Herzlich willkommen

Herzlich willkommen auf der Unimog-Community-Website. Seit 1999 treffen sich hier die Mercedes-Benz Unimog- und MBtrac-Enthusiasten zum Meinungsaustausch und Fachsimpeln.

Hier werden Fragen zur Technik und zur Restauration des Unimog gestellt.

Moderator: stephan

#380539
Hallo Freunde,

die Diskussion geht vom Thema ab und KINGPIN ist schon gar nicht mehr dabei. Ausserdem helfen ihm hier keine Weltanschauungen, sondern eher Daten und Fakten. :wink:
#380544
Hallo zusammen,

@Christoph, Pascal wollte Daten und Fakten, genau die hat er in den meisten Beiträgen hier bekommen.

Bei einem alten Unimog ist es mit Steuer und Versicherung halt nicht getan. Ich investiere in mein U65 Spaßmobil jedes Jahr ettliche hundert Euro. Nicht um den zu restaurieren, nein, nur um den technischen Zustand zu erhalten, vielleicht ein wenig zu verbessern.

Das muß ganz einfach einem Neueinsteiger klar gesagt werden.

Wir sind ja hier keine Schrott.- oder Gebrauchtfahrzeughandel.

@ Pascal, wie ich schon geschrieben habe, wenn nicht der Unimog im Vordergrund steht, sondern das Holzmachen, laß es, ist zu teuer.

Gruß Lothar
#380596
Servus,

na hier gehts ja hoch her ;-).

@Jürgen
Vielen Dank für Deine Objektive Teilnahme an dieser Diskussion, und das meine ich wirklich
ernst!
Klar hast Du recht, bei einem so alten Fahrzeug kann mann nicht alle Reperaturen voraus-
sehen. Ein paar Dinge kann man eben mit akzeptablem Aufwand bei der Besichtigung prüfen.

@Bernd Thomes
Du Schreibst ein Schlepper wäre wesentlich unkomplizierter aufgebaut, ich finde das ist
viel zu allgmein dargestellt. Hier müsstest Du schon genauere Modelle als Vergleich an-
führen. Mein 421 ist Bj 70. Zu der Zeit gab es meines Erachtens nach schon Schlepper
die mit Regelhydraulik, gefederter Vorderachse, Allrad, hydraulischen Bremsen, Lenkhilfe
(um die Zeit hat es glaube ich auch schon Mit Lastschaltung angefangen Agriomatik bei IHC) ausgestattet waren.
Turbokupplung gibts schon länger
Ganz klar, die 0815 Schlepper der damaligen Zeit hatten weniger Ausstattung und waren
technisch unkomplizierter. Ein solcher Vergleich hinkt aber finde ich persönlich.

Auch finde ich die Ersatzteilpreise für die Mogs zumindest für die Teile die ich gesehen
habe nicht so extrem hoch. Jürgen schreibt er hat einen (ich nehme mal an guten) Tausch-
motor für 1000 EUR bekommen. Für meine beiden anderen Schlepper wäre ein guter
Tauschmotor für um die 1000 EUR ein echtes Schnäppchen.

Eine Frage wäre jetzt, um beim Thema zu bleiben, ob kingpin einen etwaigen Unimog
original getreu restaurieren möchte, oder Ihn "nur" so erhalten möchte, das er technisch
funtkioniert, verkehrssicher ist und nicht zur Ruine verkommt.
Ich denke daziwschen liegen mit Sicherheit viele EURs.

Meiner Erfahrung mit alten Autos / Schleppern ist, das mann Reparaturen meist nicht beim
Wiederverkauf "herausbekommt".

