hatte oder nicht. Er hat sich hingesetzt und eine Idee wie man anders als auf die übliche Art auf den inneren Motorenzustand schliessen könnte umgesetzt. Nach dem Motto selber denken macht schlau. Sie doch froh, dass er uns an seinen Erfahrungen teilhaben lässt.

Hast du dir selber schon mal überlegt was die Ergbnisse der Moto Meter Tester wirklich wert sind und auf welche Parameter sie wirklich empfindlich sind? Was heisst denn dieses Zettelchen schon? Glaubst du da gibts keine Streuungen?
Nur weil man irgend etwas schon ewig so macht, weil man es halt so macht, denn wo kämen wir denn da hin, da könnte ja jeder kommen, heisst zunächst gar nichts.

Und wer noch gerne in PS denkt,oder in Kalorien oder Pond oder atü dem sie es unbenommen. Die Zeit bleibt deswegen nicht stehen.

lg

dieter
#334941
Hallo,

nun auch mein unbedeutender Senf dazu:

die normale Kompressionsprüfung mit einem Gerät wie der von MotoMeter sagt ja nur aus das was nicht stimmt, aber nicht wo was nicht stimmt

Das können die Kolbenringe sein, die Ventile (Ein oder Auslass), Kopfdurchschuss oder viele andere Ursachen.
Wenn die Methode von Christoph so funktioniert hat man wenigstens die relative Gewissheit ob man mit dem Motor noch fahren sollte oder nicht.
Wenn nur ein Ventil nicht ganz sauber schliesst, warum auch immer, kann ich damit noch fahren, ist allerdings die Kopfdichtung hin wirds problematischer, oder??
Nachdenkliche Grüsse: Hugo
#334981
Hallo Bernd (Mähdrescherfahrer),

habe ich auch nur angedeutet, daß ich mit meinem Meßverfahren ein Geschäft machen will? Ich will jedenfalls nicht.

Und wie kommst Du darauf, daß ich es als Fachwissen an Berufsschulen bringen möchte? Ich möchte nicht!

Im übrigen habe ich fast ausschließlich über Fakten berichtet, Du hingegen äußerst nur Meinungen bzw. unterstellst mir Abwegiges.

Die Erkenntnismöglichkeiten aus dem Kompressionstest gehen klar aus der Anleitung von Motometer hervor:

Messung
... (sinngemäß) Einspritzpumpe auf Null-Förderung stellen ...
Vollgas geben und Motor drehen lassen ... (10-12 Umdrehungen) ...

Analyse
1. Die Kolbenringe, Ventile oder Kolben sind dann zu wechseln bzw. nachzuarbeiten,
wenn die gemessenen Werte erheblich unter den
Herstellerangaben liegen.
2. Die Messwerte dürfen plus/minus 1 bar variieren.
3. Die Zylinderkopfdichtung ist zu prüfen, wenn zwei nebeneinander
liegende Zylinder niederen Druck aufweisen.

Nass-Kompressionstest
Bei unterschiedlichen Werten sollte ein Nass-Test vorgenommen werden.
1. ca. 10 ml mittleres Öl auf den Kolben spritzen.
2. Öl verteilen durch mehrfaches Durchdrehen des Motors.
3. Kompressionstest von Neuem durchführen.
Zur Messung liegen mir Hinweise vor, besonders bei Dieselmotoren jeweils genau die gleiche Anzahl von Umdrehungen zu machen, um besser vergleichbare Ergebnisse zu erhalten.

Ich verstehe deshalb Deinen Beitrag nicht, bin Dir aber ebenfalls nicht böse, daß Du meinen Beitrag nicht verstehst.
:wink:
#335086
dieter_jussel hat geschrieben:Lieber Bernd,
es ist doch unwesentlich ob Christoph Langeweile hatte oder nicht.
Sorry, dass ich in die gleiche Kerbe hacke

Christoph hatte keine Langeweile, ansonsten hätte er ferngesehen, in die Luft geschaut, in de Nase gebohrt, die Socken nach re und li sortiert oder sonstwie (nutzlos) seine Langweile verbracht.

