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Herzlich willkommen auf der Unimog-Community-Website. Seit 1999 treffen sich hier die Mercedes-Benz Unimog- und MBtrac-Enthusiasten zum Meinungsaustausch und Fachsimpeln.

Spezial-Forum zur Unimog-Baureihe U 404 S.

Moderatoren: stephan, krahola

#66915
Hallo Götz,

nach Aussage der Spezialisten von DC ist die schlechte Brennraummulde in Verbindung mit zu wenig Schwungmasse hinten und das Ganze bei Vollastbetrieb beim M130 der Grund für die kurze Laufleistung. Der M110 mit Querstromkopf soll von der Brennraumgeometrie erheblich besser sein.
Am M110 hatte ich ja dann den originalen Schwung. Wie lange der M110 dann wirklich gelaufen ist, kann ich wegen des Verkaufs nicht sagen.
Grundsätzlich halte ich die Benzinmotoren im 404 für überfordert. Bei gelegentlichen Ausfahrten klappt das wahrscheinlich, aber bei meinen langen Reisen in Afrika war der Benziner einfach schlecht. Zu viele Schwierigkeiten wegen des Treibstoffs und kein Drehmoment. Zum Beispiel Weichsand war eine Katastrophe. Ein bisschen in den Weichsand gefahren und die Kiste war abgewürgt. Das funzte nur bei 5000U/min. Den Verbrauch pro Stunde könnt Ihr euch vorstellen.

Gruß

Franz
#67092
Hallo,
ich hatte mich nach der Erfahrung von Michael Weyrich (Ablösen des eingesetzten Gewichtes) für diese Variante entschieden und bis jetzt (nach 10.000km) hält noch alles, am Rundlauf gibt es auch nichts auszusetzen.
Falsch verstanden. Bei uns hatte sich vermutlich aufgrund falscher Anzugsmomente das komplette Schwungrad gelöst und etwas in der Kupplungsglocke gewütet. Wir haben und daraufhin eines der letzten neuen M130-Schwungräder für den 404.0 besorgt und die Schrauben nach Originalzeichnung von Mercedes nachfertigen lassen. Die wurden dann aber auch sicherheitshalber noch mit Loctite eingesetzt.

Der Antriebsstrang ist übrigens auch beim 404.0 mit M130 und 110PS völlig identisch wie bei der 82PS-Variante. Beim Getriebetausch stellten auch wir stark angeschlagene Schrauben der hinteren Antriebswelle fest.

Gruß,
Michael
#67135
Hallo Götz,

M130, Version 2 war der PKW- Motor mit original PKW- Kopf und Verdichtung 10 :1 glaube ich und Registervergaser. Die Vergaserhaube war etwas Kniffelig zu bauen, dafür lief der Motor völlig problemlos. Kein Synchronisieren der NDX-Vergaser alle 1000km mehr.
Mit Zurücknehmen der Früfzündung bin ich damit in Algerien etliche tausend km mit Normalbenzin gefahren, ohne wirklich spürbaren Leistungsverlust.
Was ich noch erwähnen muß: Ich fuhr alle Motoren in meinem 404 mit einer selbstgebauten Tyristor- Zündung und der blauen Hochleistungszündspule von Bosch und PKW- Zündkabel. Mit dem geschirmten Zeug gab es nur Probleme.

Gruß

Franz
#97755
Habe vor meinen 404 auf einen M110 Motor umzubauen. Nun ist es doch so, dass beim Vorgänger ( M130 ) darauf geachtet werden musste einen Motor zu bekommen der mit einem Automatikgetriebe bestückt war, da nur dort Kurbelwelle und Schwungrad getrennt gewuchtet waren.
Ist dies bei dem Nachfolger M110 immer noch so oder kann hier problemlos auch ein Motor aus einem Schaltwagen verwendet werden.
Besten Dank an die Experten.
#97762
Wie immer Dein Name ist,

wenn Du den M110 in den 404 implantieren willst, solltest Du eine Menge Ahnung von der Fahrzeugtechnik haben und bereit sein, ein paar Euros zu investieren. Es sind heftige Umbauten am Motor und vor Allem am Fahrerhaus nötig, damit der Motor rein passt.
Wenn Du es geschafft hast, solltest Du sehr behutsam fahren, denn die Leistung des M110 ist weit über dem, was Getriebe und Antriebsstrang verträgt.
Der M110 sollte nur mit Originalschwungscheibe verbaut werden. Es gibt inzwischen genügend Getriebeglocken mit dem großen Kupplungsmaß auf dem Markt. Ich habe es seiner Zeit mit einer Schweißkonstuktion für das Kupplungsgehäuse realisiert.
Eingriffe in die Massenverhältnisse der Kurbelwelle, und dazu gehört die Schwungscheibe, mögen kurzfristig funktionieren. Mittel- und Langfristig ist es äußerst bedenklich und führt in jedem Fall zu vorzeitigem Verschleiß des Motors.
Das nur M130 in Automatikversion einbaubar sind, stimmt so nicht. Gibt man die Kurbelwelle mit Schwungscheibe und vorderem Schwingungsdämpfer zum Auswuchten, geht es mit jedem M130 und das Ergebnis ist erheblich besser.