@Ralf
Das mann für 3000 bis 5000 EUR im Normalfall keinen guten Mog bekommt ist mir klar, aber
dafür bekomt mann auch sehr selten nen guten Allradschlepper.
Für meinen 421 hab ich 7500 bezahlt und der ist wie ich finde in einem (für mich) guten
Zustand.
Bei mir sind die Schlepper und der Mog zwar Hobby, müssen aber noch arbeiten, für 20.000 EUR
würde ich mir ganz sicher keinen Unimog kaufen.
Du schreibst:
"Und das ein Unimog was die Kosten betrifft niemals mit einem Schlepper zu vergleichen ist, ist doch schon Allgemeingut. Also fast jedem, ausser den neuen Kollegen hier bekannt. "

Das würde ich auch so sehen, aber nicht so, das ein Mog "teurer" ist, oder günstiger,
sondern das es eben schlecht zu vergleichen ist. Weil es ja verschiedene Mogs / Schlepper
und vor allem verschiedene geplante Einsatzgebiete gibt.

Bei den Preisen sehe ich das wie Alfred. Anbieten kann ja jeder zu einem Preis wie er
lustig ist. Kaufen ja auch (wenn man das Geld hat). Aber ob diese Preise dann immer auch
gerechtfertigt sind ist eine andere Frage.
Ich hab beim Verkaufen von alten Fahrzeugen auch schon Glück gehabt und Preise
erzielt die deutlich über einem in meinen Augen reellen Marktwert lagen.

Nicht falsch verstehen, wenn einer einen guten 421/406 findet und bei einem reellen Kauf
ohne Schmu und Betrug 20.000 EUR dafür bezahlt finde ich das voll in Ordnung.

Mir wäre das für mein Hobby zu viel Geld, für meine Zwecke und meine Ansprüche(!) reicht
auch ein günstigeres Fahrzeug.

Richtig ist auf jeden Fall, da stimme ich euch zu, das die Kosten von Steuer und Versicherung
nicht DER ausschlaggebende Kostenfaktor sind. ABER wenn ich bei meinem Einsatz-Zweck
hier sparen kann, warum dannn nicht? Die XXX EUR hab ich dann schon für Wartung.

ein schönes Wochenende

Johannes D.
#380597
So,
ich noch einmal.
Natürlich kannst Du Glück haben beim Kauf. Ich hatte damals einen seeehr seriösen Verkäufer mit langer Unimogerfahrung. Es war ein Lohnunternehmer bei dem früher 411, dann 403 und 406 liefen. Ich hätte damals für 2500,-DM weniger einen 403 Agrar mit 24m Spritze bekommen können. Er sagte mir, ich sollte den stehen lassen.
Heute weiß ich warum. Ich muss sagen, ich habe ein technich und optisch sehr gepflegtes Fahrzeug. Zwar muss es auch etwas tun aber das entschädigt für den Aufwand.
Da dies Fahrzeug nicht verbraucht war habe ich bisher keine extrem hohen Reparaturkosten. Auch deshalb weil ich alles selber machen kann. Trotzdem rechene ich pro Jahr mit mind. 500,-Euro.
Mein Motor hat um die 9.000 Stunden, läuft noch immer super aber auch hier kann schnell etwas kommen da bei den meisten 421 bei 4000 bis 5000 Stunden schluss ist. Die Stunden zeugen aber auch vom ruhigen Vorleben des Mogs bei einer Standortverwaltung und beim Lohnunternehmer wo es das "Cheffahrzeug" war. Damit fuhr nur der Senior.
Es muss nicht immer sehr teuer sein. Aber ein Unimog ist auf jedem Fall teurer als ein vergleichbarer Trecker.
@ Ja, die Bremse bei meinem ist seeeehr teuer. Dichtungssätze für die Bremszylinder hinten liegen bei 150,-€ Stück, Bremsbeläge dazu und das Trommel ausdrehen für ein Kasten Bier.
Weitere Preise: (ungefähr)
Hauptbremszylinder liegt bei 700,-€
Radbremszylinder vorne bei 400,-€ und so etwas kommt dann im Doppelpack. Bei diesen Summen überlegt man sich doch ob man den Unimog im Schlamm versenken kann/muss oder Wasserdurchfahrten nimmt.
MfG
Bernd Thomes
#380608
Servus,

zur Langlebigkeit des OM616 im Unimog kann ich nicht soo viel beitragen. Im PKW laufen
die aber deutlich über 100tkm, 500 tkm kommt durchaus auch vor.

