Herzlich willkommen

Herzlich willkommen auf der Unimog-Community-Website. Seit 1999 treffen sich hier die Mercedes-Benz Unimog- und MBtrac-Enthusiasten zum Meinungsaustausch und Fachsimpeln.

Hier werden Fragen zur Technik und zur Restauration des Unimog gestellt.

Moderator: stephan

#566602
Hallo,

mit den preisen von den Motoren und der Steuerung habe ich mich nie beschäftigt, wenn das so ist wie du sagts kann das aber tatsächlich interessant sein. Ich denke mit den Akkus wird sich in den nächsten Jahren auch noch einiges tun. Nicht nur in der Technik generell, sondern auch wie wir die kaufen, welche Nachrüstlösungen es gibt und wie das Wissen bei den Schraubern vorhanden ist. Da muss ich einfach sagen, ich bin schon gespannt, was dabei raus kommt. Ja klar, die Fahrzeuge werden nicht historisch korrekt sein, in keinster Weise, aber das gibt Potenzial für viele coole Fahrzeuge.

Was das Getriebe angeht: Vielleicht wird es irgendwann mal so ein einfaches Verteilergetriebe für Vorder und Hinterachse geben, an dem man direkt einen Motor anschrauben kann. Quasi so ein Pendant zu der Haas-Glocke für die Dieselumbauten beim 404. Das würde wahrscheinlich vielen Leuten Türen öffnen.


Gruß
Sebastian
#566618
Hallo Sebastian,

warum möchtest Du gerade bei einem Unimog ähnlichen Fahrzeug unbedingt auf das Getriebe verzichten.
Den Unimog zeichnet es doch jetzt schon aus, dass man vorallem schon reltiv gefühlvoll langsam fahren kann. Wir dürfen den Unimog nit mit einem Audi ETron, Tesla oder meinem Volvo C40 gleich setzen. Das sind völlig verschiedene Ansätze.
Bei dem direkten Durchtrieb muss der Motor ja besonders im unteren Drehzahlbereich besonders feinfühlig gefahren werden. Um die Geschwindigkeit entsprechend dem 1.Gang beim UG1 (404/411) zu fahren werden beim direkten Durchtrieb nur etwa 7% der max Drehzahl im 6.Gang benötigt. Diese 7% willst Du aber üblicherweise mit dem Fusspedal auch entsprechend feinfühlig ansteuern. Und der Motor wird auf Grund des hohen notwendigen Drehmoments für diesen Fall auch wieder entsprechend größer und schwerer. Dazu kommen wie auch schon von Dir angesprochen der Verlust der Zapfwelle.
Ja, auch dafür kann man Lösungen entwickeln, aber man muss sie eben entwickeln. Das andere gibt es erprobt durch einige profizielle Umrüster von Old- und Youngtimern von der Stange.
Leider habe ich derzeit keine langzeit Log-Funktion für die eingesteuerte Leistung während dem Fahrbetrieb. Ja, ich habe eine Anzeige dafür, aber eben nur eine reine Anzeige der momentan abgerufenen Leistung. Auf die kann ich allerdings bei meinen Einsätzen nicht wirklich schauen.
Ich habe mich vor der Umrüstung schon sehr lange mit dem Thema beschäftigt und dazu verschiedenste Überlegungen angestellt und wieder verworfen. Unteranderm habe ich auch eine Formel um Grob den Leistungsbedarf abzuschätzen, alledings sind dort gerade was die Fahrwiderstände anbelangt nur Annahmen die sich allerdings nicht an Käfer und Tesla orientieren sondern an LKWs. Nach dieser Überlegung benötigt mein Unimog bei 45km/h in der Ebene etwa 12kW Abgabeleistung am Motor.
Haltet Abstand, lasst Euch impfen und bleibt gesund
Bis dene
Gruß
Jürgen von der hessischen Kinzig

