Herzlich willkommen

Herzlich willkommen auf der Unimog-Community-Website. Seit 1999 treffen sich hier die Mercedes-Benz Unimog- und MBtrac-Enthusiasten zum Meinungsaustausch und Fachsimpeln.

Hier werden Fragen zur Technik und zur Restauration des Unimog gestellt.

Moderator: stephan

#135925
Hallo Patrick,

deine Informationen sind richtig.

U65 - 06/1964 - 05/1966 = 65 PS
U70 - 05/1966 - 12/1968 = 70 PS
U80 - 12/1968 - 03/1971 = 80 PS
U84 - 03/1971 - 1973 = 84 PS
ab 1973 Produktionsumstellung auf
Scheibenbremsen. Ab hier heisst das
Fahrzeug U900. Die Produktion des
U900 wurde 1988 eingestellt.
Wieviel PS der U900 hat weiss ich nicht.

Kleiner Tip:
Ab der Produktionsumstellung auf Scheibenbremse, wurden
die Unimog übrigents mit schwarzen Felgen ausgeliefert,
vorher mit roten Felgen !

Ich hoffe meine Quelle ist soweit richtig, wenn einer weiss,
wieviel PS der U900 hat, kann er es ja hier schreiben.

Was soll es denn für ein U65 sein, den Du kaufen willst ?
Hast Du Bilder, oder gar die Fahrgestellnummer ?
Dann könnten wir Dir weiterhelfen...
#135969
Hallo, Patrick,

hier hilft Dir sicher nicht nur einer... :wink:

Die Bezeichnung U900 löste die PS-genaue Namensgebung irgendwann zwischen 1973 und 1976 ab.
Der U900 hatte bis zu seiner Produktionseinstellung aber weiterhin 84PS, eine weitere Leistungsanhebung unterblieb.

Heute ist es aber kaum mehr möglich, einem Baujahr genau eine bestimmte Leistung zuzuordnen, da Motorüberholungen und -instandsetzungen, sowie Tauschmotoren den Fahrzeugen oft zu höheren Leistungen verhalfen und auch ohne dem wurde an den Schräubchen gedreht.

Ich weiß aus eigener Erfahrung, dass ich damals fast bei jedem Werkstattbesuch gefragt wurde, wann denn meine Tracs endlich "aufgedreht" werden würden. (was bis heute nicht notwendig war).

Das hätte mich nicht einmal was gekostet, da die Werkstattleute das als Sport betrieben, nur um den Gesellen im CASE- oder DEUTZ-Lager zu beweisen, da im Feld läuft ein 700-er Trac, der zieht den Vierschar oder ähnlich...

Es gibt heute kaum noch einen Trac mit Original-Leistung, gerade bei den Lohnunternehmern wurde gedreht bis zum Abwinken. MB-trac 150 mit 240PS Leistung (aus dem OM352A) existieren angeblich, seien allerdings von weitem an der Fahne zu erkennen...

Bei den Kommunen (die ja quasi eine Behörde sind) wurden die Tauschmotoren mit der höheren Leistung dann auch oft in die Papiere eingetragen, so dass Du heute alles finden kannst:
U70 mit 84PS, U65 mit 70PS, eingetragen, nicht eingetragen, sowie alle weiteren denkbaren Konstellationen.

Einzig die ersten etwa 1.700 U65 wurden mit dem 4,8l Vorkammermotor OM312 gebaut, da war eine Leistungssteigerung nicht wirklich möglich, vielleicht ein paar PS. Seit OM352 gibt es alles.

Da in den langen Fahrgestellen (416) die Motoren bis 110PS (inoffiziell sogar bis 125PS) aufgedreht wurden, wird es sicher auch kurze Radstände mit diesen Leistungen geben. Der Motor macht das (zumindest bis 110PS) alles klaglos mit, wenn es richtig gemacht wurde, denn Aufdrehen der Mengenschraube ist nicht alles.

