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Herzlich willkommen auf der Unimog-Community-Website. Seit 1999 treffen sich hier die Mercedes-Benz Unimog- und MBtrac-Enthusiasten zum Meinungsaustausch und Fachsimpeln.

Hier werden Fragen zur Technik und zur Restauration des Unimog gestellt.

Moderator: stephan

#4206
Hallo allerseits,

hat mir jemand eine gute/günstige Bezugsquelle für Hydraulik-Dichtungen ?

Mein bisher bestes Angebot waren 30.- für einen Dichtsatz pro Zylinder. Was ist davon zu halten ?

Gleiches gilt für Stahlfedern (nicht Fahrzeugfederung, sondern all die \"kleinen\" Federn, die überall verbaut sind.

Konkret suche ich eine Druckfeder für die Auflaufbremse eines Anhängers (vorne in der Deichsel verbaut)

Ach ja, und noch was: Wer hat schon mal Hydraulikzylinder instandgesetzt ?
Was gibt\'s da an Erfahreungen ?

danke,
Andreas
#17970
Hallo Andreas,

ja bin gerade dabei die Zylinder meines Heckbaggers zu überholen,

ist eigentlich nicht besonders schwer wenn man einen bneuen Dichtsatz hast (kenne a´llerdings die richtigen Begriffe nicht)

Kopf abschrauben, entweder per Hakenschlüssel, stumpfen Meissel und Hammer oder Riesen-Rohrzange

Dann siehst du schon die diversen Dichtungen des Kolbens, meisten einen für die Führung und einen der abdichtet, manchmal auch noch Stützringe, die kann man abnhemen wenn man die Sprengringe löst, bei doppeltwirkenden Zylinder gibts das ganz natürlich auch zweifach.

Dann gibt es noch die Dichtung an der Kolbenstange, eine breiten für die Führung und auch einen für die Abdichtung.

Aufpassen musst du mit der Lagerung der Dichtringe, kühl, trocken, dunkel und ohne Knickung lagern, ältere Baumuster sind aus einem Material das sehr spröde sein kann.

Ach ja bei den Drehzylindern meines Atlas laders waren unter dem Dichtungsplock an der Zahnstage noch Gummie O-Ringe angebracht.

30¤ sind i.O. wenn welche nicht mehr vorrätig sind kann man die von Zylinderreparturen- oder -bauern nachdrehen lassen, wenn die die Masse kennen.

Gruss

Monte
#17977
Hallo,

genau das mache ich auch gerade ... zylinder am heckbagger :-)

die original-dichtungen sahen echt originell aus, nur noch kodder drin !
waren die echt so spröde, oder sind die erst so geworden ? mein hydraulik-freak meinte, das könnte an irgendwelchem dreckszeugs im öl liegen ... ich solle es auf jeden fall wechseln - und bloß kein motorenöl einfüllen.
was ist davon zu halten ? welches öl verwendest du ?

ja, die zylinder hab\' ich mit einem selbergebauten \"schlüssel\" aufbekommen (jeder zylinder hat an der verschraubung 2 gegenüberliegende bohrungen):
L-Profil (Gartenpfosten ...) 1.5m und ca. 40cm, am einen ende jeweils eine dicke schraube (passend für die bohrung am zylinder) mit kontermutter rein, und dann das kurze profil mit dem langen lose verschrauben, so daß die enden mit den schrauben bündig sind. dann beiseitig ansetzen, verspannen und mit viel gewalt drehen - und auf ist der zylinder ... !
(fotos auf wunsch ...)

dichtsatz besteht aus: 1 oder 2 kolbendichtungen (je nach zylindergröße), 1 außendichtung (an der kolbenstange), 1-2 O-ringe für die verschraubungen sowie ein abstreifrung außen an der kolbenstange. außerdem gibt\'s noch die führungsringe aus kunststoff, aber die waren bei mir noch OK.

sehen deine laufbahnen der zylinder (innen und vor allem die kolbenstange) noch sauber aus ? der fachmann meinte, man müsse diese evtl. nachbearbeiten, um den schnellen verschleiß der dichtungen zu vermeiden.

meine dichtungen sind aus einem blauen kunststoff und scheinen ziemlich flexibel zu sein.

ich bin jetzt nur am überlegen, ob ich das öl wirklich wechseln soll, von wegen sauerei beim ablassen und so. wiederum aussage vom fachmann: unbedingt das system mit petroleum spülen.

was ist davon zu halten ?

na ja, sobald ich etwas zeit habe, werde ich mal die ersten 2 zylinder wieder zusammenbauen und testen - ich wollte mir noch einen adapter basteln, um sie direkt an der mog-hydraulik betreiben zu können (2 steckverbinder plus leitungen und verschraubung), da ich den (abnehmbaren) zylinder der greifzange zusätzlich zu einem holzspalter umbauen will.

bis dann,
Andreas
#17981
Hi Andreas,

ich glaube ein eigener therad unter Atlas Heckbagger wäre gut,

ich hab ja Dien mail Adress, schicke Dir die paar Daten, die ich habe und Bilder von meinem.

