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Herzlich willkommen auf der Unimog-Community-Website. Seit 1999 treffen sich hier die Mercedes-Benz Unimog- und MBtrac-Enthusiasten zum Meinungsaustausch und Fachsimpeln.

Hier werden Fragen zur Technik und zur Restauration des Unimog gestellt.

Moderator: stephan

#143101
Hallo,
weiß jemand, ob es für den 406 eine Möglichkeit gibt die federung an der Hinterachse zu sperren.
Der Mog geht hinten mit einem 3m-Grubber oder dem Pflug viel zu weit in die Federn. Die Zinken kommen dann bei Unebenheiten schon auf den Boden. Vielleicht hat ja jemand auch schon eine Eigenkonstruktion gebastelt mit Hydraulikzylindern oder ähnliches und kann mir was dazu schreiben.
Bin für jeden Vorschlag dankbar.
MfG
H.Hüper
#143105
Hallo H.(arry?),

es gibt original von diversen Anbaugeräten, wie z.B. einer Grabenfräse, Vorrichtungen, die Hinterachse starr zu machen.
Habe leider kein Bild, kann es aber beschreiben.
An der Radnabe wird über die Radschrauben eine Adapterplatte befestigt. Die Fräse ist fest auf der Spinne montiert. Von dort geht eine starre Strebe an die Adapterplatte mittig in die gelagerte Aufnahme.
Hoffe es ist einigermaßen verständlich, vielleicht hat ja jemand ein Bild.

Gruß Achim
#143111
Hallo H.?.
Wir haben auf unserem 406er im Sommer einen Mulag auf der Pritsche. Das schwere Gerät stützt sich wie oben beschrieben mit Anschraubplatten über 3 Radschrauben ab. Das ganze ist drehend gelagert. Ohne diese Abstützung wäre der Mog mit diesem Gewicht nicht fahrbar! Ist momentan nicht aufgebaut, deshalb ist auch kein Foto möglich. Schau mal auf der Seite von MULAG nach. Dort gibt es für gutes Geld diese Abstützungen sich noch zu kaufen!

Wolfgang
#143125
Hallo Thorsten,

ich vermute Du hast keine Ahnung von der hier beschriebenen Radnabenlösung, deshalb verstehe ich nicht wie Du sagen kannst, diese Lösung würde nichts bringen!!!
Es handelt sich hierbei um eine Lösung namhafter Zuliefererfirmen, die für Bewegungsfahrten leicht ausgehängt und fürs Gelände schnell angebaut verwendet werden kann.
Die oberen Aufnahmen können z.B. über die Kugelzapfen der Spinne erfolgen.
Wole kann das bestimmt bestätigen!

Nichts für ungut, Gruß Achim
#143152
Hallo, Harry,

die Lösung, die Achsen über die Radnaben von außen im Federweg zu fixieren, ist zulassungstechnisch kein Problem, weil bereits hundertfach gemacht und sicherlich auch noch zu beschaffen. Diese Lösung war auch bei den schweren Ausleger-Böschungsmähern erste Wahl, funktioniert zuverlässig und ist sogar einigermaßen einfach zu bedienen. (Meines Wissens sind die abklappbar/hochstellbar.)

http://www.mulag.de/heckausleger.html

Der elegantere Weg ist aber auch bereits vorgeschlagen worden:
Eine Möglichkeit wäre die hinteren Stoßdämpfer durch Hydraulikzylinder zu ersetzen. Ist aber halt zulassungstechnisch ein Problem
Es ist mir nicht bekannt, ob dieses Verfahren für den U406 bereits zulassungsfähig existiert, aber das wäre der Königsweg, da das Problem bei der Wurzel gepackt wird. Es dürfte allerdings auch zu klären sein, welche Sicherheitsvorrichtungen zusätzlich zu verbauen sind, denn ich glaube nicht, dass die Sperrung in den großen Gängen über 40km/h zulässig ist.
Im Straßenbetrieb wäre sogar eine "hydropneumatische Lösung" denkbar, indem die Zylinder mit Stickstoffblasen verbunden werden. Selbst eine hydraulische Querstabilisierung ist realisierbar.
Auf dem Acker dreht man den Hahn (die Hähne) zu und hat sofort feste Achsen.

