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Herzlich willkommen auf der Unimog-Community-Website. Seit 1999 treffen sich hier die Mercedes-Benz Unimog- und MBtrac-Enthusiasten zum Meinungsaustausch und Fachsimpeln.

Hier werden Fragen zur Technik und zur Restauration des Unimog gestellt.

Moderator: stephan

#330411
Hallo Mogler!

Ich bin gerade an der Aufbereitung meiner Pritsche...

1. Frage: Laße ich den Metallboden drauf oder baue ich um auf Siebdruckplatte?

Habe auf meinem Anhänger Siebdruckplatte drauf und bin eigentlich sehr zufrieden damit. Vor allem rutscht nichts herum - Spanngurt drumherum und gut!
Witterungsbeständigkeit ist kein Thema, bei mir steht alles im Trockenen.

Metall:
+ sehr stabil
+ rutscht gut beim Kippen
- glatter Boden schlecht für Ladungssicherung
- Boden kann zerkratzen (sieht nicht sehr schön aus und Rostgefahr)
- hohes Gewicht

Siebdruckplatte:
+ leicht
+ Boden kann bei Lackbeschädigung nicht rosten
+ griffiger Boden (Ladungssicherung)
- rutscht nicht so gut beim Kippen


2. Frage: Lackieren oder Pulverbeschichten?

Ich mache mir auch noch Gedanken über die Lackhaltbarkeit... Die Pritsche ist ja das am stärksten mechanisch belastete Teil am Mog.
Ich bin nun total unschlüssig, ob ich die Pritsche (inkl. Seitenwände und eventl. Boden) lackieren soll oder es zum Pulverbeschichten geben soll.


Wer hat praktische Erfahrungen zu einer der beiden Fragen gemacht?


Danke!
Gruß Michael

Bild
Zuletzt geändert von gnobber am 12.02.2011, 20:03, insgesamt 1-mal geändert.
#330416
Nein, nein... Die Siedruckplatte will ich natürlich nicht lackieren... :wink:

Meine alte lange Pritsche hatte auch einen Holzboden.
Die neue kurze ist aus BW-Beständen und hat vermutlich deswegen einen Metallboden?!?

Und obwohl die Pritsche fast neu ist und der BW-Lack sehr wiederstandfähig, ist der Boden trotzdem verkratzt und rostet schon :?


Gruß Michael
#330421
Hallo Michael,

als ich meine Pritsche wieder hergerichtet habe, habe ich 31mm dicke Siebdruckplatte gewählt.

Das Kreuz und der Topf sind ebenfalls neu gekommen, aber aus 4mm Blech und vom Maß her so angefertigt, das der 31mm dicke Boden nicht übersteht.

Ich mag den Stahlboden überhaupt nicht.
In die Siebdruckplatte habe ich noch 4 Taschen eingefräßt und darin 4 Zurrringe versenkt.

Die Ptitsche wurde gestrahlt und KTL-Beschichtet, anschließend meergrün lackiert.

Leider konnte die Firma diesen Farbton nicht pulvern.

Gruß Stefan
#330424
mein U424 hat eine Kipperpritsche mit Stahlboden und das ist auch gut so. In den Ecken sind Zurrpunkte eingeschweißt- pefekt für Ladungssicherung wenns von der Ladungsgröße her passt. Meine Meterholzstapel spann ich ganz normal, wenn auch nicht DIN-konform, über die Bordwände nieder, wobei es in diesem Fall sogar zulässig ist weil die Ladung an den Bordwänden formschlüssig anliegt. Beim Transport von Sand, Kies oder Erdaushub möchte ich den Stahlboden nicht missen- da klebt so gut wie nix dran fest. Gegen Rost wird die Pritsche ab und an mal mit Altöl eingesprüht- bester Korrosionsschutz, hoffentlich ließt kein Ökoaktivist mit.....
Lack oder Pulver war für mich nie eine Frage- mein Unimog ist und bleibt ein Nutzfahrzeug, da bleiben Schrammen und Beulen nicht aus. Und denen ist es egal ob sie im Lack oder im Pulver sind! Hätte ich so eine totrestaurierte, nicht mehr arbeitsfähige Showkarre würde ich wohl zum pulvern tendieren..... So unterschiedlich können Ansichten zum Unmog sein.
#330508
Hallo Michael.

Also zum Thema Lack oder Pulvern, habe ich von einem Schmiede- und Schlossermeister eine Aussage bekommen, welche ich sehr gut nachvollziehen kann.

Wenn es um einen dauerhaften Rostschutz geht, und wo die gepulverten Teile keiner mechanischen und scharfkantigen Belastung ausgesetzt sind, gibt es nichts besseres als eine Pulverbeschichtung. Wenn jedoch in die pulverbeschichteten Flächen Beschädigungen kommen welche bis auf die Metallfläche gehen, und es dringt Wasser hinein, ist ein Ausbessern dieser Stellen fest nicht mehr möglich. Die Pulverbeschichtung platzt in großen Flächen ab. Dann heißt es wieder Sandstrahlen und eine neue Beschichtung aufbringen.

Bei Lackierten Flächen ist es anders. Wenn eine gut grundierte und anschließend lackierte Metallfläche mechanisch beschädigt wird, dringt natürlich auch Wasser hinein, und es fängt an zu rosten. Dort ist es jedoch problemlos möglich diese Stelle punktuell auszuschleifen :flex: , und anschließend mit einen neuen Lackaufbau zu reparieren. Wenn dann im gleichen Farbton diese Stelle lackiert wird sieht man nichts mehr. Und das Ganze mit wenig Aufwand.

