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Herzlich willkommen auf der Unimog-Community-Website. Seit 1999 treffen sich hier die Mercedes-Benz Unimog- und MBtrac-Enthusiasten zum Meinungsaustausch und Fachsimpeln.

Hier werden Fragen zur Technik und zur Restauration des Unimog gestellt.

Moderator: stephan

#67288
Hallo zusammen,

ich habe eine Frage an die Elektro-Spezialisten:

Was bedeutet es, bei einem 403er einen neuen Kabelbaum einziehen zu müssen?
Einmal vom Arbeitsaufwand her, finanziell, und gibt es die Teile überhaupt noch irgendwo zu kaufen, oder muß man sich das selber stricken?
Wäre sehr dankbar über Eure Meinung hierzu.
Gruß
Jochen.
#67294
Hallo Jochen,

im Internet werden nachgefertigte Kabelbäume für den 411er angeboten. Von den größeren Mog´s habe ich noch nichts gesehen. Kannst du aber eigentlich selbst anfertigen, den die meisten Kabel spielen sich im Führerhaus ab. Die äußersten Enden gehen hinten zu den Rückleuchten und der Anhängersteckdose, vorn zu den Scheinwerfern und den Blinkern. Die Kabel sind heute in viel besserer Qualität verfügbar, also einfach vergleichen und dann etwas Zeit nehmen und die Geduld nicht verlieren. :wink: :wink:
Was die Länge betrifft, einfach die Enden länger lassen und nach dem Einbau anpassen an die jeweiligen Anschlüsse. Kabelpläne findest du in den Werkstatthandbüchern. Interessant ist, daß 20-30% der Kabel die im Mog verbaut sind von den Vorbesitzern nachgerüstet wurden und eigentlich überflüssig sind. Wenn die draußen sind lichtet sich der ganze "Dschungel". War zumindest bei mir schon mal so.

Viel Glück dabei....

Grüße

Ralf
#67320
Hallo Jochen

Also ich habe für unseren 406 einen neuen Kabelbaum bei meinem Unimog-Teile-Dealer (DC) bestellt. Unser 406 ist allerdings Bj. 65 und die Kabelbäume waren von einem etwas jüngeren Bj. War aber nicht viel arbeit das ganze anzupassen. Habe das ganze gemacht nachdem das Fahrerhaus fertig restauriert war und noch abgebaut war. Weiß deswegen jetzt auch nicht wieviel arbeit das bei dir ist.

Schöne Grüße von Markus aus dem Emsland
#67326
Naja wenn du dich ein bisschen mit Elektrotechnik auskennst sollte es kein Problem sein. Gedult brauch man aufjedenfall.... Aber ist eigentlich ein schöner job. Ein kleiner Ausgleich zu den ganzen mechanischen Arbeiten ;-)

Nicht jeder Schaltplan passt zu jedem Unimog, also erneuere die Kabel nach und nach, eins nach dem anderen, verlass dich nicht nur auf den Schaltplan, sonst ist stundenlanges probieren angesagt *g*

Grüße Max

P.S. Unterschätz die Ströme in einem Fahrzeug nicht, bei einem Masseschluss hat man gleich 30 - 40 Amp, das brennt dir sämtliche Isolierungen weg....
Deshalb beim Testen der Elektrik Batterieklemmen nur anlegen, wenns wo funkt kann man gleich den "stecker ziehen" (bei mir waren sie mal angeschraubt, da währ fast der ganze Bagger abgefackelt.....)
#67413
Hallo Jochen,

es ist einfach tierisch viel Arbeit. Wer schon mal ein Auto komplett verdrahtet hat, weiß darüber. Als Elektroniker macht es mir keine technischen Probleme, aber nach zwei Wochen Kabelschuhe crimpen hat man dann die richtigen Muskeln zum Fingerhackeln. :lol:
Wer keine Infrastruktur zum Kabelbaum fertigen hat, ist besser mit einem gekaufen Kabelbaum von DC bedient, wenn der Mog von der Elektrik original ist.

