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Herzlich willkommen auf der Unimog-Community-Website. Seit 1999 treffen sich hier die Mercedes-Benz Unimog- und MBtrac-Enthusiasten zum Meinungsaustausch und Fachsimpeln.

Hier werden Fragen zur Technik und zur Restauration des Unimog gestellt.

Moderator: stephan

#1802
Doborye utro,

die Frage geht hauptsächlich an Martin Gläser, der freundlicherweise immer wieder auf die plausible Literatur zum Reparieren von Lichtmaschinen verwies. Leider ist sie anonym, so daß man dem Verfasser nicht direkt seinen Dank für die allen verständliche und humoristische Abfassung aussprechen kann.

Es ist da einmal von einer \"Amperezange\", ein anderes Mal von einem \"Zangenamperemeter\" die Rede. Sind diese Begriffe identisch?

Ich kann mich erinnern,m daß wir in den Sechziger Jahren eine Art Zange hatten, um die alten großen Batterien auf Tauglichkeit zu prüfen, indem man sie zwischen die Pole hielt. Allerdings weiß ich nicht mehr, ob es ein Volt- oder Amperemeter war. Weiterhin kann ich mich erinnern, in dieser Zeit einmal in einer Kfz-Werkstatt eine Art \"Klappamperemeter\" gesehen zu haben. Der KfZ-Elektriker klappte es über eine Leitung um so, - wahrschienlich durch Induktivtät -, den darin fließenden Strom zu messen. Ich kann mir allerdings nicht vortsellen, daß hiermit sehr hohe Genauigkeit erzielt werden können, da die gemessene Induktivtät vom Winkel, Kabeleigenschaften etc. abhängig sein wird.

Ws mcih beim Durchlesen des Artikles stutzig machte, ist der Eindruck, daß beim Messen von Strömen irgendwie über eine Art Shunt gemessen wird, d.h. ohne die Leitung durch das Amperemeter zu unterbrechen. Die in Fahrzeugen fest installierten Amperemeter unterbrechen ja die zu messende Leitung; der Strom geht (tehoretisch) voll durch das Instrument durch, wobei klar ist, daß das Innere des Amperemeters über einen genau definierten Shunt den Spannungsabfall mißt.

Ich gehe davon aus, daß ein \"Zangenamperemeter\" etwas Neueres ist?

In der Hoffnung, daß meine Frage auch noch andere Unimog-Freunde interessiert!

Karl
#3633
Doborye utro,

die Frage geht hauptsächlich an Martin Gläser, der freundlicherweise immer wieder auf die plausible Literatur zum Reparieren von Lichtmaschinen verwies. Leider ist sie anonym, so daß man dem Verfasser nicht direkt seinen Dank für die allen verständliche und humoristische Abfassung aussprechen kann.

Es ist da einmal von einer \"Amperezange\", ein anderes Mal von einem \"Zangenamperemeter\" die Rede. Sind diese Begriffe identisch?

Ich kann mich erinnern,m daß wir in den Sechziger Jahren eine Art Zange hatten, um die alten großen Batterien auf Tauglichkeit zu prüfen, indem man sie zwischen die Pole hielt. Allerdings weiß ich nicht mehr, ob es ein Volt- oder Amperemeter war. Weiterhin kann ich mich erinnern, in dieser Zeit einmal in einer Kfz-Werkstatt eine Art \"Klappamperemeter\" gesehen zu haben. Der KfZ-Elektriker klappte es über eine Leitung um so, - wahrschienlich durch Induktivtät -, den darin fließenden Strom zu messen. Ich kann mir allerdings nicht vortsellen, daß hiermit sehr hohe Genauigkeit erzielt werden können, da die gemessene Induktivtät vom Winkel, Kabeleigenschaften etc. abhängig sein wird.

Ws mcih beim Durchlesen des Artikles stutzig machte, ist der Eindruck, daß beim Messen von Strömen irgendwie über eine Art Shunt gemessen wird, d.h. ohne die Leitung durch das Amperemeter zu unterbrechen. Die in Fahrzeugen fest installierten Amperemeter unterbrechen ja die zu messende Leitung; der Strom geht (tehoretisch) voll durch das Instrument durch, wobei klar ist, daß das Innere des Amperemeters über einen genau definierten Shunt den Spannungsabfall mißt.

Ich gehe davon aus, daß ein \"Zangenamperemeter\" etwas Neueres ist?

In der Hoffnung, daß meine Frage auch noch andere Unimog-Freunde interessiert!