Im Transporter (also den alten 207er) halten sie schon nicht mehr so lange, das ist schon
eher mit dem Mog zu vergleichen als der PKW. Im MB100 läuft ja auch eine "moderne"
Version vom 616er und ist da jetzt nicht als besonders anfällig bekannt.
Im Mog läuft der Motor ja nur mit 52PS bei 3000 um/min beim Transporter dreht er ja höher.

Ob undbedingt bei 4000 bis 5000 h "Schluss" sein muss, hängt sicher auf von der Arbeit
ab die der Mog leisten musste.

@Thomas
Du gibts 500 EUR im Jahr an Reparatur / Wartung an, das ist schon eine ganz andere Haus
nummer als die 300 EUR pro Monat die hier ja auch genannt wurden.

Aber ich bleib dabei, der Vergleich der Kosten Schlepper / Unimog hinkt immer. Je nach
konkretem Fal kann auch der Schlepper "teurer" sein. Versuche mal für nen Allradler
aus den 60 bis 70er Jahren eine Vorderachse oder allrad-spezifische ETs zu bekommen,
da schauts mitunter sehr düster aus.

Für das oft verbaute ZF A210 Getriebe gibt es auch Ersatzteile die rar und teuer sind, zB
das Antriebszahnrad für die Hydraulikpumpe wenn diese am Getriebe angeflanscht wurde,
oder die Hohlwelle sind keine Schnäppchen.

Richtig "billig" sind dagegen IMHO Teile für Fordson Schlepper, da gibts auch noch fast
alles. Ich müsste jetzt lügen, aber ein kompletter neuer Zylinderkopf für unter 300 EUR
meine ich.
Für das Geld bekommste nicht mal nen Eimer Eisenoxid von nem Echten Lanz Glühkopf ;-).

Auf jeden Fall kostet ein Unimog im Unterhalt Geld, so viel steht fest. Ebenso muss mann
Geld für Reperaturen einkallkulieren. Wie hoch diese sind hängt von vielen Faktoren ab.

Wenn kingpin jetzt gerade so die Kaufsumme für nen Mog zusammenbekommt und für
jede Reperatur in die Werkstatt muss, sollte man ihm auf jeden Fall abraten einen Mog
zu kaufen.

cu

Johannes D.