Es gibt wirklich genügend Literatur und Oldtimer- Foren, die den M110 aus dem FF beherrschen. Da würde ich mich erst mal schlau machen.

Gruß

Franz
#97790
Hallo Franz,
danke für deine mehr als rasche Antwort hier im Forum. Es ist mir klar, dass dies nicht so ohne weiteres funktioniert. Hatte mir eben gedacht , dass ich einen M110 Motor mit der auf neutral gewuchteten Schwungscheibe des Unimogs bestücke und das Fahrerhaus entsprechend abändere damit ich noch Platz drin habe.
Ist es denn nun so, dass Motor M110 eine integrierte Unwucht als Schaltwagen hat und nur der Motor mit Automatikgetriebe auf Null gewuchtet ist ?

Wenn der Motor auf null gewuchtet ist und ich meine Schwungscheibe ebenfalls auf Null wuchte dürfte ich doch keine Probleme haben, oder was denkst du ?

Bin kurz davor mir so einen M110 zu kaufen, alles hängt im Moment davon ab ob ich den ohne Ausbau der Kurbelwelle verwenden kann.

Auf deine Antwort freue ich mich bereits im voraus.

Danke
Manne
#97793
Moin Manne,

wenn der M110 aus einem Automatik ist, kann es ohne Wuchten der KW funktionieren - muss aber nicht (Franz hat schon Hinweise gegeben). Bei einem Schalter-Motor funktioniert es definitiv nicht.

Übrigens, bei den Änderungen und Umbaumassnahmen, die zum Einbau des M110 in den 404 erforderlich sind, fällt das Wuchten der KW absolut nicht mehr ins Gewicht.

Es ist dir schon klar, dass der M110 einen Querstromkopf mit Ansaugseite links (das ist da, wo im 404 absolut kein Platz ist) hat?

Gruß Ulli (dem der M130 reicht)
#191855
hallo umbauer,


leider weiß ich nicht ob inzwischen noch jemand einen M110 in den 404 "gewürgt" hat...
beim thema schungscheibe bzw. kupplungsscheibe hab ich aufgrund des durchmessers mich für die "alte" M180´er schiebe inkl. der kupplung entschieden...
gerade wird die scheibe auf der hinterseite abgedreht... das die unwucht verschwindet... danch werde ich sie wie im WHB beschrieben mit der alten scheibe um 180grad versetzt feinwuchten... das sie die selbe unwucht hat wie die orginale M110 kupplungsscheibe...
vorne beibt die gewuchtete kleine scheibe und bekommt den orginal lügterantrieb vom 180... das paßt.... die dynamische große scheibe beim M110 ist bei mir auf null gewuchtet... kann somit raus..
drunter paßt dann die orginale motoraufhängung vom M180 der motor wird NICHT gekippt... lediglich werde ich die motorabdeckung auf der fahrerseite umbauen... gaspadal bleibt erstmal.... aber die fotos kommen dann...

das das getriebe dann mit den 156 /186 PS am anschlag / überfordert ist... das ist klar... also werd ich den motor ein bischen drosseln... evtl. über die zapfwelle messen lassen... der TÜV will es ja auch wissen..

welcher luftfilter ist dann angebracht???? der alte vom M180.. so das er quasi als "drossel" mit den engen luftschläuchen wirkt???
oder der vom "G"????
auch würde ich mich freuen von anderen "projekten M110" zu erfahren.

magnus
#191857
maggmog hat geschrieben:.. also werd ich den motor ein bischen drosseln... evtl. über die zapfwelle messen lassen... der TÜV will es ja auch wissen..
Moin Magnus,
von dem Vorhaben solltest du dich ganz schnell verabschieden - die Zapfwelle beim 404 ist nur für eine Leistungsabgabe von 50 PS ausgelegt - wenn du bei 150 + x PS eine Wirbelstrombremse daran hängst, macht sie aus deinem Vorderwagen "Kleinholz".

Wenn du die Leistungsmessung auf einem Rollenprüfstand (für LKWs) machen willst, muss vorher die vordere Kardanwelle ausgebaut und der Allradantrieb eingeschaltet werden, sonst verschweissen sich im Getriebe die Hohlwelle mit der Welle zum Vorderradantrieb - hat seinerzeit bei meinem 404 keine 10 Minuten gedauert, bis das Getriebe Schrott war.

Nachsatz zu meinem Posting von 2006 oben: bei den Motoren mit 7fach gelagerter Kurbelwelle ist es egal, ob Schalter oder Automatik, beide haben neutral gewuchtete Schwungscheiben.

