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Herzlich willkommen auf der Unimog-Community-Website. Seit 1999 treffen sich hier die Mercedes-Benz Unimog- und MBtrac-Enthusiasten zum Meinungsaustausch und Fachsimpeln.

Hier werden Fragen zur Technik und zur Restauration des Unimog gestellt.

Moderator: stephan

#7317
Hallo Leute,

will jetzt in meinem Urlaub mich um die Bordwände meines 421 kümmern. Leider sind die Holzwände beschädigt oder einfach nur vergammelt.

Möchte wieder den Originalzustand herstellen, also alubordwände oder Stahlprofil fallen flach.

Habt ihr Ahnung, was für ein Holz verwendet wurde und ob das richtig Nut und Feder gefertigt wurde oder werden die einfach stumpf aneinander gelegt?

Natürlich hab ich nichts dagegen wenn ihr mir eine Quelle nennt, bzw. mir auch Lieferanten für das Stahlteile nennen könntet, die benötigt werden (Scharniere, das Anschweißprofil, das die Bretter zusammenhält, oder das Zinkprofil, was als Abschluss angenagelt wurde)
Mein Standort Westerstede Nahe Oldenburg (olbg)

Gruß Lars
#36759
Hallo Lars !
Die Bretter in den Bordwänden sind mit Nut und Feder zusammengefügt und obendrein an den Kanten leicht angefast (angeschränkt), letzteres aber nur wegen der besseren Optik. Das original Material dürfte ein Nadelholz gewesen sein; einen Neuaufbau (steht auch bei mir demnächst an...) würde ich entweder mit Lärche oder (noch besser) mit Robinie vornehmen. Robinie ist zwar etwas schwerer, aber ziemlich unzerstörbar. Die Bretter kann man natürlich nicht passend kaufen, man wird sie vielmehr zurechtschneiden, hobeln und die Nuten und Federn fräsen müssen. Also eine Arbeit für den fortgeschrittenen Holzbearbeiter...
Die benötigten Metallteile würde ich (nach vorheriger Preiskontrolle) direkt bei MB kaufen.
Gruß, Gundo
#39507
Hallo Lars !
Die Bretter in den Bordwänden sind mit Nut und Feder zusammengefügt und obendrein an den Kanten leicht angefast (angeschränkt), letzteres aber nur wegen der besseren Optik. Das original Material dürfte ein Nadelholz gewesen sein; einen Neuaufbau (steht auch bei mir demnächst an...) würde ich entweder mit Lärche oder (noch besser) mit Robinie vornehmen. Robinie ist zwar etwas schwerer, aber ziemlich unzerstörbar. Die Bretter kann man natürlich nicht passend kaufen, man wird sie vielmehr zurechtschneiden, hobeln und die Nuten und Federn fräsen müssen. Also eine Arbeit für den fortgeschrittenen Holzbearbeiter...
Die benötigten Metallteile würde ich (nach vorheriger Preiskontrolle) direkt bei MB kaufen.
Gruß, Gundo
#36769
Hallo Lars,

versuche am besten die bestehenden Metallteile noch zu retten. Sind bei MB sehr teuer. Bei mir hat Sandstrahlen und nach- bzw. aufschweißen gerreicht. Bei den Bordwänden bin ich nach reiflicher Überlegung etwas von der Originalität abgewichen.

Ich hatte mir 21 mm Siebdruckplatten (Betoplan) mit beidseitig glatter Oberfläche besorgt. Dieses Holz ist wasserfest und mehrschichtig verleimt und daher sehr stabil. Um die Originalität zu wahren habe ich mit einer Oberfräse in diese Bretter Quernuten eingefräst, die genau in den Abständen der Originalbretter gefräst wurden. Bei einer 21 er Platte kann man das von der Vorderseite und der Rückseite gut machen, geht nicht zu Lasten der Stabilität. Die gefrästen Bretter habe ich dann in U-Bordwandprofil (wie im Original) eingefasst. Nach gründlichen Anschleifen der glatten beschichteten Oberfläche der Platten, wurden diese grundiert und nach Montage der Beschläge im Endlack überlackiert. Von der Optik her nicht vom Original zu unterscheiden, da jeder meint es wären einzelne Bretter die zu einem ganzen zusammengestzt worden sind.

Vorteil dieser Lösung: sehr widerstandsfähig, wasserfest und fast unkaputtbar, spiegelglatte Oberfläche zum lackieren, kein Aufstellen der Holzfasern beim lackieren.

Grüße

Elmar
#39517
Hallo Lars,

versuche am besten die bestehenden Metallteile noch zu retten. Sind bei MB sehr teuer. Bei mir hat Sandstrahlen und nach- bzw. aufschweißen gerreicht. Bei den Bordwänden bin ich nach reiflicher Überlegung etwas von der Originalität abgewichen.

