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Hier werden Fragen zur Technik und zur Restauration des Unimog gestellt.

Moderator: stephan

#556819
Hallo,

einige OM 636 neigen zu stärkerem Ölverlust an der Kurbelwelle auf der Seite des Steuergehäusedeckels. Andere zeigen hier fast kein Ölaustritt.

Ja, man kann hier einen Dichtring einbauen, aber darum geht es hier nicht.

Meine Recherche hat gezeigt, dass im WHB von 1958 und 1963 der Steuergehäusedeckel zu zentrieren ist, bevor er angeschraubt wird. Das macht Sinn, denn eine Schleuderringdichtung mit Rückförderschnecke und Labyrinth ist auf gleichbleibende Spaltmaße angewiesen.

Das Sonderwerkzeug 136 589 20 61 wird dazu genutzt (siehe Bild).

Im WHB von 1967, 1975 und 1978 findet man dazu nichts mehr. Die Abbildungen der Kurbelwelle zeigen aber immer noch die alte Version mit den zwei Mitnehmern.

Meine Fragen:

1) Funktioniert das Sonderwerkzeug nur bei der zweiteiligen Riemenscheibe auf der Kurbelwelle?
2) Wie wurde es bei der neuen Ausführung zentriert?

Ich plane das Werkzeug 136 589 20 61 nachzubauen und das ganze auszuprobieren. Meine 411b und 411c sind aber möglicherweise zu neu und es funktioniert nicht.

Gruß
Markus
Dateianhänge:
136 589 20 61 00 Modell.jpg
136 589 20 61 00 Modell.jpg (36.56 KiB) 472 mal betrachtet
Zuletzt geändert von mhame am 23.09.2021, 23:00, insgesamt 2-mal geändert.
#556835
Dann muss ich mal detaillierter antworten:
In der Ersatzteilliste von B&B Ausgabe C von 1952 sind zur Befestigung des Steuergehäusedeckels 11 Sechskantschrauben M6 aufgeführt und 2 Zylinderkopfschrauben M6. Soweit ist Deine Aussage richtig.
Nun habe ich eine originale MB Einbau-Motor-Ersatzteilliste OM 636 vorliegen, Ausgabe C von 1957. In dieser sind für die Befestigung des Steuergehäusedeckels 10 Sechskantschrauben M6 angegeben, 2 Zylinderkopfschrauben M6 und eine Sechskantschraube M8x1mm ohne Angabe einer DIN, da sie einen SW 10 Kopf hat. Diese Schraube passt halt auf Grund des Feingewindes und des dickeren Schaftes nur an einer bestimmten Einbaustelle. Durch diese Schraube wird der Steuerdeckel fixiert und ist wohl nur im Zehntelbereich noch zu bewegen. In dieser Ersatzteilliste wird dann auch noch die alte Version der Kurbelwelle gezeigt, mit dem Zwischenstück für die Riemenscheibe mit den 2 vorstehenden "Fingern"
Wann die Änderung mit dieser Passschraube bei Mercedes eingeführt wurde entzieht sich meiner Kenntnis.
Es steht da immer noch eine Nockenwelle...
Munter bleiben
Thomas
#556842
Hallo Thomas,

ja, war ja auch zweimal falsch Es geht hier um die Kurbelwelle. :roll:

Eine Passschraube verhindert das Verdrehen um ihre Vertikalachse nicht. Daher müssen es immer zwei Pass-Elemente sein, um alle Freihitsgrade (beide Richtungen und die Drehbewegung) in der Ebene zu sperren.

Und der Einsatz des Sonderwerkzeugs ist genau in dem WHB 1958 beschrieben. Es muss also einen Nutzen haben.

Jürgen besitzt dieses Werkzeug. d.h. es wurde tatsächlich eingesetzt.

Gruß
Markus

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