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Herzlich willkommen auf der Unimog-Community-Website. Seit 1999 treffen sich hier die Mercedes-Benz Unimog- und MBtrac-Enthusiasten zum Meinungsaustausch und Fachsimpeln.

Hier werden Fragen zur Technik und zur Restauration des Unimog gestellt.

Moderator: stephan

#53110
Hallo,
ich habe mir mit einem Kollegen zusammen einen 2010 von Bj. 1952 zugelegt. Den wir restaurieren wollen.
Wir wollen mit dem Motor anfangen und haben diesen zunächst einmal ausgebaut, da er fest sass und Wasser in der Ölwanne vorhanden war. Wegen des schlechten Zustands (Defekter Kopf, riefen in den Zylindern, krumme Stößelstangen, usw.) haben wir günstig einen ganzen Haufen Unimog Teile bekommen, unteranderem zwei Motoren. Der eine Motor (Motor Nr.: noch unbekannt) hat auf einem Zylinder 0 Kompression und auf den andern Zylindern 8Bar. Der zweite Motor (Motor Nr.: 636.917....) hat auf allen Zylindern 6Bar.
Gemessen haben wir mit einem Kompression Messgerät zum einschrauben welches bis 20Bar geht.
Jetzt zu meinen Fragen,

1. Kann mann die Kompression überhaupt im ausgebauten zustand des Motors mit Hilfe des Anlassers Testen ? :?:

2. Wenn das Kompression Ergebnis von 6Bar richtig ist, was würdet ihr als nächstes tun? :?: da 6Bar ja anscheinend recht wenig ist.

Ich hoffe ihr könnt mir da weiterhelfen. :shock:

Gruss vom schönen Niederrhein
Daniel

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#53121
zu 1. Ja, mit dem Anlasser testen ist normal

zu2.
Möglichkeit A: Schrotthändler anrufen.
Möglichkeit B: Ursache suchen
- Check Düsen richtig drin, Ventileinstellung OK?
- etwas Öl auf die Zylinder und nochmal testen - Veränderung?
- Kopf runter und Zylinder auf Laufspuren untersuchen, Zylinderkopfdichtung OK?, Ventile dicht? Kopf ohne Riss?
......
Mögichkeit C (nur bei Flut in der Brieftasche): Motorinstandsetzter suchen und das Ganze dahin karren.
#53123
Das mit dem Öl haben wir schon ausprobiert gab aber jedoch keine Veränderung.
Dann werden wir morgen wohl mal den Kopf abnehmen :cry:
Welche instand Setzung versuche bringen bei solch einen Motor noch was, Zylinder bohren und honen neue Kolben mit ringe, Ventile schleifen, die Schaftdichtungen erneuern, Kopfdichtung, usw. reicht das eventuell schon, wenn der Rest stimmt oder ist das eher nicht zu empfehlen?

Weil bei uns ist eher ebbe in der Brieftasche als Flut :cry:

Gruss vom schönen Niederrhein
Daniel

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#53233
HAllo Daniel,

mir wurde beim Motorenüberholer am Telefon was von 4000 Euro signalisiert.
Ich habe dann einen gebrauchten OM 636 gesucht. Angebote lagen so zw. 400 und 2000 Euro. Habe dann einen mit wenig Stunden aus einem Mähdrescher um 1300 Euro erstanden , war hier im Anzeigenteil.