@Stephan, da die Litzen immer mechanisch geschützt sind ist der Leiteraufbau viel wichtiger. Kriterien sind: Feinlitzigkeit, Verzinnte Adern, Ölbeständigkeit und Temperaturbereich.
Diese Kabel verwende ich zum Kabelbaumbau:
Kabel entsprechend den Normen der europäischen Harmonisierungszulassungen (HAR) sowie UL und CSA, dadurch universell einsetzbar. Leiteraufbau: Litzenleiter aus verzinnten Kupferdrähten, entsprechend UL-CSA, feindrähtig nach VDE 0295 Kl. 5/IEC 60228 Kl. 5, Isolation aus Spezial-PVC-Mischung nach IEC 60227/VDE 0207, UL 1581 Kl. 12 und 43, ölbeständig, flammwidrig und selbstverlöschend nach IEC 60332.1/HD 405.2 und CSA FT 1, Nennspannung: 450/750 V (nach HAR), 600 V (nach UL und CSA), Prüfspannung: 3000 V, spezifischer Isolationswiderstand: min. 10 GOhm x cm, Temperaturbereich (fest verlegt): –40 bis +70 °C (nach HAR/IEC), –40 bis +105 °C (nach UL/CSA).

Gibt es von 0,5mm² bis 6mm²

Das Ganze kommt in einen Isolierschlauch aus PVC nach DIN40621 und darüber ein parallelgewellter Vollkunststoff-Wellschlauch gemäß DIN EN 60204, beständig gegen Mineralöle, Säuren, Lösungsmittel, Ozon, frei von Halogenen, Silikon, Cadmium, selbstverlöschend, flammwidrig gemäß UL 94 V-0, Betriebstemperatur: –40 bis +115 °C, passende Verschraubungen RQG-, RQW-F, RQW-, Normen und Zulassungen: UL-File-Nr.: E86359, CSA, KEMA-KEUR u. a., Typen ..010/012/016/023/029 sind GGVS zertifiziert.

Gruß

Franz :wink:
#67419
@Franz:

:shock: :shock: gewaltige Geschütze! :wink:

@Stephan:
Ich geh' zu meinem Elektriker und nehme Ölflex-Kabel, meist nur die Innenadern. Die sind so schön schwarz und haben Nummern drauf...

Hat jeder Hansel um die Ecke und was auf der Schleppkette im Maschinenbau funktioniert, sollte auch am Mog halten.
#67427
@Stephan, nur Handfeuerwaffen. :wink:
Ich hätte ja noch den Text der diversen Prüfvorschriften einstellen können. :lol:
Ich geh' zu meinem Elektriker und nehme Ölflex-Kabel, meist nur die Innenadern. Die sind so schön schwarz und haben Nummern drauf...
Das mache ich auch, wenn mir die Farben ausgehen. Die Ölflexkabel sind höher spezifizert und manche Typen haben auch verzinnte Adern.

Typ Ölflex 115H. Industrie-Steuerleitungen halogenfrei ohne Abschirmung
mit hoher Flexibilität, für alle elektrischen Anlagen in trockener und feuchter Umgebung, geeignet für feste Verlegung sowie für flexible Anwendung an Maschinen, Geräten, Lüftungs- und Klimaanlagen usw. Die Leitung erzeugt im Brandfalle nur schwache korrosive Brandgase. Feindrähtige Litze aus verzinnten Cu-Drähten, Adernisolation aus halogenfreiem, unvernetztem Polyolefin-Copolymer, Adern in Lagen verseilt, schwarz mit weißen Ziffern nach VDE, Schutzleiter: grün gelb, Farbe: lichtgrau (RAL 7035), Brandverhalten: gemäß IEC 332.3 A, B + C/CEI 20.22, Leiteraufbau: feindrähtig nach VDE 0295, Kl. 5, IEC 228 CI. 5, Nennspannung: 300 V/500 V, Prüfspannung: 4000 V, Temperaturbereich fest verlegt/bewegt: –40 bis +70 °C/–15 bis +70 °C. :wink:

Gruß

Franz 8)
#67462
Da ich davon ausgehe, dass die Automobil-Hersteller alle diese Richtlinien schon kennen und die Kabel dementstrechend auswählen, erspare ich mir die ganze Sucherei. Ich gehe zum Schrotti, ziehe z,B aus einem alten 309 Doka den Kabelbaum raus uns schon habe ich alle notwendigen Kabel. Und der Gag ist, für die entsprechenden Leitungen sofort die richtige Kabelfarbe und welch Wunder, auch die richtigen Querschnitte.
Hier findest du die Kabelfarbenund hier die Klemmenbezeichnungen
#69278
hallo Ihr Allwissenden

Mein Kabelbaum von meinem 69 406 ist noch sagen wir mal vom Optischen auser auf ein paar Kabel ganz gut in Schuß bringt es mir etwas, da ich dem MOG auseinander habe die Kabel zu erneuern???

Es heißt ja neue Kabel sind besser.
Vorallem wenn ich mir bei DC einen Kabelbaum Kaufe ist der mit den neusten Kabeln???

Gruß
Daniel
#69284
Hallo Daniel ,
die Frage ist ob Dein Kabelbaum den Aus- und Einbau auch zerstörungsfrei
überlebt hat. Die Kabel sind nun mal alterungsanfällig und dann sehr empfindlich bei mechanischer Belastung wie biegen oder ziehen.
Wenn Du sowieso alles auseinander hast mach den Kabelbaum neu , dann gibt es nachher auch keine Überraschung.
Das beste Ergebniss erziehlst Du wenn die Isolierung des alten Kabelbaums aufgeschnitten wird und für die Litzenkabel ein Kabelbrett angefertigt wird.

Gruss Andreas
#69296
Danke für deine meinung Andreas

ja da hast du recht gemerkt habe ich das bei den kabeln der Tankanzeige die sind ziemlich brüchig
und die Kabel der hinteren Lampen sind durch müsste ich eh was machen.

Also du meinst kabelbaum aufschneiden und die Jeweiligen Kabel gleich neu verlegen und anklemmen
Kabelbrett kann ich ja das alte benutzen das dürfte ja kein Problem sein.
Was ist mit Steckern die in die Instrumentenanzeige Passen???
#69297
Hallo Daniel,

wenn Du den alten Kabelbaum hast, suche Dir ein Brett, lege den Kabelbaum darauf aus und mache dir mit Nägeln Kabelkanäle. Das heißt, an jedem Knick einen Nagel und alle 10cm links und rechts nägel zur Führung. Am ende eines Zweigs zwei Nägel zum Kabelenden fixieren. Mit einem Filzstift den Weg des Baums aufmalen. Die Enden nummerieren und eine Liste schreiben, welche Farbe und Querschnitt an welches Ende.

Ich habe die Infrastruktur zum Kabelbaum fertigen.
Bei genügend großem Interesse würde ich eine Kleinserie der 406 Kabelbäume anfertigen mit kleinen Verbesserungen, z.B. eine Steckverbindung von Fahrerhaus und Rahmen. :)

Gruß

Franz

ps. Daniel, ruf mich mal zuhause an.
#70704
Hallo Forum, hallo Jochen,

ich habe heute zu der Verkabelung des Unimog 403/406 etwas recherchiert .

Die Kabelbäume sind erhältlich:

Kabelbaum nach hinten A 406 540 63 09 ¤ 179,80
Kabelbaum Instrumente A 406 540 75 09 ¤ 342,20
Kabelbaum Scheinw. A 421 540 27 38 ¤ 147,32

Bei diesen Preisen hat Selbstmachen keinen Sinn. Bis Du Kabel in verschiedenen Farben, Isolierschläuche, alle Steckverbinder und und das nötige Kabelbrett gemacht hast, gibst Du mehr Geld aus. Bei einer Serienfertigung von 50 Stück kommst man vielleicht günstiger weg.

Wenn die Kabelbäume mal nicht mehr erhältlich sind, dann schauts anders aus.

Gruß

Franz

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