Ich hatte mir 21 mm Siebdruckplatten (Betoplan) mit beidseitig glatter Oberfläche besorgt. Dieses Holz ist wasserfest und mehrschichtig verleimt und daher sehr stabil. Um die Originalität zu wahren habe ich mit einer Oberfräse in diese Bretter Quernuten eingefräst, die genau in den Abständen der Originalbretter gefräst wurden. Bei einer 21 er Platte kann man das von der Vorderseite und der Rückseite gut machen, geht nicht zu Lasten der Stabilität. Die gefrästen Bretter habe ich dann in U-Bordwandprofil (wie im Original) eingefasst. Nach gründlichen Anschleifen der glatten beschichteten Oberfläche der Platten, wurden diese grundiert und nach Montage der Beschläge im Endlack überlackiert. Von der Optik her nicht vom Original zu unterscheiden, da jeder meint es wären einzelne Bretter die zu einem ganzen zusammengestzt worden sind.

Vorteil dieser Lösung: sehr widerstandsfähig, wasserfest und fast unkaputtbar, spiegelglatte Oberfläche zum lackieren, kein Aufstellen der Holzfasern beim lackieren.

Grüße

Elmar
#36775
Hallo Lars,
421er Bordwände wurden zuletzt aus Meranti hergestellt.Meranti ist gut zu lackieren, vergleichsweise hart und astfrei. Diese sind bis auf die Scharniere baugleich mit den späten 411ern. Für meinen 411b bin ich gerade dabei einen neuern Satz herzustellen. Meranti bekommst du als Rohware im Holzhandel ca 30mm dick.
Zuschneiden u. hobeln mußt du selber. Ich fräse (auf der Kreissäge) immer 2 Nuten in die mittleren Bretter und lege eine lose Feder ein. Dann braucht du keinen passenden Fräskopf und kannst die Bretten alle gleich bearbeiten. 22 dick, 2x 100 und 2x 80 breit. Das Stahlprofil gibt es beim Eisenhändler 25x 1,5 (22 innen) verzinkt. Das ganze wird nach der Montage nicht vernagelt sondern vernitet mit Nieten 3x30. DAzu nehme ich Aluniete.

Viel Spass
Stefan
#39523
Hallo Lars,
421er Bordwände wurden zuletzt aus Meranti hergestellt.Meranti ist gut zu lackieren, vergleichsweise hart und astfrei. Diese sind bis auf die Scharniere baugleich mit den späten 411ern. Für meinen 411b bin ich gerade dabei einen neuern Satz herzustellen. Meranti bekommst du als Rohware im Holzhandel ca 30mm dick.
Zuschneiden u. hobeln mußt du selber. Ich fräse (auf der Kreissäge) immer 2 Nuten in die mittleren Bretter und lege eine lose Feder ein. Dann braucht du keinen passenden Fräskopf und kannst die Bretten alle gleich bearbeiten. 22 dick, 2x 100 und 2x 80 breit. Das Stahlprofil gibt es beim Eisenhändler 25x 1,5 (22 innen) verzinkt. Das ganze wird nach der Montage nicht vernagelt sondern vernitet mit Nieten 3x30. DAzu nehme ich Aluniete.

Viel Spass
Stefan
#36783
So stelle mir das vor!

Keine zwei Stunden vorher geschrieben und jetzt schon ein Menge wertvoller Tipps!

Meranti, Nadelholz, Siebdruckplatte, Lärche oder Rubinie...da sind Hölzer dabei die habe ich noch nie gehört. Könnt ihr mir mal in etwa sagen, wie man das preislich einordnen muss? Kann so etwas auch im gut sortierten Baumarkt bekommen? Tischler habe ich monentan keinen am Start.....

Das U Profil ist gängig Praxis, oder wie wird das bei Kipperbordwänden aus Holz gemacht?
Wäre auch sinnvoll, wenn es die verzinkt gäbe. Dann schließen sich die Alunieten allerdings aus. Was spricht denn gegen die Nägel? Ich hatte an Edelstahlspax oder Nägel gedacht!

Ich bin begeistert, wie schnell am hier Antworten bekommt!

Gruß Lars
#39531
So stelle mir das vor!

Keine zwei Stunden vorher geschrieben und jetzt schon ein Menge wertvoller Tipps!

Meranti, Nadelholz, Siebdruckplatte, Lärche oder Rubinie...da sind Hölzer dabei die habe ich noch nie gehört. Könnt ihr mir mal in etwa sagen, wie man das preislich einordnen muss? Kann so etwas auch im gut sortierten Baumarkt bekommen? Tischler habe ich monentan keinen am Start.....

Das U Profil ist gängig Praxis, oder wie wird das bei Kipperbordwänden aus Holz gemacht?
Wäre auch sinnvoll, wenn es die verzinkt gäbe. Dann schließen sich die Alunieten allerdings aus. Was spricht denn gegen die Nägel? Ich hatte an Edelstahlspax oder Nägel gedacht!

Ich bin begeistert, wie schnell am hier Antworten bekommt!