Bei den doppelwirkenden Zylinder sind die Laufbahnen ok, bei den Zylinderbuchsen für die Drehung sieht es nicht so gut aus, da die ja zwei einfach wirkenden Zylindern enstsprechen und die Zylinder ja auf der jeweils inneren Seite (zur Zahnstange) nicht mit Öl gefüllt sind und daher bei längeren Stehzeiten korrodieren, lass meine gerade etwas aufpolieren.

Übrigens zum Thema Kosten: schau mal beii www.chapel.de nach, da gibt es günstig Standardzylinder in vielen Grössen, dass ist oft blliger als die alten grossartig zu renovieren.

Überlege auch ein paar Funktionalitäten hinzuzufügen- ein Holzspalter am langen Arm- gute Idee,

ich hatte an eine Plattform gedacht auf die ich jemand in 6m Höhe fahren kann, zum Pinseln o.ä.

Öl auf alle Fälle wechseln, (wg. WasserSchmutz und Rost) Hydrauliköl ist ohne Steuer, daher billiger, Viskositäten gibt es üblicherweise von (ISO) 16, 46, 68 und 100, letzteres ist schon ganz schön zäh.

Habe jetzt neue Steuergeräte und werde von 100er auf 46 (ist das gängiste bei Baumaschinen) wechseln

Die Filter sind zum Reinigen, könnte aber trotzdem neue gebrauchen, aber warte mal auf die Ersatzteilliste des AL320 von Torsten G,

direkt am Mog betreiben hatte ich auch als Idee, ich habe allerdings die orignale Zhanradpumpe, besser gesagt zwei gespiegelte für 2 Funktionen gleichzeitig. daher lass ich es erstmal so.

Habe mir Manometer gekauft um zu überprüfen was die noch leisten, werde nämlich den Druck auch von 135 auf 180 bar erhöhen.

Du must allerdings das Ölvolumen im Auge behalten, die 22 Liter des Mogs könnetn knapp werden!

Gruss

Monte
#17987
Hi,

ich glaube inzwischen, daß ich keinen atlas habe - unterscheidet sich doch ziemlich.
mal sehen, was die fotos ergeben.

mein eigentliches problem ist noch der anbau an den mog, da der bagger nur aus einem rahmen ohne direkte aufnahmen besteht. ich muß mir also noch irgendeine konsole schweißen... das wird das hauptproblem (ich hab\' natürlich keinen kraftheber am mog).

VORHER brauche ich aber die zylinder intakt, da ich über keinen weiteren kran verfüge, um den bagger auf die richtige anbauhöhe zu bringen :-) auch muß ich diese noch genau austesten, wegen den stützen. ich weiß nämlich nicht, wieweit ich die genau ausfahren kann, mangels datenblatt und so.

also hänge ich zapfwellenpumpe dran (geht natürlich nicht, paßt nicht zwischen rahmen und kupplung, also muß erst die kupplung ab oder eine zapw-verl. her ... egal, auf jedenfall hebe ich den bagger mit eigener kraft auf die richtige anbauhöhe und schweiße mir dann die konsolen zusammen.

das mit dem spalter war so gemeint: mein bagger hat 2 greifer zum umbauen: eine zange mit zinken, und einen zweischalengreifer. da zylinder damals teuer waren, wird nicht nur der greifer umgerüstet, sonder auch der zylinder dafür. ich habe also nur einen zyl. für beide geräte. deshalb kann man den zylinder auch mit wenig aufwand aus den greifern herausnehmen (2 bolzen mit steckern). meine idee war nun, diesen zylinder einfach in einen selbergeschweißten spalter-rahmen einzubauen und diesen dann an den mog zu hängen. den einen zyl. könnte man dann auch mit der mog-hy betreiben.

andererseits ist deine idee, den spalter direkt an den bagger anzubauen, auch nicht so schlecht ! einfach die zange ab und dafür den spalter dran - oder besser noch: eine zange, mit der man spalten kann :-) direkt den holzstamm greifen und zum spalten einfach weiter drücken. ob das allerdings einen zeitvorteil bringt, wage ich zu bezweifeln. andererseits: wenn ich den stamm direkt am boden greife, über einen anhänger hebe und dann erst spalte, würde das das umladen ersparen. müßte man mal eine zeichnung dafür machen ... vor allem muß das dann ausbalanciert sein.

was auch noch ansteht: umbau der hy-verschraubungen des greifers auf kupplungen. spart öl-sauerei beim umrüsten :-) da waren damals einfach nur die leitungen auf die rohre geschraubt. was ich auch noch am überlegen war: mobiler \"wagenheber\" bzw. presszylinder.

wobei, an den 411, an den ich den bagger anbauen will, habe ich keine hydraulik, da kann ich also nur mit der zapfwellenpumpe des baggers arbeiten.