PS: Ich freu mich schon aufs Mog-Fahren, nur wegen so ner doofen Hochzeit fehlt mir
die Zeit am WE dazu, ausserdem war im Getriebeölkanister doch gebrauchtes Öl, und so
steht der Mog grad mit leerer Hinterachse in der Scheune
#380618
Ich kan fieles Sachen an Autos und Traktoren reperriren und was ich nich kann kan die ferwandschaft da sind so ziemlich Ales vertreten von Kfz Meister bis ein ferfahrens Mechaniker der ultrachal Fräsen programmiert und zusammen baut und das was der mog kostet Mus ich mir nicht den letzten send aus den Rippen ziehen
Das es Sachen zum reperriren gibt ist doch kla so Sachen mache ich auch gerne und sind auch finanziel mit einkalkuliert
#380629
Hallo Johannes,
sicher kann der Motor sehr viel mehr laufen als die 5.000h. Verfolge aber seit ich den Unimog 2001 gekauft habe immer wieder alle möglichen Gebrauchtmärkte. Fast jeder 421 der über 5.000 Stunden hat soll einen neuen Motor bekommen haben und sehr viele mit den 40 oder 45 PS Motoren haben den 616. Zudem findet man gebracht kaum oder seeehr selten Unimog 421 die über 6.000 Std. gelaufen haben. Eben weil dort neue Motoren arbeiten.
Die km die ein Unimog auf dem Tacho stehen hat sind ja auch in keinster Weise mit denen eines PKW vergleichbar. Wenn der Mog seine 100.000 km gelaufen hat dann sind diese erst einmal viel langsamer gefahren worden, der Unimog hat mit der Zapfwelle gearbeitet oder hat vor dem Pflug oder einem Anhänger gestanden. Und wenn der Unimog die 100.000 km voll hat dann wären es, umgerechnet auf Pkw verdammt viele km.
Ich habe nicht gesagt dass die Motoren schlecht sind. Bestimmt nicht. Wenn ein Stundenzähler im PKW vorhanden wäre und das Auto eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 40km/h gefahren hätte so wären es bei 300.000km rund 7500 Stunden. Bei 35km/h wären es sogar 8500Stunden. Und ein Unimog muss wirklich sehr viel mehr leisten als ein Pkw.
#381359
Ach ja,
wenn wir schon dabei sind mit dem Schlepper zu vergleichen:
Wir hatten sehr viele verschiedene Schlepper. Ob vom 15er Kramer, Hanomag Brilliant 600, MB-trac 65/70, MF65, David Brown (Case) 1210 oder Ford 6210 (existiert noch) oder einen 88er Fiat (Bj78 - hilft mir gerade beim Bau). Aber alle diese Fahrzeuge sind gegenüber des Unimog sehr einfach aufgebaut und gegenüber dem Unimog sehr wartungsarm.
Der Unimog ist sehr kompakt aufgebaut was die Zugänglichkeit zu den Aggregaten erschwert. Es sind viel mehr Gelenke und Getriebe eingebaut. Wenn schon regelhydraulik - diese geht nicht schnell kaputt. Sind nur Hebel an Unterlenker (Fiat) oder Oberlenker die im inneren die Lage oder den Zug steuern. Sicher, der Fiat ist nur noch ein fahrender Schrotthaufen mit Frontlader und eine Vorderachse gibt´s wohl nicht mehr. Hat nicht einmal Allrad.
Wo der Unimog kompliziert und anfälliger ist?
Zapfwellen:
- Zapfwellengetriebe (im Stand in die große Guppe schalten sonst kein Öl)
- Gelenke der Wellen bis zum Lagerbock
- Lager der Lagerböcke
- Verlagerungsgetriebe
Wann geht beim Schlepper hier etwas kaputt? Eigentlich nie
Bremsen:
- 4x Trommel oder Scheiben die höhere Geschwindigkeiten aushalten müssen
- Bremsschläuche zwischen Fahrerhaus, Rahmen Hinter und Vorderachse und an den Lenkgekenken
Beim Trecker oft einfacher und nur mechanisch, beim Fiat sogar im Ölbad. Funkionieren selbst nach über 30 Jahre wie neu.
Getriebe:
- Empfindliches Bauteil beim Unimog. Siehe Suchfunkion, kaum ein Getriebe welches nicht schon einmal repariert wurde.
Weitere Getriebe die hin und wieder auch mal lecken können
- Vorgelege, innerer oder äußerer Simmering
Weitere Teile:
Druckluftanlage - sehr viele Bauteile
Druckluftzylinder für die Sperren
Es kommen also eine ganze Menge Teile zusammen die ein Schlepper nicht hat. Und alle diese Teile müssen regelmäßig gewartet werden.
Zusätlich zu den Ölen die der Schlepper besitzt gibt´s beim Unimog
- Hinterachse
- Vorgelege 4x
und wenn dann im Vorgelege oder in einer Achse plötzlich mehr Öl sein sollte sind eben die Dichtungen vom Getriebe zur Achse undicht oder von der Achse zu den Vorgelegen ... .
Ich möchte den Unimog bestimmt nicht schlecht reden. Aber der Wartungs und Erhaltungsaufwand ist beim Trecker seeehr viel geringer als beim Unimog Hier ist es nicht mal schnell getan mal eben Motoröl zu prüfen und weg - bestimmt nicht.
#381368
Servus,

>Aber alle diese Fahrzeuge sind gegenüber des Unimog sehr einfach
>aufgebaut und gegenüber dem Unimog sehr wartungsarm.