Meines Wissens wurden (werden?) JCB-Fastracs damit ausgestattet und auch bei einigen Standardschleppern, die eine hydraulisch gefederte Vorderachse besitzen, kann man die Hydraulikzylinder (z.B. für Frontladerbetrieb) sperren.

Man müsste mal nachforschen... (also macht Euch alle mal dran, zu diesem Thema etwas sensibler zu werden. Wer etwas hört oder einen kennt, der einen kennt...)

Das Thema verstärkte Federn ist hier aber auch schon zu Recht angesprochen worden. Vielleicht solltest Du erst mal prüfen, welcher Federdurchmesser bei Dir drin ist.
In meinem 406 ist die stärkste Federversion verbaut und wenn ich den Pflug anhebe, (Dreischar-Volldreh mit mechan. Steinsicherung, die weit nach hinten baut), geht der kaum merklich in die Federn - allerdings habe ich andererseits bei Leerfahrt fast überhaupt keine Federung, da fährt er sich, als hätte er bereits ungefederte Achsen.

Grüße

Holger

PS: Wobei mir schleierhaft ist, wie Du mit dem 406 einen 3m Grubber bewegen willst... Es sei denn, nur auf der Straße oder Du hast reine Sandböden. Bei uns im schweren lehmigen Ton bin ich froh, wenn er sich mit 2,5m überhaupt noch vorwärtsbewegt... (Normalerweise benötigt ein 3m Grubber eine Zugmaschine, die mindestens 5, besser 5,5 Tonnen Eigengewicht hat...)
Zuletzt geändert von holgi63 am 07.03.2007, 20:22, insgesamt 1-mal geändert.
#143160
Hallo alle,

ich denke dass es Harry nicht um das sperren der hinterachse auf dem Acker geht, sondern während dem Transport auf der Straße!!!
Kenn mich in der Materie nicht aus, aber warum soll das sperren der hinterachse nicht zulässig sein, der Mog hat ja dann immer noch eine Gefederte Achse welche Bodenunebenheiten ausgleichen kann.
Bei Standartschleppern ist ja auch nur eine Achse beweglich.

Grüße Daniel
#143164
@Daniel: Hallo, Daniel, das hat etwas mit der Höchstgeschwindigkeit zu tun. Standardschlepper dürfen derzeit nur bis max. 60km/h. Dabei federn diese Schlepper hinten aufgrund der voluminösen Hinterreifen bereits über dieselben.

Über 60km/h müssen, soweit mir bekannt, beide Achsen gefedert sein. Deshalb ist zur Zeit der einzige Schlepper, der schneller ist, als 60km/h, der bereits angesprochene JCB Fastrac, der bekanntlich in beiden Achsen gefedert ist.

Falls ein hydraulisch sperrbares System für den 406 zulassungsfähig sein sollte, dann nur bis zu einer bestimmten Höchstgeschwindigkeit, die mit Sicherheit UNTER der Höchstgeschwindigkeit des 406 liegen dürfte.
Wenn es dann zulassungsfähig ist, muss man mit dem Pflug oder Grubber eben unter dieser Geschwindigkeit bleiben.


@Harry: Hallo, Harry, hatte ich vorhin noch vergessen: Selbst, wenn die Hinterachse starr ist, bleibt die Tatsache, dass ein Unimog beim Anheben schwerer Last nicht nur hinten in die Knie geht, sondern leider auch vorne aus denselben, d.h. er hebt sich vorne merklich an - was auch beim Trac immer ein hubwegbegrenzendes Problem darstellte...

Grüße an alle

Holger

PS: Der Fastrac hat das Kraftheber-Problem übrigens elegant gelöst, indem ALLE mit dem HKH verbundene Teile, also auch Hubwelle und Oberlenker-Koppelpunkt, mit der Hinterachse und nicht mit dem Rahmen verbunden sind.

