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Herzlich willkommen auf der Unimog-Community-Website. Seit 1999 treffen sich hier die Mercedes-Benz Unimog- und MBtrac-Enthusiasten zum Meinungsaustausch und Fachsimpeln.

Hier werden Fragen zur Technik und zur Restauration des Unimog gestellt.

Moderator: stephan

#490340
Hallo

das Öffnen des Stopfens hat schon seinen Sinn. Sowohl der Stopfen wie auch das Ventil haben einen relativ langen Gewindestutzen, der innen in den Ölsumpf ragt. Das Ausdrehen des großen Stopfen ist m.E. besser, dadurch kann das ÖL besonders im warmen Zustand besser Ablaufen und den Schmutz besser ausspülen als wenn es so langsam vor sich hintröpfelt. Wen man an einem heißten Motor das Öl ablässt, erkennt man schnell , wie gut der Ölstrom eventuelle Ablagerungen ausspült.
Bei den Motoren mit Blechölwanne steht die Gewindebuchse innen leider ein wenig über. Ich habe bei der letzten Motorrevision den Ablauf auch optimiert, indem ich den innen überstehenden Rand der Gewindebuchse flachbündig mit dem Ölwannenboden abgeschliffen habe und den Boden leicht nach außen gedrückt habe, damit die Ablassbohrung auch tatsächlich an der tiefsten Stelle liegt. Dadurch kann das Öl wirklich restlos entleert werden.
#490344
Moin,
also ich bin total begeistert von den zahlreichen Tipp`s!
Vielen Dank an Euch! Ihr seit eine wirklich tolle Fangemeinde!

Der letzte Beitrag von Helmut hat mich zum Nachdenken bewogen.
Da ich nicht viel mit meinem UNIMOG fahre, kommt wahrscheinlich nur ein
einmaliger, jährlicher Motorölwechsel in Betracht.
Ist dann halt eine schmutzigere Angelegenheit
Dann sollte auch wirklich der letzte Dreck mit abgelassen werden, um den Motor
dann mit sauberen Motoröl zu "füttern"!

Eigentlich hatte ich vor mir den Ölablass von Stahlbus zu kaufen.
Jetzt überlege ich es mir doch noch einmal........

Nochmals vielen Dank und angenehmes Wochenende!!!!!

Gruß Rainer
#491208
Moin,
so....die vermackelte Ablassschraube hat verloren!
Mittels Kreuzmeißel und Vorschlaghammer ist es mir gelungen diese zu lösen.
Was dann als Altöl aus dem Motorbauch austrat..........Es wurde wirklich Zeit!
Habe dann die 26er Original-Schraube, wie Helmut es beschrieben hatte, benutzt.
Es wird schon seinen Grund haben, das ein solcher Öffnungsdurchmesser vorgesehen war.
Ölfilter ist auch sauber und 7 Liter neues Öl eingefüllt.
Noch eine Frage.....
Habe noch einen Öldruckmesser (VDO) im Armaturenbrett eingebaut und muss diesen anschließen.
Aber wo und mit was für einem Geber und welcher Zugangsleitung?

Gruß Rainer
#491256
Weil ich ein netter Mensch bin, habe ich ein Bild herausgesucht. man muss sich das Bild leicht nach links gedreht vorstellen. Das runde Teil ist der alte Ölfilter mit Siebeinsatz.

Gruß.
Markus
Dateianhänge:
Anschluss Öldruck.jpg
Anschluss Öldruck.jpg (62.03 KiB) 1672 mal betrachtet
#491258
Moin Markus,
zunächst ein großes Dankeschön von mir für Deine Hilfe!
Da Du ein netter Mensch bist, "knüpfe" ich hiermit meine nächste Frage an.
Es ist ein mechanischer Öldruckmesser. Ich finde jedoch nirgendwo eine solche Zuleitung.

P.S.
die Bedienungsanleitung schreibt vor:
"Nach jeder Ölfilterreinigung muß der Motor vor dem Anlassen so lange mit Hilfe des Anlassers
bei gezogenem Stoppzug durchgedreht werden, bis Öldruckanzeige erfolgt,
d.h. bis die grüne Kontrolllampe erlischt."

Habe ich heute morgen gemacht. Hat lange gedauert bis die grüne Kontrollleuchte erlosch!!!!!
Jetzt ist die Batterie leer und muß erst wieder aufgeladen werden!

Gruß Rainer
#491262
Hallo Rainer,

Ich finde schon eine Leitung bei mir im Keller. :lol:

Die Leitung ist ein Standard-Hydraulik Rohr 6L. Wenn ich mich recht erinnere ist sie zwei teilig und war nur in frühen Unimog bis 411 verbaut. Im Teilekatalog von 1958 ist sie abgebildet, nutz aber nicht viel, da nicht maßstäblich.

Die Leitung mit Schneidringen kommt aus der Anzeige und geht zur Beifahrerseite weg. Oberhalb der Haube bis zum Ölfilter.

Der Grund für die Prozedur nach der Ölfilterreinigung ist, dass erst der Filter wieder voll Öl laufen muss bevor Druck in den hydrodynamischen Lagern aufgebaut werden kann. Dabei sollen die Lager der Kurbelwelle nicht durch die Verbrennungskraft belastet werden. Deshalb die Dieselförderung mit dem Absteller unterbrechen.