Was ich bisher in der Anleitung gelesen habe, finde ich den Unimog jetzt
auch nicht wartungsintensiver als meine Eicher oder IHC.

>Der Unimog ist sehr kompakt aufgebaut was die Zugänglichkeit zu den
>Aggregaten erschwert.

Stimmt. Aber bei alten MAN Schleppern kommt mann zB zum Teil auch
sehr schlecht an den Motor. Wenn bei nem John Deere Lanz ein Frontlader
verbaut ist, kommt man nicht mal mehr ordentlich an den Öleinfüllstutzen.
Bei meinem Eicher erschwert ebenfalls eine Frontladerkonsole den Zugang
zum Motor.

>Es sind viel mehr Gelenke und Getriebe eingebaut.

Gelenke evlt. ja, Getriebe eher nein. 1972 gabs von John Deere schon Ge-
triebe mit Lastschaltung. Auch mit Zapfwelle vorne, nasse Scheibenbremsen.

>Wenn schon regelhydraulik - diese geht nicht schnell kaputt.

Kann ich nicht beurteilen, auf jeden Fall habe ich schon des öfteren ge-
lesen, das das Einstellen bei manchen Traktormodellen nicht so einfach
ist wenn man die mal zerlegen muss.

>Hat nicht einmal Allrad.

Dann ists ja auch schlecht vergleichbar.....


>Wo der Unimog kompliziert und anfälliger ist?
>Zapfwellen:
-> Zapfwellengetriebe (im Stand in die große Guppe schalten sonst kein Öl)
>- Gelenke der Wellen bis zum Lagerbock
>- Lager der Lagerböcke
>- Verlagerungsgetriebe

Das sind Punkte die bei den Schleppern eher nicht zutreffen.

>Wann geht beim Schlepper hier etwas kaputt? Eigentlich nie
>Bremsen:
>- 4x Trommel oder Scheiben die höhere Geschwindigkeiten aushalten
>müssen

Das die Bremsen bei Schleppern nie kaputt gehen halte ich für ein Gerücht.
An die Trommeln kommt mann ja vergleichsweise einfach hin, ebenso
an die Handbremsen.
Bei Schleppern muss mann um an die Bremsen zu kommen oft den Achs-
trichter der Hinterachse abnehmen. Dazu ist meist auch eine Demontage
der Kotflügel + evlt. der Kabine nötig.

Um beim IHC McCormick 624 die Handbremse zu reparieren / erneuern
muss mann das Differential ausbauen, dazu Muss der Sitz, der Kraftheber-
block runter, damit mann vernünftig hinkommt auch die Kotflügel....

>- Bremsschläuche zwischen Fahrerhaus, Rahmen Hinter und Vorderachse
>und an den Lenkgekenken

Richtig, aber was ist daran besonders kompliziert und Anfällig?

>Beim Trecker oft einfacher und nur mechanisch, beim Fiat sogar im
>Ölbad. Funkionieren selbst nach über 30 Jahre wie neu.

Sogar im Ölbad ist nicht unbedingt ein Vorteil. Oft ist das Getriebeöl gleichzeitig
Hydrauliköl. Dh beim Maschinen die viel Öl verwenden kann es zu
Problemen kommen wenn die Maschinen mit anderen "geteilt" werden
wenn sich dann unterschiedliche Ölsorten vermischen.
Mein Mog hat einen eigenen Hydraulikölhaushalt.

>Getriebe:
>- Empfindliches Bauteil beim Unimog. Siehe Suchfunkion, kaum ein
>Getriebe welches nicht schon einmal repariert wurde.

