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Spezial-Forum zur Unimog-Baureihe U 404 S.

Moderatoren: stephan, krahola

#259702
Moin!

So langsam bin ich kurz vorm Resignieren. Die Öl-Lecks wollen einfach kein Ende nehmen. Habe langsam das Gefühl, dass mich der Mog verarscht. Mache ich eine weg, dann kommt die Nächste.

Kleinigkeiten am Motor, Getriebe oder den Achsen sehe ich eher gelassen entgegen, zumal da wirklich nur ganz ganz wenig kommt, aber Sorge bereiten mir die Radvorgelege, da sich ein Leck dort immer direkt auf das Bremsverhalten auswirkt.

Nun habe ich hinten rechts vor gut einem halben Jahr den äußeren Simmering erneuert, nachdem auf der Felge das Öl außen in alle Richtungen sternenförmig von der Mitte aus wanderte. Dabei ist mir aufgefallen, dass der Simmering gar nicht so alt aussah. Also hat irgendein Vorbesitzer den schonmal erneuert. Auf der Welle selbst waren leichte Laufspuren, die nach meiner damaligen Einschätzung noch gering waren, vielleicht aber das eigentliche Problem sind.
Nun leckt wieder Öl aus der Bremstrommel- ich habe sie abgenommen und alles war total verölt- der Bremszylinder ist dicht- es riecht auch eindeutig nach Getriebeöl :(
Nun meine Frage:
Hat schonmal jemand diese Welle des Radvorgeleges gewechselt?
Kann ich das Vorgelege problemlos aufschrauben oder fallen mir dann 1000 Kleinteile entgegen?

Ich möchte demnächst alle Bremstrommeln inkl. Belegen wechseln und möchte eigentlich vermeiden, dass die neuen Belege gleich wieder zugölt werden.

greets
Arne
#259704
Hoschi hat geschrieben:Kann ich das Vorgelege problemlos aufschrauben oder fallen mir dann 1000 Kleinteile entgegen?
Moin Arne,
kannst du gefahrlos öffnen, nur vorher das Öl ablassen (wenn noch welches drin ist :wink: ).
Im Vorgelege gibt es nur 2 Zahnräder, eines an der Radnabe, das andere an der Steckachse.

Gruß Ulli
#259709
Hallo Arne

das ist eine Getriebevorgelegewelle. Als Vorgelege bezeichnet man eine einstufiges Getriebe. Sowas ist am Mog an mehreren Stellen verbaut, daher manchmal irreführend.
Die "Vorgelegewelle" ist in deinem Falle die Steckaschse.
#259713
Danke Helmut für die schnelle Antowort.

Ich habe sonst noch diese entdeckt- dachte aber, dass sie ein wenig kurz erscheint....

Ich werde nachher nochmal in der Tdv genau nachschauen, wie das alles aussieht. Gibt es eigentlich reparaturgrößen von Simmerringen? Dann könnte ich mir den Ausbau der Wlle sparen...

greets
Arne

Frage, Fragen, Fragen, aber die Suche gibt darüber leider echt nicht viel her... :)
#259880
Moin!

Danke für Eure Hinweise. Ich habe das ganze Teil nicht mehr so klar vor Augen, aber so langsam erinnere ich mich auch wieder, dass es ja die Radnabe selbst ist die einläuft. Also werde ich mir mal ne neue oder gute gebrauchte Radnabe besorgen. (Wenn jemand noch eine liegen hat - bitte melden!)
Das Spiel der Lagerung ist vermutlich wieder so eine Erfahrungssache- wird für mich sicherlich schwer sein dies zu beurteilen- aber danke für den Tip, ich werde mal schauen, was sich ergibt.

greets
Arne
#259986
Moin!

Nochmal zwei Fragen dazu, die es vielleicht vereinfachen (die eine zumindest):
1. Gibt es Repara turstufen von Simmeringen? Ich meine eben genau wie bei Kolben, Bremsbelägen etc. einen Simmering der eben etwas enger schließt?
2. Kann man die Radnabe aufschweissen und auf das Originalmaß abdrehen?
greets
Arne
#259990
Hallo Arne,

aufschweißen kann man heut alles mögliche lassen. Mußt allerdings das Teil anschließen Einsatzhärten und nochmal drüberschleifen. So wie die Flächen an den 406er-Original-Verschleißringen im Neuzustand sind, wundert's mich, das die Simmerringe so lange halten . . .
Alternativ kannst die Laufflächen auch Aufchromen (Hartverchromen) lassen. Anschließend muß auch das geschliffen werden. Pro Lauffläche sind mal schnell so 200 +/-¤ fällig. Schleifen dann extra . . . .

Ob dir das alles billiger kommt, mußt Du selbst entscheiden.

