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Hier werden Fragen zur Technik und zur Restauration des Unimog gestellt.

Moderator: stephan

#44490
Irgendwie komme ich mit dem sch.... Werkstatthandbuch nicht klar :?

Ich versuche immer noch, den Burgmannring zu wechseln an einem OM636. Jetzt habe ich im Werkstatthandbuch (B&B, 2Bände U411/421 für meinen 411.120) geschaut, da ist das nicht beschrieben. Steht das in dem einbändigen Buch für die alten 411? Konkret weiss ich jetzt aus verschieden Beiträgen hier und im Buch, wie ich den Ring einsetzen muss.
Was mir fehlt ist:
- muss der Ring beim Einbau an allen 4 Schnittstellen jeweils 1mm überstehen oder nur am Motorblock und die Hälfte in der Ölwanne wird bündig abgeschnitten?
#44500
Servus Stefan!
Den Burgmannring auf beiden Seiten ca 0,6 - 1 mm vorstehen lassen.
Am ehesten dicht wird der Ring, wenn du ihn zuvor in Motoröl einlegst und das ganze auf mindestens 100 Grad erwärmst. Er muss sich ordentlich ansaugen - du kannst ihn ruhig über Nacht eingelegt lassen. Dann beim Einbau (mit dem Hammerstiel sauber in die Nut einlegen, die Stoßstellen mit Dichtmasse bestreichen. Und jetzt kommt das Wichtigste: Beim Anziehen der Ölwanne immer wieder die Kurbelwelle drehen und dann wieder etwas nachziehen. Ich habe mit dieser Methode mehrere Ringe eingebaut und sie sind alle perfekt dicht.

Viel Spaß wünscht Kurt :idea:
#44502
Die Ringhälften zuerst sehr gut einpressen und dann erst abschneiden.Die Schnittstellen müssen exakt gerade sein, am besten mit sehr scharfem Teppichmesser. Als Abstandhalter für den Schnittüberstand einen Fühlerlehre verwenden. Es darf in der Schnittstelle kein Ansatz vom Schneiden sein. Auch sollte an den Schnittkanten nichts ausfransen. Am besten von innen nach außen schneiden, denn außen kann man die Fransen, wenn welche entstehen noch abschneiden, auf der Innenseite stören sie die dichtfläche oder reißen eventuel aus. Die Dichmasse bringt beim Einlegen in Öl nicht viel da sie nicht haftet. Wenn doch, mit der Dichmasse aber äußerst sparsam umgehen, am besten eignet sich Atmosit. Es darf sich beim Anziehen nichts in den Spalt zwischen die Kurbelwelle quetschen.
#44534
Danke für die Tipps, Ich versuche es dann nächste Woche mal.

Das mit dem Öl einlegen kann ich glaube ich lassen. Ich habe die Ringe jetzt von Elring. Die sind schon mit einer Art Wachs/Fett getränkt. Ich habe extra ein kleines Stück abgeschnitten um sicher zu sein, dass das nicht nur oberflächlich ist.
#44858
Sorry, zu spät für Fotos, ich habe den Motor heute wieder zusammengebaut...naja, wenigstens angefangen.

Was muss alles weg? Ich kann hier nur für den OM636 sprechen.
- Motor ausbauen
- Öl ablassen
- vordere Reimenscheibe ab
- Betriebsstundenzähler ab
- Steuergeheäuse ab
- Ölwanne ab
- Ölpumpe raus
- Kurbelwellenlager und Pleuellager öffnen
- Kurbelwelle raus

danach kommst Du an den Ring dran.
#44918
Hallo Stephan,

Vielen Dank für die schnelle Antwort.

Gibt es noch andere klassische Leck-Stellen von den alten Maschinen ??

Ich hab mal unter die Kupplungsglocke ein provisorisches Auffangbecken insatlliert. Da war aber nicht soviel drin. Meine Feder vorn rechts ist dafür prima konserviert (Öl-versaut). Dummerweise ist natürlich alles um den Motor rum ziemlich verölt, so dass man nicht sagen kann, wo das Zeug rauskommt.