Schau mal nach Getrieben von bestimmten Deutz DX Modellen, MF Getriebe
mit Lastschaltung in Eicher Schleppern....

>Weitere Getriebe die hin und wieder auch mal lecken können

Schon mal nen Schlepper gesehen der "furztrocken" ist? Aber ich gebe zu
auf grund der Blockbauweise der meisten Schlepper haben die schon weniger
potentielle undichte Stellen.

>- Vorgelege, innerer oder äußerer Simmering

Seit wann hat ein Schlepper so was nicht? Mein Eicher Königstiger hat so
was auch (an der HA).

>Weitere Teile:
>Druckluftanlage - sehr viele Bauteile

Hat eine Unimog-Druckluftanlage mehr Bauteile als eine von nem Std. Schlepper?

>Druckluftzylinder für die Sperren

OK haben die meisten Std. Schlepper eher nicht. Dafür kann man zB bei
nem Schlüter Super 450V den Allrad unter Last ein und Ausschalten...

>Es kommen also eine ganze Menge Teile zusammen die ein Schlepper
>nicht hat. Und alle diese Teile müssen regelmäßig gewartet werden.

Wenn mann einen ähnlich ausgestatten Schlepper vergleicht (und nur das
macht Sinn) sind es IMHO gar nicht mehr sooo viele Bauteile.

>Zusätlich zu den Ölen die der Schlepper besitzt gibt´s beim Unimog
>- Hinterachse

OK, hat der Schlepper nicht, aber dafür evlt. zB Lastschaltgetriebe, Turbo-
kupplung, Mähwerksabtriebe...

>- Vorgelege 4x

Wie oben schon geschreiben, mein Köti hat auch Achsvorgelege. Es gibt
auch Schlepper mit Portalachsen vorne.

>und wenn dann im Vorgelege oder in einer Achse plötzlich mehr Öl sein
>sollte sind eben die Dichtungen vom Getriebe zur Achse undicht oder
>von der Achse zu den Vorgelegen ... .

Wenn das Öl zum Getriebe raus läuft ists undicht, richtig. Was hat das mit
kompliziert und anfällig zu tun?
Bei vielen Schleppern mit eigenem Hydraulikölhaushalt kann zB das Hydraulik-
öl bei einem Defekt ins Getriebe laufen, ist auch nicht gut.

>Ich möchte den Unimog bestimmt nicht schlecht reden.

Das wissen wir doch *g*.

>Aber der Wartungs und Erhaltungsaufwand ist beim Trecker seeehr viel
>geringer als beim Unimog Hier ist es nicht mal schnell getan mal eben
>Motoröl zu prüfen und weg - bestimmt nicht.

Mit "Motorölprüfen und gut" ists es beim Schlepper auch nicht getan...
Nur so aus dem Kopf, Ölstände die man bei meinem Köti prüfen kann

Motoröl
Getriebeöl
Hydrauliköl
Lenkgetriebe
Mähwerksantrieb
Achsvorgelege links und rechts an der HA
bei nem Allradler auch noch Ölstand VA

Bei nem Unimog kämen noch ein paar Sachen dazu, das ist richtig, aber so
wie das hier im Forum dargestell hat hört sich das für mich persönlich immer
so ein bisschen an wie:

Schlepper = fast nix an Technik drann = Standart Käfer
Unimog = 8535 besondere technische Finessen die dauernd kaputt gehen = Ferrari der mit allem Schnick Schnack ausgestattet ist

Vor allem die ältern Unimogs so aus den 60er bis mitte der 70er Jahre waren
im Vergleich zu den damals üblichen Schleppern mit mehr Extras ausge-
stattet. Daher ist es finde ich schwierig zu vergleichen, auf jeden Fall trifft
eine pauschale Aussage nicht zu.

Aber die Hauptsache ist, man hat Spaß an seinem Unimog oder Schlepper,
und ich keinen einige denen das Schrauben fast mehr Spaß macht als das
Fahren ;-).

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