Herzlich willkommen

Herzlich willkommen auf der Unimog-Community-Website. Seit 1999 treffen sich hier die Mercedes-Benz Unimog- und MBtrac-Enthusiasten zum Meinungsaustausch und Fachsimpeln.

Der Mogler steht im Vordergrund: Unimogtreffen, Ausfahrten, Berichte, TV-Tipps, Unimog-Witze.
#386374
Hallo erfahrene Unimogler,

oft münden Anfragen und Hinweise gerade hier im Technik-Bereich in Hinweise zum Thema Sicherheit. Sei es Beladung, sei es Betrieb von Anhängern, Bremsen etc..

Deshalb hier meine Frage bzw. Diskussionsanregung (@ Moderatoren: ich hoffe, dass passt hier ins Technikforum): Würde jemand wie ich, der KEINEN LKW-Führerschein hat, signifikant besser mit dem Unimog umgehen können, wenn ich diese Ausbildung genossen hätte? (U 1700 m. HIAB-Kran)

Sicherlich pauschal gefragt, hängt bestimmt auch davon ab ob mit oder ohne Anhängerbetrieb, mit oder ohne Krannutzung etc. etc..

Mich würden einfach einmal die spontanen Antworten dehrer interessieren, die eine entsprechende Ausbildung haben.

Beste Grüße

Guido
#386375
Das ist in erster Linie auch eine Frage was man aus der Ausbildung mitgenommen hat. Manch Interessierter liest sich das auch an, bei anderen hat die Ausbildung außer der Fahrerlaubnis nichts gebracht, was sie täglich im Verkehr beweisen.

Aber jeder Kraftfahrzeugführer muss sich mit dem von ihm geführtren Fahrzeug auskennen und nicht nur die Erlaubnis besitzen.

Gruß,
Markus
#386377
Hallo Guido,

schwere Frage mit großem Diskussionspotenzial.

Ich für mich muss sagen, dass ich froh bin den LKW-Führerschein zu haben.
Grundlagen der Nutzfahrzeugtechnik (Druckluftbremse etc.) werden einem dort eben auf jeden Fall näher gebracht. Ebenso das "Feeling" für einen richtigen Zug, sei es beim rangieren oder auf engen Landstraßen.

Wie immer ist das ganze stark vom Engagement bzw. Interesse des Einzelnen abhängig. Wenn man nur für die Theorieprüfng lernt und nicht für's Leben bleibt eben weniger hängen. Auch wie oft man fährt spielt natürlich ne große Rolle. Da ich bis vor kurzem beruflich mit NFZ's zu tun hatte, war ich eh relativ tief in der Materie drin.

Heut zu Tage braucht man ja, um gewerblich fahren zu können sowieso noch die Grundqualifikation im Anschluss an die FS-Ausbildung. (Hab ich bisher noch nicht gemacht). Bzgl. Ladungssicherung etc. wird man erst dort mehr geschult. Das war mir beim FS eigentlich zu wenig.

Alles in allem sollte man sich genügend mit dem was man tut auseinander setzen und sich darüber im Klaren sein was man so an Masse durch den Verkehr bewegt. Dann dürfte es nicht allzugroße Unterschiede geben, ob LKW-FS oder alter 3er.

Gruß
Markus
#386379
Hallo Guido,

wenn man einen LKW-Führerschein (heute Klasse C und CE) gemacht hat dann lernt man dabei schon einiges über Druckluftbremsen und kennt dann auch den Unterschied zwischen Zweileitungs- und Zweikreisbremsanlage, was hier im Forum von einigen ständig verwechselt wird. Ansonsten erfährt man einiges über Ladungssicherung, was manchmal auch lebenswichtig sein kann.

Wenn es dir "nur um die Theorie" geht, dann schau mal bei ebay, dort werden oft Fahrschulunterlagen zu Spottpreisen verkauft, dann kannst du das mal durchmachen wenn es die Zeit erlaubt.

Mittlerweile ist die gesetzlich Situation auf Grund des Berufskraftfahrerqualifikationsgesetztes so, dass man mit dem "Führerschein allein" nur noch "spazierenfahren darf" und zum "Gewerblichen Gütertransport" noch einige Stunden zusätzlich machen muss, was in Summe dann angeblich bis zu 8000 Euro kostet.

