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Spezial-Forum zur Unimog-Baureihe U 404 S.

Moderatoren: stephan, krahola

#139986
Einen wunderschönen Abend!

Heute habe ich mir mal so ein PowerPack (mobile Starthilfe) besogt und konnte damit dann auch endlich meinen Unimog wieder starten (steht in nicht PKW-zugänglicher Umgebung). Dabei hab ich dann auch feststellen müssen, dass eine der Batterien wohl hin ist. Außerdem ist der Keilriemen zur Lichtmaschine bedrohlich schmal - vielleicht kann es also auch daran liegen, dass irgendwann die Batterien leer waren (bzw. defekt) (?)
Jedenfalls hab ich bei laufendem Motor den Nato-Stecker umgelegt und er lief weiter. Bei angeschaltetem Licht hatt ich dann das gleiche Problem wie zu Anfang beschrieben.

Jetzt stehe ich aber vor zwei neuen Fragen:
* Kann ich zwei Batterien mit unterschiedlichem Kaltstartstrom verwenden oder muss die Neue entsprechend der Alten gekauft werden?
* Die nächste Frage geht um die Dauerladung mittels Steckdose. Im Forum habe ich bereits mehrere Vorschläge gelesen über Anhängersteckdose und Nato-Steckdose. Da ich allerdings ein elektrischer Laie bin habe ich mir folgendes gedacht:

Ich montiere einfach zwei Dauerladegeräte in den Batteriekasten und schließe die Klemmen entsprechend an die zwei Batterien. Damit nicht beide gleichzeitig geladen werden (was wegen der Verbindung ja nicht geht, oder?) bekommen beide Ladegeräte eine mechanische Zeitschaltuhr (um 12 h verschoben) verpasst. Dann werden beide Geräte an einem "ganz normalen" (Außen-) Stecker am Batteriekasten an die Steckdose gehangen. Kostenpunkt für alles läge wohl bei etwa 150¤ - aber dafür hätte ich immer volle Batterien die zudem länger halten (zumindest laut Werbung der Ladegeräte). Die Klemmen müssten natürlich vernünftig gegen ein Abfallen während der Fahrt gesichert sein.

Geht das??? Würden die abgeschalteten Ladegeräte den normalen Fahrbetrieb beeinflussen?

Natürlich bin ich mir im Klaren, dass (wenn das funktioniert) ich zwar das Symptom aber noch nicht die Ursache meines Problems behoben habe - da bleibe ich auch noch dran! Aber für eine Dauerladung fänd ich das eine schöne Lösung.

Ich bin für alle Vorschläge und Kritik offen!

:o)
Tubs
#139996
Hallo Tubs,

Ich versuche mal zusammenzufassen, welches Bild sich aus deinen
Beobachtungen ergibt:

1.) Eine Batterie kaputt,
2.) Wenn Mog nur "auf Lichtmaschine" läuft, dann
keine vernünftige Zündung und nur 30km/h möglich.
---> Lichtmaschine gibt auch zu wenig "Saft" ab.

Die beiden Batterien sind in Reihe geschaltet. Das bedeutet, dass alle
Zellen (12 mal 2 Volt je Zelle = 24 Volt) hintereinander geschaltet
sind. Wenn die LIMA die Batterie nicht gescheit auflädt, stirbt irgendwann
die schwächste aller Zellen als erste ab. Das ist möglicherweise
bei Dir passiert. Natürlich ist die schwächste Zelle in einer der beiden
Batterien und daher ist die andere Batterie auch noch ganz.

Wenn irgendeine Zelle kaputt gegangen ist fließt durch die ganze
Batterie (also beide in Reihe geschalteten Teil- Batterien) kein
vernünftiger Ladestrom mehr. Damit verhungert auch die andere
Batterie.

Vermutlich sind beide Batterien nun schon am Ende, nur die
"noch ganzere" eben noch nicht ganz. Du solltest beide Batterien
gegen neue austauschen. Auf Grund der oben beschriebenen
Reihenschaltung schließt sich die Verwendung von zwei verschiedenen
Batterietypen grundsätzlich aus. (Vom Ausprobieren mal abgesehen)
Beide Batterieen müssen!!! die gleichen technischen Daten aufweisen.

Die Werte der Original- BW- Bestückung sind schon ganz okay.
Wenn beide Batterieen neu sind und wenn die LIMA funktioniert
brauchst du auch keine Dauer- Hilfs- Ladeschaltung mit Schaltuhren
oder sowas zu machen. Dann funktioniert es einfach.

Wichtig ist aber, dass die die Lima lädt. Das scheint bei deinem Mog
leider nicht der Fall zu sein, jedenfalls nicht richtig. Wenn der
Keilriemen schon "dünn" aussieht solltest du den auf jeden Fall tauschen.
Er muss ordentlich gespannt sein, schließlich muss er ja ungefähr ein
ganzes PS (entspr. 600 Watt der Lima) übertragen.

