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Herzlich willkommen auf der Unimog-Community-Website. Seit 1999 treffen sich hier die Mercedes-Benz Unimog- und MBtrac-Enthusiasten zum Meinungsaustausch und Fachsimpeln.

Hier werden Fragen zur Technik und zur Restauration des Unimog gestellt.

Moderator: stephan

#104722
Hallo Christian,

ODER wenn das Rücklauf-Sperrventil nur metallisch dichtet. Seit etwa 10-15 Jahren werden von Ölsystem-Zulieferern Sperrventile mit Gummi als elastisches Dichtelement angeboten
Mit einem "weichen" Dichtkörper hast Du eine große Chance, daß es dichtet, mit der Stahlkugel aber nicht.

Der Hauptölkanal rinnt immer über die Hauptlager leer, die Leitung von der Ölpumpe bis zu einem möglicherweise dichtenden Rückschlagventil läuft auch immer leer, es sein denn, die Ölpumpe liegt unter dem Ölniveau oder deren Lager sind 100% dicht.

Die besten modernen Motoren brauchen für einen guten Öldruckaufbau größenordnungsmäßig 1 sec!!


Gruß
Walter
Zuletzt geändert von WalterOspelt am 16.03.2006, 12:51, insgesamt 1-mal geändert.
#104741
@Thomas,

mein Motor ist nicht frisch überholt, ein ausgesprochenes Öldruckproblem habe ich auch nicht. Mein Anliegen ist lediglich der Versuch ein (ungewolltes) Leerlaufen des Ölkühlers zu verhindern. Damit wären die Voraussetzungen für ein längeres Motorleben verbessert ohne eine zusätzliche Pumpe, als "passive Lösung" sozusagen.
Da das Überdruckventil hinter dem Öldruckgeber gut zugänglich ist (Kabine steht im Moment ohnehin oben) und zudem nicht teuer ist, habe ich diesen Versuch mal "so nebenbei mitgenommen". Das hinter der Ölwanne würde ich genauso tauschen, wenn sich die Gelegenheit ergäbe. Die Wanne habe ich allerdings vor ca. vier Jahren erst neu eingedichtet, sie ist dicht und das soll auch erst mal so bleiben, denn der Aufwand ist es mir nicht Wert, vor allen nicht, solange ich keine Gewissheit habe, daß dieses Ventil auch wirklich eine maßgebliche Verbesserung bringt.

@ Johann: Das ist naturlich ein Argument... Die von mir in Betracht gezogene Verschraubung verlängert die Ölablassschraube um 17mm, ob dafür ausreichend Platz zur Verfügung steht, müsste ich dann noch einmal genauer überprüfen, falls es so weit kommen sollte...

@ Walter: Möglicherwewise hat MB ja im gleichen Zuge auch das Ventil an der Ölpumpe auf einen Kunststoffdichtkörper umgestellt, falls es vorher ein metallisch dichtender(?) war. Ein Ansatz in die richtige Richtung wäre noch das Rückschlagventil unter den Pegel im Ölsumpf zu verlegen.
Daß das Problem eines zeitverzögerten Öldruckaufbaus grundsätzlich auch bei anderen Motoren besteht, ist mir klar, nur beim OM352 dürfte das extrem sein. Mit einer Trockenlaufzeit von weniger als fünf Sekunden hätte ich mich ja schon mal zufrieden gegeben.
Für die Maßnahmen, um eine nennenswerte Zeitverkürzung des Öldruckaufbaus zu erzielen, kommt man offenbar aber nicht um eine Ölwannendemontage herum, ohne daß man eine Gewissheit über den Erfolg hat. Wäre meine Ölwanne undicht würde ich das ganze in einem Aufwasch ausprobieren.
Den Arbeitsaufwand der letzten Ölwannendemontage rein zur Abdichtung habe ich jedoch noch gut in Erinnerung. Wahrscheinlich würde würde ich alleine schon deshalb, wenn ich in dieser Richtung überhaupt etwas unternehme, die Zeit in die Version mit der zusätzlichen Pumpe investieren, denn das Öldruck-Zeitverhalten dieser Version ist mit einer passiven Lösung ohnehin nicht zu toppen!
#104891
Hallo Walter,

klar, um den Abfluß durch das Lagerspiel kommt man nicht herum, fünf Sekunden weniger, oder "ähnliche Wunder" hätte ich von dieser Maßnahme auch nicht erwartet, aber es würde wenigstens dafür sorgen, daß das Saugrohr bis zur Pumpe nicht mehr unnötig leerläuft...
#108708
hallo,

ich habe diesen thread mit interesse verfolgt, insbesondere weil mein mog seit wochen unbewegt vor der tür stand (womo). gestern habe ich ihn das erste mal wieder angelassen.

ich habe folgendes festgestellt:

nach ca. 6 wochen standzeit dauert es eine sekunde, bis der öldruck bei ca. 1 bar ist und 7 sekunden bis anschlag (13 grad aussentemp.)

heute habe ich ihn wieder angelassen und exakt die gleichen werte erhalten.

es gibt bei mir demnach keinen unterschied zwischen kurzer und langer standzeit somit decken sich meine beobachtungen auch nicht mit den anfangs beschriebenen.

rätsel??? erklärungen??

ach so: U1200 OM352A 60tkm 2000bh

grüße

olli
#108745
Hallo Olli!
Ich finde es zwar etwas merkwürdig, dass sofort 1 bar ansteht und dann es 7 Sekunden dauert bis der Zeiger auf Anschlag geht (oder er steigt kontinierlich langsam, könnte ich mir eher vorstellen) aber wenn gleich wirklich Druck da ist, ist alles Ok.
Normalerweise baut sich sobald sich der Zeiger bewegt der Druck sehr schnell auf.
Unlängst habe ich bei einen alten 406er nach 2 Wochen Standzeit nach dem Starten 14 Sekunden ohne Öldruck laufen gesehen , ich bekam Gänsehaut.
#108797
Hallo Olli,

Herbert schrieb:
Ich finde es zwar etwas merkwürdig, dass sofort 1 bar ansteht und dann es 7 Sekunden dauert bis der Zeiger auf Anschlag geht
Herbert hat völlig recht.