Karl
#14770
Hallo Karl,
den Strom misst man auf zweierlei Weise: entweder wird ein Shunt-Widerstand in die zu messende Leitung gelegt und dann mit einem Voltmeter der Spannungsabfall an diesem Shunt gemessen oder man nimmt ein Zangenamperemeter oder Stromzange. Letzteres lässt sich wie ein Klappmaul öffnen und um die zu messende Leitung legen. Aber vorsicht die meisten Stromzangen sind nur für AC-Wechselstrom geeignet. Man braucht aber eines, das DC-Gleichstrom messen kann. Die meisten Geräte messen 0-200 und 0-400A, dabei sind sie im oberern Bereich recht genau, meine Erfahrung ist, dass man so etwa ab 1-2A den Messwerten trauen kann. Es gibt auch Kriechstromamperemeter, die messen von 0,1-40A und sind damit auch für kleinere Ströme zu verwenden. Manche haben gleich eine Anzeige eingebaut, andere stöpselt man in ein Multimeter zum Messen (100mV sind dann meisens =1A)
Da man meistens nicht nur den Strom sondern auch die Spannung braucht, haben Werkstätten immer Kombiinstrumente. die beides gleichzeitig anzeigen.
Die von Dir erwähnten Batteriestromzangen sind etwas anderes, da ist ein großer Widerstand drin, der über die Batterie gelegt wird und sie damit kräftig belastet, ein Messinstrument zeigt dann die Batterispannung unter Last an, was wiederum ein anzeoigt ob die Batterie o.k. ist. Damit kann man daher keinen Strom messen.
Geräte gibt es bei ebay, bei Conrad o.ä.
Gruß Detlef
#14773
Hallo Karl,
das beschriebene Zangenampere-Meter ist so ein von dir beschriebenes \"Klapp-Ampere-Meter\". Dabei unterscheidet man die Ausführung für Wechselstrom ( Induktion) und Gleichstrom (Hall-Efekt). Es gibt kombinierte Geräte auch mit Anschluss für Vielfachmessgerät. Die Genauigkeit ist entgegen deinen Befürchtungen sehr gut (entsprechend natürlich dem Preis) Da die Messzange den Leiter vollständig umschließt und somit das elekt. Feld des Leiters vollständig erfasst, sind Fehler durch Streuverluste gering, und so hohe Genauigkeiten erreicht werden. Dabei ist natürlich eine Messdifferenz von 1% z.B. bei einer Lima-Prüfung nicht von großer Wichtigkeit. Vergleichsmessungen mit Meßshunt haben bei uns im Alltagsgebrauch keine aussagewürdigen Unterschiede ergeben, da auch bei Shunt-Messungen der Übergangswiderstand an den Meßbuchsen die Messung verfälscht. Ich gehe davon aus, daß du nicht die Genauigkeit einer Prüflabor-Messung benötigst. Allerdings ist die Messung der Ladespannung schon sehr aussagekräftig, da die Ladespannung fast unabhängig von der Last geregelt wird. (Dazu ist der Regler da), d.h. wenn die Ladespannung bei zugeschalteten Verbrauchern deutlich über der Leerlaufspannung der Batterie liegt, ist die Grundfunktion der Lima in Ordnung. Mögliche Fehlerquellen an der Lima sind abgelaufene bzw festssitzende Kohlebürsten oder eingelaufene Schleifringe am Anker . Ein Ankerschluß, welcher ei stark schwankendes Messergebnis zur folge hat, oder defekte Ständerwicklungen sind sehr selten und mit den beschriebenen Meßmethoden nicht zu erfassen.
Mein Zangen-Amperemeter wird zusätzlich an ein Meßgerät mit Maximalwertspeicher angeschlossen, so daß ich auch die Spitzenwerte, die bei Meß-Arbeiten aufgetreten sind, abrufen kann. Ich gebe jedoch zu, dass ein solches Equipment für eine Lichtmaschinen-Prüfung den Wert einer neuen Lima problemlos überschreiten. Wenn man kein solches Amperemeter besitzt, kann man den Erreger-Strom an der Leitung DF mit einem handelsüblichen Messgerät mit eingebautem 10A Messwerk überprüfen, da der Erreger-Strom direkt proportional zur Lichtmaschinen-Leistung ist. Hierzu nur den Anschluß DF an der Lima abziehen und über das Messgerät führen.
Sehr viel häufiger ist ein schlechter Massekontakt der Lima eine Fehlerursache, eine gute Masseverbindung der Lima zum Rahmen und zur Batterie bewirken oft Wunder, da normalerweise jeder nur die Plus-Leitungen überprüft und die Masse-Seite fast immer vernachlässigt wird, da jeder glaubt, die Befestigungen der Bauteile böten ausreichend Masse-Verbindung.
Gruß Helmut
#14775
Hallo Karl, und die Mit-Elektriker Helmut und Detlef ;)

\"Amperezange\" gibt\'s nich\'.