Er hat etwas -in meinen Augen- für ihn und sicher auch für andere, etwas in seiner Freizeit gemacht, was ihm Spass gemacht hat und auch interessant ist.
An den sachlichen Antworten sehe ich, dass auch andere Wissensempfängliche diese Testmöglichkeit zu schätzen wissen.

Ich kannte nicht mal den Begriff Leak-down-test :oops:

-------------CUT-----------------

Christoph :wink:
Vollgas geben und Motor drehen lassen ... (10-12 Umdrehungen) ...

.... und:

Zur Messung liegen mir Hinweise vor, besonders bei Dieselmotoren jeweils genau die gleiche Anzahl von Umdrehungen zu machen, um besser vergleichbare Ergebnisse zu erhalten.
Von WEM hast Du diese Hinweise ?

Dann wäre es (fast) falsch, wenn man mit dem Anlasser weiternudelt, bis sich der Kompressionswert nicht mehr ändert ?
Dieses:
Zyl. // bar
4 // 20
3 // 22
2 // 22
1 // 24

4 // 24
zeigt -für mich- doch ganz deutlich, dass es mit dem Hinweis: Bei jedem Zylinder 10-12 Umdrehungen, nicht richtig ist.

Grüße
WolFgang

PS: Das Messen oder/und die Interpretation/Auswertung von Messwerten kann aber auch mal fehl-interpretiert werden :wink:
#335092
Hallo Wolfgang,

genau, denn beim Weiternudeln bin ich auf über 30 bar gekommen und wenn ich nicht abgebrochen hätte, wäre der Druck womöglich noch weiter angestiegen?

Die obige Angabe (10-12 Umdrehungen) stammt aus der Dokumentation der Fa. Motometer, siehe hier: http://www.iveka.de/downloads/pdf/produ ... reiber.pdf
... Fehlergrenze bei 1 bar Differenz, Motortemperatur 80°C

Auch im Werkstatthandbuch 421-411 ist der Kompressionstest beschrieben. Darin steht nichts von einer bestimmten oder gleichmäßigen Anzahl von Umdrehungen und auch die Verschleiß- bzw. Fehlergrenze liegt dort nicht bei 1, sondern 3 bar. Der Motor soll vorher "warm" gefahren werden.

Angesichts dieser widersprüchlichen oder zumindest unheitlichen offiziellen Aussagen und sonstigen Meinungen bestätigt sich meine Beobachtung, daß der Kompressionstest eine eher qualitative Angelegenheit als ein genaues Meßverfahren ist, zumindest in der Werkstattpraxis. Dort herrschen keine Laborbedingungen und die Verhältnisse sind eben nicht stationär (z. B. ergeben sich Temperatur- und damit Druckänderungen alleine aufgrund des Kompressionsvorgangs).
Zuletzt geändert von OPTI-MOG am 22.03.2011, 22:23, insgesamt 3-mal geändert.
#335093
Ich finde es gut, das sich mal jemand mit etwas anderem als den übliche Frage ala "Ich hab den absolut billigsten reifen aus dem Internet gekauft und der stinkt jetzt wie Sau und hat Standplatten" beschäfftigt...

Aber das scheint für manche zu kompliziert zu sein... :?

Das Gute ist der Feind des Besseren!

Warum nicht mal etwas anderes ausprobieren und hier diskutieren...
Und wenn es zum Schluß doch keine verwertbaren Ergebnisse zu Tage gebracht hat, hat mann zumindest an Erfahrung gewonnen (im Gegensatz zu anderen, die haben Erfahrungen verschenkt und sich keinen Milimeter bewegt).

Weiter so! :thumbup: :thumbup: :thumbup:


Gruß Michael
#335098
Hallo Michael,

danke für Deine Schützenhilfe. Aber heißt es nicht genau anders rum: "Das Bessere ist des Guten Feind!"

