Herzlich willkommen

Herzlich willkommen auf der Unimog-Community-Website. Seit 1999 treffen sich hier die Mercedes-Benz Unimog- und MBtrac-Enthusiasten zum Meinungsaustausch und Fachsimpeln.

Hier werden Fragen zur Technik und zur Restauration des Unimog gestellt.

Moderator: stephan

#63893
Hallo,
habe immer noch nicht den passenden Mog gefunden, aber bei mir ist da noch eine Frage aufgekommen:
Brauche ich für den Wald und zum Transport mit Hänger überhaupt ein großes Getriebe? Den einzigen Vorteil den ich im Moment sehe, ist die 1000er Drehzahl auf der ZW. :roll:
Oder liege ich da völlig falsch?
Die Kriech und Schnecken Gänge sind doch eigentlich nur für spezielle Arbeiten (Blumenpflücken usw.) gedacht.

Gruss

Thomas
#63900
Hallo Thomas !
An welche Baureihe denkst du denn ????
Das (Zweigang-)Zapfwellengetriebe hat ja eigentlich nichts mit einem "großen Getriebe" zu tun, es ist doch nur angeflanscht.
Kriech- oder Schneckengänge sind, wie du schon annimmst, nicht lebensnotwendig. Sie wären nur interessant zur Erhöhung der Zugkraft, - genau dafür aber dürfen sie wegen der Gefahr der Selbstzerstörung des Getriebes gerade nicht eingesetzt werden.
In den Mogs der Baureihen 421/406 würde ich ein einfaches Getriebe mit 2*4 Schaltung bevorzugen.
Gruß, Gundo
#63902
Hallo Thomas,
unbedingt benötigt man das große Getriebe sicherlich nicht. Die Kriech und Schneckengänge für normale Verhältnisse überhaupt nicht. Der Vorteil ist aber der:
Der Schalthebel (der mit dem roten Knauf hinter Gangschalthebel - Richtung Pritsche also), mit dem man die vorgewählten Schnecken oder Kriechgänge einschaltet, hat noch eine weitere Funktion!!! Werden die Schnecken oder Kriechgänge nicht aktiviert so schaltet dieser Hebel halbe Gänge. Zwischengänge also.
Bei 421 fahre ich auch meistens im Zwischengang an, also 3 oder 4 Gang und besagten Hebel nach vorne, dann hochschalten bis im 6. und den Hebel wieder nach hinten. Dann merkt man den Sprung vom 5. in den 6. nicht so.
Für Anhängertransporte finde ich den Zwischengang (zumind. beim 421) auch ganz angebracht. Da fehlt sonst schon mal ein Gang. Auch für vorsichtige Frontladerarbeiten um die Kupplung zu schonen. Ich halte es für angebracht, nötig ist es aber sicherlich nicht. Beim 406 kann ich es nicht beurteilen.
Gruß
Bernd Thomes
#63931
Wenn Du die Wahl hast, würde ich in jedem Fall das grosse Getriebe wählen. Die Notwendigkeit hängt natürlich von dem geplanten Einsatz ab, z.B. zum Fräsen ist der Zwischengang fast ein Muss, beim Fahren mit Anhänger oder Ausnutzung der Nutzlast sind auch die Zwischengänge beim Fortkommen sehr hilfreich, das gilt für 421 - 406. Je weniger Leistung desto eher würde ich mich nur für die Variante mit grossem Getriebe entscheiden. Neben dem höheren Preis kauft man sich leider auch eine höher Anfälligkeit ein, die Vorschaltgruppen sind leider ziemlich anfällig und Reparaturen sehr teuer.
Gruss
e.a.
#63971
Hallo Kriechschnecken,

@Thomas,

ich kann mich meinen Vorrednern nur anschließen.
Das "große" Getriebe ist das 1x6 Getriebe mit den Zwischen-, Kriech- und Schneckengängen.

vgl. Unimog ABChttp://www.unimog-community.de/index.ph ... id=17&vid=

Die Kriech- und Schneckengänge eignen sich tatsächlich eher zum "Blumenpflücken", der kleinste Schneckengang legt bei Vollgas gerade mal 80m in der Stunde zurück.

Die wichtigste Eigenschaft, wie ich finde, sind aber die Zwischengänge, also die halben Gänge.

Die Unimoggetriebe sind leider so weit gespreizt in ihrem Geschwindigkeitsbereich, das ein sehr großes "Loch" zwischen 5. und 6. Gang beim 1x6, bzw. 3. und 4. Straßengang beim 2x4 entsteht.
Der 6. Gang fährt fast doppelt so schnell wie der 5.
das heißt Du mußt beim Beschleunigen erst recht unter Last und am Berg den 5. Gang schon bis zum Ende des Drehzahlbereiches fahren um im 6. nicht abzustürzen.