Was gerade im Moment bei Deinem Neuen drin ist, ist erst mal nicht wichtig, solange es ein OM352 ist... (wobei ich mir überlege, mir noch einen mit OM312 zuzulegen, denn der Vorkammer verbrennt Rapsöl ohne Probleme...

Auf jeden Fall sollte die Leistung nicht das kaufentscheidende Kriterium sein. Schau lieber, ob das Getriebe intakt ist, der M;otor sauber läuft, der Öldruck im betriebswarmen Zustand ok ist, Allrad und Sperren schalten, die Hydraulikpumpe noch genügend Druck aufbaut, die Achsen einigermaßen dicht sind u.s.w. etc. pp...

Viele Grüße und Viel Erfolg wünscht Dir

Holger aus dem stürmischen Oberhessen
#135995
Hallo,
Die Produktion des U900 wurde 1988 eingestellt.
Nicht ganz. Auch der Nachfolger der Baureihe 403/406/413/416, der Unimog 417, wurde weiterhin als U900 verkauft.
Der U900 hatte bis zu seiner Produktionseinstellung aber weiterhin 84PS, eine weitere Leistungsanhebung unterblieb.
Als Sonderausrüstung für Industriezugmaschinen war auch im U900/U406 die 110PS-Motorisierung lieferbar, allerdings nur ohne Vorschaltgetriebe.
Einzig die ersten etwa 1.700 U65 wurden mit dem 4,8l Vorkammermotor OM312 gebaut, da war eine Leistungssteigerung nicht wirklich möglich, vielleicht ein paar PS. Seit OM352 gibt es alles.
Der OM312 hatte im LKW 100PS. Allerdings weiß ich nicht, welche Einspritzpumpengröße dann verbaut war. Auch hier dürfte also noch einiges rauszuholen sein, wenn man's denn braucht.
Da in den langen Fahrgestellen (416) die Motoren bis 110PS (inoffiziell sogar bis 125PS) aufgedreht wurden, wird es sicher auch kurze Radstände mit diesen Leistungen geben. Der Motor macht das (zumindest bis 110PS) alles klaglos mit, wenn es richtig gemacht wurde, denn Aufdrehen der Mengenschraube ist nicht alles.
Im 416 gab's sogar offiziell die 125PS, dann mit 90er statt 80er Einspritzpumpe. Mit der 80er Einspritzpumpe ging's bis 110PS. Leistungen über 84PS wurden aber in allen Fahrzeugen nur ohne Vorschaltgetriebe ausgeliefert, beim 416 wurde bei Einbau des Vorschaltgetriebes die Leistung gedrosselt. Der OM352 hält als Sauger bis 130PS aus (LKW-Version, auch mit 90er Pumpe).

Gruß,
Michael
#136013
Hallo, Michael,

danke für Deine Korrekturen und Ergänzungen und bitte um Entschuldigung für meine Fehler. Hatte nicht vor, gezielte Falschinformationen zu verbreiten.
:sorry:

An den U900/417 und den OM312 im LKW hatte ich nicht gedacht und dass die 406 auch offiziell mit 110PS und die 416 sogar mit 125PS ausgeliefert wurden, war mir bisher nicht bekannt. Habe was dazugelernt. Danke! :wink:

Michael, hast Du vielleicht ein paar Zahlen bezüglich Stückzahlen 406/110PS und 416/125PS? Gab es diese Leistungen im Prospekt?

Der OM312 wurde übrigens in Booten mit 120PS, in Einzelfällen sogar 130PS eingesetzt, aber diese Mehrleistung wurde über die Drehzahl erkauft, was für eine Zugmaschine nicht die Lösung ist, weil sich der Drehmomentverlauf ungünstig verändert. Wenn ich richtig informiert bin, drehte der OM312 im LKW für die 100PS ebenfalls höher, als im 406, bin aber nicht ganz sicher.

Grüße
Holger
#143042
holgi63 hat geschrieben:...Der Motor macht das (zumindest bis 110PS) alles klaglos mit, wenn es richtig gemacht wurde, denn Aufdrehen der Mengenschraube ist nicht alles.
Hallo,

kann denn jemand seine Erfahungen mit einem "aufgedrehten" Motor hier kundtun?
Verbrauch? Verschleiß? Fahrverhalten?

