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Herzlich willkommen auf der Unimog-Community-Website. Seit 1999 treffen sich hier die Mercedes-Benz Unimog- und MBtrac-Enthusiasten zum Meinungsaustausch und Fachsimpeln.

Hier werden Fragen zur Technik und zur Restauration des Unimog gestellt.

Moderator: stephan

#335661
Hallo Stefan,

die geschilderten Symptome deuten, wie von den Kollegen schon mehrfach gesagt, auf einen schlechten mechanischen Zustand des Motors hin. Ursache kann von den üblichen Sachen alles sein. Du wirst es nur erfahren wenn du das Türchen mal aufmachst und reinschaust, sprich den Zylinderkopf runternimmst. Die Düsen raus, die Vorkammern kontrollieren und Ventilsitze anschauen. Dann weiss man schon sehr viel. Die Werte der Kompression trau ich mich dir jetzt schon zu sagen, die sind nämlich so, dass du entweder sowieso keine Wahl mehr hast oder mehr oder weniger unter den Grenzwerten drunter. Trotzdem läuft der Motor, zünden tut so ein Diesel bald mal.

Ich sags dir wie es ist, um eine Motorrevision kommst du wohl nicht herum. Wenn nicht jetzt dann in einem halben Jahr.

Es bewahrheitet sich ein ums andere Mal, die Zeiten in denen man gute 411er mit brauchbarem mechanischem Zustand für relativ kleines Geld bekommen konnte sind vorbei. Entweder er ist mechanisch überholt, dann ist er teuer, oder eben nicht, dann wird er teuer.

Ich rate jedem der sich einen nicht restaurierten kauft sofort mindestens 3000 Euro für Werkzeug, Motorrevision und diverses in den Kaufpreis einzukalkulieren.

Ich hab das auch lernen müssen. Trotzdem hab ich viel Spass damit.

liebe Grüsse

Dieter
#335708
Rolf_Lieber hat geschrieben:...die Schraube kenne ich! Genau so eine habe ich letzte Woche verloren und stundenlang gesucht! Da kannst du mal sehen wie weit die rollen können - nein entschuldigung - meine hatte das Gewinde glaube ich doch auf der anderen Seite.

nichts für ungut - ich bin sicher jemand erkennt die - in der Farbe sind die im Unimog ganz selten!

Tut mir leid - konnte ich mir bei dem schönen Wetter nicht verkneifen

Rolf
...so ein Schwachsinn :twisted: , Tschuldigung aber das hilft dem Stefan als Neuling sicher nicht weiter.
Das ist eine "Standard-Schraube", würde mal sagen M8x30 8,8, die muß nicht mal was mit deinem Mog zu tun haben. Ich gehe bei deinem "Bastler-Modell" eher mal davon aus, das der Vorbesitzer diese Schraube einfach "verschmissen" hat.
Gib uns mal einen Update, wenn die Kompressionsprüfung gemacht ist.
Ich tippe ja mal auf Einspritzdüsen und/oder Glühkerzen.

P.S. Kurbelgehäuseentlüftung sollte nie ohne Ölabscheider zurück in den Ansaugkanal geleitet werden.
Wenn du Wert auf Originalität setzt, solltest du das zurückbauen.
#335771
klausn21 hat geschrieben:
...so ein Schwachsinn :twisted: , Tschuldigung aber das hilft dem Stefan als Neuling sicher nicht weiter.
Nicht so grantelig; heute war auch schönes Wetter. :lol:

Ich würd's aber nicht so lässig nehmen mit dieser Schraube.

Ich sehe sie als eine zB. Anschlagschraube, wo etwas auf einen richtigen Abstand eingestellt/gespannt wird und mit der Kontermutter in dieser Stellung festgehalten wird.
Bei irgendeinem Fahrzeug sah ich solch eine Schraube+Mutter (allerdings plus Gummifuffistopfen) als Anschlag für die Motorhaube, weitere, andere Einsatzzwecke kann ich mir auch vorstellen.