Wenn dem nicht so wäre, sollte ich lieber gleich einpacken. :wink:

Nee, ich lasse mich nicht beirren und mache erst dann Schluß mit einem Thema, wenn es keinen weiteren Nutzen mehr bringt. Aber zu Kompressionsprüfung und Leak-down-Test sowie den Zusammenhang zwischen ihnen scheint es noch was zu entdecken zu geben.
#335145
UuUNIMOG hat geschrieben:Hallo Wolfgang,

genau, denn beim Weiternudeln bin ich auf über 30 bar gekommen und wenn ich nicht abgebrochen hätte, wäre der Druck womöglich noch weiter angestiegen?
Moin Christoph.

das kann ich mir echt nicht vorstellen :roll:
Kann ein "normaler" Unimogmotor solch einen Monsterdruck aufbauen ?

Oder ist das eine ++ 1cm dicke Kohleschicht im Brennraum und auf dem Kolben ?

Öffnet das Auslassventil nicht ?
Ist anstatt des Motors ein Superkompressor eingebaut ??
(Iss Unsinn, ich weiß ;-)) )

Grüße
WolFgang
#335154
Hallo Wolfgang,

bald forsche ich weiter. Um es einfacher und vor allem zugänglicher zu haben, nehme ich mir für die Messungen meinen 2-Zylinder McCormick D214-S vor. Allerdings werde ich den derzeit trotz geschlossenem Kühlerrollo hier in der Rheinebene wohl nicht auf 80°C Motortemperatur bekommen. Dazu ist es einfach noch zu kühl draußen.

Bericht folgt
#335204
Hallo Christoph,

die gleiche Frage wie WolFgang wollte ich ja auch schon stellen, hab mich dann aber nicht getraut weil ich zuwenig von solch Motoren verstehe.

Kann es sein, dass Du die EP nicht auf Nullförderung gezogen hast, bei der Aktion. Dann wäre dieses Phänomen vielleicht erklärbar.

Im übrigen bin ich begeistert von Deinen wissenschaftlichen Untersuchungen zum Mog und Motor. Wenn die Sache mit den Doktorarbeiten nicht in letzter Zeit etwas in Verruf gekommen wären, wäre dass eine schöne Arbeit.
#335211
Hallo,
Im WHB hab ich über den Kompressionsdruck prüfen vom Om 616 nichts gefunden,es sind halt nur die Vorgänger aufgeführt sprich 615, 621, 636.
Ich hab mal in meinem WHB vom Transporter nachgeschaut und da Steht so einiges drin was ich im WHB vom 421 vermisse.
Hier ein Auszug aus dem WHB vom Transporter.
Kompressionsdruck prüfen

Bei Beanstandungen an einem Motor ,z.B. wegen schlechter Leistung, schlechtem Anspringen, hohem Ölverbrauch, hohem Kraftstoffverbrauch, übermäßigem Rauchen des Motors, unregelmäßigem Lauf usw,sollte neben den anderen Kontollen immer der Kompressionsdruck geprüft werden. Bei Abweichungen von mehr als 3,0 bar der einzelnen Zylinder untereinander ist zusätzlich die Zylinderdichtheit mit dem CLT- Gerät zu messen.

Die Kompressions- und Zylinderdichtheitsprüfung soll nur bei warmer Maschiene durchgeführt werden. Bei kaltem Motor sind die ermittelten Werte unzuverlässig, da sie nicht dem Betriebsstand entspechen.

1 Ventilspiel kontrolieren,evtl nachstellen

2 Motor auf normale Betriebstemperatur bringen

3 Glühkertzen herausschrauben.Einspritzleitungen abschrauben und Anschlüsse von Einspritzpumpe und Einspritzdüse abdecken.

4 Motor mit dem Starter einige Male durchdrehen, damit etwaige Ölkohle-Rückstände und Ruß herausgeschleudert werden.Dies ist zu empfehlen, damit sich der Ruß nicht vor den Kompressionsdruckschreiber setzt.

5 Zur Messung Motor mit dem Starter 8 Umdrehungen durchdrehen. Dabei
Regelklappe ganz öffnen, um eine gute Zylinderfüllung zu erhalten.

6 Auf diese Weise alle Zylinder durchmessen. Vorher jeweils das Meßblatt im Kompressionsdruckschreiber in die neue Arbeitsstellung entspechend des zu messenden Zylinders bringen. Bei Abweichungen von mehr als 3,0 bar Zylinderdichtheit der einzelnen Zylinder zusätzlich mit dem CLT-Druckverlust-Testgerät messen.