Mich würde es durchaus interessieren, meinen von 84 auf 110 PS zu bringen.

Was wird denn da alles gemacht?

MfG Maatsch
#143051
Hallo,
Code: Alles auswählen
im Lkw hatte der OM312 max. 100PS.

                 OM352 max. 130PS.
                         
                 OM366 max. 136PS.

alle ohne Turbolader! Es gabt auch noch verwandte Motoren im Lkw die 

es nicht im Unimog gab !

OM 312 Hubraum 4580ccm. Vorkammermotor

OM 321 Hubraum 5104ccm. Vorkammermotor

OM 322 Hubraum 5675ccm. Vorkammermotor

OM 352 Hubraum 5675ccm. Direkteinspritzer

OM 366 Hubraum 5958ccm. Direkteinspritzer



Gruss Jürgen
Zuletzt geändert von 411Jürgen am 06.03.2007, 22:18, insgesamt 3-mal geändert.
#143059
Hallo Maatsch,
es gibt grob zwei Möglichkeiten der Leistungsteigerung. Die erste und einfachste ist es die EP zu demontieren und auf einem Pumpenprüfstand einer Fachwerkstatt auf die höhere Leistung einstellen zu lassen.
Die zweite Möglichkeit setzt eine vorhandene Zapfwellenbremse voraus. Zuerst wird die Zapfwellenleistung vor dem Eingriff ermitttelt und dokumentiert. Dann stellt der Meister die leistungsrelevanten Kenngrößen der EP optimal ein, evtl werden auch andere Einspritzdüsen montiert. Anschließend wird eine erneut Leistungsdiagnose durchgeführt. Diese Methode dürfte beim Unimog problematisch sein weil das Zapfwellenverlagerungsgetriebe nicht voll belastet weden darf, und der obere 1 3/4 Zoll Stummel nicht mit der kurzen Gelenkwelle harmoniert.
Es besteht natürlich noch die Möglichkeit einen anderen Leistungssärkeren Motor einzubauen.
Vertretbar sind solche Eingiffe aber nur wenn der Antriebsstrang für die höhere Leistung ausgelegt ist.
Ein "tunning" in der eigenen Garage hat allerhöchstens einen effect im Selbsbewußtsein des "Täters". Es sind schon viele Schlepper anschließend in die Werkstatt gekommen weil der Verbrauch zu hoch war oder die Kühlung des Motors überfordert wurde.
Mfg Winni
#143092
Hallo,
Michael, hast Du vielleicht ein paar Zahlen bezüglich Stückzahlen 406/110PS und 416/125PS? Gab es diese Leistungen im Prospekt?
Bezüglich Stückzahlen müßte man mal in dem im letzten Jahr erschienenen Buch "Alle Typen seit 1948" nachschauen, da kann man zumindest die 125PS-Variante des 416 eindeutig identifizieren. Das waren die Baumuster 416.162 und .163, die hatten neben den 125PS auch die lange Achsübersetzung (100km/h bei 12,5er Bereifung) serienmäßig und waren z.B. für Feuerwehrfahrzeuge gedacht. Sind aber eher selten.
Der OM312 wurde übrigens in Booten mit 120PS, in Einzelfällen sogar 130PS eingesetzt, aber diese Mehrleistung wurde über die Drehzahl erkauft, was für eine Zugmaschine nicht die Lösung ist, weil sich der Drehmomentverlauf ungünstig verändert. Wenn ich richtig informiert bin, drehte der OM312 im LKW für die 100PS ebenfalls höher, als im 406, bin aber nicht ganz sicher.
Ich hab jetzt nicht die genauen Daten im Kopf, es ist aber auch beim OM352 im 406er so, dass die Maximaldrehzahl auf 2550U/min eingestellt ist, beim 416er und im LKW sind es 2800U/min. Ein gewisser Anteil der Mehrleistung ist also auch auf die höhere Drehzahl zurückzuführen, wird beim OM312 im 406 genauso sein.
kann denn jemand seine Erfahungen mit einem "aufgedrehten" Motor hier kundtun?
Verbrauch? Verschleiß? Fahrverhalten?
Der Verbrauch düfte, wenn man die Leistung voll ausnutzt, natürlich etwas steigen. Ob das aber eine Rolle spielt, ob nun ca. 18-20 oder 20-22l/100km durchlaufen, mag ich mal bezweifeln. Dies zu steuern, liegt ja im Gasfuß des Fahrers.
Bezüglich Haltbarkeit/Verschleiß sollte man zum einen beachten, dass bei Verwendung des Vorschaltgetriebes bei Mercedes nie mehr als 84PS ausgeliefert wurden (beim Vorschaltgetriebe im 416 war auch der gedrosselt), ferner weiß ich nicht, auf welche Leistung das in den frühen Baujahren verbaute F-Getriebe ausgelegt war.
Mich würde es durchaus interessieren, meinen von 84 auf 110 PS zu bringen.
Was wird denn da alles gemacht?
Nicht viel. Einspritzpumpe ausbauen, bei einem Fachbetrieb auf einen Einspritzpumpenprüfstand aufspannen und mit den Daten der 110PS-Pumpe neu einstellen, dazu reicht einem Fachbetrieb schon das entsprechende Datenblatt des Werkstatthandbuches. Dabei wird auch der Regler der ESP neu eingestellt und die Abregeldrehzahl auf 2800 U/min angehoben, wie beim 416er.
Hmm, ist der 352 nicht auch in den SK Modellen verbaut gewesen? Die Allradfahrgestelle wie beim Bund oder als TLF`s? Dort als 1017?
Du meinst die Vorgänger des SK, die NG-Baureihe. Im 1013, 1213 usw. ist der OM352, dann mit 130PS, im 1017, 1217, 1417 usw. der OM352A mit Turbo und 168PS. Der OM352 sowie sein vierzylindriges Pendant OM314 waren ebenso verbaut in der LP-Baureihe (OM352 im 813 usw.), den "Düsseldorfer"-Transportern (OM352 nur im 613, sonst meist OM314), in den Kurzhaubern ab Erscheinung des OM352 (z.B. 710, 911, 1113, 1413, 1513 usw.), dort entgegen der typischen Typenbezeichnung mit Motorleistungen von 100PS, 110PS, 130PS als Sauger und der OM352A mit 125, 150, 156 und 168PS als Turbo. In den etwas größeren Frontlenkern dieser Zeit war er wohl auch eingebaut.

