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Herzlich willkommen auf der Unimog-Community-Website. Seit 1999 treffen sich hier die Mercedes-Benz Unimog- und MBtrac-Enthusiasten zum Meinungsaustausch und Fachsimpeln.

Hier werden Fragen zur Technik und zur Restauration des Unimog gestellt.

Moderator: stephan

#187742
das Fahrerhaus meines U1000 ist ein sog. halboffenes, d.h. oben ist ein Stück Plane mit einem Fenster drin. Ich möchte nun aber die orig. Blechrückwnad einschweißen. Diese hab ich schon gekauft, mit stellt sich nun nur die Frage wie einschweißen, bzw. wo anfangen mit schweißen damit sich das Blechteil nicht verzieht? Werden die Kontaktflächen vorher behandelt wenn ja mit was? Punktschweißen mit Schutzgas ist klar, Punktabstand? Bohrungsdurchmesser?
#187912
Hallo Thorsten,

da ich gerade eine Cabrio-Hütte für meinen 406-er restauriere, kann ich zum Thema "Behandeln der Kontaktflächen" folgendes sagen:
Auf Empfehlung eines Bekannten, der in einem Karosseriebetrieb arbeitet, behandle ich alle Bleche, die überlappend geschweißt werden mit MAKRANOX der Fa. Makra. Ich hab es über das bekannte Online-Auktionshaus bezogen.
Es handelt sich hierbei um eine Schweißpunktversiegelung, die lt. Hersteller als Korrosionsschutz und Kunststoffbeschichtung wirkt.

Gruß
Matthias
#187946
Hallo Matthias,
im Auktionshaus hab ich nix gefunden. Weißt Du wo man das Mittel sonst noch bekommt? Auf der Homepage der Fa. sind leider keine Bezugsquellen gelistet. Außerdem wäre interessant was das Zeug kostet und wieviel ich brauche. Wenn alle Stricke reißen kommt Zinkspray dazwischen, eignet sich lt. Aufdruck auf der Dose auch als Punktschweißspray.
Jetzt weiß ich aber immer noch nicht wo anfangen mit punkten bei der großen Kontaktfläche. Von der Logik des verziehens her würd ich ja sagen oben in der Mitte und dann beidseitig gleichmäßig nach außen und unten, dann hab ich aber unten die kompl. Länge noch nicht gepunktet. Schweiß ich oben und unten von der Mitte nach außen hab ich die Seiten frei. Hmmm, also jetzt wie??
#187984
Moin Thorsten.

Prinzipiell würde ich sagen: Blech anschweissen, wie das Anziehen eines grossen Flanschdeckels, also quasi immer die gegenüberliegenden Löcher im -oder gegen- Uhrzeigersinn zuschweissen.
Meine -allerdings wohl kleineren- Bleche hab ich mit 4er oder 5er Löchern versehen. TAMA-Lochzange zB.

MIR würde ein Bild der einzuschweissenden Rückwand etwas besser helfen, um eine Aussage treffen zu können.

Es gab auch mal ein Superbuch, ich meine, vom TÜV-Rheinland über Korosseriearbeiten am Fahrzeug. Ist aber vergriffen, so viel ich weiss. Aber mal bei amazon nachguggen. Da sind mir so einige Schuppen von den Haaren gefallen, als ich das gelesen habe. Leider hab ich meines ver-ebayt.

Grüsse
WolFgang
#188022
Hallo Thorsten
Für zwichen die Bleche kannst du Schweißprimer nehmen bekommst du im guten Zubehörladen und zur Technik beim Schweißen du musst der Wärme entgegenwirken d.h. du musst oben und unten gleichzeitig heften und auch gleichzeitig nach rechts und links und wenn Du oben und unten jeweilszehn Punkte hast dann geh mal einen kaffee trinken und gib em Blech Zeit etwas wärme abzugeben nd das wiederholen bis du alle Punkte hast hoffe ich konnte Dir helfen
gruss
Andreas
#188030
Hallo Thorsten,

bei der Restaurierung meines Unimog habe ich die blanken, zu schweißenden Stellen mit Aluspray (Schweißzubehör) behandelt welches zur Folge hat, dass die, beim Schweißpunkt benachbarten Bereiche hochkochen und somit den Schweißpunkt von den Seite her versiegeln, einziger Nachteil: auf Alu wie auch auf Zinkspray hält keine Farbe!

Die Restaurierung ist schon 12 Jahre her und es gibt bis her nichts zu bemängeln.

Zum Schutzgasschweißen selber, hier würde ich auch von der Mitte aus und parallel Oben/Unten das Blech aber erst in sehr großen Abständen von innen nach außen anpunkten. Und niemals benachbarte Punkte in Folge setzen, aber immer unter Beobachtung der Fläche!
Doch zuvor würde ich die benachbarten Blechteile mit nassen Tüchern abdecken um dem durch die Hitze entstehenden Verzug vorzubeugen. Diese Tücher müssen regelmäßig neu gekühlt werden!

Der wichtigste Faktor, nehm Dir Zeit !!! Hitze im Blech können Frösche entstehen lassen!!!