Gruß Albi
#53238
Man sollte so eine Sache von 2 Seiten betrachten. Wenn ihr den Mog restaurieren wollt, ist die Frage zustellen wie weit orginal. Wenn ihr wirklich noch den Orginal Motor habt, sollte man, sofern eine Instandsetzung möglich ist, diesen auch weiterverwenden. Das Fahrzeug sieht so mal komplett aus, was nicht immer der Fall ist. Ich würde in jedem Falle den Erhalt der Orginal-Aggregate wie Motor, Achsen Getriebe etc anstreben. Innereien wie Kurbelwelle oder den Kopf kann man schon ersetzen, wenn die anderen Teile besser sind. Bei einer Motorüberholung kann man auch viele Arbeiten selbst machen, so dass letztendlich nur die Blockinstandsetzung in Fremdarbeit erledigt werden muß. Das erfordert aber dann schon etwas Schraubererfahrung.
Um eine kostengünstige Lösung zu finden wäre vorübergehend der Einbau eines anderen Motors möglich.
Die andere grundsätzliche Variante ist halt so preisgünstig wie möglich ein annähernder Orginalzustand.
Grundsätzlich ist aber eine Unimog-Restauration immer mit größeren Geldbeträgen verbunden. Dafür hat aber ein komplett orginaler Mog dann später auch seinen Wert, da kommt ein Standart-Trecker nicht mehr mit.
#53321
Das ist richtig, nur wissen wir nicht genau ob der Motor der dort verbaut war der Originale ist. Wir haben vor der Motorwäsche mit dem Hochdruckreiniger das Tauschaggregat Typenschild vorsichtig abgemacht da es dünn wie Papier ist vielleicht könnt ihr mir zu diesem Motor etwas sagen, ich habe bis jetzt noch nichts über diese Motornummer rausbekommen. Wir können die Nummer auch nicht genau entziffern da wir ja auch nicht wissen welche Nummern stimmen könnten aber da könnt ihr uns bestimmt weiterhelfen :D ?
wisst ihr vielleicht noch einen günstigen Händler der Teile für diese Motoren anbietet?

Hier das Typenschild: http://www.tangobrueder.de/Motonr.jpg


Gruss vom schönen Niederrhein
Daniel

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#53334
8 bar, 6bar ??
Entweder machen die Ventile nicht zu oder da ist gar keine Zylinderkopfdichtung drin oder der Motor hat keine Kolbenringe. :wink:
19-21 bar wären richtig. 16 bar unterste Grenze.

Eine Überholung des Motors ist was für Leute, die ihre Scheine selbst drucken.
Dann hat man den Motor, und es geht weiter mit der Pumpe, den Düsen, den Glühkerzen usw.

Für 1000 Euronen sollte man einen guten gebrauchten kriegen. Mähdrescher ist optimal.
Wenig Stunden, kaum Quälerei.
Der Wert des Mogs sinkt dadurch nicht. (Gibt's noch 2010er, die was gearbeitet haben, mit Orginalmotor ?)

Ich sehe gerade, dass ihr schon ein Austauschaggregat habt.
Und macht die Frontanbauplatte ab, wenn ihr sie nicht braucht.
Die Mistdinger klauen dem Kühler die nötige Luft.

Thorsten
#53421
Die Frontanbauplatte war das erste was abgebaut wurde :lol: . war mal ein Frontlader drann.
Mit nur 6bar kommt uns auch ein wenig komisch vor da die Zylinderwände und die Kolben noch recht gut aussehen, auf den Kolben steht "75,45" ist das ein Übermass? oder wofür steht diese Zahl? Wir werden den Kopf mal abdrücken lassen, dann wissen wir mehr.
Einer von unseren drei Motoren hat die Motornummer (wenn ich sie richtig gelesen habe): "4804/636TU" hab bei google noch nichts über diese Nummer herausfinden können, aber da seid ihr ja die Spezialisten drin, oder :wink:

Gruss vom schönen Niederrhein
Daniel

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#53426
Hallo Daniel

wie ich aus dem Foto sehen kann,ist der Motor fertig;zumindest für mich.
Die Zahl auf dem Kolben "75.45" ist der Kolbendurchmesser;
bedeutet in diesem Fall :beim 1,7 ltr.Motor IV.Rep.Stufe
beim 1,8 ltr.Motor I.Rep.Stufe

ob es ein 1,7 oder 1,8ltr.Motor ist,ich weis es nicht.

Die Nummer am Block bedeudet: der 4804 Teile-Motor vom Typ 636 in UT gefertigt.