Gruß Lars
#36789
Hallo,
normales Nadelholz, also Fichte/Tanne, wirds im Baumarkt wohl geben. Aber Meranti, Robinie oder Betoplan sicher nicht. Evtl. gibts dort Siebdruckplatten, das wars dann aber an Auswahl. ich würde auch zu Betoplan tendieren, ist sehr stabil, verzugfrei, wasserfest und einigermaßen preiswert zu haben. Die Außenumfassung verzinkt schließt aber auch wieder V2A-Schrauben aus, das unedlere Metall rostet am edleren, hier also die verzinkte Einfassung an den Kontaktstellen der V2a-Schrauben. Macht auch keinen Sinn, nimm verzinkte Niete und fertig.
#39537
Hallo,
normales Nadelholz, also Fichte/Tanne, wirds im Baumarkt wohl geben. Aber Meranti, Robinie oder Betoplan sicher nicht. Evtl. gibts dort Siebdruckplatten, das wars dann aber an Auswahl. ich würde auch zu Betoplan tendieren, ist sehr stabil, verzugfrei, wasserfest und einigermaßen preiswert zu haben. Die Außenumfassung verzinkt schließt aber auch wieder V2A-Schrauben aus, das unedlere Metall rostet am edleren, hier also die verzinkte Einfassung an den Kontaktstellen der V2a-Schrauben. Macht auch keinen Sinn, nimm verzinkte Niete und fertig.
#36808
Hallo Lars,

habe diesen Sommer auch die Bordwände meines 421 erneuert.
Dazu habe ich mir beim Zimmermann entsprechende Platten zusägen lassen. Das Zeug nennt sich Fichte 3 Schicht-Platte B/C und ist 22mm stark. Wie die Kollegen haben ich mir mit der Kreissäge jeweils 2 Nuten reinfräsen lassen. So sieht das Teil nach Aussen aus als ob es aus 4 einzelnen Brettern bestehen würde. Innen ist es natürlich plan. Weill die original Blecheinfassung nur 20 mm lichte Weite hat habe ich umlaufend noch 2 mm tief eine Streifen mit 30 mm breite wegfräsen lassen. Das ganze gab\'s dann für 95 Euronen.
Die Blechteile kannst beim Schlosser bestellen. Das U-Profil ist 2 mm stark und verzinkt oder auch nur blank erhältlich. Frag mal bei einem Anhänger oder LKW Aufbau Hersteller an ob du über den das Zeugs beziehen kannst.
Der Vorteil mit der Platte ist ganz klar im Bezug aucf den Zusammenbau. Du musst nicht mit einzelnen Brettchen hantieren.
Die Lösung mit der Betonschalungtafel ist sicher noch stabiler aber eventuell auch teurer.
Die Blechteile kannste alle noch bei DC bestellen. Die Blechunterlage innen 421.647.50.97 kosten 6.79 Euro (ohne MWST). Die verschlüsse kannste beim Eissenwarenhändler kaufen.
Ich habe den Blechrahmen mit durchgehenden Schlosschrauben festgemacht.
Funktioniert prima.
Die Scharniere würde ich Strahlen und eventuell Flammspritzen lassen.
Ich habe meine nur lackiert.

Gruesse

Thomas.

PS. Schick mir mal deine E-Mail Adresse, dann kann ich dir ein paar Bilder senden
Meine ist thomas.doettling@-t-online.de
#39556
Hallo Lars,

habe diesen Sommer auch die Bordwände meines 421 erneuert.
Dazu habe ich mir beim Zimmermann entsprechende Platten zusägen lassen. Das Zeug nennt sich Fichte 3 Schicht-Platte B/C und ist 22mm stark. Wie die Kollegen haben ich mir mit der Kreissäge jeweils 2 Nuten reinfräsen lassen. So sieht das Teil nach Aussen aus als ob es aus 4 einzelnen Brettern bestehen würde. Innen ist es natürlich plan. Weill die original Blecheinfassung nur 20 mm lichte Weite hat habe ich umlaufend noch 2 mm tief eine Streifen mit 30 mm breite wegfräsen lassen. Das ganze gab\'s dann für 95 Euronen.
Die Blechteile kannst beim Schlosser bestellen. Das U-Profil ist 2 mm stark und verzinkt oder auch nur blank erhältlich. Frag mal bei einem Anhänger oder LKW Aufbau Hersteller an ob du über den das Zeugs beziehen kannst.
Der Vorteil mit der Platte ist ganz klar im Bezug aucf den Zusammenbau. Du musst nicht mit einzelnen Brettchen hantieren.
Die Lösung mit der Betonschalungtafel ist sicher noch stabiler aber eventuell auch teurer.
Die Blechteile kannste alle noch bei DC bestellen. Die Blechunterlage innen 421.647.50.97 kosten 6.79 Euro (ohne MWST). Die verschlüsse kannste beim Eissenwarenhändler kaufen.
Ich habe den Blechrahmen mit durchgehenden Schlosschrauben festgemacht.
Funktioniert prima.
Die Scharniere würde ich Strahlen und eventuell Flammspritzen lassen.
Ich habe meine nur lackiert.

Gruesse

Thomas.

PS. Schick mir mal deine E-Mail Adresse, dann kann ich dir ein paar Bilder senden
Meine ist thomas.doettling@-t-online.de

Hallo zusammen! Am M180 ist der Saugstutzen fuer d[…]

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Hallo Helmut, vielen Dank für die Antwort. So[…]

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Hallo Alexander, leider kann ich das nicht explici[…]