Bild

Truck-Trial und mehr auf unserer TeamPage
Team-FaMoS
Termine
#566644
Hallo Jürgen,

dass Dein Mog leichter wurde durch den Umbau hatte ich noch auf dem Schirm. Meine Hinweise auf das Gewicht der Akkus sind nicht ganz um sonst. Wenn der Mog (411) nur zum Fahren am Sonntag gedacht ist wird das Gewicht der dafür benötigten Akkus keine große Rolle spielen. Soll der Mog aber wie von Sebastian angedacht arbeiten und stundenlang Holzspalten usw. und vermutlich das gespaltene Holz dann noch nach Hause ziehen, dann sieht die Sache ganz anders aus!
Was dann an Energie mitgeführt werden müsste kannst Du bestimmt abschätzen, dann gewinnt das Gewicht der Akkus schnell an Bedeutung. Selbst beim 411 sind Zuggewichte von 12t nicht unrealistisch, selbst nur mit PKW Anhänger sind gleich 7t erreicht. Für mich waren es schon mehrfach ca. 25Km einfach zum Holz, Strecken mit Steigungen, das zieht alles an den Akkus.
Deshalb sind meine Gedanken beim kurzen 411 ohne unnötigen Balast zum spazieren fahren, ohne die übliche Geräuschkulisse des Diesel Mog. Und in dem Fall spielt das Gewicht der Akkus keine so große Rolle, da kann ich mir vorstellen dass eine Reichweite von 150Km Gewichtsneutral zu realisieren wäre.
Das ganze macht aber wiederum nur Sinn wenn es wie bei Dir so ist, und im Unimog eben der Speicher der Solaranlage eingebaut ist. Sonst ist das schon ein sehr kostspieliges Spielzeug.

Gruß Robert
#566646
Hallo Robert,
mit dem Arbeitseinsatz hast Du natürlich Recht. Da ich kein Holzer bin fehlen mir ein paar Daten für eine Simulation.
- Weg , Wegprofil
- was für Arbeiten mit welcher Leistung etc.
Und ja, zu so einer Umrüstung gehört auch etwas Idealismuss, ganz umsonst ist sie Leider nicht. :smiley:
Haltet Abstand, lasst Euch impfen und bleibt gesund
Bis dene
Gruß
Jürgen von der hessischen Kinzig

Bild

Truck-Trial und mehr auf unserer TeamPage
Team-FaMoS
Termine
#566649
Hallo Jürgen,

das mit dem Getriebe kürzen werde ich versuchen, ich muss ja, habe ja vor 20Jahren schon das Getriebe dazu gekauft!
Aber wie es so oft ist, einmal keine Zeit dann keine Lust, dann keine Verwendung mehr dafür usw..
Ist wie beim meinem Motorumbau, die Gedanken liefen Jahrelang, am Ende wurde alles gut.

Gruß Robert
#566675
Hallo Robert,

da bin ich auf ausführliche Berichte gespannt, vielleicht kann ich dabei auch noch weiter unterstützen. :spitze

Noch einmal zurück zu Deinem / Eurem Holzereinsatz.
Wieviel Diesel jagt Ihr an so einem arbeitsreichen Tag durch den Auspuff?
In welchem Gang kannst Du mit Deinem 12to Anhänger fahren?
Haltet Abstand, lasst Euch impfen und bleibt gesund
Bis dene
Gruß
Jürgen von der hessischen Kinzig

Bild

Truck-Trial und mehr auf unserer TeamPage
Team-FaMoS
Termine
#566695
Hallo Jürgen,

bei mir ist das bisher sehr überschaubar, ich habe die letzten Jahre nur noch Polterholz gekauft. Das lag dann immer am Wegrand, hier musste ich es nur mit meinem elektrisch angetriebenen Seilkran (12V Bergewinde mit max.1,5t Hubleistung) verladen. Die Laufzeit der Winde habe ich nie beachtet, es wurde einfach immer wieder der Mog gestartet damit die Batterie nicht leer wird. Einmal ist mir dass passiert, und weit und breit war niemand im Wald zum überbrücken, da kam Hilfe über 15 Km gefahren.
Eventuell kann ich diese Saison etwas mehr zum Verbrauch beim Rücken sagen, habe mir eine Winde gekauft die mit der ZW läuft. Diese ist E-Hydraulisch, somit muss der Mog die ganze Zeit wenn ich mit Ihr arbeite laufen.

Es handelt sich bei mir um keinen 12t Anhänger, ich wollte damit sagen dass so ein Gespann beim ein oder anderen schnell 12t hat, bei mir hatte es das früher auch. Das war zu Zeiten mit grüner Nummer und zwei Anhängern und vollem Mog.
Seit ich mit schwarzer Nummer unterwegs bin habe ich normal einen 1,5t Anhänger und komme mit dem Mog 3,5t auf ein Gespanngewicht von 5t.
Gefahren bin ich mit 34PS (Motor hatte diese Leistung nicht mehr) und den ca. 12t in der Ebene im 3 Gang stieg es leicht an, ohne es zu erkennen musste auf den 2 geschaltet werden, viel es etwas konnte ich durchaus den 4 und 5 einlegen.
Heute mit der Mehrleistung könnte ich diese 12t Fuhre auch im 6 Gang fahren. Wenn ich mit ca. 5t unterwegs bin brauche ich ca. 15l /100Km. da fahre ich aber auch ordentliche Steigungen im 6 Gang.