Fazit:
- Ersetze die beiden Batterien (beide gleich)
- Ersetze den Keilriemen

- Messe nach, ob die Lichtmaschine bei mittlerer Motordrehzahl
mindestens 28 Volt abgibt. Wenn nicht, ist weitere Fehlersuche
nötig. Es kann ja auch sein, dass der Regler nicht mehr richtig
arbeitet. Aber erst mal messen.

Beste Grüße aus Viersen

Klaus Gartz
#140122
Hallo Tubs,

Klaus hat die richtige weitere Vorgehensweise ja schon deutlich beschrieben. Ich möchte hier aber noch auf Deine Idee mit der Dauerladung eingehen.
Theoretisch kannst Du soetwas tuen. Es ist sogar möglich und besser beide Ladegeräte gleichzeitig einzuschalten, wiel sie normallerweise am Ausgang (12V Seite) Potentialfrei sind, also keine durchgehende elektrische Verbindung zum Wechselstromnetzt und somit untereinander haben.
Gleichzeitiges Laden hätte den Vorteil, dass beide Batterien in etwa den gleichen Ladezustand in Abhängigkeit von der Ladezeit erreichen. Aber eben nur in etwa. Einem 24V Ladegerät wäre in jedem Fall der Vorzug zugeben.
Unabhängig von der Ladetechnik muss dafür gesorgt werden, dass keine Überladung erfolgt sonst werden die Batterien geschädigt. Und es muss sichergestellt werden, dass bei abgeschaltem Ladegerät kein Rückstrom von der Batterie durch das/die Ladegeräte fließt. (Kann bei billigen Geräten möglich sein).
Und wenn Du ein/zwei Ladegeräte verbaust, dann schneide die Klemmen ab und mache an deren Stelle vernünftige Kabelschuhe für die sorgfältige Montage an den Batterien. Andernfalls kann eine abspringende Klemme während der Fahrt für unnötigen Ärger sorgen
#140179
Hallo Jürgen,

Du hast Recht, wenn man es richtig machen will sollte man
beide Batterien in Reihe geschaltet an einem Ladegerät
mit einer Ladeschluß- Spannung von 28 Volt laden.
Nominell sind das 24 Volt Ladegeräte. Da gibt es einige
im Netz zu kaufen. Allerdings habe ich mit meinem Mog
(ex BW- Funk- Koffer mit Funkgerät und Licht im Koffer)
die Erfahrung gemacht, dass eine intakte (selbst Gleich-
strom-) Lichtmaschine und gut geladene Batterien auf
Dauer funktionieren.

(Jedenfalls bis jetzt, ich hoffe, dass Murphy diese
Zeilen nicht liest....!)

Voraussetzung ist allerdings, dass der Regler exakt eingestellt
ist und das die Batterien in Ordnung sind. Dann reicht es auch
schon mal einen Winter lang aus, jedes zweite Wochenende
4 km weit zu fahren, um den Ladezustand auf der brauchbaren
Seite zu halten. Ein großes Plus ist der Natoknochen bzw.
Batteriehauptschalter. Wenn der ausgeschaltet ist kann sich die
Batterie nicht schleichend über die Fahrzeugverkabelung, oder
über eine Uhr oder andere Standby - Elektronik entladen, weil es
so etwas schlicht nicht gibt.

Bei der Dauerladung kann es bei einfachen, ungeregelten
Ladegeräten schon mal zu übertriebener Gasung kommen und
bei meinem Nachbar ist eine dauergeladene Wohnmobil -
Batterie tatsächlich schon mal explodiert. Das war eine schöne
Sauerei in der Garage und im Fahrzeug.....

Beste Grüße aus Viersen

Klaus Gartz
#140276
Hallo Tubs,
hatte letztens fast das gleiche Problem, war ein Kabelbruch in der zuleitung zur Ladekontrollampe, gemerkt hatte ich es als die Lampe bei dunkelheit zuglimmen anfing, über Tag sah man es fast nicht, das sie glimmte.
Abhilfe war ein neues Kabel vom Regler über die Birne zum Zündschloss.
Habe dafür aber auch alle anderen angegebenen Punkte schon überprüft. Lichtmaschine und Regler wurden in Ausgebauten zustand überprüft und waren OK. Im eingebauten zustand wure die Batterie dann trotzdenm nichtgeladen bei erhöhter Drehzahl.
Gruss
Unimog-Micha
#141468
Danke nochmal für die vielen Tipps!

Zwei neue Batterien sind drin (Beiträge dazu sind ja reichlich im Forum) und der Unimog springt mit einem zufriedenen Brummen an. :)
Bei laufendem Motor konnte ich auch problemlos den Batteriehauptschalter ziehen - selbst weitere Verbraucher (Beleuchtung, Blinker und Scheibenwischer - mehr hab ich glaub ich nicht) konnten angeschaltet sein. Das alles war allerdings im Leerlauf - Fahren ist erst morgen angesagt.
Jetzt werd ich mal noch ein wenig über den neuen Keilriemen im Forum stöbern... :o) und an den von Euch angegebenen Stellen messen muss ich ja auch noch - aber erstmal läuft er :)

Danke
Tubs

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