MfUG Frank
#335219
Hallo MOGler,

17 Messungen mußte mein guter alter McCormick über sich ergehen lassen. Zunächst 10 Kompressions- und dann 7 Leckagemessungen.

Der Motor war nicht richtig warm, weil die Kühlleistung gemessen am schnellen Fahren in der Ebene ohne Anhänger einfach zu groß ist. Nach dem Ventile einstellen und markieren der OT's auf der Riemenscheibe lag die Motortemperatur nur noch bei 45 °C.

Den Hebel der Einspritzpumpe hatte ich ganz zurückgeschwenkt, eine Drosselklappe, die ich hätte voll öffnen sollen, gibt es an dem Traktor nicht.

Die beiden ersten Messungen am Zylinder 1 waren wohl von Verpuffungen begleitet, so daß bereits nach 10 bzw. 12 Verdichtungshüben 24 bzw. 26 bar erreicht waren und die Nadel sich noch weiter bewegen wollte. Das Meßergebnis war somit wertlos.

Am Zylinder 2 gab es keine Verpuffungen und die beiden Messungen mit 10 bzw. 12 Verdichtungshüben führten zu plausiblen Werten in Höhe von 21 bzw. 22 bar. Mit 30 Verdichtungshüben war der Beharrungswert mit 23 bar erreicht.

Dann habe ich an Zylinder 1 ebenfalls den Beharrungswert feststellen wollen, brach aber bei 25 Verdichtungshüben und 30 bar ab, da die Verpuffungen immer stärker wurden und die Nadel drohte, weiter hochzuschießen. Also war auch dieses Meßergebnis wertlos. Mit 10 bzw. 12 Verdichtungshüben gelangte ich jedoch zu 22 bzw. 23 bar, was also jeweils 1 bar höher lag als bei Zylinder 2.

Kompressionstest bestanden, sowohl von der absoluten Höhe, als auch von der Differenz zwischen den beiden Zylindern.

Guter Dinge machte ich mich nun an den Leckagetest und erschrak heftig, als ich die Verstelldrossel entsprechend 24 l/min für Zylinder 1 und sogar bis an den oberen Grenzwert der FAA-Drossel, nämlich 30 l/min für Zylinder 2 einstellen mußte, um den Staudruck von 2,5 bar zu erzeugen.

Die Meßwerte könnt Ihr in der angehängten Tabelle nachvollziehen.

Die begleitenden Hörproben gaben mir dann den Rest. Es pfiff aus sämtlichen Löchern:
Alle Ventile undicht, Zylinderkopf oder Zylinderkopfdichtung zwischen den beiden Zylindern undicht. Auf andere Weise (Fahren mit hoher Drehzahl) habe ich anschließend noch festgestellt, daß es auch aus dem Kühler schäumt.

Das ist nun ganz klar: Der Zylinderkopf muß runter. Obwohl der Trecker famos und leistungsstark fährt und obwohl der Kompressionstest überhaupt keine Auffälligkeiten zeigte. Da ich die Laufgarnituren (Zylinder, Kolben, Kolbenringe) erst kürzlich erneuert hatte, und der Test ziemlich naß ablief, läßt sich nennenswerte Leckage über die Kolben übrigens ausschließen.

Fazit: Mindestens erforderliche Maßnahmen sind
1. Zylinderkopfdichtung erneuern
2. Ventile einschleifen
(Hoffentlich hat der Kopf keinen Riß)

Wenigstens habe ich dank meiner Tüftelei einen Schaden entdeckt, der leicht zu größeren Schäden hätte führen können, wenn ich sorglos weitergefahren wäre.
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#335247
Hi Reiner,
Ich seh Dich schon mit dem Fahrrad fahren
Glaub ich nicht, wissenschaftlich betrachtet diffundiert auch bei diesem ständig Luft aus den Reifen :D

Hi Christoph,

wie erklärst Du denn die "Verpufungen" an Zylinder 1?
Wo kam denn der Kraftstoff dafür her, wenn Du die EP abgeregelt hast?

Danke auch für die Info, ich suche die Befest[…]

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