Gruß Ulli
#191863
hallo ulli,

danek für den tip mit der wirbelstrombremse.... dann muß der TÜV mit dem kleineren querschnitt im ansaugtrakt vorlieb nehmen... bzw. einer stellschraube um die drosselklappe nicht ganz öffnen zu können...
mal sehn....


das mit der KW von automaik und schaltung hatte ich mir shcon fast gedacht.... aber nochmal danke für die bestätigung.

hoffe das der hobel bald wieder rollt....

magnus
#274392
Ja, es geht und zwar relativ einfach mit dem passenden Zylinderkopf vom 230/6 respektive /8er mit dem Motortyp
M180954. Der hat eine Verdichtung von 9 statt 7 und dürfte mit dem Originalvergaser bei 95 PS liegen. Also Zylinderkopf für bleifrei aufarbeiten und härten lassen, wechseln und geniessen, dass er etwas besser fährt und etwas weniger verbraucht. An Bergen hat er aber weiter Probleme, da soll man nicht zuviel von den 10-12 PS mehr erwarten, aber in der Ebene spürt man sie deutlich.
#274554
hallo moggler,


nach ca. einem jahr fahren mit dem M110 und ca.5000km ein kleines resume....
außer den üblichen "kinderkrankheiten" (schraube nciht richtig fest, schlauch geplazt,.....) habe ich bisher noch keine defekte am mog gehabt...

OK, 5000km mögen für fernfahren nciht viel sein, aber diese 5000km warne ein mix aus BAB (mit tempo 130), viel landstraße und nochmerh extremen wald und steilhangfahrten.... inkl. nem alten 1achs anhänger
50% der fahrten mit beladung (max.7qm auf dem mog und ca.3qm auf dem hänger) was dann auch den M110 etwas belastet....

an alle "skeptiker".... es funktioniert.... und das mit einem serien-motorblock (M130) eben "nur" mit der KJETTRONIK...

stimmt, wer nicht viel ahnung von der KJET hat sollte entweder einen schrauber mit ahnung in petto haben... oder entsprechende foren studieren...

wer aber leiber am M180 irgendwelche "tunimgmaßnahmen" mit ungewissem erfolg machen möchte.... bitte....
aber der M110 umbau ist eine echte alternative ......


doppelgenockte grüße


magnus
#274558
maggfun hat geschrieben: ... mit beladung (max.7qm auf dem mog und ca.3qm auf dem hänger) was dann auch den M110 etwas belastet....
Hallo Magnus,

wenn ich davon ausgehe das Du Kubikmeter ( m³ ) und nicht Quadratmeter ( m² / qm ) meinst und ferner davon ausgehe das Du kein Balsaholz sondern Brennholz fährst, welches je nach Art und Restfeuchte 750-850kg / m³ wiegt, ist wohl nicht nur der Motor etwas belastet :shock: .

Wenn Du wirklich so unterwegs bist solltest Du vor Fahrtantritt eventuell Dein Gehirn belasten, bevor Du Dich und andere in Gefahr bringst.
Auf jeden Fall würde ich dies nicht so öffentlich posten, nur um die Leistungsfähigkeit meines Umbaus zu bestätigen.

Auf einen potentiellen Käufer wirkt dies zudem auch nicht Kauf-Anreiz fördernd wenn das Fahrzeug so überbeansprucht wird :?

Nur mal so als Denkanstoß!

Gruß, Hermann
#274569
maggfun hat geschrieben:hallo moggler,


nach ca. einem jahr fahren mit dem M110 und ca.5000km ein kleines resume....
außer den üblichen "kinderkrankheiten" (schraube nciht richtig fest, schlauch geplazt,.....) habe ich bisher noch keine defekte am mog gehabt...

OK, 5000km mögen für fernfahren nciht viel sein, aber diese 5000km warne ein mix aus BAB (mit tempo 130), viel landstraße und nochmerh extremen wald und steilhangfahrten.... inkl. nem alten 1achs anhänger
50% der fahrten mit beladung (max.7qm auf dem mog und ca.3qm auf dem hänger) was dann auch den M110 etwas belastet....

an alle "skeptiker".... es funktioniert.... und das mit einem serien-motorblock (M130) eben "nur" mit der KJETTRONIK...

stimmt, wer nicht viel ahnung von der KJET hat sollte entweder einen schrauber mit ahnung in petto haben... oder entsprechende foren studieren...

wer aber leiber am M180 irgendwelche "tunimgmaßnahmen" mit ungewissem erfolg machen möchte.... bitte....
aber der M110 umbau ist eine echte alternative ......


doppelgenockte grüße


magnus
Hallo Magnus,

danke für Dein Resümee, das klingt ja nach mächtig viel Dampf unter der Haube...

Ciao,
Hardy

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