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Herzlich willkommen auf der Unimog-Community-Website. Seit 1999 treffen sich hier die Mercedes-Benz Unimog- und MBtrac-Enthusiasten zum Meinungsaustausch und Fachsimpeln.

Hier werden Fragen zur Technik und zur Restauration des Unimog gestellt.

Moderator: stephan

#208413
Guten Abend!

Die Wolgaschlepper, so wie sie im alten russischen Volkslied verewigt sind, mögen vielleicht bei ihrer harten Arbeit von einer Unimog-Seilwinde ohne Spulvorrichtung geträumt haben, auch bei unserer hier ist leider keine angebaut.

Aber ohne Spulvorrichtung scheint man im Wald auf ziemlich verlorenem Posten zu sein. Dies wird immer wieder im Forum berichtet.


Deshalb ein paar Fragen:

Bedienungsanleitung MB 400 H, Seite 6, Bild 6

Hier ist die Spulvorrichtung aufgeführt. Allerdings nur eine Draufsicht von hinten.

- Wie funktioniert die Spulvorrichtung?

- Wo ist sie befestigt? Eventuell an den
Befestigungsstellen für Einlaufbogen (3) BA, Seite 8, Bild 8?

Die Spulvorrichtungen sind ja bekanntlich die Sahne einer Heckseilwinde, und deshalb nicht mehr käuflich zu erwerben.

- Wie könnte man sich für den Hobbybetrieb ausrüsten, damit das Seil bei nicht extremen Zugbedingungen doch noch vernüftig sich aufwickelt?

- Gibt es eine Ersatzlösung, welche noch im Handel erhältlich ist?

- Hat jemand eine solche Spulvorrichtung selbst gebaut?

Danke und Gruß aus dem Regen! Karl
#208414
Hallo Karl,

die Spuleinrichtung wird zum einen auf die Ackerschiene gestellt, zum anderen an den oberen beiden Ösen des Rahmens befestigt. Eine bewegliche (schwenkbare) Rolle führt das Seil.

:arrow: Die Funktion und der Aufbau wurden im UVC Journal 2015 (Ausgabe 2 und 3) beschrieben.

Gruß,

Markus
Zuletzt geändert von mhame am 12.01.2023, 13:22, insgesamt 1-mal geändert.
#208421
Hallo Karl,

ich versuche mal deine Fragen zu beantworten:

- Funktion der Spulvorrichtung:

Ziel der Spulvorr. ist es, die verschiedenen Zugrichtungen des Seiles zu neutralisieren und damit ein gleichmäßiges Aufwickeln zu erreichen. Dies geschieht durch eine feste und eine bewegliche Umlenkrolle. Die feste Rolle nimmt zusammen mit dem "Trichter" die verschiedenen Zugrichtungen auf. Dann wird das Seil auf die bewegliche Rolle so umgelenkt, dass diese gleichmäßig aufspulen kann. Die bewegliche Rolle muß also nur den Zug übertragen und kann sich somit der Wicklung auf der Trommel anpassen. Ich hoffe, man kann meine Erklärungen nachvollziehen.

- Fixierung:

Dazu kann ich nichts sagen, da ich keine besitze

- Lösung:

Grundsätzlich ist neben einer Spulvorr. der Abstand von der Seiltrommel zum Seileinlauf maßgebend. Je größer der Abstand, desto schöner die Wicklung. Siehe z.B. Wicklung bei den Rahmenwinden von Werner oder Glogger. Durch den großen Abstand von der Trommel zur Propellerrolle wickelt das Seil auch ohne Spulvorr. vernünftig auf.
Wenn du also einen kleinen A-Bock baust mit einem Seilfenster, oder Propellerrolle vorne dran, sollte eine vernünftige Wicklung schon machbar sein. Vorteil wäre hier u.a., dass du einen höheren Seileinlauf realisieren könntest.

Ersatzlösung ist mir keine bekannt, Eigenbau habe ich noch keinen gesehen.

Ich hoffe, ich konnte dir etwas helfen.

Christian
#208491
Danke Christian und Herbert!

Für meinen Bedarf wäre wohl Herberts Vorschlag am Sinnvollsten.

Unsere alte Elektroseilwinde im Sägewerk wickelte bei einem Abstand der Umlenkrolle von der Seiltrommel von 3 m immer einwandfrei auf.

Ich habe zwar eine ausgezeichnete Umlenkrolle hier, - Schnäppchen von einem Unifmogfreund aus der Lüneburger Heide. Muss aber feststellen, dass die sowohl in EU-Agrimärkten, als auch auf RUS Baumärkten Umlenkrollen ein kleines Vermögen kosten. Bin mal gespannt, was die Spulvorrichtugn bei der Bucht erlöst ....

Noch Fragen:

- Wie stark sollte die Anschlagkette Rolle - Baum sein?

- Bei 3 m Abstand; wie genau muss da der Unimog ausgerichtet werden? Nach Augenmaß oder mit Richtscheit?

Gruß! Karl
#208495
Nochmals eine Idee:

Meint Ihr, dass es unter Umständen Sinn machen könnte, die Seilwinde auf Dreipunktanlenkung umzubauen?

Dazu müsste sie vermutlich mit einem Schild versehen werden (Bergstütze), so dass im Zugbetrieb die Gegenkraft nicht auf die Unterlenker geht, sondern über das Schild in die Erde abgeleitet wird?

Das An- und Abbauen ist doch ziemlich aufwendig. Ich hätte mir lieber eine leichte Dreipunktwinde kaufen sollen. Aber ich hatte die schon hierher gebracht, ehe mir klar wurde, dass es solche Winden für den Gelegenheitsbedarf schon günstig gibt. Und wegwerfen möchte ich die Winde nicht!

Hat das schon einer gemacht?

Danke und Gruß aus dem holzreichsten Gebiet der Welt! Karl
#208506
Noch eine Frage:

Was sind das für schwarze Streben, die auf dem Bild von der Seilwinde schräg nach oben gehen. Gibt es dazu ein Fortsetzungsbild?

In der Bedienungsanleitung steht auf Bild 8:
Befestigungsstellen für Einlaufbogen (3)


Bei den Unimogfreunden ist eine Darstellung: Seilwinde/Winch411rear.jpg
Dort ist ein Teil (144) über der Seilwinde gezeichnet. Ist das Rundeisen, oder Welle der Einlaufbogen?

Danke! Karl
Dateianhänge:
MB_winde_107.jpg
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