Über den Verbrauch beim Spalten mit dem Mog kann bestimmt Sebastian etwas sagen, ich spalte mit einem Hanomag R16 Da liegt der Verbrauch bei geschätzten 1,0- 1,5l die Stunde, ich habe manchmal den Eindruck der Tank wird während der Arbeit voller :lol: , habe es tatsächlich noch nie gemessen was er pro Stunde braucht. Es kommt ja auch auf den Spalter an, Kraft und Geschwindigkeit. Hier gibt es bestimmt Leute die auf Grund Ihrer Erfahrung mehr dazu sagen können.

Gruß Robert
#566696
Hallo Sebastian,

der Preis für den Motor und die Steuerung wird grob bei ca.10 000€ liegen.
Zu Deiner Aussage:

"Was das Getriebe angeht: Vielleicht wird es irgendwann mal so ein einfaches Verteilergetriebe für Vorder und Hinterachse geben, an dem man direkt einen Motor anschrauben kann. Quasi so ein Pendant zu der Haas-Glocke für die Dieselumbauten beim 404. Das würde wahrscheinlich vielen Leuten Türen öffnen."

So ein Getriebe wird es vermutlich nie von der Stange geben, es ist schon ein Aufwand das zu realisieren, und dann kommt noch der TÜV!!! Wird es gelingen diesen Umbau zu legitimieren?
Für mich kann ich mir diese Variante vorstellen, der Mog soll nur möglichst leicht werden und nicht zum Arbeiten sein, nur Spazierfahrten ohne Lärm sprich Gehörschutz.

Die einfachste und sicherste Variante dürfte es sein wie es Jürgen gemacht hat, nur den Motor tauschen, dann bleibt auch die Zapfwelle erhalten. Über diese kann dann alles erledigt werden, Anbaugeräte oder eine Hydraulikanlage betreiben für Kraftheber oder sonstige Anwendungen.

Gruß Robert
#566700
Hallo Robert,

mich hätte die tatsächliche absolute Dieselmenge interessiert, die so für einen Deiner Tage anzusetzen ist. Die 15l/100km helfen ja nur wenn iich auch die zugehörige Entfernung kenne.
Hast Du schon einen speziellen Motor im auge. wenn Du den Preis inkl Steuerung angeben kannst.
Im Vergleich zu meinem Ansatz scheint die Antriebseinheit gut drei bis vier Mal soviel zu kosten. Bei dem direkt Antriebskonzept harmonieren das High Torque Verhalten für die Zugkraft und die hohe Drehzahl für die adequate Endgeschwindigkeit nicht so richtig.
Haltet Abstand, lasst Euch impfen und bleibt gesund
Bis dene
Gruß
Jürgen von der hessischen Kinzig

Bild

Truck-Trial und mehr auf unserer TeamPage
Team-FaMoS
Termine
#566703
Hallo Jürgen,

ich habe Entfernungen die durchaus 25Km einfach sein können.

Nein ich habe keinen Konkreten Motor im Auge, meine Aussage bezieht sich auf Preise die ich bei Firmen im Netz gelesen habe. Da es bisher nur Gedankenspiele sind habe ich hier auch noch nicht wirklich viel investiert, der E- Antrieb kommt für mich auch nur in Verbindung mit einer Solaranlage auf dem Hausdach in Frage und genau da bin ich noch wankelmütig.
Nun bin ich aber schon überrascht dass Dein Konzept so viel günstiger ist, da wären wir ja dann bei nur 3- 5000€?
Bei meiner angedachten Anwendung im 411 braucht es keine hohe Zugleistung es müsste nur der 1,8t Unimog vernünftig bewegt werden. Für die Arbeit habe ich ja meinen zweiten Mog mit ausreichend Leistung.

Die Getriebekappung werde ich noch genauer betrachten, wäre mal wieder ein Bastelthema. Dann wäre eventuell ein OM603 im 411 möglich, wäre bestimmt auch witzig, vor allem wäre das Schalten mit einem Modernen Getriebe schon schöner als mit dem original Getriebe.