Am einfchsten und billigsten wäre allemal ne Lösung zu finden, wie sie F.Murr für den 406 gefunden hat - Kasettendichtringe der direkten Nachfolgebaureihen.

mfg
Axel
#259995
guude,

es gibt auch die lösung mit versetzten simmerringen, so daß die dichtung etwas weiter vorne oder innen sitzt. dann läuft die dichtlippe auf unbeschädigter lauffläche. suche mal bei "Simmerit" oder "Freudenberg".
in der oldtimer praxis gab es vor 1-2 jahren einen bericht dazu.

der achsstummel heißt:

Zahnradsatz, Kraftfahrzeugachse links, (Ritzel und Antriebsrad)
MB # 404 330 02 52, BW # 2520-12-145-1681, ersetzt durch BW # 2520-12-122-5730

dito rechts:

MB # 404 330 03 52, BW # 2520-12-145-1682, ersetzt durch BW # 2520-12-122-5730



gut mog! justus.
#259999
Moin!
Danke für Eure Antworten!
@ Axel
Ich hatte gehofft, dass man da einfach ne Naht drüberschweissen kann, dass dann sauber abdreht und poliert. Ich hätte da schon Möglichkeiten das sehr günstig machen zu lassen, aber wenn das auch noch gehärtet werden muss.....

Von Hartverchromen rät Simrit (die meintest Du doch oder Justus?) ab, da es nicht gleichmäßig verschleißt. Wer sich also über Simmeringe informieren möchte:
Technische Grundlagen Simrit
Ich habe das mal grob überflogen, leider aber nix zum versetzen Einbau gefunden- die Idee ist allerdings nicht schlecht. Wenn denn da genug Platz ist, um den Ring weiter außen stehen zu lassen. Außerdem stellt sich natürlich die Frage, wie ich verhindere, dass der Ring beim aufdrücken der Nabe nicht ganz reinrutsacht!?

Leider funzt die Suche ja noch nicht und ich kann die Abmessungen der Simmerringe nicht mehr finden. Die Ersatzteilnunmmern habe ich, aber ich wollte nach Feierabend noch mal schnell zum Industrie-Höker rüberjuckeln und mir welche holen. Hat jemand noch die Maße der Simmerringe (Radnabe) da?
Meine Bremsteile sind nämlich heute gekommen und ich würde das WE natürlich gerne nutzen :)
greets
Arne
#260010
Hoschi hat geschrieben:Moin!
Danke für Eure Antworten!
@ Axel
Ich hatte gehofft, dass man da einfach ne Naht drüberschweissen kann, dass dann sauber abdreht und poliert. Ich hätte da schon Möglichkeiten das sehr günstig machen zu lassen, aber wenn das auch noch gehärtet werden muss.....

>>>>nee, lass mal lieber, das muß schon stimmen. schießlich hängt da noch draußen ein radel dran.<<<<Von>>>>ja<<<<ab>>>>> das kann auch zu unerwünschten metallurgischen veränderungen führen, s.o.>>>>

Wer sich also über Simmeringe informieren möchte:
Technische Grundlagen Simrit
Ich habe das mal grob überflogen, leider aber nix zum versetzen Einbau gefunden- die Idee ist allerdings nicht schlecht. Wenn denn da genug Platz ist, um den Ring weiter außen stehen zu lassen. Außerdem stellt sich natürlich die Frage, wie ich verhindere, dass der Ring beim aufdrücken der Nabe nicht ganz reinrutsacht!?

>>>>es gibt unterschiedliche ringstärken bei gleichen durchmessern., z.b. 42x62x7, x8 und x10. halt einen o-ring unterlegen.<<<<<Leider>>>leider habe ich bei meiner letzten wechselakion vergessen die beschriftung abzuscheiben, ich wollte die nächsten auch im techischen handel holen<<<<
Meine Bremsteile sind nämlich heute gekommen und ich würde das WE natürlich gerne nutzen :)
greets
Arne
guude Arne,

hier verschiedene grundtypen, deren dichtkanten sitzen auch unterschiedlich:
http://www.koelbel-vertrieb.de/download/pcms_82_1.pdf


mal ein paar bilder dazu:
https://ssl.comu.de/ttigmbh/radial_wellendichtringe.htm

noch 'ne frage: war der ring richtig eingebaut? mit der offenen seite richtung öl?

gut mog! justus.
#260013
Jupp! - Ich habe den Dichtring richtig eingesetzt- da bin ich mir sicher.

Ich habe das ja noch nicht wieder ganz aufgemacht- nur Trommel ab, gesäubert und wieder zusammengebaut, da ich ja noch zur Eisdiele mußte *g*.

Es ist auch seit dem noch kein neuer Tropfen aus der Bremstrommel in die Felge geplatscht, aber bin auch nur 20km damit gefahren.

Ich erinnere mich eben nur noch genau, dass ich nach dem Abziehen der Nabe dachte: "der Simmerring sieht aber noch gut aus....fast neu"...

Dann habe ich festgestellt, dass eben die Nabe (wie ich jetzt weiß) Verschleißerscheinungen hatte.
Den Simmerring, den ich eingesetzt habe, habe ich direkt bei DC bestellt. Vielleicht sollte ich wirklich mal mit den Standardabmessungen zum Industrie-Höker turnen und denen mein Problem schildern- vielleicht wissen die, welches Simmerring-Profil ich nehmen sollte...

greets
Arne

Ach ja: Danke für die Links, diese zeigen ja auch in etwa das was Simrit zu vermitteln versucht :)
#260058
Hallo zusammen,

entschuldigt wenn ich so von der Seite reingrätsche... :lol:

Vor einiger Zeit habe ich auch mal von dünnen Edelstahlbüchsen gehört, die über die eingelaufene Stelle der Welle geschoben werden und so die Dichtheit wieder herstellen sollen. Wäre das eine Alternative?
Hat schon jemand Erfahrung damit gemacht?


grüßle,
Thomas
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