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Herzlich willkommen auf der Unimog-Community-Website. Seit 1999 treffen sich hier die Mercedes-Benz Unimog- und MBtrac-Enthusiasten zum Meinungsaustausch und Fachsimpeln.

Hier werden Fragen zur Technik und zur Restauration des Unimog gestellt.

Moderator: stephan

#397895
Hallo,

ich hoffe dass wird jetzt keine doofe Frage.

Kann / darf man einen Kippzylinder ohne Betätigung der Hydrauliksteuerung auseinander ziehen?

Dachte es mir so, dass der Steuerhebel in Schwimmstellung ist, und ich die Pritsche mit Kran oder Stapler hoch hebe.

Kann man das machen, oder ist dann Schaden am Zylinder oder an der Hydraulikanlage vor programmiert?

Gruß

Florian
#397897
Hallo Florian,

so schnell geht der Kipperzylinder nicht kaputt.

Wenn Du ihn ausziehst, achte darauf, dass möglichst warmes = dünnflüssiges Öl in ihn hineinfließen kann. Und ziehe gaaanz laaangsam. Sonst kriegst Du über die Dichtungen Luft rein. Und die geht freiwillig nicht wieder raus.

Am besten ist jedoch, Du ziehst gar nicht, sondern pumpst nur.
#397910
flo6300 hat geschrieben:Okay.
Ich überlege nämlich noch, wie ich die Pritsche am besten abhnehme.
Da ich die Beiden Schrauben unter der Pritsche von der Kugelpfanne lösen wollte, dachte ich, alle vier Verriegelungen an den Ecken lösen, anheben, und Schrauben raus.
Gekippt wollte ich die nämlich ungern lösen.
Moin Florian,

2 Bolzen gesteckt, Hebel in Schwimmstellung, Pritsche mit Stapler "kippen", an der Kugelpfanne lösen und wieder ablassen, dann die Steckbolzen entfernen und Pritsche abheben.
#398324
Hallo zusammen,

@ Florian um welchen Unimog geht es denn?

Beim 403/406 usw. geht es ganz einfach, ohne Luft in die Hydraulik zu bekommen.

Ganz normal nach hinten kippen, Brücke gegen senken sichern, die Muttern am Zweilochflansch im Topf der Brücke abschrauben.

Dann die Sicherungskonstruktion entfernen und die Brücke ganz normal mit Schwimmstellung absenken. hintere Stecker ziehen und Brücke abheben.

Ganz einfach, bei den anderen Baureihen wird es nicht anders sein.

Gruß Lothar
#399592
So, ich habe die Pritsche runter.

Habe es so gemacht, wie Lothar es geschrieben hat.
Jetzt habe ich mich jedoch etwas gewundert.
Kaum war die Pritsche runter, schob sich der Zylinder, wieder wie von Geisterhand, ca 20 cm aus.

Ist das normal, oder stimmt da etwas mit der Hydraulik nicht?
Hydraulik Steuerhebel war in Schwimmstellung.

Gruß

Florian
#399898
Hallo Florian,

wenn sich der Zylinder "wie von Geisterhand" bewegt, ist das nicht normal, sondern der bereits in den Zylinder gelangten Luft geschuldet, die sich dann ohne äußere Last und damit geringerem Druck ausdehnt. Also doch normal, aber sicher nicht beabsichtigt :wink:
Zuletzt geändert von OPTI-MOG am 18.11.2012, 17:16, insgesamt 1-mal geändert.
#399909
Hallo Florian,

hier noch ein paar Tipps, wie man die Luft wieder herausbekommt:
1. Zylinder ganz ausfahren, am besten mit Pumpen, notfalls mit Ziehen
2. Zylinder ausbauen
3. Zylinder auf den Kopf stellen
4. Schnellkupplung entfernen, Zylinder leicht neigen und Zylinderanschluss offen an die oberste Stelle positionieren
5. Möglichst warmes Öl einfüllen, bis er ganz gefüllt ist
6. Ein paar Minuten stehen lassen
7. Schnellkupplung wieder montieren unter Eindrücken des Zylinders, so dass bis kurz vor Abdichtung der Verschraubung Öl austritt. Verschraubungen dicht ziehen.
8. Zylinder einbauen und anschließen
9. Zylinder eindrücken (in Schwimmstellung Ventil)
10. Füllstand im Tank kontrollieren und ggf. richtig stellen
11. Entlüftet und betriebsbereit

Guten Erfolg!
#399915
Hallo Christoph,

eine Verständnisfrage an Dich als Hydraulik-Experten und zu der Fehlerbeschreibung oben habe ich noch.

Wenn das Betätigungsventil für den Kippzylinder in Schwimmstellung ist sollte doch das Öl aus dem Kippzylinder zurück in den Tank gedrückt werden bis sich ein druckloser Zustand einstellt. Wenn dem so ist kann doch eigentlich die möglicher Weise im Zylinder vorhandene Luft nicht komprimiert sein. Der Luftdruck muss sich doch ebenfalls über das Hydrauloksystem abbauen.

Anders wäre es, wenn sich der Hydraulikdruck nicht ganz abbaut, dann ist aber der Fehler nicht (nur) die Luft im Zylinder sondern auch noch irgendwo anders im Hydraliksystem, zb. ein zugesetzter Filter.
#399929
Hallo zusammen,

möchte auch meinen Senft dazugeben.

Ich habe meinen Kippzylinder gewechselt. In eingefahrenem Zustand. Klar.

Dann habe ich den Schlauch vom Steckanschluß zum Zylinder an der Drehverschraubung entlüftet. An sich vernachlässigbar, macht nur Sauerei.

Bei eingefahrenem Kippzylinder kann also nur im kleinsten Zylinder Luft sein. Wegen der paar cm³ unbedeutent.

Kann schon sein, daß diese Luftblase den Zylinder leichter ein wenig anheben kann, als das Öl in den höher liegenden Tank zu drücken.

Florian kann nun, falls ihn das stört, den Schlauch an der Steckkupplung trennen und nach unten hängen lassen. Die Schwenkverschraubung ein wenig lösen und den Zylinder nach unten drücken, somit etwas entlüften.

Luft ist dann wohl immer noch drin, aber der Zylinder wird nicht mehr angehoben.

Wenns wirklich stört, meine ich.

Gruß Lothar

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