Ich habe ich ehrlicher Weise das nie wie in der BA gemacht und immer auf den Restschmierfilm in den lagern vertraut. Beim Ölwechsel schraube die neumoderne Filterpatrone ab und eine neue dran. Fertig. Das soll aber kein Hinweis für allgemeines Vorgehen sein.

Gruß,
Markus

P.S.: Bei Fahrzeugen mit grüner Kontrollleuchte war kein Öldruckmesser mehr verbaut.
Zuletzt geändert von mhame am 01.08.2016, 18:51, insgesamt 1-mal geändert.
#491268
Hallo Rainer,

schade nur, dass es die alten Öle für diesen Spaltfilter nicht mehr gibt, die die Verunreinigungen in der Ölwanne ablagern. Heutige Öle sind auf Feinstfilter abgestimmt.

Möchtest du meine Leitung nachfertigen?

Markus
#491271
Hallo Markus,

es gibt sie noch, die alten Öle, als Rasenmäheröle (4-Takt-Rasenmähermotore haben nämlich gar keine Filter) oder spezielle Oldtimeröle.
#491289
Hallo
ob ein Rasenmäher Filter hat kann nicht grundsätzlich ausgeschlossen werden, jedenfalls sind
Rasenmäheröle hochaditiviert, Rasenmähermotore haben auch keine goße und tiefhängende Ölwanne, in denen sich das Öl beruhigen und der Schmutz absetzen kann.
Für alte Motore braucht man unlegierte oder Regularöle
#491304
Moin zusammen,
also jetzt habt ihr mich ganz verunsichert!

Ich habe mir extra teures Oldtimeröl gekauft.
Zwei 5 Liter Kanister "GULF CLASSIC 20W 50" und 7 Liter davon aufgefüllt!

Und jetzt heißt es, es gibt keine alte Ölsorte für diesen Spaltfilter mehr.
Die heutigen Öle sind nur für jetzt erhältliche Feinfilter.........
Habe ich denn alles falsch gemacht?
Gruß Rainer
#491312
Hallo Rainer,

immer mit der Ruhe. Alles geschriebene stimmt, ist aber alles kein Dogma :!:

Der OM 636 ist aus einer anderen Zeit und steckt vieles weg, was neue Motoren nicht können. Ich fahre in einem meiner Unimog mein Altöl aus dem PKW, weil er auf 1000km ca. 4l benötigt. Der hält er schon seit 10 Jahren durch.

Viele fahren heute im OM636 noch den alten Spaltfilter. Mir war beim Filterreinigen die Sauerei zu groß, daher habe ich einen Adapter für neumoderne Ölfilter konstruiert. Das haben andere auch getan.

Du darfst gerne mal bei mir vorbei kommen und dann philosophieren über Öle und andere Betriebsstoffe.

Gruß,
Markus
#491313
moin,

an dieser Stelle dieser immer wiederkehrenden Öldiskussion noch die ketzerische Frage, was die Motoren in den letzten 40 Jahren zu fressen gekriegt haben.
In der Regel das, was beim Händler oder in der Landmaschinen-Bude grad standardmäßig zur Hand war.

Bereits Lanz hat 1952 für die Bulldogs HD-Öle empfohlen und ab Werk verwendet. Viele weitere Hersteller ebenfalls. Ab spätestens Mitte der 50er Jahren waren diese Öle absoluter Standard, und eben mit Additiven versetzt. Unter anderem den berüchtigten "Schwebe-Additiven".

Wie all die Unimog-Motoren das bis heute überlebt haben, bleibt rätselhaft. Zumal die Ölwechsel im Hobby-Gebrauch sicherlich häufiger stattfinden als im harten Alltagseinsatz der letzten Jahrzehnte.

mfG
Fabian
#491321
Hallo
Wie all die Unimog-Motoren das bis heute überlebt haben, bleibt rätselhaft.
die die nicht überlebt haben kennst du nicht, wir haben früher schon so einige getauscht. Wenn du den Dingern mal ordenlich auf das Blech getreten hast, waren die Teile gar nicht so unkaputtbar wie hier von so manchem Bewunderer besungen. Es gab ganze Industriezweige, die davon gelebt haben. Trotzt wesentlich breiteren Lagern und wesentlich geringeren Leistungen waren Lagerschäden eine ganz normale Angelgenheit und überhaupt nicht rätselhaft.

@ Reiner
meiner Information nach wurden im Marmeladenland erst kürzlich einige OM636 instandgesetzt, damit sie das Schneckenhaus überhaupt erst durch die Welt nach Morsum schleppen konnten.
Und jetzt heißt es, es gibt keine alte Ölsorte für diesen Spaltfilter mehr. Die heutigen Öle sind nur für jetzt erhältliche Feinfilter.........Habe ich denn alles falsch gemacht?
Sicherlich gibt es diese alten Öle noch, ich habe mal einen Beispiel-Link gesetzt, einfach nach unlegiert 20W-50 googeln. Allerdings sind mit der alten Schmierstofftechnik auch die alten Ölwechselintervalle von 2000km einzuhalten. Deshalb ist eine Umrüstung des Ölfilters im Zusammenspiel mit den heutigen Ölen und dessen Schmierfähigkeit nicht nur eine sinnvolle Maßnahme zur Erhaltung ders Motors sondern auch eine kostensparende Lösung, preiswertes Standardöl, preiswerte Filterpatrone und wesentlich längere Wechselintervalle.

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