\"Zangenamperemeter\" ist eine spezielle Art Amperemeter, bei dem man nicht den stromleitenden Draht (Anm.1) in das Messgerät einstecken muss, sondern das prinzipiell wie ein Trafo funktioniert, weil das Magnetfeld gemessen wird, das der Stromstärke entspricht. Heisst deswegen \"Zange\" weil es Backen hat, die geöffnet werden können, um den Draht durchstecken zu können.
Bild kannst du gucken z.B. bei ebay #2509411817 , oder http://www.warensortiment.de/messtechni ... zangen.htm

\"Amperemeter\" misst den Strom, der **durch** das Messgerät fliesst. Dazu muss der stromführende Draht (Anm.1) unterbrochen werden und in die (+) und (-) Buchse des Amperemeters gesteckt werden. In diesem Amperemeter ist tatsächlich ein kleiner Shunt-Widerstand drin (klein, weil niederohmig, aber durchaus gross gebaut, weil hitzefest!), an dem die Spannungs längs dieses stromdurchflossenen Widerstands (Ohm\'s Gesetz: Strom = Spannung/Widerstand) gemessen wird.
>> Diese Spannung entspricht dem gemessenen Strom und wird als Strom (\"Ampere\") angezeigt.

\"Klapp-Amperemeter\" ist eine andere Bauform. Zum Messen des Akku-Stroms wird ein dicker Widerstand, durch den der Batteriestrom fliesst (und ihn zum Glühen bringt, wenn die Batterie gut ist), an die Polklemmen gehalten. Gemessen wird dann die Spannung längs dieses stromdurchflossenen Widerstands (Ohm\'s Gesetz: Strom = Spannung/Widerstand).
>> Diese Spannung entspricht dann dem gemessenen Strom. Bild könnte so wie bei ebay #2404657059 sein.


Bei Arbeiten am PKW und Nfz kommt man eigentlich mit folgenden 3 Dingen aus:
1. ein einfaches Spannungsmessgerät \"Voltmeter\". Nicht mehr als 20 Euro!
2. eine Durchgangsprüfer. Ist oft in einem Gerät mit 1.
3. ein 12V-Birnchen mit 2 Anschlussdrähtren mit Krokodilklemmen dran. Kann man selber löten.
Ich hatte es noch nie nötig, richtig \"Strom\" zu messen.


Gruss -Martin.Glaeser-

Anm.1 Wenn ich \"stromführender Draht\" sage, meine ich eigentlich den stromführenden leiter. Das kann auch eine dicke Stromschiene sein. Der Querschnitt so einer Stromschiene z.B. in einer Aluminium-Hütte kann durchaus 0,5 qm sein :P
Im Unimog reden wir max über 100 qmm-Leitungen. So eine Leitung führt von der Batterie zum Anlassermotor.



[Editiert am 27/2/2003 von -Martin.Glaeser-]
#14779
Hallo Martin,
danke für deinen Tipp, aber die Funktion sowie die genauen Bezeichnungen sind mir bekannt. Gleichstrom läßt sich entweder nur mit einem Shunt und der darüber abfallenden Spannung oder mit einer Vorrichtung (Zange) die die Verschiebung des Feldes mit hilfe eine Hall-Sensors erfassen, da ja bekanntlich kein Wechselfeld induziert wird. Die genaue Funktion ist jedoch für den normalen Mogler vollkommen gleichgültig, da er weder solche Werkzeuge besitzt noch die Funktion wissen will. Beschränken möcht ich mich deshalb auf die notwendigen Angaben, damit es für jederman hier verständlich bleibt. Ich selber besitze sowohl Mess-Shunt wie auch Meßzangen für Ströme weit über Unimog-werte. Aber das gehört nicht hierhin, es sei denn, jemand wills unbegingt wissen.
Gruß Helmut
#14942
Herzlichen Dank für Eure Auskunft. vieles aus dem Physikunterricht ist wieder unter meinem Geröll an Alltagssorgen hervorgekommen.

Da Unimog-Freunde über Fünfzig auch ihrem Spieltrieb frönen sollten (Man gönnt sich ja sonst nichts und vernachlässigt ehe die Ehefrau), werde ich bei der Generalinventurim Sommer mal den proportionalen Strom über den Anschluß DF abgreifen.

Es freut mich immer wieder, wie sorgfältig in unserem Kreise die Antworten gescheiben werden und bin stolz auf Euch.

Karl
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