Ein Teil von meinen Öl haut konstruktionsbedingt durch den Auspuff ab. Aber wenn jemand einen Tipp hat, wie man die Pfützen unter dem Mog wegbekommt, bin ich für alles dankbar.

Gruß an alle Moggler, Stephan
#45273
Hallo Freunde,
das Problems Burgmannsring interessiert mich auch. Ich habe wahrscheinlich die letzten von DB bekommen. Freunde von mir haben die Ringe auch gewechselt und sind nicht zufrieden wegen weiterer Undichtigkeit.
Ist das Öleinlegen die LÖsung?
Wie tief muss der Ring in die Fassung? Meine Kurbelwelle vom OM636 ist an der Stelle exakt 66,0 mm im Durchmesser. Habe mir einen Aluring von 65,0mm drehen lassen mit dem ich den Ring bislang eingedrückt habe, d.h. die Kurbelwelle müsste rundum 0,5 mm :? nachdrücken.
Könnte das klappen? ist das zuviel oder zu wenig? Wäre dringend an einer Antwort interessiert da alles am B.Ring hängt.
mfg Heinz401
#45301
Der Ring muß sauber bis auf den Grund eingedrückt werden. Er darf aber nicht flach gedrückt werden. Der Clou an der Sache sind die Trennflächen, diese müssen genügend überstehen und absolut sauber und gerade geschnitten sein. Kein Ausfransen oder Schnittriefen, sonst kommt das Öl an der Trennfläche wieder durch. Das Einlegen im Öl bringt nicht viel, da das Gewebe mit Graphit getränkt ist. Ich habe noch nie in Öl eingelegt.
#45324
:? Danke Helmut und an andere "Dichter"
für die Tips zu diesem, wie man meinen sollte, einfachen Problem. Will dieses an sich triviale Thema auch nicht bis zum Excess treiben. Aber mein Ring steht nun wie beschrieben immer noch auf den Radius bezogen 0,5 mm unter dem Kurbelwellenmass über, obwohl sich das mit dem als Kurbelwelle nachgebildeten zylindrischen Werkzeug gut machte und der Ring dadurch auch gleichmäßig kreisrund eingedrückt wurde. Ich denke aber den Grund der Ringfassung schon erreicht zu haben.
Frage: Wie verdaut der Ring die 0,5 mm rundum, denn nach meinem Gefühl käme jetzt die Phase des Plattdrückens wenn ich weiter eindrücken würde ?
M.E. wäre das wohl egal ob die KW nun die fehlenden 0,5 mm drückt oder das Werkzeug. Ich würde aber eher auf die Welle setzen wegen des Drehens bei der Montage. Was wäre denn nun nach eurer Meinung die richtige Vorgehensweise?
mfg Heinz401
#45326
Hallo ihr Ringdrücker!
Der Dichtungsring wird mittels eines Holzstabes (z.B. Hammerstil) von Hand in die Nut eingearbeitet/eingewalzt. Die Vorgehensweise wurde hier im Forum X-mal besschrieben und man kann es in jedem Werkstattbuch nachlesen. (Kopie gefälltig? > bitte Adresse mitteilen!)
Wenn man diese Prozedur einfach mit einer Vorrichtung, sei es Aluring oder dergl., machen könnte, gäbe es längst ein derartiges Werkzeug zu kaufen. Hier ist aber noch Handarbeit mit Gefühl ("KnoffHoff")angesagt. :D

Gruß

Fred
#45330
Das Rohmaß des Ringes ( also Innendurchmesser)muß kleiner sein als der der Kurbelwelle. Das Gewebe wird so beim Einbau gepreßt und dichtet somit ab wie eine Preßpackung einer Stopfbuchse. Wichtig ist dabei auch der Überstand über der Dichtfläche vor dem Einbau, damit genügend Material zum Stauchen vorhanden ist. Ich kenne auch nur die Methode mit dem Hammerstiel, wurde so auch offiziel gelehrt.

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