Ich selber kann diese Meinung des Schlossers sehr gut nachvollziehen, und daher kommt für mich eine Pulverbeschichtung nicht in Frage.
#330525
thorstens hat geschrieben:Lack oder Pulver war für mich nie eine Frage- mein Unimog ist und bleibt ein Nutzfahrzeug, da bleiben Schrammen und Beulen nicht aus. Und denen ist es egal ob sie im Lack oder im Pulver sind! Hätte ich so eine totrestaurierte, nicht mehr arbeitsfähige Showkarre würde ich wohl zum pulvern tendieren..... So unterschiedlich können Ansichten zum Unmog sein.
Das ist ja eben mein Problem...
Mein Mog "muß" den Spagat zwischen Showcar (auf Oldtimertreffen) und Arbeitsgerät (Brennholztransport) erfüllen. Wobei die Pritsche nur als Ablage für den Holzgreifer, Anschlagmittel fürn Kran und Motorsäge dient.
1,5 x 2m ist ja auch nicht soooo groß :wink:

Deswegen mach ich mir Gedanken darüber, wie gerade die Pritsche gut aussieht und trotzdem funktionell ist. Aber ich glaube, ich tendiere zur Siebdruckplatte. Mein Anhänger hat jetzt schon 3 Jahre Einsatz als Holz- und Traktortransporter hinter sich und der Boden sieht immernoch wie fast neu aus. Wirklich robust das Zeug!
JürgenPB hat geschrieben:Wenn es um einen dauerhaften Rostschutz geht, und wo die gepulverten Teile keiner mechanischen und scharfkantigen Belastung ausgesetzt sind, gibt es nichts besseres als eine Pulverbeschichtung. Wenn jedoch in die pulverbeschichteten Flächen Beschädigungen kommen welche bis auf die Metallfläche gehen, und es dringt Wasser hinein, ist ein Ausbessern dieser Stellen fest nicht mehr möglich. Die Pulverbeschichtung platzt in großen Flächen ab. Dann heißt es wieder Sandstrahlen und eine neue Beschichtung aufbringen.

Bei Lackierten Flächen ist es anders. Wenn eine gut grundierte und anschließend lackierte Metallfläche mechanisch beschädigt wird, dringt natürlich auch Wasser hinein, und es fängt an zu rosten. Dort ist es jedoch problemlos möglich diese Stelle punktuell auszuschleifen :flex: , und anschließend mit einen neuen Lackaufbau zu reparieren. Wenn dann im gleichen Farbton diese Stelle lackiert wird sieht man nichts mehr. Und das Ganze mit wenig Aufwand
Das klingt wirklich plausibel...

Ich kenne das von pulverbeschichteten Flächen nur zu gut von meinem Mog (Batteriekasten).
Da lösten sich riesige Farbplatten ab und darunter tobt das rote Grauen!
Im Gegensatz zu den lackierten Blechen, waren alle pulverbeschichteten Bleche reif für die Schrottonne :cry:

Eigentlich wollte ich nur die Felgen pulvern lassen, aber da bin ich mir jetzt auch nicht mehr so sicher :?


Gruß Michael
#330527
Hallo Michael,
das einzige was ich bei meinem 411er mit Pulver beschichten ließ, dass waren die Aufstiegsringe, wobei ich unter meinen Schuhen keine "Spikes" habe. Die sehen noch sehr gut aus, und da ist auch keine mechanische Beanspruchung angesagt.
Ich denke mal solche Teile wie RKL-Stangen etc. kann man ggf. drüber nachdenken, aber alles andere :roll: würde ich persönlich immer nur lackieren.

Pritsche:
Auf meiner 411er Luftkipppritsche habe ich auch einen lackierten Stahlboden, 3mm. Für das gute Aussehen habe ich bei normalen Transportaufgabe immer ein 10mm Fließbandgummi passgenau geschnitten drauf liegen. Da rutscht nix, der hält Beulen bis zu einem gewissen Grad ab, und wenn ich darunter schaue sehe ich voller Freude meinen gut erhaltenen Pritschenboden. Das ist mein Spagat zwischen Nutzbarkeit, und "Showcar" :!: :lol:
Hier sieht man mein "Bandgummi".

Bild

By the way, wann gibt es denn mal wieder neue Fotos :wink:
Zuletzt geändert von JürgenPB am 13.02.2011, 17:27, insgesamt 2-mal geändert.
#330531
JürgenPB hat geschrieben:By the way, wann gibt es denn mal wieder neue Fotos :wink:
Bei mir ist (leider!!) auf Grund der Temperaturen noch immer Winterpause :cry:
Außer dem Umbau des Ölbadluftfilters auf Trockenpatronen habe ich seit dem Wintereinbruch noch nicht viel geschafft.

Aber letzte Woche habe ich das warme Wetter genutzt und die Pritsche und den Kranrahmen aus meinem Winterlager geholt und verladen...

Da stehen nun einige Sch(w)eißarbeiten an, die ich besser in der Halle bei meinem Brötchengeber erledigen kann:

Kranrahmen:
- Einbau Streben für Hubzylinder
- Aufnahmen für Kotflügel
- Nummerschildhalter
- Halter für Rückleuchten

Pritsche:
- Einbau Ösen und Hacken für Ladungssicherung
- eventl. Umbau auf Siebdruckplattenboden


Gruß Michael

PS: Aber eines gibt es noch...

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