Um weitere Ratschläge geben zu können, müßte man den Bereich sehen in den das Blech eingefügt werden soll.

Aber mit entsprechender Ruhe und Sorgfalt wird es schon gelingen.

Gruß
Schrauberheinz
#188064
Noch ein Nachgeplänkel von mir.

Thorsten, Du fragtest auch u.a. nach dem Lochabstand :
a.)
Schweisspunkte von Rand des einzuschweissenden Blech´les: soviel, wie die Lochzange hergibt 10, 15 oder 20 mm Ich würde zu einem kleineren Abstand tendieren, will sagen die Mitte der Bohrung ca. 15mm vom Rand entfernt. NICHT das Blech an den Rändern (Kanten schweissen, so ganz ohne Loch !!).

b.)
Mir wurde auch übermittelt (oder gar in dem von mir oben erwähnten Buch beschrieben), dass ein zB. 5mm Loch-Schweisspunkt soviel hält/trägt, wie eine "normale" Schraube gleichen Gewindedurchmessers.
Das zur Anzahl und der Menge der Lochschweisspunkte.
Aber etwas genaues zur wirklichen Menge der Schweisspunkte etwas zu sagen, fällt mit schwer, weil, dieses sollte man am Objekt "bauch-gefühlig" entscheiden. Man will ja auch, dass das Blech recht gut und ohne größere Spalten an das andere Heilixblechle angeschweisst wird., Gut, in größere Spalten läuft lantürnich besser ein Konservierungslack hinein (und wieder heraus), als in schmalere Fugen.

c. 1.)
Das Problem ist natürlich wiederum, dass die hervorstehenden Schweisspunkte beigeschliffen werden sollen. Das wiederum würde ich nie mit einer normalen Flexscheibe machen, sondern nur immer mit einer Fächer-Lamellenscheibe für die Flex.

c. 2.)
Es wäre natürlich das optimale, das vorhandene Originalblech mit einer Absetzzange vorher "abzusetzen". D.h. das einzuschweissende Reparatur-Blech sitzt in dieser kleinen -mit der Absetzzange geformten- Vertiefung, und wird dann Lochgeschweisst. Ein späteres Abschleifen, beibügeln usw. für einen Schaffung der "Unsichtbarkeit" der Reparatur geht dann besser.
Ich habe aber keine Erfahrung mit der Absetzzange. Bei meinen Blechklempnereien kam es nur immer auf die Wiederherstellung der Festigkeit drauf an und dass der TÜV zufriedengestellt wurde und die gute Ausführung der Arbeit zu sehen bekam. (Ein TÜVler testete mal ein Lochgeschweisstes Blech misstrauisch mit dem Schraubenzieher und meinte: "Das sind ja alles Popnieten, das gilt nicht und das hält nicht." Mit dieser Aussage schrammte er bei mir ganz knapp an einem körperlichen Verweis vorbei.)

d.)
Ein -wie auch immer abgesetztes oder nicht abgesetztes- Blech an den Stoßkanten und -Fugen anschliessend zu verzinnen, wäre die Krönung, aber durch das geplante Punktschweissspray kann es Probleme geben, weil das Lot ja nicht auf den Blechen mit gesprayter Oberfläche (in den Fugen) halten wird.

e.)
Was generell beim Punkschweissen mit MIG/MAG beachtet werden soll:
(Meines Wissens !!) ist das Schweissgas.
Kohlensäure geht stark mit dem Schmelzbad in die Tiefe, es kann passieren, dass der Schmelzpunkt "durchschiesst", kann aber evtl. durch die richtige Vorschubeinstellung "reguliert" werden.
Beim Argon (Argomix ???) bleibt das Schmelzbad mehr breitflächig.
Ich hatte mich seinerzeit auf das billigere Kohlensäuregas eingearbeitet, allerdings "spratzelt" es mehr als Argon. Ich habe mir einige Durchbrenner in den Gehörgängen, T-Shirts und Pullovern eingehandelt. Und trotz Schutzhelm und Sehbrille etwas auf die Bindehaut gebrannt.
Deswegen gut schützen.

Apropos gut schützen: An der nicht sichtbaren Stelle des Führerhauses am besten, jemanden hinstellen (Augengeschützt !) der darauf achtet, dass keine durchgeschossenen Schweissperlen im Inneren der Kabine, kein Faxen machen und was auch immer anbrennt oder ankokelt.
Ein gefüllter Wassereimer beruhigt ungemein.

So, ich glaube, jetzt hab ich genügend -nach bestem Wissen und Gewissen und ohne Gewähr !!!- für Dein Blech abgesondert.

Mögen es die anderen versierteren Blechklempner korrigieren und erweitern.

Danke dafür.

Gut Schweiss -nicht nur unter der Achsel-

Wünscht Dir, Thorsten,
der WolFgang

Noch´n Gedicht: Das "Düsen-Schweissspritzer-Freihalte-Spray" enthält -glaube ich- Silikon. Das ist dann der Feind jeglichen weiteren Lackauftrages.
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