Herzlich willkommen

Herzlich willkommen auf der Unimog-Community-Website. Seit 1999 treffen sich hier die Mercedes-Benz Unimog- und MBtrac-Enthusiasten zum Meinungsaustausch und Fachsimpeln.

Hier werden Fragen zur Technik und zur Restauration des Unimog gestellt.

Moderator: stephan

#172536
Hallo,

eigentlich wollte ich so schnell kein Thema mehr einsetzten,

habe aber ein Problem mit meinen Vorderreifen(Diagonalreifen von Dunlop)....

Sie fahren sich so Sägezahnartig ab, hab auch schon in der Suche geschaut und nichts gefunden.

Hat irgendwer 'ne Ahnung woher das kommt und wie man das Problem beheben kann?

Fahre mit 3.5bar meistens nur Straßen..........ab und zu im Wald........

Vielleicht liegts an der Spur? (kann mir mal einer erklären was Vorspur und was Nachspur heißt?)

Kann man diese vielleicht selbst zu Hause einstellen?

Habe die Reifen letztes Jahr draufgemacht und seit ca 1500km kenne ich dieses Phänomen......

Gruß aus dem Bayerwald

Christian
#172539
Hallo Christian!
Bei unbeladener Strassenfahrt sind meiner Meinung nach 3,5 bar zuviel Druck.
Die Spur kannst Du zuhause leicht kontrollieren: 4 Holzklötze, ca. 30 cm hoch neben die Räder stellen und darauf gerade Metallschienen legen und dann den Abstand hinten und vorne messen. Vorne enger ist Vorspur, hinten enger ist Nachspur. Soweit ich auswendig weiss gehört beim Mog 0- 4mm Vorspur.
#172556
Hallo Christian.
Hast Du mal ein Bild von dem Profil ??

Ich gehe davon aus, dass es sich um ein recht grobstolliges Profil handelt. Die Blöcke sind in Fahrtrichtung vorne dünner als hinten am Profil-Block ??

Dann kommt es meines Erachtens/Erfahrung von zuviel Druck im Reifen und häufigem Bremsen (auch mit hohem/höherem Fahrzeuggewicht/Belastung/Beladung). Die Blöcke biegen sich beim Bremsen nach hinten, weil sie nicht in der Karkasse nachgeben können und rubbeln sich vorne stärker ab.
Die Hinterradreifen werden das nicht so zeigen, geht doch fast das ganze Fahrzeuggewicht auf die Vorderräder.

Ich denke, weniger Luftdruck ist besser.

Gewagte Behauptung ? ? ?

Bei einer falsch eingestellten Vor- oder Nachspur rubbeln sich die Reifen doch mehr innen oder aussen ab.... oder ?? ...oder war das der Sturz ??

GrussWolFgang
#172600
Hallo Christian,

An deiner Stelle würde ich als erstes mal den Reifentyp angeben. Es gibt Laufrichtung-gebundene und -ungebundene Profile für Verwendung auf Antriebs- und/oder Lenkachse.
Bei häufig schwerem Geländeeinsatz werden auch auf der Vorderachse die Reifen in Antriebsrichtung montiert. Bei gemischtem Einsatz mit viel Straße in "geschobener" Laufrichtung.
Das gleiche hatte ich bei meinen Conti MPT 80 auch, die neuen Reifen vorne habe ich jetzt in "geschobener" Laufrichtung montiert da die alten die von dir beschriebenen Sägezähne hatten.
@ Herbert
so einfach ist das mit der Spurvermessung nicht. Die Felgen dürfen von Hause aus schon sehr viel Seitenschlag haben, und im Betrieb kommt da schnell noch mehr dazu, besonders am Felgenhorn.
Die Räder müssen dazu aufgebockt werden und bei einer 180°-Drehung den gleichen Wert haben.
#172635
Hallo,

Spur vermessen kann bestimmt nicht schaden, ich würde jedoch sagen, dass die falsche Spur sich durch Abfahren innen- bzw. außenseitig darstellt und nicht in Form des Sägezahnprofils.
Ich erinnere mich an die Empfehlung lt. Betriebsanleitung, die Vorderräder gegenläufig zu den Hinterrädern zu montieren, zumindest bei Ackerprofil, mehr Laufruhe und weniger Verschleiß. Also welches Profil, wie montiert?
am besten mit Bild
Zum Spurvermessen: Herberts Ansatz ist gut und Helmut hat recht :wink:
(Bitte nicht als Kritik verstehen, ich schätze Eure Beiträge sehr!)
Messen des Felgenabstands mittig vor der Achse (auf 3-Uhr), gleiche Höhe zum geraden Boden, um 180 Grad weiterdrehen (schieben), messen mittig hinter der Achse (gleiche Höhe wie vorne zum geraden Boden) --> daraus ergibt sich der Spurwert. Mechanische Spurmessgeräte hatte dafür eine Kette, die gerade jeweils den Boden berührt hat - soweit erinnere ich noch an meine Bundeswehrzeit. Für den Unimog halte ich diese Methode nach wie vor für deutlich ausreichend!