mit der arbeitsbühne wäre ich vorsichtg, wegen arbeitssicherheit. wenn da was schiefgeht, dann gibt\'s massiv probleme. wobei ich mir das auch schon überlegt habe, von wegen bäume schneiden und so. allerdings muß man dazu immer zu zweit sein, und es dauert ewig, wenn man den mog umsetzten muß (im vergleich zu einer leiter) - dafür ist es natürlich mehr gaudi.

nächste überlegung war ein mähgerät oder messerbalken an den bagger. allerdings bräuchte man dann noch eine weitere hy-zelle, also aufwendig. plus natürlich den mäher mit hy-motor, etc. und dann am besten noch die nabenabstützung für den mog ... sonst schaukelt alles nur rum. ach ja, und natürlich wieder 2 leute.

übrigens, mein schwenkzylinder ist nicht mit zahnstange, sondern mit stahlseilen bestückt.
bin mal gespannt, wie ich den krempel ausgebaut bekomme - soweit bin ich noch nicht vorgedrungen. ich wollte erst mal die zyl der stützen richten, damit ich das gerät anheben kann.

na ja, bis dann !
Andreas
#18024
@ Torsten,

super, danke

@ Andreas,

ich sehe Du bist von der Hydraulik genauso begeistert wie ich, zumindestens schweben dir dieselben Ideen vor, ich schau immer schon auf die neuen kommunalen Geräteträger und überlege wie ich das mit einfachen Bordmitteln (natürlich lange nicht soo perfekt) nachbauen kann, so einfach eine elektrische Heckenschere mal an den Arm.

Ich plane auch z.Zt eine Fernsteuerung, die Probleme mit einer Bühne sind mir ja bewusst, ich wäre auch der einzige den ich da drauf lassen würde, nach gründlicher Einweisung des Baggerbedieners natürlich ;)

zum Anbau habe ich ja ein Schlepperdreieck (136¤), da kann ma sper dran fahrne und den Bagger mit dem Heckkraftheber hochheben,

aber man bräcuhte ja gar keinen Heckkrafteheber wenn man hydraulische Stützen hat
einfach den Mag ranfahren, die Pumpe dran, die Stützen einfahren und gut ist.

Lediglich das SChlepperdreieck und da Pendant an dem Bagger müsste man anbauen bzw. Halterungen für die Lagerböcke anschweissen, für den \"weiblichen\" Part am Bagger geibt es sicherlich Halterungen für die Ackerschienenaufnahme.

Hast Du meine Bilder bekommen?

Gruss

Monte
#18047
Hallo,

ja, ich bin von der hydraulik begeistert ! leider hab\' ich zu wenig davon :-(

nu ja, die kommerziellen vorbilder sind schon gut, aber der aufwand (oder das geld dafür) ist ja auch nicht ohne.

heute morgen hab\' ich z.b. wieder einen böschungsmäher beobachtet - geile sache. war noch die alte kiste mit 2-personen-betrieb, aber trotzdem nett.

heckenschere wirkt ja etwas mickrig ... aber, wie wär\'s mit einfach einer benzin-kettensäge am bagger ? wär\' doch was zum bäume stutzen ?! allerdings braucht man dann wirklich noch eine zelle und einen drehmotor, zwecks vernünftiger winkeleinstellung. gaszug per e-magnet betätigen, und fertig !

oder die antwort auf dein bild mit rasenmäher am kran: warum nicht einfach einen rasenmäher vorne dranhängen ? ich meine keinen rasentraktor, sondern einen z.b. alten 2-takt-mäher (wegen winkel und öl und so). das würde den hydraulikmotor ersparen.
aufnahmen dranschrauben und einfach anstatt des tieflöffels anbauen.
den könnte man dann ohne umbau einfach bis ca. 45grad neigung betreiben, oder, wenn man irgendwie einen lageunabhängigen vergaser und tank einbaut, sogar hochkant stellen zum hecken schneiden !

oder eben nur den mäheruntersatz mit messer nehmen und auf hydraulikantrieb umrüsten (motor plus übersetzung). braucht halt wieder mehr hydraulik.

aber ich glaube, die idee mit dem spalter am bagger muß ich mal wirklich aufzeichnen.
ich stell\' mir das praktisch vor - dem meterstamm vom stapel greifen, über den zielort halten und durchspalten. aber ohne drehelement wieder nicht sinnvoll nutzbar.

ob das alles natürlich sinn macht, ist fraglich - vor allem, nachdem ich die fummelei mit dem böschungsmäher beobachtet habe: einer muß exakt fahren, und der andere muß den mäher dem gelönde nachführen und hindernissen ausweichen. ist schon aufwendig genug mit moderner und exakter hydraulik, und beiden personen vorne im führerhaus.
wenn dann aber noch einer hinten sitzt und den heckbagger betätigt - uff...

aber lustig wär\'s schon, der gag mit dem mäher oder der kettensäge am bagger ... !

Andreas

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