Viele Grüsse
Wolfgang
#53433
OK, wie finde ich den heraus ob es ein 1,7 oder ein 1,8l Motor ist :?:
gibt es eine Seite wo man die Ganzen Nummern abrufen kann ? Ich bräuchte da noch 4 Getriebe Nummern übersetzt und noch nen Paar Achs Nummern da ich ein Teil meiner Teile wieder verkaufen möchte und gerne wissen würde was ich da anbiete.
Ach ja, wo steht eigentlich die Rahmennummer?

Gruss vom schönen Niederrhein
Daniel

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#53441
Ohne jetzt den Anspruch auf eine vollständige Typenkunde zu erheben.

Mit den Gussteilnummern auf Getriebe und Achsen kann man nicht viel anfangen.

Getriebe: Gibt es Rollengelagert unsynchronisiert, Gleitlager / unsynchronisiert / synchronisiert.
verschiedene Formen des seitlichen Sonderabtriebs. Serie, dann intern vorbereitet (Zahnradpaar vorhanden) und komplett SA.
Mit / ohne Kriechgang.
Alle untereinander kompatibel.

Achsen: Gaaanz alte Achse (meist Hebelstoßdämpfer wenn nicht umgebaut), alte Achse (Diff-Sperre mechanisch, unterschiedliche Achsschenkel zu gaaanz alter Achse), neue Achse (Diff-Sperre Hydr./Druckluft)
Gaanz alte Achse zu alter Achse größtenteils kompatibel.
Alte zu neuer Achse nicht kompatibel ohne Umbau.

Fahrgestell-Nr. 2010er erste Baulose in Fahrtrichtung vorne links, seitlich am Rahmen, sonst wie üblich vorne rechts.

Aufschlüsselung recht einfach.

20103072252 2010er drittes Baulos Nr.722 Baujahr 52.

Da bin ich mir jetzt unsicher :
1,7l (636.915/I "-U", Bohrung /Hub 73,5/100) m.W. fast ausschließlich Boeringer (70200) und dort wurden alle 600 wg. Mängeln ausgetauscht.

1,8l OM 636/VI-U,Bohrung / Hub 75,0 / 100 ab 2010er

Thorsten
Zuletzt geändert von thorsten.schlote am 16.02.2005, 10:51, insgesamt 1-mal geändert.
#53442
Hallo, beim Unimog 2010 steht die Rahmennummer vorne linksungefähr auf Höhe des vorderen Karrosserieabschlusses aussen am Rahmen .
Rahmennummer lautet so 2010 ( 1-8 ) xxxx 52 , die Ziffer 1 - 8 nach der 2010 lässt Schlüsse über die Ausstattungsvariante zu.
Also bei 6-8 Bar Kompression würde ich am ehesten auf verschlissene Kolbenringe und oder Undichtigkeiten oben im Kopf an den Ventilen etc. deuten. Läuft denn der Motor, evtl. hats da Ablagerungen, die diese schlechten Kompressionswerte erzeugen.
Bei wenig Schrauberfahrung würde ich aber auch eher auf ein laufendes Gebrauchtaggregat zurückgreifen, da eine eigene Motoreninstandsetzung auch schnell mal ein paar Hundert Euro kostet, Dichtsatz über Hundert Euro, Kolbenringe um die 50 Euro etc.
Motornummern stehen auch am Block Fahrerseitig unter dem Zylinderkopf am hinteren Ende eingeschlagen, Unimogmotoren haben die Bezeichnumg OM 636.914, Automotoren die Bezeichnung OM 636.917, es gibt auch OM 636 mit 930 -936, die stammen dann aus Industrie, Boots- oder Mähdreschermotoren. Ferner befindet sich vorne ein Typenschild unterhalb des Kraftstofffilters.
Tauschaggregate haben das Tauschaggregatschildchen im Bereich der Lenkstange vorne links unten.
Sollte wirklich noch ein OM 636.912 dabei sein, diesen unbedingt aufheben, der soll zwar angeblich nicht viel taugen, aber war halt doch der zuerst verbaute, ist heutzutage sehr rar.
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