Gruß
Tommes
#172669
Hallo,

nun die Bilder von meinen Reifen,

die gezeigten Stellen weisen kleine Auswaschungen auf, wo kann dass herkommen, das Sägezahnprofil bildet sich nach Ansicht an jedem zweiten Stöckel von aussen bis innen..
Leider sind die Reifen etwas schmutzig, da ich gestern im Gelände war.....

Gruß Christian
Dateianhänge:
DSC05851~1.JPG
DSC05851~1.JPG (62.56 KiB) 3247 mal betrachtet
DSC05852~1.JPG
DSC05852~1.JPG (55.58 KiB) 3247 mal betrachtet
DSC05853~1.JPG
DSC05853~1.JPG (56.53 KiB) 3247 mal betrachtet
#172674
Tach Christian.

Die Abnutzung der Reifen -nach dem Bild gemutmaßt- zeigt doch eine recht starke Abnutzung in der Mitte des Reifens -->> zu viel Druck im Pneu !!??
Einen einseitigen Verschleiss durch falsche Spur/Sturz, Vor- und Nachläufe sehe ich da nicht.

Gruss
WolFgang
#172679
Hallo Christian!
Was man an den Fotos erkennen kann dürfte die Spur passen und meine Vermutung ist ist nach wie vor zu hoher Reifendruck.
Extreme Auswaschungen von jedem zweiten Stollen habe ich unlängst bei schmalen Traktorhinterrädern gesehen. Der Besitzen fragte mehrere Reifenhändler und Fachleute nach der Ursache: Gemeinsame Meinung ist Druck passt nicht, ob zuviel oder zu wenig wollte sich keiner festlegen.

Meine Philosphie dazu ist, die Stollen sollten eine ungerade Anzahl haben um den Rhythmus der Laufverformung zu unterbrechen. Ich kann mich an Winterreifen erinnern, die deutlich grössere und kleinere Profilblöcke hatten um das Laufgeräusch nicht zu einem Singen anschwellen zu lassen.

@Helmut: war mir nicht bewusst das es bei den Felgen so grosse Seitenschlagtoleraz gibt, werde beim nächsten Einstellen halt 2 bis 3 mal messen und sehen ob es grosse Unterschiede gibt :wink:
#172702
Hallo, Christian,

Dem Luftdruck wird bis heute in Nutzfahrzeugen viel zu wenig Beachtung geschenkt. Oft gilt: Solldruck laut Handbuch (oder gar nach Gefühl) und gut.
Das kann aber nicht passen, die Luftdruckangaben in den Handbüchern von Fahrzeugen können nur einen Richtwert darstellen. Selbst bei Autos hat man ja inzwischen verschiedene Werte bei Fahrt mit 1 Person, mehreren Personen oder voller Beladung.

Genauso ist das mit Unimogs. Da gleicht kein Betriebsgewicht dem anderen. Der eine hat einen Kran drauf, der andere fährt mit Heckkraftheber, der nächste einen Frontlader, wieder ein anderer nur das leere Fahrzeug.

Einen "praxistauglichen" Luftdruck sollte man durch Versuche herausfinden. Bei meinen Trac's habe ich die Feststellung gemacht, dass ich damit die längste Lebensdauer habe.

Wenn die Tracs im Frühjahr und Herbst schwer tragen müssen (Kreiselegge plus Drillmaschine) kommen hinten die Maximaldrücke hinein, vorne jedoch nur der Druck, der das Profil bei leerem Schlepper vollflächig auf Asphalt aufliegen lässt. (Bei trockener Fahrbahn kann man das sehr gut feststellen, weil das Profil nur so weit schwarz wird, wie es aufliegt.)

Tragen sie im Sommer nur die Pflegegeräte oder ziehen den Anhänger, kann ich den Druck hinten ebenfalls auf volle Aufstandsfläche auslegen und dazu noch etwa 0,2 bar als Reserve dazu. Diese Reserve sollte auch bei häufiger Fahrt am Seitenhang eingeplant werden. Bei Seitenhang PLUS Last sogar doppelt.

Das geht mit dem Unimog ganz genau so. Aufgrund der kleineren Radumfänge kann die Reserve dann etwas größer ausfallen, vielleicht 0,3 bis 0,4 bar, aber auch nur dann, wenn diese Reserve benötigt wird - z.B. Transport auf der Pritsche oder Geräte im Dreipunkt.