Hier sind die Zwischengänge eine echte Hilfe. Auch wenn es einige Gewöhnung bedarf beim Schalten vom 5. in den 6. zuerst die Zwischengänge einschalten, dann in den 6. (was dann ja der 5 1/2te Gang ist) danach Zwischengänge wieder aus und im "richtigen" 6. Gang weiterfahren.

Die (vorgewählten) Zwischengänge dürfen übrigens während der Fahrt eingelegt werden, was für die Kriech- und Schneckengänge nicht gilt.
Also immer schön aufpassen wie der Gruppen-Wahlhebel steht.

Aber wie schon gesagt es kommt auf den Einsatzzweck an.

Grüße aus dem Sauerland
Euer Theo,
der bei seinem U406 mit großem 1x6 Getriebe auch nur die Zwischengänge benutzt
#63991
Wenn du genug Dampf unter der Haube hast, brauchst du keine Zwischengänge. Blumen pflücken kann ich zu Fuss.
Und bei 110 Pferden gibt es auch kein Loch. Wo immer das auch sein mag?

Ich sollte wohl mal einen 406 mit 84 oder weniger PS fahren um das Loch zu merken.

Und das obwohl ich auch noch lange Achsen habe. :lol:
#64015
Hallo ihr Gangschalter,

@Peter,
Ok ok, wer hät d'r hät, oder wie sagt man (neidisch werd)!
Ich sollte wohl mal einen 406 mit 84 oder weniger PS fahren um das Loch zu merken
kannste gerne bei mir ausprobieren, wir wollten uns ja ohnehin mal treffen.

Leider wird es jedoch in der nächsten Zeit nix, da ich zur Zeit im Umzugsstress bin.

Grüße aus dem Sauerland,
Euer Theo
U406, Bj 75 84PS mit großem Getriebe und "Loch"
#64031
Hallo Leute!

Ein klarer Fall: unbedingt das "große" Getriebe.
Die Zwischengänge sind am Berg oder bei schneller Beschleunigung lebensnotwendig. Ich habe mir schon viele 406/416 angeschaut und bis jetzt habe ich immer nur 2x6 Variante mit Vorschaltgetriebe gesehen.

Die Kriech/schneckengänge habe ich eigentlich erst einmal gebraucht...
Das war eine heftige Schlammpiste ca 35° Steigung...

Also: unbedingt Getriebe mit Vorschaltgetriebe kaufen. Was anderes schaue ich erst gar nicht weiter an, das betrifft aber nur die 406/416er

Grüße
Bene
mit 2x 406 mit Großem Getriebe und 84PS
PS: Eine Leistungssteigerung liegt bei beiden Fahrzeugen in naher Zukunft an.
#64045
beneU406 hat geschrieben:Hallo Leute!

Ein klarer Fall: unbedingt das "große" Getriebe.
Die Zwischengänge sind am Berg oder bei schneller Beschleunigung lebensnotwendig. Ich habe mir schon viele 406/416 angeschaut und bis jetzt habe ich immer nur 2x6 Variante mit Vorschaltgetriebe gesehen.

Die Kriech/schneckengänge habe ich eigentlich erst einmal gebraucht...
Das war eine heftige Schlammpiste ca 35° Steigung...

Also: unbedingt Getriebe mit Vorschaltgetriebe kaufen. Was anderes schaue ich erst gar nicht weiter an, das betrifft aber nur die 406/416er

Grüße
Bene
mit 2x 406 mit Großem Getriebe und 84PS
PS: Eine Leistungssteigerung liegt bei beiden Fahrzeugen in naher Zukunft an.
Kann ich absolut nicht zustimmen!
Hab noch nie im Leben wirklich das große Getriebe gebraucht. Ausserdem ist das ganz normale 6-Gang Getriebe wesentlich robuster und geht erheblich seltener kaputt. Mit dem 6 Gang Getriebe ist alles was ein Unimog bewältigen kann/muss auch zu machen.

Soll mir mal einer sagen, wozu er jemals die Schnecken- und Kriechgänge benutzt hat??? Ausser vielleicht zum Erdbeerenpflanzen während der Fahrt? :lol:

Gruß von einem der noch nie mehr als 6 Gänge zur Vorwärtsfahrt gebraucht hat :P
Stefan403
#64073
Hallo Stefan,
um die Kriech oder Schneckengänge geht es sicherlich nicht unbedingt. Die habe ich auch bisher nur selten genutzt. Außerdem muß ich wohl wieder ein besonderes Getriebe verbaut haben da sich die zweite Stufe der Schneckengänge nicht schalten läßt. Ebenso ist auch nicht immer beim großen Getriebe die Doppelkupplung verbaut, wie bei mir. Wenn eine Doppelkupplung (für Zapfwelle) benötigt wird dann unbedingt vorher ausprobieren. Gibt es zwar selten aber das gibt es!
Hier wurden eigentlich nur die Zwischengänge erwähnt die aus dem 6 Gang Getriebe ein 12 Gang Getriebe machen mit 4 Rückwärtsgänge.
Auch die kleinen Gänge 1 und 2 fahre ich im Frontladerbereich gerne. Es ist zwar nur ein kleines bischen langsamer im 1. untersetzt, dadruch kann aber auch die Kupplung etwas mehr geschont werden.
Ich wollte das Getriebe schon wegen des großen Sprung nicht tauschen. Ich könnte ja fahren wie mit einem 6 Gang, vermisse aber dann immer ein Gang zwischen 5 und 6. Geht zwar auch, siehe aber Begründungen von oben. Und beim 406 hörte es sich bisher immer so an als ob der "Sprung" noch gewaltiger zu spüren wäre als beim 421 ???
Der 411 besitzt nur 6 Gänge und das geht sogar ohne zu klagen bei diesem Modell.
Gruß
Bernd Thomes
#64175
Danke danke, erst mal für die Infos.
Ich habe 421,403, 406/416 im Auge.
Ich glaube dieses Thema muss ich im Camp wohl nochmal ansprechen.
Ich ging auch davon aus das der größte Vorteil die Zwischengänge sind und das große Getriebe zu bevorzugen ist.
Am Wochenende hat mir auch noch ein Händler erzählt das es die schaltbare ZW nur beim großen Getriebe gibt.

Mir geht es halt um die Mogs die ich mir zur Zeit und in Zukunft anschauhe: Kleines Getriebe guter Zustand, oder großes Getriebe schlechter Zustand.....
Ich hatte auch das große Getriebe im Auge, nur frage ich mich halt ob das kleine auch für mich genügt.
Ist also beim 406 mit ~80PS der Sprung vom 5-6, auch mit Last, zu ertragen?

Sind die großen Getriebe auf jeden Fall anfälliger als die kleinen?

@hensenpe:
Von extremen Leistungssteigerungen an alten Motoren halte ich pers. überhaupt nichts, entweder das Innenleben überholen und dann mit Dampf einfahren, oder ganz sachte an die alten Diener rann gehen :wink:
Oder müsst Ihr beim MOG da wiedersprechen?

Verstehe ich das richtig das es beim 421 kein "Getriebeproblem" gibt?

Gruss

Thomas
#64180
@ Thomas: Wir fahren schon seit 4 Jahren mit einem 406, der hat schon zig Kilometer auf dem Buckel, und bis jetzt, hat es bis auf einen gebrochenen Bremszylinder, keine Probleme mit dem Fahrzeug gegeben, obwohl ein Vorschaltgetriebe verbaut ist.
Der Sprung vom 5. in 6. ist mit Last bergauf ohne die Zwischengänge eine Folter für den Motor. Auch ohne Last geht es mit den Zwischengängen wesentlich zügiger bergauf. In der Ebene ist es allerdings nicht SO schlimm.

Beim Tuning an älteren Motoren stimme ich dir vollkommen zu. Voll aufdrehen und nach 300km Fahrt zerfallt der Mog in seine Einzelteile.

Die Schadensanfälligkeit des Getriebes hängt von deiner Fahrweise und der Belastung ab. Ich schalte eigentlich immer mit Zwischengas, dann gehen die Gänge besser rein und es kommt nicht dieses hässliche Krachen, was bei einigen unerfahrenen Unimogfahrern oft zu hören ist, die mit älteren Fahrzeugen nicht wirklich umgehen können.
Mir hat jemand sogar einmal erklären wollen, dass der 406er keine Rückwärtsgang hat.(Namen wird hier nicht genannt) :shock:

Ich bin für Zwischengänge, das ist meine Meinung.

Grüße
Bene
Zuletzt geändert von beneU406 am 19.05.2005, 22:53, insgesamt 1-mal geändert.
#64203
@ Thomas
der 416 hat standartmäßig den 110Ps Motor drin. So lauft er schon seit 1972.
Hatte mal überlegt ihn auf 125 PS hochzudrehen, aber bisher haben mir die 110PS immer gereicht.
Selbst mit Hänger. 8)
Dateianhänge:
U416 mit Deutz6005
U416 mit Deutz6005
Deutz6005März2005-0009a.jpg (97.34 KiB) 2630 mal betrachtet
#64221
Hallo,
ich denke nicht daß die 421 Modelle keine Getriebeprobleme haben. Von außen ist das Getriebe zwar bauglich mit denen vom 406, das Innenleben soll aber der Motorleistung angepasst sein. Wurde jedenfalls mal hier berichtet.
Mein 421 soll irgendwann Ende 90er eine Getriebereparatur erhalten haben, so jedenfalls eine Werkstatt in der der Mog gewartet wurde.
Gruß
Bernd Thomes

Hallo es gibt auch eine Hydraulikpumpe für de[…]

Heizung für Frontscheibe 421 Cabrio

:sorry danke Helmut

Seilwinde HPC HY5 FW

Hallo Jens, geht leider nicht. Dann passt weder d[…]

Moin, Ich hätte hier die Werkstatthandbü[…]