IMHO kann man "Stefan als Neuling" auch dadurch weiterhelfen, wenn er noch mal genauer sucht, ob irgendwo ebbes fehlt oder bereits locker ist.

Grüße
WolFgang
#335962
Hallo Gemeinde,

heute hab ich mir was gebastelt um die Kompression zu testen.
Und zwar hab ich ne alte Klühkerze genommen, durchgebohrt und mit einem 1/4" Gewunde versehen. Danach noch ne Druckluftverschraubung für einen 8er Schlauch reingeklebt, Rückschlagventil und Manometer dran und fertig (siehe Bilder).
Zum Test hab ich alle Kerzen entfernt, des "Stop- Hebel" gezogen und gestartet.
Die Kompression sah wie folgt aus:
Zylinder 1: 14,5 bar
Zylinder 2: 14,0 bar
Zylinder 3: 15,0 bar
Zylinder 4: >18 bar (Manometeranschlag)
Was sagen mir nun diese Werte?
Ist der Aufbau so überhaupt i.O.?

Wie kann ich den Motor für eine Leckageprüfung Arretieren?

Die besagte Schraube von vorher ist übrigens eine M5x20 Schlitzschraube die unten abgeflacht und blank ist.

Grüßle aus em Schwobaländle
Stefan

EDIT: Der Motor war kalt.
Dateianhänge:
Kompressionstest
Kompressionstest
Komp1.jpg (51.4 KiB) 3509 mal betrachtet
Aufbau (zum Test ohne Winkelstück)
Aufbau (zum Test ohne Winkelstück)
komp2.jpg (50.99 KiB) 3509 mal betrachtet
#336041
Servus Stefan,

der Motor sollte für die Messung der Kompression betriebswarm (ca. 80°C)sein und die Drosselklappe voll offen, Regelstange auf Nullförderung. Ventilspiel sollte vorher geprüft und ggf. eingestellt werden. Batterie geladen und Anlasser muß auch einwandfrei funktionieren. Ferner alle Glühkerzen raus. Wenn das erledigt ist, dann kanns losgehen.
Die dann erzielten Werte kannst dann mim WHB vergleichen (ich hab sie leider nicht im Kopf) - die messen nämlich nach den o.a. Vorgaben, nur so sind sie m.E. vergleichbar.
Dein Meßaufbau ist bis auf das Manometer ok, hier würd ich einen größeren Meßbereich wählen (-30bar), zu viel auch net, wegen Meßfehler.

Die Werte sagen dir dann zum einen, wie gut die Zylinder untereinander sind. Sollten also z.B. nicht mehr als 2bar voneinander abweichen (genauer Wert siehe Handbuch). Die Höhe der Verdichtungsenddrücke spielt zunächst mal keine sooo große Rolle, wichtiger ist deren Gleichheit.

Bei Ausreißern nach unten oder generell niedrigen Werten kannst Öl in den Zylinder spritzen und es dann nochmal testen. Wenns besser wird, haut der Druck zw. Kolben und Zylinderwand ab. Usw.

Für Druckverlustmessungen siehe Beitrag vom Christoph, Motor arretieren? Falls er sich beim Druckbeaufschlagen mitdreht, 1. Gang rein und Handbremse anziehen.

Gruß aus dem Allgäu

Jochen
#336052
mbjoe hat geschrieben:Servus Stefan,

Dein Meßaufbau ist bis auf das Manometer ok, hier würd ich einen größeren Meßbereich wählen (-30bar), zu viel auch net, wegen Meßfehler.

Die Höhe der Verdichtungsenddrücke spielt zunächst mal keine sooo große Rolle, wichtiger ist deren Gleichheit.

Gruß aus dem Allgäu

Jochen
Hallo Mbjoe
im es mal vorsichtig zu sagen, sicher darf man zu zitierter Aussage auch eine Erheblich andere Meinung haben, oder ?