Der Öldruck geht bei kaltem Motor nach dem Auffüllen der leeren Leitungen ziemlich rapide in die Höhe. Wenn das bei Deinem Motor anders ist, dann stimmt etwas nicht.

Zeigt Dir die Anzeige etwas, das es in Wirklichkeit nicht gibt, nämlich einen Druck von 1 bar? Der Öldruckgeber ist ein Widerstandsgeber. Das Anzeigeinstrument sieht aber nicht nur den Geberwiderstand, sondern auch die Übergangswiderstände an all den Steckern!!!

Prüfe kritisch die Anzeige und ihr Verhalten:
- bei eingeschalteter "Zündung" (vor dem Start),
- während des Startens (dann sinkt die Bordspannung)
- nach Erreichen des freien Leerlaufes

Benutze wenn möglich ein richtiges Manometer.

Gruß
Walter
#131423
@ Herbert
Hallo, Herbert,
gestatte mir bitte ein paar Fragen
was haben die Haupt- und Pleuellager etwa gekostet?
Ich denke, ich werde meinen Motor irgendwann auch machen müssen. Er hat bei Betriebstemperatur im Leerlauf höchstens noch 0,2 bar (allerdings im Bordinstrument, das auch lügen kann) und betriebswarm Vollgas gerade so noch 3 bar.

Meine beiden Trac's (OM314) haben im Leerlauf der eine 3, der andere 4,5 bar und bei Vollgas Anschlag Bordinstrument, das ist schon ein Unterschied... (Mein alter Schlüter lief zwar jahrelang ohne Probleme mit 1 Bar bei Vollgas aber das macht mich schon etwas nervös...)

Bist Du sicher, dass die Hauptlager gereicht hätten?
Hast Du die Lager im Neumaß oder mit 1. Übermaß gekauft?
Gruß
Holger
#131445
Hallo Holger!
Öldruck in Stand unter 0,5 bar ist für mich schon Allarm, das ist der Schaltpunkt eine normalen Öldruckschalters, das heist es leutet Öldrucklampe bei allen Motoren ohne Anzeige. Es besteht dann nähmlich meiner Meinung nach die Gefahr das das Öl zu Schmierstellen die am weitesten weg sind nur mehr ganz spärlich hinkommt.
Die Lagerschalen kann man nur die selben hineingeben die vorher drinnen waren, das heisst Originalmaß gegen Originalmaß, 1. Übermaß gegen 1. Übermaß tauschen.
Ob man nur die Hauptlager oder auch die Pleuellager tauscht, zeigt die Sichtprobe.
Wenn das Lagermetall voll erhalten, ist keine Kratzer hat und das Kupfer nicht durchschimmert ist die Lagerschale noch in Ordnung.
Die Kosten weiss ich nicht mehr genau, ist schon über 10 Jahre her, waren aber nicht sehr teuer, habe sie von eien Motorzubehörhändler mit guten Rabatt gekauft, original sind sie sicher viel teurer und auch nicht besser.

Grüsse
Herbert
#132169
Hallo Schrauber!
Habe das Öldruckthema mit Spannung verfolgt, denn unsere Maschine (U406 Bj64, OM352.910 65PS) hat auch so 10-12 sec. gebraucht, bis Druck an lag. Bei kaltem Motor gabs dann 3bar, nach kurzer Laufzeit gings im Leerlauf runter auf 0.5bar. Das war uns dann auch nicht geheuer und deshalb raus mit dem Motor. Schadensbild: sämtliche Lagerschalen der Kurbelwelle verschlissen, die Kurbelwelle konnte gerade noch geschliffen werden. Pleuellager auch hin, und das ist jetzt das Problem: Für diesen alten Motor bekommt mein Motorenschrauber keine Pleuellager mehr. Teile Nr. A322 586 3803. Weiss jemand Rat, wo man diese Uralt-Teile bekommen kann? Alternativ schlägt er komplett neue Pleuel vor, aber das kostet sicherlich...

Gruß Paul
#132511
Hallo
Wie kann ich zuverlässig und genau den Öldruck messen,ich vertraue dem Schätzeisen von Kombiinstrument nicht ganz.Bei mir geht der Öldruck im kalten zustand nach 5sec. auf 1bar dann nach 2sec. auf 3bar.Wenn er warm ist dann hat er im stand etwas über 0 und bei last 1bar druck.Motor läuft gut und hat auch gute leistung,raucht etwas aber nicht viel .

Gruß Jürgen
#132525
Hallo

@ Paul

Jeder halbwegs vernünpftige Motorinstandsetzer sollte in der Lage sein für einen 352er Lagerschalen zu besorgen.

Und wenns diese Größe wirklich nicht mehr gibt soll er die Welle auf ein anderes Maß schleifen je nach dem Was passt.

Normgröße 60mm
A 322 586 36 03

Rep. Stufe 1
A 322 586 37 03

Rep Stufe 2
A 322 586 38 03


Rep Stufe 3
A 322 586 39 03

Rep Stufe 4
A 322 586 40 03



Gruß

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