Der Unimog hat ja nur die Unterlenker an der Achse und arbeitet damit beim Ausheben sogar gegen sich selbst, indem die angehobene Last durch die Hebelgeometrie (Drehgelenk des Hebels = der untere Koppelpunkt der Hubstreben) ein größeres Einfedern bewirkt, als die Masse des angehängten Gerätes per se ausmacht.
Zuletzt geändert von holgi63 am 07.03.2007, 20:51, insgesamt 1-mal geändert.
#143165
Hallo H. !
Der Vorschlag, die Stossdämpfer durch Hydraulikzylinder zu ersetzen ist mir etwas suspekt.
Die Aufnahmen der Stossdämpfer sind schon massiv, aber so stark für so schwere Geräte und das auch noch schwingend, sind sie sicherlich nicht.
Als einzige Möglichkeit sehe ich stärkere Federn und/oder höhere Anschlagpuffer zwischen Rahmen und Achse.
Ich habe mir zum Holztransport ( über 8 rm mit um 40 cm verlängerter Pritsche) eine Klemmhalterung für den Rahmen gebaut und darauf je 2 runde Silenblöcke mit M 16 Innengewinde, 100mm Durchmesser und 50mm Höhe geschraubt. An der Unterseite ist eine Halbschale befestigt die genau aufs Achsrohr passt. Damit ich trotz des hohen Schwerpunktes flott fahren konnte habe ich mit der Seilwinde die Achse zum Rahmen gespannt um ein Ausfedern zu verhindern.
Dateianhänge:
Brennholz 1.jpg
Brennholz 1.jpg (41.15 KiB) 4977 mal betrachtet
DSCN3572.JPG
DSCN3572.JPG (65.73 KiB) 4977 mal betrachtet
#143208
Vielen Dank für die zahlreichen anregungen.
Die Lösung der Firma Mulag gefällt mir überhaupt nicht. Schon allein wegen der Optik. Die Stoßdämpfer gegen Zylinder mit Stickstoffblase und Absperrhahn auszutausche ist mit Sicherheit die eleganteste Lösung aber schon recht aufwändig.
Daher werde ich wohl eine ähliche Lösung finden, wie mit den Silentblöcken. Hätte Vielleicht schreiben sollen, dass es mir nicht so sehr um die strassenfahrt geht. Wenn grubber oder pflug angebaut sind, habe ich keine wege weiter als 4 kilometer zum feld.

Um auf die Frage zurückzukaommen wie der Mog einen 3m-Grubber zieht:
Wir haben hier im Calenberger Land natürlich keinen Sandboden. Natürlich auch kein Ton. Also Muss ein 84-Ps Schlepper doch einen 3m-Grubber ziehen. Außerdem hat er bei diesen Arbeiten immer ein 1200Kg- Gewicht auf der Ladefläche.
MfG Harry
#143822
Hi Harry,

könntest du mal ein Foto einstellen? Interessiert mich brennend wie der 406 mit einem 3m Grubber ausieht.

Also, wenn es mich nicht täuscht gab es für den 404 eine Feststellvorrichtung für die Hinterachse. Habe so etwas ähnliches mal in einer alten TDV oder ähnlichem gesehen. Jedoch war dies nur eine Produktbeschreibung für ein Militär 404 mit Rakentwerfer??? oder ähnlichem und keine technische Darstellung.

mfg Florian
#143981
Moin,
Der elegantere Weg ist aber auch bereits vorgeschlagen worden:

Zitat:
Eine Möglichkeit wäre die hinteren Stoßdämpfer durch Hydraulikzylinder zu ersetzen. Ist aber halt zulassungstechnisch ein Problem


Es ist mir nicht bekannt, ob dieses Verfahren für den U406 bereits zulassungsfähig existiert, aber das wäre der Königsweg, da das Problem bei der Wurzel gepackt wird.
sowas gab es für den 404. Hydraulisch feststellbare Stabilisatoren anstelle der Stoßdämpfer. War aber glaube ich nur für den Standbetrieb mit Raketenwerfer.
Gruß Stefan

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