Gruß Robert
#566705
Hallo Robert,
ich komme heute nicht mehr an meine Datensätze und Simulation, kann das aber gerne morgen mal für Dich angehen auf Basis des 411 Spassmog.
Haltet Abstand, lasst Euch impfen und bleibt gesund
Bis dene
Gruß
Jürgen von der hessischen Kinzig

Bild

Truck-Trial und mehr auf unserer TeamPage
Team-FaMoS
Termine
#566717
Hi.

Grobe Schätzung.. 50km hin/zurück macht ca. 8l, 8h Arbeit mit 4kW Elektrohydraulik bei 50% Leistungsdauer 16kWh

Wirkungsgrad oller Benz-OM 35%, ergibt grob 28kWh.. zusammen also grad mal das Akkupedant einer mittleren Renault Zoe. Rund 300 Kilo...
Grüße,

Klaus


U70 Bj. 67 Rundscheiber Cab - derzeit zerlegt :mauer
#566722
Hallo Klaus,

ich sehe, es beschäftigen sich immer mehr mit dem Thema zumindest konstruktiv gedanklich.
Ich bin gespannt, wann wir das 1. (offene) E-Unimog Treffen veranstalten können.

Größenordnungsmäßig stimme ich Dir bei Deinen Werten zu. Natürlich soll man die Akkus nicht ganz leer fahren also würde ich hier auch wie bei mir auf die 35 - 36 kWh gehen. Gewichtsmäßig liegt mein 36 kWh Akku bei 320 Kg .
boettger liked this
Haltet Abstand, lasst Euch impfen und bleibt gesund
Bis dene
Gruß
Jürgen von der hessischen Kinzig

Bild

Truck-Trial und mehr auf unserer TeamPage
Team-FaMoS
Termine
#566723
Hallo Robert,

meine Antriebseinheit, Motor + Controller, haben Ende 2019 keine 4000 Eur gekostet. (Naja, so gerade keine)

Wie versprochen habe ich mir jetzt meine Simulation für Deinen Spass 411 angeschaut.
Hierbei bin ich von den schönen 10.5x18 Reifen mit Straßenlufdruck ausgegangen. Da wir auch beim Spassfahren nicht nur in der Ebenen unterwegs sein wollen habe ich eine übliche Steigung von 12% angenommen, bei der der Mog noch anfahren soll.
Bei einem tatsächlichen Gewicht von 2000 kg wird unter den genannten Bedingungen am Getriebeausgang ein Drehmoment von 152 Nm benötigt. Bei dem zGG 3500 kg des 411 steigt dies auf 266 NM.
Sind wir dann losgefahren und haben es geschafft auch ein wenig in der Ebene zu Beschleunigen wird für die bisherige offizielle Höchstgeschwindigkeit von 53 km/h nur noch ein Drehmioment von 42 NM und eine Leistung von 13 KW bei 2000 Kg benötigt . Bei 3500 Kg sind es dann 56 NM bei 18 kW .
Dies bedeutet, das mein 25KW Motor hier durchaus im direkten Antrieb eine Chance hätte. Tatsächlich kann ich im höchsten Gang mit meinem TrialMog anfahren allerdings kann ich derzeit nicht sagen bis zu welcher maximalen Steigung .
Haltet Abstand, lasst Euch impfen und bleibt gesund
Bis dene
Gruß
Jürgen von der hessischen Kinzig

Bild

Truck-Trial und mehr auf unserer TeamPage
Team-FaMoS
Termine
#566724
Hallo, das schöne an e-Motoren ist ja das maximale Moment bei Drehzahl 0. allerdings wird da dann auch ein sehr hoher Strom gezogen den der Wechselrichter und die Batterie auch liefern muss.
Direktantriebe mit >1000Nm sind durchaus für LKW und Busse zumindest in Entwicklung wenn nicht sogar schon in Serie. Aber dann auch mit mehr als den 25kw, eher Faktor 5 bis 10 mehr. Bei nabenmotoren hat man auch den unschönen Effekt die ungefederte Masse deutlich zu erhöhen. Belastung für den Motor ist daneben auch deutlich höher. Bin gespannt was daraus wird.
Gruß Peter
Suche Idee zu Seilwinde

Guuden, Ein 404 mit eingebauter Hydraulik? Ä[…]

Nord-Süd Treffen 2023

Der Blautopf wird gerade vom "stören[…]

https://t.me/pump_upp - best crypto pumps on teleg[…]

Türschloss Unimog 406 RECHTS ?

Hallo zusammen, mein 406 hat nur auf der Fahrersei[…]