Hallo Stengle,
ich bezweifle sehr stark die Funtionstüchtigkeit deines Prüfaufbaus

Wenn soetwas so einfach mit dünnwandigem PE-schlauch gemacht werden könnte, der sich schliesslich bei diesen Impulsartigen Druckspitzen ausweitet,
warum verwendet dann z.B. Motometer dickwandigen Hochdruckschlauch?

Ich empfehle daher dringend diese Messung nur mit geignetem Messwerkzeug zu machen.

Laut Mercedes Reparaturrichtlinien muss ein neuer OM636 ca.23-25bar,
ein guter OM636 immer noch min 20-22 bar aufweisen.
Mit nur 18bar wird ein Kaltstart schon anstrengend und mit weniger ist er im Grunde Schrott.
#336055
Hallo Stefan,

die Eignung Deiner Meßvorrichtung würde ich nicht anzweifeln. Druck bleibt Druck, auch wenn er zunächst ein elastisches Bauteil aufblähen muß. Und wenn Du keine Düse in die Glühkerze eingebaut haben solltest, schont diese Elastizität und die Größe des Volumens sogar das Manometer, weil es dann keine so harten Druckstöße abbekommt.

Den Motor muß man für den Leckagetest nicht arretieren, wenn man genau den OT einstellt. Und genau die gleichen Meßbedingungen einzustellen ist sicher vorteilhaft bezüglich der Vergleichbarkeit der Meßwerte.

Den Leckagetest kannst Du teilweise auch mt Deiner Meßvorrichtung machen, indem Du einen Kompressor anschließt. So kannst Du wenigstens schon mal den Horchtest machen, ohne allerdings den Leckagestrom genau quantifizieren zu können.
#336059
Danke erst mal,

ich weiß, dass der Aufbau nicht 100%ig ist, man muss halt nehmen was man hat. :lol:
Die Schläuche und Anschlüsse sind bis 16 bar zugelassen, halten aber in der Regel mehr aus, hab die Schläuche extra kurz gewählt.
Hab den Versuch auf jedem Zylinder 2x wiederhohlt und zum Schluss den ersten nochmal gemessen und die Wiederholgenauigkeit war absolut exakt.
Was mir sorgen macht ist der große Unterschied von über 4 bar. Deshalb hab ich mir heute einen Kugelhahn besorgt, dass ich noch die Leckage prüfen kann.
Das mit dem Warmfahren ist aber auch so ne Sache im Bezug auf die Abkühlung, zuerst verbrennt man sich die Finger beim zerlegen und beim Prüfen ist der Block dann wieder zu kalt, oder ist der Block so träge?
Ach ja, Batterie war voll, Hebel war gezogen und Anlasser lief sauber (nur die Drosselklappe war zu).

Werd am Wochenende dann mal den ZK- Deckel abnehmen und nach dem Ventilspiel schauen. Brauch ich zum einstellen einen Spezialschlüssel oder reich das "normale" Werkzeug aus?

Gruß
Stefan
#336075
Hallo Stefan,

ein 13er (oder war es ein 14er?) Ringschlüssel und ein Schraubendreher tun's.
Zuletzt geändert von OPTI-MOG am 01.04.2011, 16:03, insgesamt 1-mal geändert.
#336096
@Hermann:

Klar darfst ne andere Meinung haben, ist ja der Vorteil einer Demokratie..:-))
Deiner Aussage nach müßte ich dann aber meine Reifen erst dick einbetonieren bevor ich den Luftdruck messe, deren Gummi ist ja glücklicherweise auch flexibel.

Die quantitative Aussage der Kompressionsmessung ist eigentlich eh fürn Eimer, oder prüfst du vorher jedesmal alle Kriterien?
Mißt du die Dichte der Batteriesäure um den Ladungszustand festzustellen?
Mißt du die Anlasserdrehzahl und vergleichst diese mit dem Sollwert?
Mißt Du.....?
Soll ich weitermachen?

Oder willst uns nun allen erzählen, daß durch die blauen Schläuche 8-10 bar "verloren" gehen???
Ich möchte mal erleben, wenn du mit deinen Meßwerten beim Händler reklamieren willst, die werden sicher sofort aufspringen, sich verbeugen und dir nen neuen Motor schenken...anstatt selbst mal zu schaun.
Nix für ungut, aber für ne einfache qualitative Ausage ist dieser Meßaufbau mehr als ausreichend.