Ein Reifen, der ziehen soll, MUSS unten eine "Beule" haben, sonst kann er nicht walken, dementsprechend kann er keine Zugkraft aufbauen.

Außerdem hat man nur dann einen gleichmäßigen Verschleiß, wenn die Reifen auch vollflächig tragen und das muss individuell eingestellt sein und zwar für Vorder- und Hinterachse.

Dieser Sachverhalt ist Grund für die sich verstärkende Forderung nach Reifendruck-Regelanlagen, die aber immer noch das Manko des freiliegenden Schlauches haben, wenn das Farzeug konstruktiv nicht dafür ausgelegt ist. (z.B. HUMMER, der eine Bohrung in der Achsmitte für die Luft besitzt).

Den Aufstandstest kann man auch mit weißem Blatt Papier auf ebener Fläche machen.

Probiert das mal mit den Mogs aus, ihr werdet Euch wahrscheinlich wundern, mit wie wenig Luft der noch satt steht...

Grüße an alle

Holger
#172710
Hallo Christian,
Dein Reifen ist drehrichtungs-gebunden und du betreibst in auf der Vorderachse als "angetriebenes" Rad.
Wenn ich mir die Bilder betrachte scheint dein Reifen schon sehr alt zu sein. Die Risse zwischen den Profilblöcken deuten auf eine Verhärtung des Gummis infolge Alterung hin.
Durch die Profilanordnung tragen die Blöcke unterschiedlich. Wenn sich der Reifen nicht mehr genug verformen kann um die Nachbarblöcke mit zu belasten verschleißen die kurzen Blöcke schneller.
Versuche mal, die Räder von rechts nach links zu tauschen um die Drehrichtung zu ändern. Da die Auswaschungen nur auf fester Straße stattfinden kannst du das vlt etwas kompensieren.
#172720
Hallo,
ich kann Holgers Aussagen nur bestätigen. Dies ist besonders auffällig wenn Radialreifen gefahren werden. Seit einigen Monaten fahre ich Michelin mit Ackerprofil in der Größe 10.5R20 auf dem 421. Ein Super Reifen.
Wenn ich in die Garage fährt sieht man es den Reifen an womit er Kontakt auf dem Boden hatte. Ist nur die Mitte dunkel gefärbt ist zu viel Luft drinn. Also etwas Luft raus. Voll beladen mit Atlas und Holz auf der Pritsche ist eine deutliche Wölbung zu sehen. Diesen Druck Korrigiere ich aber nicht da ich nur ca. 1 km so auf der Straße fahren muss bis ich wieder entlade. Aber die Zugkraft ist dann sehr groß.
In Punkto Zugkraft bringen die Reifen von Michelin nach jetzigen Erfahrungen ein gewaltiges Plus. Fahre selbst da noch ohne Allrad, wo ich mit den anderen Reifen, wie sie häufig auf Mog´s montiert werden, schon am "schwitzen" war. Der Vorteil ist, dass diese Reifen nicht sofort verkleben und somit immer Griff haben. Vorher hatte ich BKT und Alliance (Profil wie auch Mitas) drauf.
Auch schlucken diese Reifen sehr viele Unebenheiten und das Fahren ist wesentlich ruhiger.
Obwohl mir die Optik der 12.5-18 Reifen wesentlich besser gefällt, hätte hier auch wohl aus Kostengründen Mitas genommen, denke ich, dass ich mit diesen Reifen besser bedient bin. Ich glaube nicht dass der 12.5-18er bessere Traktion bietet.
Gruss
Bernd Thomes
#172721
Hallo Christian,

sind die Stoßdämpfer Deines 406 noch in Ordnung?
Die die Blöcke der 12,5er MPT Reifen meines 406 waren, als ich ihn gekauft habe teilweise auch sägezahnförmig abgelaufen. Die damals eingebauten Stoßdämpfer waren allerdings auch ohne jegliche Dämpfungsfunktion.
Inzwischen habe ich sie gegen neue ersetzt und bilde mir immerhin ein, daß es besser geworden ist - sicher kann ich das leider nicht sagen, da ich seitdem eine nicht so hohe Km-Laufleistung hatte um eindeutige Effekte zu sehen...

@ Thomas: Wieso sollte sich das Bj. ändern? […]

Hallo ihr, also ich hab im gleichen Kreis mal VL/R[…]

Pleullagermuttern M180

Hallo Alexander die Unterscheidung zw 404.0 und 40[…]

Zeigt her Eure Trenkle

Hallo Thomas, Da hast du mit dem Fahrerhaus aber […]