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Herzlich willkommen auf der Unimog-Community-Website. Seit 1999 treffen sich hier die Mercedes-Benz Unimog- und MBtrac-Enthusiasten zum Meinungsaustausch und Fachsimpeln.

Hier werden Fragen zur Technik und zur Restauration des Unimog gestellt.

Moderator: stephan

#573754
Hallo zusammen!

Ich spiele seit längerem mit dem Gedanken mir einen U 406 zuzulegen. Ich würde ihn zu Spaß und hobbymäßiger Waldarbeit (Forstwinde/Spalter) nutzen wollen. Hier im Forum habe ich schon einiges zum Thema F und G Getriebe erfahren können. Die Frage die sich mir stellt ist ob ich das "große" Getriebe überhaupt sinnvoll nutzen würde (evtl. in der Anschaffung teurer, was nicht verbaut ist kann nicht kaputtgehen)..

Gruß Florian
#573755
Hallo,

F und G Getriebe sind nicht direkt gleichzusetzen mit großem und kleinem Getriebe. Das sind eigentlich primär erstmal die Getriebe Generationen. F Getriebe ist das ältere aus den Sechzigern und kommt auch mit anderen Achsen.
Da du ja Zapfwellengeräte betreiben willst, die mehr im Stand laufen und nicht die volle Leistung benötigen, wäre wahrscheinlich einer 1000er Zapfwelle wünschenswert. Die gibt es (zumindest umschaltbar) nur beim G Getriebe.
Die bei 406/403 im großen Getriebe häufig vorzufindene Doppelkupplung wirst du bei den Geräten auch eigentlich nicht brauchen. Die einfach Kupplung mit Motorzapfwelle reicht da aus.
Da einerseits die Geräte im Stand betrieben werden, brauchst du nicht sehr feine Gang Abstimmungen um bei jeder Drehzahl die richtige Zapfwellengrschdigkeit zu haben, anderseits wirst du generell kaum extrem langsam fahren müssen. D.h. die möglichen Kriech und Schneckengänge wären auch wahrscheinlich nicht nötig.
Interessant wären vielleicht noch die Zwischengänge, falls du vor hast mit dem Unimog auch lasten zu ziehen. Wobei hier können dir 406 Besitzer eher sagen, ob die da wirklich nötig sind.

Deshalb wäre mein Tipp: G-Getriebe mit umschaltbarer Zapfwelle und alles andere ist Bonus.



Grüße
Sebastian
#573764
Hallo Florian
der Begriff "Großes Getriebe" gibt es nur umgangssprachlich, insbesondere wenn es sich um kaufen/verkaufen und die Preisgestaltung dreht.
Das Vorschaltgetriebegehäuse kann u.U. nur eine Ölpumpe enthalten und ansonsten leer sein. Kriech- und Schneckengänge waren für langsame Bearbeitungsvorgänge bzw Fahrgeschwindigkeit vorgesehen, in keinem Fall darf die Zugkraft durch die kürzere Übersetzung erhöht werden. Doppelkupplung war/ist für Anbaugeräte mit großer Schwungmasse, damit das Fahrzeug beim Auskuppeln oder am Vorgewende nicht vom Schwung des Anbaugerät mitgeschleppt wird, z.B. Mulcher, Fräsen. Die Anbaugeräte sollen auf Drehzahl gehalten werden, das Fahrzeug selbst aber muss ggf stehenbleiben können.
Windenfahrzeuge (zB. Werner Forst-Version) sind ab Werk nur mit Motorzapfwelle, also Einfachkupplung ausgestattet. Die Gründe hat Sebastian schon beschrieben. Lediglich bei der Selbstbergewinde wird gleichzeig gefahren und gezogen. Dabei sollen aber beide Funktionen gleichzeitig arbeiten, also anziehen der Winde und Anfahren gleichzeitig, insbesondere beim anhalten.
Ebenfalls im Vorschaltgetriebe ist kann eine Halbegangstufenschaltung verbaut sein. Beim Unimog wird der Zwischengang genannt oder neudeutsch Split. Das ist eigentlich die einzige sinnvolle Option, die bei jedem Fahrzeug genutzt werden kann.
Das F-Getriebe wurde 9/68 durch das G-Getriebe ersetzt, ab 75 mit Muffenschaltung des Rückwärtsgang.
#573774
Hallo Florian, habe seit 22 Jahren ein 6 Gang g getriebe mit Vorschaltgetriebe Gehäuse im Forst Mog. Manchmal, bei sehr schwerer last , hätte ich mir einen zwischen Gang gewünscht. Funktioniert aber auch so, selbst mit vollem Rückewagen hinten dran. Der einzige Grund warum das Vorschaltgetriebe Gehäuse dran ist ist die schnelle Zapfwelle. Im Gehäuse ist eine Welle ,zwei Zahnräder und die Ölpumpe. Mehr nicht. Wenn man an das normale/kleine getriebe einfach nur den anderen Deckel mit der umschaltbaren Zapfwelle dran baut stimmt die Geschwindigkeit nicht. Dann hast bei 540 in Wirklichkeit ca 370 und bei 1000 ca 750 U/min . Soweit habe ich es noch in Erinnerung, schon zu lange nix mehr direkt damit zu tun. Beim 421 sieht es anders aus, der ist mit dem kleineren Motor schnell am runter schalten. Da bringen die Zwischen gänge gute Dienste.

Gruß Herbert
#574101
Hallo Hendrik

Ich hatte bei meinem U 65 ein F- Getriebe und das hatte einen Nebenantrieb für die Zapfwelle hinten sowie einen Umschlathahn für die Hydraulik einmal Kipper einmal Heckkraftheber !

GRuss Ingo
Dateianhänge:
Pflugmog von Hinten.JPG
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#574102
Hallo Hendrik,

ja beim F Getriebe sollte es nur Zapfwellen mit einer Geschwindigkeit geben -540.
Was ich aber auch schon gesehen habe, waren Leute, die sich ein Verlagerungsgetriebe hinten selber gebaut haben, mit einer Kette. Dort war dann eine weitere Übersetzungen verbaut. Ob das auf 1000er kommen kann glaube ich bei dem Platz nicht. Aber sowas wie eine 750er bzw 540E wird wahrscheinlich schon gehen.


Grüße
Sebastian
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