Gruß,
Michael
#143093
Die erste und einfachste ist es die EP zu demontieren und auf einem Pumpenprüfstand einer Fachwerkstatt auf die höhere Leistung einstellen zu lassen.
Danke für die prompten Antworten.
Ich habe natürlich weder vor, das selbst zu machen, dazu ist mir mein Mog zu schade :-) - deshalb ja auch die Frage nach dem Verschleißverhalten, noch werde ich die Leistung dauerhaft abfordern, da es bei mir ja ein reiner Hobbyeinsatz ist und es mir eigentlich nur darum geht, in den oberen Gängen einen etwas besseren Anschluss zu erhalten.

Und dass die Verbrauchssteigerung dann zweitrangig ist, ist klar, aber es ist ja schön, zu wissen, was evtl. auf einen zukommt :-)

MfG

Maatsch
#143188
Hallo Martin,
es gibt keine blöden Fragen höchstens blöde Antworten.
Wenn der Unimog wie einer moderner PKW über einen schaltbaren Chip in der Leistung gesteigert würde, wäre es möglich den Leistungszuwachs an die großen Gänge zu koppeln. Das ist ja auch vielen aktuellen Traktoren so ähnlich gelöst.
Beim Unimog wäre die Leistung aber immer verfügbar. Und besonders in den kleinen Untersetzungen würde man gar nicht merken wie man das Fahrzeug belastet.
Mfg Winni

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