Ich denke allein dieses Gesetz und dass die Bundeswehr nicht mehr viele LKW-Scheine sponsert wird sicherlich dazu führen, dass von den zukünftigen Generationen wenige die Voraussetzungen für das Unimogfahren (> U421) erfüllen und dann auf Grund der geringeren Nachfrage die Unimogpreise hoffentlich wieder sinken.

MfG Andreas.
#386450
Hallo Guido
Ich kann die Antworten von Markus & Markus nur unterstützen, lernen kann man da sehr viel....wenn man will und bereit ist.

Reiner trifft den Nagel mal wieder auf dem Kopf...lässt sich täglich beobachten.

@Andreas: Ich war 1986 - 1990 1. Kfz-Mech für Lkw, Busse und Sonderfahrzeuge bei der BW, habe dort meinen Lkw-Führerschein gemacht und an unserer BW-Fahrschule die Einweisungsfahrten in die Fahrzeuge durchgeführt. Man sollte schon genau wissen, was man da auf der Strasse bewegen will und wie es in unterschiedlichen Situationen reagiert.

Es macht schon Sinn, dass heute mit der teuren Zusatzqualifikation erst Berufskraftfahrer auf die großen "Böcke" gesetzt werden.

8.000 - 10.000€ für die Ausbildung schreckt schon ab, hebt aber die Qualität der Fahrzeugführer, denn ein "Hinz & Kunz" wird sich die Investition schon genau überlegen

P.S. Heute mal ohne bunte Smilies, weil ich das Thema für ernst halte ;-)
#389993
Hallo und Danke an die Antwortgeber,

bitte entschuldigt, dass ich mich erst jetzt wieder melde; war ein wenig im Stress.

Eure Antworten entsprechen dem, was ich mir auch gedacht habe. Theorie und Praxis sind und bleiben eben Zweierlei.
Fast alles beim Unimog habe ich durch ausprobieren gelernt oder hier in der Community erfahren. Ich gestehe auch gerne, dass mir der Umstieg von dem U 407 auf den U 1700 nicht ganz leicht gefallen ist; ich hatte am Anfang einen gehörigen Respekt vor dem Gewicht und der Größe.

Was mich immer mal wieder "überrascht" sind das Fahrverhalten in Kurven (besonders bei Nässe) und der Bremsweg.

Was die Themen Anhänger- und Kranbetrieb angehen werde ich wohl dann, wenn ich es brauche auch vorsichtig probieren und ggf. hier bei Euch um Rat fragen.

Letztendlich ist es ein Hobby, dasss Spass machen und keinen gefährden soll.

In diesem Sinne,

beste Grüße und wieder einmal vielen Dank

Guido
#390144
Hallo,

ich denke, dass es um so besser ist je ehr man entsprechende Erfahrung sammelt.
Ich bin z.B. ab 16 Schlepper auch schon mit druckluftgebremsten Anhängern gefahren (geht ja bis 25). Da muss ich jedoch sagen, dass die Ausbildung (in der Fahrschule) mit nur einigen Theoriestunden (PKW - also nix über Druckluftbremsanlage) einem nichts (bis auf die Verkehrsregeln - die man ja schon von der Fahrradprüfung in der Grundschule kannte ;-) ) gebracht hat.
Gebracht hat es jedoch dann was für das LKW-Fahren. Man hat sich schon an Gewicht und Maße etwas gewöhnt. Denke diese Eichung des Popometers geht einfach besser wenn man Jung ist.
Was natürlich auch wichtig ist, ist sozusagen der Lehrer nach der Fahrschule. Ich würde bei der Spedition erstmal auf einem LKW bei einem erfahrenen Fahrer mitgeschickt, dann durfte ich selber fahren mit einem Fahrer der mich begleitet hat und dann erst alleine. Bei diesen Fahrten habe ich mindestens genausoviel gelernt wie in der Fahrschule.

Michl
411 neuer Kompressor

Hallo Markus :danke für deine Info. Also sc[…]

Es geht nun weiter mit den Sitzen. Die neuen Polst[…]

Combiinstrument

Hallo Lutz, so ist das halt mit alle Dingen wenn […]

Getriebe Ueberholen

Hallo Alex, Lager sind bereits bestellt. Geschiebe[…]