Grüße aus dem Allgäu

Jochen
#336112
mbjoe hat geschrieben: Deiner Aussage nach müßte ich dann aber meine Reifen erst dick einbetonieren bevor ich den Luftdruck messe, deren Gummi ist ja glücklicherweise auch flexibel.

Oder willst uns nun allen erzählen, daß durch die blauen Schläuche 8-10 bar "verloren" gehen???
Jochen
Die Messmethode für den Reifenluftdruck ist jene, die wir alle kennen, zu der wir alle Referenzen bzw. einen Bezug haben.
Einbetonieren muss man da nichts und genau deswegen baut sich auch niemand eine Einbetoniervorrichtung.

Ich schlag vor du misst das ganze einmal mit dem dafür üblichen Messgerät,
z.B. dem Kompressionsmesser von Motometer. Das Messgerät von Motometer ist mehr oder weniger geeicht bzw. vom Hersteller für diesen Zweck geprüft worden und es gibt für diese Messgerät die bekannten Grenzwerte, bzw. die bekannten Referenzwerte.

Für deine Bastellösung gibt es keine Referenzwerte, deren Aussage ist also ohne eine Vergleichmessung nahezu Wertlos, zeigen allenfalls nur eine Tendenz auf.

Ich gehe bei deiner Messung im übrigen nicht von 8-10bar Verlust aus, aber ich denke 2-3 bar sind da durchaus möglich.
Denn genau dann bewegen wir uns im Bereich von 16-17 bar bzw. an Zyl.4 von 20 bar, jener Bereich wo es mit dem starten schon deutlich anstengend wird dei Mühel in gang zu bekommen. Nach meiner Erfahrung bekommt man mit 14 bar keinen Om636 mehr gestartet !
#336133
Oh Hermann,

was willst Du uns denn damit sagen?
... mehr oder weniger geeicht ...

Eichen tut übrigens nur das Eichamt bzw. seine Mitarbeiter,
und wenn es das tut, tut es das in der vorgeschriebenen Genauigkeit,
und immer wieder nach festgelegten Zeitintervallen,
und die gebräuchlichen Kompressions-Schreiber von Motometer sind nicht eichfähig ... :wink:
#336152
So Leute,

heut hab ich mal den ZK- Deckel abgenommen um die Ventilspiele zu Prüfen und um einen Leckagetest durchzuführen.
Die Ventile hatten im OT alle Spiel von min 0,2mm, allerdings hab ich noch nichts nachgestellt, da ich nicht sicher war, welche für den Einlass bzw. Auslass sind und ich mit meinen schwarzen Fingern nicht in der anleitung blättern wollte. :flex:
Bei der Luftbeaufschlagung im OT hat es tatsächlich nach unten durchgeblasen und die Luft kam oben an den Kipphebeln/ Schaltstangen? wieder raus. Hab zum Testen den ZK- Deckel wieder draufgesetzt und siehe da, die Luft kam zur Motorentlüftung wieder raus.
Nun liegt ja die Vermutung nahe, dass es an den Kolben vorbei pfeifft.

Wie muss ich nun weiter vorgehen? Muss der Zylinderkopf zur begutachtung runter? Was kann da alles Defekt sein? Oder ist es evtl. "normal" dass da Luft durchströmt und erst bei warmem Motor dicht wird?
Mich wundert es halt, dass es an alle 4 Kolben pfeifft.

Zum Thema Messunsicherheit, ich denke der Aufbau von mir ist gar nicht sooo schlecht, die käuflichen Geräte haben nur einen dickeren Schlauch, weil sie weit aus mehr Druck aushalten müssen. Mit Druckluft kenn ich mich übrigens etwas aus (hab bei Feso Pneumatic gelernt und war dort auch 8 Jahre lang).

Gruß
Stefan
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